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Beleg gesucht für: eine
Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
Anzahl der Treffer: 100
hunc etsi augurem prius factum quam Italiam attingeret, in itinere audierat, tamen non minus iustam sibi causam municipia et colonias adeundi existimavit, ut iis gratias ageret, quod frequentiam atque officium suum Antonio praestitissent, simulque se et honorem suum in sequentis anni commendaret petitionem, Caes.Gall.8,50,3Cäsar erhielt zwar, noch ehe er in Italien erschien, auf der Reise die Nachricht von der Wahl des Antonius zum Augur; dennoch fand er eine ebenso wichtige Veranlassung zum Besuch der Municipien und Kolonien darin, dass er ihnen für das zahlreiche Erscheinen in der Wahlversammlung und für den Dienst, den sie dem Antonius dadurch erwiesen hätten, danken wollte. Zugleich suchte er sich und seine Bewerbung um das Konsular für das nächste Jahr zu empfehlen.
horum omnium fortissimi sunt Belgae, propterea quod a cultu atque humanitate provinciae longissime absunt minimeque ad eos mercatores saepe commeant atque ea, quae ad effeminandos animos pertinent, important proximique sunt Germanis, qui trans Rhenum incolunt, quibuscum continenter bellum gerunt. Caes.Gall.1,1,3Die tapfersten unter allen sind die Belger, weil sie sich von der feineren Lebensweise und Bildung des römischen Gallien ganz fern halten und durchaus in keiner häufigen Berührung mit fremden Kaufleuten stehen, die ihnen also auch keine Gegenstände zuführen, die geeignet sind, eine weibische Erschlaffung der Kraft zu bewirken. Sie wohnen ganz nahe bei den Germanen des rechten Rheinufers und führen mit diesen unaufhörlich Krieg.
eorum una pars, quam Gallos obtinere dictum est, initium capit a flumine Rhodano, continetur Garunna flumine, Oceano, finibus Belgarum, attingit etiam ab Sequanis et Helvetiis flumen Rhenum, vergit ad septentriones. Caes.Gall.1,1,5Jener eine Teil Galliens, den nach unserer Angabe die Kelten innehaben, fängt am Fluss Rhône an, wird von der Garonne, dem Ozean und dem Gebiet der Belger begrenzt und reicht auf der Seite der Sequaner und Helvetier bis an den Rheinstrom: die ganze Richtung aber ist gegen Norden.
Apud Helvetios longe nobilissimus fuit et ditissimus Orgetorix. is M. Messala et P. M. Pisone consulibus regni cupiditate inductus coniurationem nobilitatis fecit et civitati persuasit, ut de finibus suis cum omnibus copiis exirent: Caes.Gall.1,2,1Im Volk der Helvetier war Orgetorix durch edle Abkunft und Reichtum der bei weitem bedeutendste Mann. Aus Begierde nach Alleinherrschaft brachte er unter dem Konsulat des M. Messala und P. M. Piso (61 v.Chr.) eine Verschwörung unter dem Adel zustande und führte seine Mitbürger zu dem Entschluss, mit allen Streitkräften die Heimat zu verlassen,
ad eas res conficiendas biennium sibi satis esse duxerunt, in tertium annum profectionem lege confirmant. ad eas res conficiendas Orgetorix deligitur. Caes.Gall.1,3,2Zur Vollendung dieser Dinge war nach ihrer Meinung eine Zeit von zwei Jahren hinreichend; auf das dritte Jahr also setzten sie durch ein Gesetz den Aufbruch unabänderlich fest. Die Ausführung dieses Plans wurde dem Orgetorix durch die Wahl des Volkes übertragen.
die constituta causae dictionis Orgetorix ad iudicium omnem suam familiam, ad hominum milia decem, undique coegit et omnes clientes obaeratosque suos, quorum magnum numerum habebat, eodem conduxit; Caes.Gall.1,4,2Allein Orgetorix versammelte, als der Tag seiner Verantwortung bestimmt war, aus allen Gegenden die ganze Masse seiner Angehörigen, etwa zehntausend, und ließ auch alle seine Schützlinge und Schuldner, von denen er eine große Zahl hatte, an dem selben Ort zusammenkommen.
per eos, ne causam diceret, se eripuit. cum civitas ob eam rem incitata armis ius suum exsequi conaretur multitudinemque hominum ex agris magistratus cogerent, Orgetorix mortuus est; (4) neque abest suspicio, ut Helvetii arbitrantur, quin ipse sibi mortem consciverit. Caes.Gall.1,4,3Mit ihrer Hilfe entzog er sich der Verantwortung. Darüber entrüsteten sich seine Mitbürger und suchten ihr Recht mit Gewalt geltend zu machen; die Regierung bot eine Menge Volk vom Land auf; plötzlich aber starb Orgetorix. (4) Man hat, wie die Helvetier selbst meinen, Grund zu vermuten, dass er sich selbst ums Leben gebracht hat.
Erant omnino itinera duo, quibus itineribus domo exire possent: unum per Sequanos, angustum et difficile, inter montem Iuram et flumen Rhodanum, vix qua singuli carri ducerentur, mons autem altissimus impendebat, ut facile perpauci prohibere possent; Caes.Gall.1,6,1Es gab im ganzen zwei Wege, auf denen die Helvetier von zu Hause wegziehen konnten. Der eine ging durch das Land der Sequaner, zwischen dem Juragebirge und der Rhône, ein enger und beschwerlicher Pass, auf dem kaum einzelne Wagen fahren konnten, während das sehr hohe Gebirge darüber schwebte und ganz wenig Leute imstand waren, den Durchgang zu verwehren.
extremum oppidum Allobrogum est proximumque Helvetiorum finibus Genava. ex eo oppido pons ad Helvetios pertinet. Allobrogibus sese vel persuasuros, quod nondum bono animo in populum Romanum viderentur, existimabant vel vi coacturos, ut per suos fines eos ire paterentur. Caes.Gall.1,6,3Die äußerste Stadt der Allobroger, ganz an der Grenze der Helvetier, ist Genf. Von dieser Stadt führt eine Brücke nach Helvetien. Weil nun diese Allobroger noch nicht gut gegen das römische Volk gesinnt zu sein schienen, glaubten die Helvetier, sie könnten sie bereden oder mit Gewalt zwingen, ihnen den Durchgang durch ihr Gebiet zu gestatten.
provinciae toti quam maximum potest militum numerum imperat ‑ erat omnino in Gallia ulteriore legio una ‑ ; pontem, qui erat ad Genavam, iubet rescindi. Caes.Gall.1,7,2Die gesamte Römische Provinz musste, da nur eine einzige Legion in Gallien jenseits der Alpen lag, möglichst viele Truppen stellen; die Brücke bei Genf wurde abgebrochen.
Interea ea legione, quam secum habebat, militibusque, qui ex provincia convenerant, a lacu Lemanno, qui in flumen Rhodanum influit, ad montem Iuram, qui fines Sequanorum ab Helvetiis dividit, milia passuum decem novem murum in altitudinem pedum sedecim fossamque perducit. Caes.Gall.1,8,1Mit Hilfe der Legion, die er in Gallien hatte, und den Soldaten, die aus der Provinz zusammengekommenen waren, führte Cäsar unterdessen vom Genfer See, durch den die Rhône fließt, bis zum Jura, dem Grenzgebirge der Sequaner und Helvetier, neunzehn Meilen weit eine sechszehn Fuß hohe Mauer und einen Graben,
Dumnorix gratia et largitione apud Sequanos plurimum poterat et Helvetiis erat amicus, quod ex ea civitate Orgetorigis filiam in matrimonium duxerat, et cupiditate regni adductus novis rebus studebat et quam plurimas civitates suo beneficio habere obstrictas volebat. Caes.Gall.1,9,3Dumnorix war bei den Sequanern durch Ansehen und Freigebigkeit sehr einflussreich und war zugleich ein Freund der Helvetier, da er die Tochter des Orgetorix, eine Helvetierin, zur Frau hatte; auch neigte er aus Herrschsucht zum Umsturz und wollte sich möglichst viele Völkerschaften durch Gefälligkeiten verpflichten.
hic pagus unus, cum domo exisset, patrum nostrorum memoria L. Cassium consulem interfecerat et eius exercitum sub iugum miserat. Caes.Gall.1,12,5Dieser eine Gau hatte schon in älteren Zeiten einmal die Heimat verlassen, den römischen Konsul Lucius Cassius geschlagen und dessen Heer durchs Joch geschickt.
Hoc proelio facto, reliquas copias Helvetiorum ut consequi posset, pontem in Arari faciendum curat atque ita exercitum traducit. Caes.Gall.1,13,1Um nach diesem Treffen die übrigen Scharen der Helvetier einholen zu können, ließ Cäsar eine Brücke über die Saône schlagen und führte so das Heer hinüber.
quare ne committeret, ut is locus, ubi constitissent, ex calamitate populi Romani et internecione exercitus nomen caperet aut memoriam proderet. Caes.Gall.1,13,7Er möge also nicht zulassen, dass ihr derzeitiger Standpunkt durch eine Niederlage des römischen Volkes und die Vernichtung des römischen Heeres berüchtigt oder unvergesslich werde.
qui si alicuius iniuriae sibi conscius fuisset, non fuisse difficile cavere; sed eo deceptum, quod neque commissum a se intellegeret, quare timeret, neque sine causa timendum putaret. Caes.Gall.1,14,2Denn wäre es sich irgend eines Unrechts bewusst gewesen, so hätte es sich leicht vorsehen können; aber eben dadurch habe es sich täuschen lassen, dass es sich keiner Schuld bewusst war, die zur Furcht Anlass geben konnte, eine grundlose Furcht aber unpassend schien.
quo proelio sublati Helvetii, quod quingentis equitibus tantam multitudinem equitum propulerant, audacius subsistere nonnumquam et novissimo agmine proelio nostros lacessere coeperunt. Caes.Gall.1,15,3Durch dieses Gefecht übermütig gemacht, begannen die Feinde, die mit fünfhundert Reitern eine so zahlreiche Reiterei geworfen hatten, sich kecker zu widersetzen und von ihrer Nachhut aus die Römer wiederholt anzugreifen.
reperit esse vera: ipsum esse Dumnorigem, summa audacia, magna apud plebem propter liberalitatem gratia, cupidum rerum novarum. compluris annos portoria reliquaque omnia Haeduorum vectigalia parvo pretio redempta habere, propterea quod illo licente contra liceri audeat nemo Caes.Gall.1,18,3fand folgende Tatsachen bestätigt: gerade Dumnorix sei das Hindernis, ein höchst verwegener, wegen seiner Freigiebigkeit beim Volk sehr beliebter und zu Unruhen geneigter Mann. Derselbe habe die Zölle und alle übrigen Steuern der Häduer für eine Reihe von Jahren um ein geringes Pachtgeld in seinen Händen; denn wenn dieser biete, so wage niemand ein Gegengebot.
magnum numerum equitatus suo sumptu semper alere et circum se habere; Caes.Gall.1,18,5er unterhalte auf eigene Kosten eine bedeutende Zahl Reiter und habe diese immer um sich.
his omnibus rebus unum repugnabat, quod Diviciaci fratris summum in populum Romanum studium, summam in se voluntatem, egregiam fidem, iustitiam, temperantiam cognoverat; nam ne eius supplicio Diviciaci animum offenderet, verebatur. Caes.Gall.1,19,2Allen diesen Dingen stand nur der eine Umstand entgegen, dass Cäsar des Diviciacus, des Bruders von Dumnorix, höchste Ergebenheit gegen das römische Volk, dessen vortreffliche Gesinnung gegen seine eigene Person, sowie seine ausgezeichnete Treue, Gerechtigkeit und Mäßigung aus Erfahrung kannte. Durch die Hinrichtung des Dumnorix fürchtete er aber bei Diviciacus Anstoß zu erregen.
ea res per fugitivos L. Aemilii, decurionis equitum Gallorum, hostibus nuntiatur. Caes.Gall.1,23,2Dies erfuhren die Helvetier durch Überläufer des Lucius Aemilius, der eine Schar gallischer Reiter befehligte.
ipse interim in colle medio triplicem aciem instruxit legionum quattuor veteranarum; Caes.Gall.1,24,2Er selbst bildet in der Mitte aus den vier alten Legionen eine dreifache Schlachtreihe,
Romani conversa signa bipertito intulerunt: prima et secunda acies, ut victis ac summotis resisteret, tertia, ut venientes sustineret. Caes.Gall.1,25,7Die Römer machten eine Schwenkung und wendeten ihre Feldzeichen nach zwei Richtungen, indem die zwei ersten Schlachtlinien sich den geschlagenen und geworfenen Helvetiern entgegenstellten, die dritte den andringenden Boiern und Tulingern Widerstand leistete.
locutus est pro his Diviciacus Haeduus: Galliae totius factiones esse duas: harum alterius principatum tenere Haeduos, alterius Arvernos. Caes.Gall.1,31,3Für sie führte der Häduer Diviciacus das Wort: Ganz Gallien zerfalle in zwei Parteien; die eine führten die Häduer an, die andere die Arverner.
cum his Haeduos eorumque clientes semel atque iterum armis contendisse; magnam calamitatem pulsos accepisse, omnem nobilitatem, omnem senatum, omnem equitatum amisisse. Caes.Gall.1,31,6Mit diesen hätten die Häduer und ihre Schutzbefohlenen mehr als einmal gekämpft, hätten aber eine schwere und verlustreiche Niederlage erlitten und dabei ihren gesamten Adel, ihre gesamte Regierung, ihre gesamte Reiterei verloren. Früher hätten sie aus eigener Tapferkeit und durch das freundschaftliche Einvernehmen mit dem römischen Volk den größten Einfluss in Gallien gehabt.
paulatim autem Germanos consuescere Rhenum transire et in Galliam magnam eorum multitudinem venire populo Romano periculosum videbat, Caes.Gall.1,33,3Außerdem sah er für das römische Volk eine Gefahr darin, dass es für die Germanen allmählich zur Gewohnheit werde, den Rhein zu überqueren und in großer Zahl nach Gallien zu kommen.
Quamobrem placuit ei, ut ad Ariovistum legatos mitteret, qui ab eo postularent, uti aliquem locum medium utriusque conloquio deligeret: velle sese de re publica et summis utriusque rebus cum eo agere. Caes.Gall.1,34,1Cäsar beschloss deshalb, Gesandte zu ihm zu schicken, die ihn auffordern sollten, einen Ort in der Mitte zwischen beiden für eine Unterredung auszuwählen: er wolle sich mit ihm über politische und beiderseits höchst wichtige Fragen unterreden.
quoniam tanto suo populique Romani beneficio adfectus, cum in consulatu suo rex atque amicus ab senatu appellatus esset, hanc sibi populoque Romano gratiam referret, ut in conloquium venire invitatus gravaretur neque de communi re dicendum sibi et cognoscendum putaret, haec esse, quae ab eo postularet: Caes.Gall.1,35,2Da er ihm und dem römischen Volk die besonders hohe Gunst, dass er unter seinem Konsulat (59 v.Chr.) die Titel "König" und "Freund" vom Senat erhalten habe, jetzt damit vergelte, dass er trotz einer Einladung Schwierigkeiten mache, mit ihm zur Unterredung zusammenzukommen, und da er es für überflüssig halte, sich mit ihm über eine gemeinsame Angelegenheit zu besprechen und zu informieren, so stelle er folgende Forderungen an ihn:
idque natura loci sic muniebatur, ut magnam ad ducendum bellum daret facultatem, propterea quod flumen Dubis ut circino circumductum paene totum oppidum cingit; Caes.Gall.1,38,4außerdem wurde sie durch die örtlichen Gegebenheiten so geschützt, dass sie eine gute Möglichkeit bot, den Krieg in die Länge zu ziehen, weil sich der Fluss Doubs wie im Kreis um die Stadt herumzieht und sie fast ganz einschließt.
hunc murus circumdatus arcem efficit et cum oppido coniungit. Caes.Gall.1,38,6Eine um diesen Berg geführte Mauer macht ihn zu einer wahren Festung und verbindet ihn mit der Stadt.
huc Caesar magnis nocturnis diurnisque itineribus contendit occupatoque oppido ibi praesidium conlocat. Caes.Gall.1,38,7Hierher eilte Cäsar in langen Tages- und Nachtmärschen, nahm die Stadt und legte eine Besatzung hinein.
Dum paucos dies ad Vesontionem rei frumentariae commeatusque causa moratur, ex percontatione nostrorum vocibusque Gallorum ac mercatorum, qui ingenti magnitudine corporum Germanos, incredibili virtute atque exercitatione in armis esse praedicabant (saepe numero sese cum his congressos ne vultum quidem atque aciem oculorum dicebant ferre potuisse) , tantus subito timor omnem exercitum occupavit, ut non mediocriter omnium mentes animosque perturbaret. Caes.Gall.1,39,1Während er einige Tage bei Vesontio verweilte, um für Getreide und Lebensmittel zu sorgen, befiel plötzlich eine solche Furcht das ganze Heer, dass sie alle in hohem Maße außer Fassung brachte. Dies kam von den Erkundigungen der Römer selbst und von dem Gerede der Gallier und der Handelsleute, die von den Germanen rühmten, sie besäßen eine gewaltige Körpergröße und eine unglaubliche Tapferkeit und Übung in den Waffen; oft seien sie mit ihnen zusammengetroffen, doch hätten sie nicht einmal ihren Blick und das Feuer ihrer Augen ertragen können.
Haec cum animadvertisset, convocato consilio omniumque ordinum ad id consilium adhibitis centurionibus vehementer eos incusavit: primum quod aut quam in partem aut quo consilio ducerentur, sibi quaerendum aut cogitandum putarent. Caes.Gall.1,40,1Als Cäsar dies bemerkt hatte, berief er eine Versammlung, zu der er auch Hauptleute jeden Ranges hinzuzog. Er erteilte ihnen einen schweren Verweis zunächst darüber, dass sie glaubten, sie hätten zu untersuchen oder zu überlegen, wohin oder in welcher Absicht man sie aufbrechen lasse:
ex quo iudicari posset, quantum haberet in se boni constantia, propterea quod, quos aliquamdiu inermes sine causa timuissent, hos postea armatos ac victores superassent. Caes.Gall.1,40,6Daraus könne man beurteilen, einen wie großen Vorteil feste Entschlossenheit gewähre, weil sie diejenigen, die sie unbewaffnet eine Zeit lang grundlos gefürchtet hätten, später, nachdem sie bewaffnet waren und bereits einen Sieg errungen hatten, besiegt hätten.
Caesar, quod neque conloquium interposita causa tolli volebat neque salutem suam Gallorum equitatui committere audebat, commodissimum esse statuit omnibus equis Gallis equitibus detractis eo legionarios milites legionis decimae, cui quam maxime confidebat, imponere, ut praesidium quam amicissimum, siquid opus facto esset, haberet. Caes.Gall.1,42,5Weil Cäsar weder wollte, dass die Unterredung wegen eines Vorwandes ausfalle, noch sein Leben der gallischen Reiterei anzuvertrauen wagte, hielt er es für am passendsten, den gallischen Reitern alle Pferde wegzunehmen und sie mit den Soldaten der zehnten Legion, der er am meisten vertraute, zu besetzen, um notfalls eine möglichst ergebene Schutztruppe zu haben.
Planities erat magna et in ea tumulus terrenus satis grandis. hic locus aequum fere spatium a castris utriusque, Ariovisti et Caesaris, aberat. Caes.Gall.1,43,1Es dehnte sich dort eine große Ebene aus und in ihr erhob sich ein ziemlich starker Erdhügel. Dieser Ort war fast gleich weit von beiden Lagern, dem des Ariovist und dem Cäsars, entfernt.
ubi eo ventum est, Caesar initio orationis sua senatusque in eum beneficia commemoravit, quod rex appellatus esset a senatu, quod amicus, quod munera amplissime missa; quam rem et paucis contigisse et pro magnis hominum officiis consuesse tribui docebat; Caes.Gall.1,43,4Als man dorthin gekommen war, erwähnte Cäsar zum Eingang seiner Rede die Beweise des Wohlwollens, die Ariovist von ihm und dem römischen Senat erhalten habe, dass ihm der Senat den Namen eines Königs und Freundes gegeben und so höchst auszeichnende Geschenke übersandt habe, eine Ehre, die, worauf er hinwies, nur wenigen zu Teil geworden sei und gewöhnlich bloß für wichtige Dienste erteilt werde.
nam etsi sine ullo periculo legionis delectae cum equitatu proelium fore videbat, tamen committendum non putabat, ut pulsis hostibus dici posset eos ab se per fidem in conloquio circumventos. Caes.Gall.1,46,3Obgleich er nämlich überzeugt war, ein Treffen mit der Reiterei würde ohne jedes Risiko für seine ausgewählte Legion vonstatten gehen, glaubte er doch nicht zugeben zu dürfen, dass man nach einer Niederlage der Feinde sagen könne, die Germanen seien aus Vertrauen zu ihm während der Unterredung in eine Falle gelockt worden.
posteaquam in vulgus militum elatum est, qua arrogantia in conloquio Ariovistus usus omni Gallia Romanis interdixisset impetumque in nostros eius equites fecissent eaque res conloquium diremisset, multo maior alacritas studiumque pugnandi maius exercitui iniectum est. Caes.Gall.1,46,4Nachdem aber unter den Soldaten bekannt wurde, mit welcher Anmaßung Ariovist bei der Unterredung den Römern den Aufenthalt in ganz Gallien untersagt, wie dessen Reiter unsere Leute angegriffen und wie dies der Unterredung ein Ende gemacht habe, erfüllte das Heer eine viel größere Bereitschaft und Kampfeslust.
Biduo post Ariovistus ad Caesarem legatos mittit: velle se de iis rebus, quae inter eos agi coeptae neque perfectae essent, agere cum eo; uti aut iterum conloquio diem constitueret aut, si id minus vellet, ex suis legatis aliquem ad se mitteret. Caes.Gall.1,47,1Zwei Tage danach schickte Ariovist Gesandte an Cäsar: er wolle aufs neue mit ihm über die Dinge verhandeln, deren Verhandlung sie zwar begonnen aber nicht abgeschlossen hätten; er solle erneut einen Tag für eine Unterredung ansetzen oder einen seiner Legaten zu ihm schicken.
conloquendi Caesari causa visa non est, et eo magis, quod pridie eius diei Germani retineri non potuerant, quin in nostros tela conicerent. (3) legatum ex suis sese magno cum periculo ad eum missurum et hominibus feris obiecturum existimabat. Caes.Gall.1,47,2Cäsar sah keinen Grund für eine Unterredung, um so mehr weil die Germanen sich den Tag zuvor nicht hatten zurückhalten lassen, auf unsere Leute zu schießen.
commodissimum visum est C. Valerium Procillum, C. Valeri Caburi filium, summa virtute et humanitate adulescentem, cuius pater a C. Valerio Flacco civitate donatus erat, et propter fidem et propter linguae Gallicae scientiam, qua multa iam Ariovistus longinqua consuetudine utebatur, et quod in eo peccandi Germanis causa non esset, ad eum mittere et una M. Metium, qui hospitio Ariovisti utebatur. Caes.Gall.1,47,4Er hielt es für das Passendste, den Gaius Valerius Procillus, den Sohn des Gaius Valerius Caburus, zu ihm zu schicken, einen jungen Mann von ausgezeichneter Tapferkeit und edler Bildung, dessen Vater durch Gaius Valerius Flaccus das römische Bürgerrecht erhalten hatte. Ihn wählte er teils aus Zutrauen in seine Ergebenheit, teils wegen seiner Kenntnis der gallischen Sprache, in der Ariovist wegen des langen Aufenthaltes in Gallien bereits eine bedeutende Fertigkeit besaß, und weil wie er meinte, die ermanen keine Ursache hätten, sich an diesem Mann zu vergreifen. Ihm gab er den Gaius Metius mit, einen ehemaligen Gast des Ariovist.
ex eo die dies continuos quinque Caesar pro castris suas copias produxit et aciem instructam habuit, ut, si vellet Ariovistus proelio contendere, ei potestas non deesset. Caes.Gall.1,48,3Von diesem Tag an führte Cäsar fünf Tage hintereinander seine Truppen in Schlachtstellung vor dem Lager in Schlachtstellung auf, damit Ariovist, wenn er eine Schlacht liefern wolle, Gelegenheit dazu habe.
genus hoc erat pugnae, quo se Germani exercuerant: equitum milia erant sex, totidem numero pedites velocissimi ac fortissimi, quos ex omni copia singuli singulos suae salutis causa delegerant; Caes.Gall.1,48,5Die Art dieses Kampfes, in dem die Germanen eine besondere Übung hatten, war folgende: Es waren sechstausend Reiter und ebenso viele äußerst behende und tapfere Fußsoldaten; von diesen hatte sich jeder Reiter je einen aus dem gesamten Heer zu seiner Deckung ausgewählt.
si qui graviore vulnere accepto equo deciderat, circumsistebant; si quo erat longius prodeundum aut celerius recipiendum, tanta erat horum exercitatione celeritas, ut iubis equorum sublevati cursum adaequarent. Caes.Gall.1,48,7wenn ein Reiter schwer verwundet vom Pferd fiel, stellten sie sich um ihn, und wenn man etwas weiter vorrücken oder in Eile den Rückzug antreten musste, entwickelten sie infolge ihrer Übung eine solche Geschwindigkeit und liefen, indem sie sich an den Mähnen der Pferde hielten, so schnell wie die Pferde selbst.
relictis pilis comminus gladiis pugnatum est. at Germani celeriter ex consuetudine sua phalange facta impetus gladiorum exceperunt. Caes.Gall.1,52,4Man warf diese also weg und griff mit dem schwert an. Die Germanen aber bildeten nach ihrer Gewohnheit alsbald eine Phalanx und fingen die Schwerthiebe der Römer auf.
duae fuerunt Ariovisti uxores, una Sueba natione, quam domo secum duxerat, altera Norica regis Voccionis soror, quam in Gallia duxerat a fratre missam: utraque in ea fuga periit; duae filiae: Caes.Gall.1,53,4Ariovist hatte zwei Frauen: die eine war Suebin und mit ihm aus seiner Heimat gezogen, die andere aus Noricum, eine Schwester des Königs Vocio: er hatte sie erst in Gallien geheiratet, wohin sie ihm ihr Bruder schickte. Beide Frauen kamen auf dieser Flucht ums Leben.
harum altera occisa, altera capta est. C. Valerius Procillus, cum a custodibus in fuga trinis catenis vinctus traheretur, in ipsum Caesarem hostes equitatu persequentem incidit. Caes.Gall.1,53,5Von ihren beiden Töchtern wurde die eine getötet, die andere gefangen. Indem Cäsar den Feind mit der Reiterei verfolgte, stieß er auf Gaius Valerius Procillus, den seine Wächter in dreifachen Ketten auf der Flucht mit sich fortschleppten.
Hoc proelio trans Rhenum nuntiato Suebi, qui ad ripas Rheni venerant, domum reverti coeperunt. quos ubi, qui proximi Rhenum incolunt, perterritos senserunt, insecuti magnum ex his numerum occiderunt. Caes.Gall.1,54,1Als die Nachricht von dieser Schlacht über den Rhein drang, begannen die Sueben, die an das Rheinufer gekommen waren, den Rückzug. Sobald die unmittelbaren Anwohner des Rheines sie bestürzt sahen, setzten sie ihnen nach und machten eine große Zahl von ihnen nieder.
Eo cum de improviso celeriusque omni opinione venisset, Remi, qui proximi Galliae ex Belgis sunt, ad eum legatos Iccium et Andecumborium primos civitatis miserunt, Caes.Gall.2,3,1Als er dort unversehens und schneller, als man geglaubt hatte, erschien, schickten die Remer, eine belgische Völkerschaft an der Grenze des Keltenlandes, ihre Häuptlinge Iccius und Andecumborius als Gesandte zu ihm,
tantumque esse eorum omnium furorem, ut ne Suessiones quidem, fratres consanguineosque suos, qui eodem iure et isdem legibus utantur, unum imperium unumque magistratum cum ipsis habeant, deterrere potuerint, quin cum iis consentirent. Caes.Gall.2,3,5Alle seien dermaßen in Wut, dass sie nicht einmal die Suessionen von diesem Bündnis hätten abhalten können, obgleich diese, als ihre Brüder und Stammesverwandten das selbe Recht und die selbe Verfassung, sowie in Krieg und Frieden eine gemeinsame Führung mit ihnen hätten.
quae res et latus unum castrorum ripis fluminis muniebat et post eum, quae essent tuta ab hostibus, reddebat et, commeatus ab Remis reliquisque civitatibus ut sine periculo ad eum portari possent, efficiebat. Caes.Gall.2,5,5So wurde nicht nur die eine Seite des Lagers durch das Ufer gedeckt und der Rücken gegen den Feind gesichert, sondern auch die Möglichkeit erzielt, ohne Gefahr Zufuhr an Lebensmitteln von den Remern und anderen Völkerschaften zu erhalten.
in eo flumine pons erat. ibi praesidium ponit et in altera parte fluminis Q. Titurium Sabinum legatum cum sex cohortibus relinquit; castra in altitudinem pedum XII vallo fossaque duodeviginti pedum muniri iubet. Caes.Gall.2,5,6Über jenen Fluss ging eine Brücke; vor diese legte er eine Besatzung; auf der anderen Seite des Flusses ließ er den Legaten Quintus Titurius Sabinus mit sechs Kohorten zurück. Um das Lager selbst wurde ein zwölf Fuß hoher Wall und ein achtzehn Fuß tiefer Graben gezogen.
quod tum facile fiebat. nam cum tanta multitudo lapides ac tela conicerent, in muro consistendi potestas erat nulli. Caes.Gall.2,6,3Dies war damals leicht. Weil nämlich eine so große Menge Belagerer Steine und Geschosse schleuderten, war es für die Belagerten ganz unmöglich, sich auf der Mauer zu halten.
quae castra, ut fumo atque ignibus significabatur, amplius milibus passuum octo in latitudinem patebant. Caes.Gall.2,7,4Dieses Lager hatte aber eine Ausdehnung von mehr als acht Meilen in der Breite, wie man dem Rauch und den Feuern entnehmen konnte.
ubi nostros non esse inferiores intellexit, loco pro castris ad aciem instruendam natura opportuno atque idoneo, quod is collis, ubi castra posita erant, paululum ex planitie editus tantum adversus in latitudinem patebat, quantum loci acies instructa tenere poterat, atque ex utraque parte lateris deiectus habebat et in fronte leniter fastigatus paulatim ad planitiem redibat, ab utroque latere eius collis transversam fossam obduxit circiter passuum quadringentorum Caes.Gall.2,8,3Hierbei nahm er wahr, dass man dem Feind gewachsen sei. Zugleich war auch der Platz vor Cäsars Lage von Natur bequem und geeignet, um dort eine Schlachtlinie aufzustellen; denn der Hügel, auf dem das Lager stand, stieg allmählich von der Ebene empor und hatte an der vorderen, dem Feinde zugekehrten Seite nur so viel Raum in der Breite, als ein in Schlachtordnung gestelltes Heer einnehmen konnte. Auch hatte der Hügel zu beiden Seiten abschüssige Nebenwände, während er sich vorn sanft abdachte und in die Ebene verlor. Cäsar zog von beiden Seiten dieses Hügels quer verlaufende Gräben, etwa 400 Fuß lang;
hostes, ubi et de expugnando oppido et de flumine transeundo spem se fefellisse intellexerunt neque nostros in locum iniquiorem progredi pugnandi causa viderunt atque ipsos res frumentaria deficere coepit, concilio convocato constituerunt optimum esse domum suam quemque reverti et, quorum in fines primum Romani exercitum introduxissent, ad eos defendendos undique convenirent, ut potius in suis quam in alienis finibus decertarent et domesticis copiis rei frumentariae uterentur. Caes.Gall.2,10,4Da sich die Feinde in der Hoffnung, die Festung zu erobern und über den Fluss zu setzen, betrogen sahen und bemerkten, wie sich die Römer nicht verleiten ließen, an einem ungünstigen Ort ein Treffen zu liefern, während ihnen selbst der Getreidevorrat ausging, beriefen ihrer Häuptlinge eine Versammlung, in der man den Beschluss fasste, jeder solle in seine Heimat zurückkehren, um demjenigen Staat, in dessen Gebiet die Römer zuerst einfallen würden, von allen Seiten zu Hilfe zu kommen, indem sie lieber im eigenen Land als auf fremdem Boden eine Schlacht wagen und sich des heimischen Vorrates an Lebensmitteln bedienen wollten.
hac re statim Caesar per speculatores cognita insidias veritus, quod, qua de causa discederent, nondum perspexerat, exercitum equitatumque castris continuit. Caes.Gall.2,11,2Cäsar, dem dies die Späher sogleich mitteilten, befürchtete eine Hinterlist, da ihm die Ursache ihres Abzuges noch unbekannt war; er hielt also sein Fußvolk samt der Reiterei im Lager zurück.
hi novissimos adorti et multa milia passuum prosecuti magnam multitudinem eorum fugientium conciderunt, cum ab extremo agmine, ad quos ventum erat, consisterent fortiterque impetum nostrorum militum sustinerent, Caes.Gall.2,11,4Diese griffen die Nachhut an, verfolgten sie viele Meilen weit und hieben eine große Menge Feinde auf der Flucht nieder. Während nämlich die Leute im feindlichen Nachtrab, auf die man gestoßen war, dem Angriff standhielten und tapfere Gegenwehr leisteten,
id ex itinere oppugnare conatus, quod vacuum ab defensoribus esse audiebat, propter latitudinem fossae murique altitudinem paucis defendentibus expugnare non potuit, Caes.Gall.2,12,2Diese suchte er noch in Marschordnung zu erstürmen, weil er hörte, es gebe in ihr keine Verteidiger: doch konnte er sie nicht nehmen, obwohl sie nur wenige verteidigten; denn sie hatte einen breiten Graben und eine hohe Mauer.
esse homines feros magnaeque virtutis; increpitare atque incusare reliquos Belgas, qui se populo Romano dedidissent patriamque virtutem proiecissent; confirmare sese neque legatos missuros neque ullam condicionem pacis accepturos. Caes.Gall.2,15,5Sie seien wilde Menschen und äußerst tapfer. Sie schmähten und beschimpften die übrigen Belger, die sich dem römischen Volk unterworfen und die Tapferkeit der Väter verraten hätten; desto fester erklärten sie, weder Gesandte zu schicken, noch eine Friedensbedingung einzugehen.
trans id flumen omnes Nervios consedisse adventumque ibi Romanorum exspectare una cum Atrebatibus et Viromanduis, finitimis suis Caes.Gall.2,16,2jenseits des Flusses hätten sämtliche Nervier eine Stellung eingenommen, um dort die Römer zu erwarten, zusammen mit den Atrebaten und Viromanduern, ihren Nachbarn,
cum ex dediticiis Belgis reliquisque Gallis complures Caesarem secuti una iter facerent, quidam ex his, ut postea ex captivis cognitum est, eorum dierum consuetudine itineris nostri exercitus perspecta nocte ad Nervios pervenerunt atque his demonstrarunt inter singulas legiones impedimentorum magnum numerum intercedere neque esse quicquam negotii, cum prima legio in castra venisset reliquaeque legiones magnum spatium abessent, hanc sub sarcinis adoriri; Caes.Gall.2,17,2Diesen Feldzug der Römer machte aber eine Zahl unterworfener Belger zusammen mit anderen Galliern mit. Einige dieser Leute hatten, wie man später von Gefangenen erfuhr, in den letzten Tagen die übliche Ordnung im römischen Heereszug beobachtet und gingen bei Nacht zu den Nerviern über, denen sie meldeten, zwischen den einzelnen Legionen ziehe ein zahlreicher Tross; es werde keine Mühe kosten, die erste Legion bei ihrer Ankunft im Lager anzugreifen, während die Soldaten noch ihre Last trügen und die übrigen Legionen noch weit zurück wären.
Instructo exercitu, magis ut loci natura deiectusque collis et necessitas temporis, quam ut rei militaris ratio atque ordo postulabat, cum diversis legionibus aliae alia in parte hostibus resisterent saepibusque densissimis, ut ante demonstravimus, interiectis prospectus impediretur, neque certa subsidia conlocari neque, quid in quaque parte opus esset, provideri neque ab uno omnia imperia administrari poterant. Caes.Gall.2,22,1Die Aufstellung des Heeres war mehr so, wie es die Beschaffenheit des Ortes, die Abdachung des Hügels und die Not des Augenblicks verlangte, als nach den Regeln und der Ordnung der Kriegskunst. Die Legionen leisteten getrennt, die eine hier, die anderen dort dem Feind Widerstand. Auch wurde der Blick in die Ferne durch das äußerst dichte Gehege dazwischen, wovon wir oben sprachen, fast unmöglich. Deshalb konnte man keine Hilfskräfte bereithalten, noch vorhersehen, was an jedem Ort nötig sein mochte; auch konnten unmöglich von einem alle Befehle ausgehen.
ipsi transire flumen non dubitaverunt et in locum iniquum progressi rursus resistentes hostes redintegrato proelio in fugam dederunt. Caes.Gall.2,23,2Ohne Bedenken setzten sie selbst über den Fluss, gerieten aber auf eine für sie ungünstige Stelle; doch konnten sie die Feinde, die kehrt machten und noch einmal Widerstand leisteten, in einem neuen Kampf in die Flucht schlagen.
quibus omnibus rebus permoti equites Treveri, quorum inter Gallos virtutis opinio est singularis, qui auxilii causa a civitate missi ad Caesarem venerant, cum multitudine hostium castra nostra compleri, legiones premi et paene circumventas teneri, calones, equites, funditores, Numidas diversos dissipatosque in omnes partes fugere vidissent, desperatis nostris rebus domum contenderunt; Caes.Gall.2,24,4Als daher die Reiterei der Treverer, die sie von ihrem Land Cäsar als Unterstützung zugeschickt hatten und von deren Tapferkeit die Kelten eine große Meinung hegen, sah, wie sich das Lager massenhaft mit Feinden anfüllte, wie die Legionen fast umzingelt waren und in großer Gefahr schwebten, wie endlich die Trossknechte, die Reiter, die Schleuderer und die Numider getrennt und zerstreut nach allen Seiten flohen, so hielten sie Cäsars Sache für verloren und eilten in ihre Heimat
at hostes etiam in extrema spe salutis tantam virtutem praestiterunt, ut, cum primi eorum cecidissent, proximi iacentibus insisterent atque ex eorum corporibus pugnarent, Caes.Gall.2,27,3Allein auch die Feinde entwickelten in dieser äußersten Not eine außerordentliche Tapferkeit. Denn als ihre erste Linie gefallen war, stiegen die nächsten auf deren Leichname und kämpften von dort herab.
cunctis oppidis castellisque desertis sua omnia in unum oppidum egregie natura munitum contulerunt. Caes.Gall.2,29,2Dort verließen sie alle Städte und Kastelle und brachten ihre ganze Habe in eine durch die Natur selbst äußerst starke Festung.
unum petere ac deprecari: si forte pro sua clementia ac mansuetudine, quam ipsi ab aliis audirent, statuisset Atuatucos esse conservandos, ne se armis despoliaret. Caes.Gall.2,31,4Nur eine dringende Bitte hätten sie. Wenn er auch den Atuatukern seine anderwärts bewiesene Milde und Gnade angedeihen lassen und ihnen Leben und Vaterland schenken wolle, so möge er sie nicht entwaffnen;
armorum magna multitudine de muro in fossam, quae erat ante oppidum, iacta, sic ut prope summam muri aggerisque altitudinem acervi armorum adaequarent, et tamen circiter parte tertia, ut postea perspectum est, celata atque in oppido retenta, portis patefactis eo die pace sunt usi. Caes.Gall.2,32,4Hierauf wurde eine so große Menge Waffen von der Mauer in den Graben, der um die Stadt lief, geworfen, dass deren Haufen fast bis an den oberen Rand der Mauer und des Walles reichten. Dennoch hatten sie, wie man sich später überzeugte, etwa den dritten Teil verheimlicht und in der Stadt zurückgehalten. Den Römern wurden die Tore geöffnet und es herrschte an diesem Tag Frieden.
His rebus gestis omni Gallia pacata tanta huius belli ad barbaros opinio perlata est, uti ab iis nationibus, quae trans Rhenum incolerent, legati ad Caesarem mitterentur, qui se obsides daturas, imperata facturas pollicerentur. Caes.Gall.2,35,1So war die Empörung in ganz Gallien gedämpft, und es verbreitete sich bei den auswärtigen Völkern eine so hohe Meinung von diesem Krieg, dass rechtsrheinische Stämme Gesandte zu Cäsar schickten und versprachen, Geiseln zu stellen und seinen Befehlen Folge zu leisten.
ipse in Carnutes, Andes, Turonos, quaeque civitates propinquae his locis erant, ubi bellum gesserat, legionibus in hiberna deductis in Italiam profectus est. ob easque res ex litteris Caesaris dies quindecim supplicatio decreta est, quod ante id tempus accidit nulli. Caes.Gall.2,35,3Seine Legionen bezogen das Winterlager bei den Carnuten, Anden, Turonen, und sonstigen Stämmen in der Nähe des letzten Kriegsschauplatzes; er selbst begab sich nach Italien. In Rom wurde infolge seiner Berichte wegen dieser Begebenheit ein fünfzehntägiges Dankfest angeordnet, eine Auszeichnung, die keinem vor ihm zu Teil geworden war.
quo in consilio, cum tantum repentini periculi praeter opinionem accidisset ac iam omnia fere superiora loca multitudine armatorum completa conspicerentur neque subsidio veniri neque commeatus supportari interclusis itineribus possent, Caes.Gall.3,3,2Da unvermutet eine so gewaltige und drohende Gefahr eingetreten war und, wie man sah, bereits fast alle Anhöhen mit einer Masse Bewaffneter bedeckt waren, da man also bei völlig gesperrten Wegen wieder Hilfe noch Nahrungsmittel erhalten konnte,
nostri primo integris viribus fortiter repugnare neque ullum frustra telum ex loco superiore mittere, ut quaeque pars castrorum nudata defensoribus premi videbatur, eo occurrere et auxilium ferre, Caes.Gall.3,4,2Die Römer leisteten anfangs bei frischen Kräften tapferen Widerstand und warfen von dem erhöhten Standpunkt ihres Walles kein Geschoss umsonst auf die Feinde. Sobald eine Seite des Lagers von Verteidigern entblößt und in Gefahr zu sein schien, eilte man dorthin und leistete Hilfe.
quo proelio facto, quod saepius fortunam temptare Galba nolebat atque alio se in hiberna consilio venisse meminerat, aliis occurrisse rebus videbat, maxime frumenti commeatusque inopia permotus postero die omnibus eius vici aedificiis incensis in provinciam reverti contendit Caes.Gall.3,6,4Galba aber wollte nach diesem Treffen das Glück nicht weiter versuchen, und vergaß nicht, dass er in eine Lage geraten war, die mit der Absicht seiner Sendung nicht übereinstimmte; besonders die in ihm der Mangel an Getreide und Mundvorrat nahe. Er steckte deshalb am folgenden Tag alle Gebäude in der großen Ortschaft in Brand und begann seinen Rückzug in das römische Gallien.
omni ora maritima celeriter ad suam sententiam perducta communem legationem ad P. Crassum mittunt, si velit suos recuperare, obsides sibi remittat. Caes.Gall.3,8,5So brachten sie schnell die Bevölkerung der ganzen Seeküste auf ihre Seite und schickten ihn aller Namen eine Botschaft an Crassus, mit der Erklärung, wenn er seine Leute zurückzuerhalten wünsche, so möge er ihnen selbst ihre Geiseln zurückgeben.
ita utraque re oppidorum oppugnatio impediebatur. Caes.Gall.3,12,2Eine Belagerung dieser Festungen hatte demnach mit beiderlei Arten von Schwierigkeiten zu kämpfen.
cum his navibus nostrae classi eiusmodi congressus erat, ut una celeritate et pulsu remorum praestaret, reliqua pro loci natura, pro vi tempestatum illis essent aptiora et adcommodatiora. Caes.Gall.3,13,7Traf also Cäsars Flotte mit solchen Schiffen zusammen, so hatte jene bloß eine größere Geschwindigkeit und einen schnelleren Schlag der Ruder; an den gallischen Schiffen hingegen war alles übrige für die Eigentümlichkeiten jener Seegegenden und gegen die Gewalt der Stürme passender und besser eingerichtet.
Compluribus expugnatis oppidis Caesar ubi intellexit frustra tantum laborem sumi neque hostium fugam captis oppidis reprimi neque iis noceri posse, statuit exspectandam classem. Caes.Gall.3,14,1Als Cäsar mehrere feste Plätze der Veneter weggenommen, aber dabei die Einsicht gewonnen hatte, eine so große Anstrengungen sei ohne Nutzen, da man auch mit der Einnahme solcher Punkte weder die Flucht der Feinde verhindern noch ihnen sonst schaden könne, so beschloss er, die Ankunft seiner Flotte abzuwarten.
neque satis Bruto, qui classi praeerat, vel tribunis militum centurionibusque, quibus singulae naves erant attributae, constabat quid agerent aut quam rationem pugnae insisterent. Caes.Gall.3,14,3während weder der Befehlshaber der Flotte, Brutus, noch die Obersten und Hauptleute, die die einzelnen Schiffe leiteten, mit sich im Reinen waren, was sie anfangen oder wie sie sich in eine Schlacht einlassen sollten.
una erat magno usui res praeparata ab nostris, falces praeacutae insertae adfixaeque longuriis, non absimili forma muralium falcium. Caes.Gall.3,14,5Den Römern kam nur eine schon im voraus in Bereitschaft gesetzt Sache zustatten: dies waren sehr scharfe Sicheln, die man in lange Stangen gesteckt und darin befestigt hatte, von ähnlicher Gestalt wie etwa die Mauersicheln.
omnes enim colles ac loca superiora, unde erat propinquus despectus in mare, ab exercitu tenebantur. Caes.Gall.3,14,9denn alle Hügel und Anhöhen der Küste, von wo man eine nahe Aussicht auf das Meer hatte, waren von Cäsars Truppen besetzt.
magnaque praeterea multitudo undique ex Gallia perditorum hominum latronumque convenerat, quos spes praedandi studiumque bellandi ab agri cultura et cotidiano labore revocabat. Caes.Gall.3,17,4Zugleich war dorthin eine große Menge gemeinen Gesindels und Räuber von allen Seiten Galliens zusammengeströmt, die die Hoffnung auf Beute und leidenschaftliche Neigung zum Kriegsleben von Bebauung des Feldes und täglicher Anstrengung abwendete.
Locus erat castrorum editus et paulatim ab imo acclivis circiter passus mille. huc magno cursu contenderunt, ut quam minimum spatii ad se colligendos armandosque Romanis daretur, exanimatique pervenerunt. Caes.Gall.3,19,1Der Ort des Lagers war eine Anhöhe, deren allmähliche Erhebung vom Fuß bis zum Gipfel etwa 1000 Schritte betrug. Dorthin stürmten die Feinde in vollem Lauf, um den Römern alle Zeit zu rauben, sich zu sammeln und zur Gegenwehr zu rüsten; sie kamen daher atemlos auf der Höhe an.
quos integris viribus milites nostri consecuti magnum numerum eorum occiderunt; reliquos equites consectati paucos, qui ex fuga evaserant, reliquerunt. Caes.Gall.3,19,4Die römischen Soldaten mit ihren ungeschwächten Kräften holten die Verwirrten ein und machten eine Menge von ihnen nieder; die übrigen verfolgte die Reiterei und nur wenige, die durch die Flucht entkommen waren, blieben am Leben.
quorum magno numero interfecto Crassus ex itinere oppidum Sotiatium oppugnare coepit. quibus fortiter resistentibus vineas turresque egit. Caes.Gall.3,21,2Crassus aber, der eine bedeutende Masse von ihnen niedermachte, stand dann vom weiteren Zug ab und begann, ihre Landesfestung zu belagern. Als er hier tapferen Widerstand fand, ließ er Sturmdächer und Türme gegen die Stadt anrücken.
Prima luce productis omnibus copiis, duplici acie instituta, auxiliis in mediam aciem coniectis, quid hostes consilii caperent exspectabat. Caes.Gall.3,24,1Mit Tagesanbruch ließ er seine ganze Mannschaft ausrücken und eine doppelte Schlachtreihe bilden, in deren Mitte er die Hilfstruppen stellte. So erwartete er, was die Feinde tun würden.
hac re perspecta Crassus, cum sua cunctatione atque opinione timidiores hostes nostros milites alacriores ad pugnandum effecissent atque omnium voces audirentur exspectari diutius non oportere quin ad castra iretur, cohortatus suos omnibus cupientibus ad hostium castra contendit. Caes.Gall.3,24,5Crassus aber durchschaute ihren Plan. Als demnach der Feind durch sein eigenes Zaudern und die dadurch bewirkte Täuschung in den Augen der Römer furchtsam erschien, die Römer selbst aber dadurch rüstigeren Mut für eine Schlacht fühlten und insgesamt erklärten, man dürfe den Angriff des Lagers nicht länger verschieben, zog er nach einigen Worten der Ermutigung, da alle es wünschten, gegen das feindliche Lager los.
itaque una ex parte ab Suebis circiter milia passuum sescenta agri vacare dicuntur. Caes.Gall.4,3,2So soll auf der einen (nordöstlichen) Seite des Suebenlandes eine Einöde von etwa 600 Meilen sein.
neque verum esse, qui suos fines tueri non potuerint, alienos occupare, neque ullos in Gallia vacare agros, qui dari tantae praesertim multitudini sine iniuria possint; Caes.Gall.4,8,2Wer sein eigenes Gebiet nicht behaupten konnte, der habe keinen Anspruch, fremdes Land in Besitz zu nehmen. In Gallien gebe es auch durchaus keine so herrenlose Felder, um ohne Rechtsverletzung eine solche Menschenmasse darauf anweisen zu können.
sed licere si velint in Ubiorum finibus considere, quorum sint legati apud se et de Sueborum iniuriis querantur et ab se auxilium petant; hoc se ab Ubiis impetraturum. Caes.Gall.4,8,3Doch solle es ihnen, wenn sie wollten, gestattet sein, sich im Gebiet der Ubier niederzulassen; gerade jetzt befänden sich Gesandte dieses Volkes bei ihm, um gegen die Feindseligkeiten der Sueben Klage zu führen und von ihm Schutz zu verlangen; er werde von den Ubiern eine solche Erlaubnis erwirken.
rursus his resistentibus sua consuetudine ad pedes desiluerunt subfossisque equis compluribusque nostris deiectis reliquos in fugam coniecerunt atque ita perterritos egerunt, ut non prius fuga desisterent quam in conspectum agminis nostri venissent. Caes.Gall.4,12,2Da sich indessen die römische Reiterei wieder ordnete und von neuem standhielt, sprangen die feindlichen Reiter, wie sie es gewohnt sind, von ihren Pferden, stachen die Pferde der Römer von unten nieder, warfen eine Anzahl römischer Reiter zu Boden, schlugen die übrigen in die Flucht und brachten sie so in Verwirrung, dass es sich nicht eher ermannten, als bis sie zum römischen Hauptzug kamen.
his constitutis rebus et consilio cum legatis et quaestore communicato, ne quem diem pugnae praetermitteret, opportunissime res accidit, quod postridie eius diei mane eadem et perfidia et simulatione usi Germani frequentes omnibus principibus maioribusque natu adhibitis ad eum in castra venerunt, Caes.Gall.4,13,4Nachdem er dies festgesetzt und seinen Plan den Legaten und dem Quaestor mitgeteilt hatte, bot sich ihm die schönste Gelegenheit da, keinen Tag für eine entscheidende Schlacht zu verlieren. Es kamen nämlich die Germanen in großer Anzahl, besonders alle ihrer Häuptlinge und Ältesten, in der Frühe des folgenden Tages mit gleicher List und Verstellung zu ihm in sein Lager,
quo loco qui celeriter arma capere potuerunt, paulisper nostris restiterunt atque inter carros impedimentaque proelium commiserunt. Caes.Gall.4,14,4Wer von den Germanen schnell zu den Waffen greifen konnte, der leistete eine Weile Widerstand und focht zwischen den Wagenburgen hervor.
ad quos cum Caesar nuntios misisset, qui postularent eos, qui sibi Galliaeque bellum intulissent, sibi dederent, responderunt: Caes.Gall.4,16,3Als Cäsar diesen eine Botschaft sandte, um die Auslieferung jener Leute, die ihn und Gallien bekriegt hätten, zu verlangen, erwiderte man ihm,
populi Romani imperium Rhenum finire; si se invito Germanos in Galliam transire non aequum existimaret, cur sui quicquam esse imperii aut potestatis trans Rhenum postularet? Caes.Gall.4,16,4der Rhein bildet die Grenze der römischen Herrschaft; wenn Cäsar darin ein Unbilligkeit finde, dass germanische Stämme gegen seinen Willen nach Gallien zögen, warum nehme er dann eine gewisse Macht und Oberhoheit auf dem anderen Ufer des Rheins in Anspruch.
vel si id facere occupationibus rei publicae prohiberetur, exercitum modo Rhenum transportaret; id sibi auxilium spemque reliqui temporis satis futurum. Caes.Gall.4,16,6Sollte jedoch Cäsar durch ununterbrochene Beschäftigung mit dem römischen Staatsabsichten gehindert sein, Ihnen in eigener Person Hilfe zu leisten, so möge er wenigstens eine Abteilung seines Heeres über den Rhein rücken lassen: das wäre ihnen Unterstützung und Trost genug für die Zukunft;
navium magnam copiam ad transportandum exercitum pollicebantur. Caes.Gall.4,16,8Zum Übergang des Heeres versprachen sie ihm eine große Zahl Schiffe.
Suebos posteaquam per exploratores pontem fieri comperissent, more suo concilio habito nuntios in omnes partes dimisisse, uti de oppidis demigrarent, liberos uxores suaque omnia in silvis deponerent atque omnes, qui arma ferre possent, unum in locum convenirent; hunc esse delectum medium fere regionum earum quas Suebi obtinerent. Caes.Gall.4,19,2Nachdem die Sueben vom Bau der Brücke durch Kundschafter erfahren hatten, hätten sie ihrer Landessitte gemäß eine Versammlung abgehalten und nach allen Richtungen Boten ausgesandt mit dem Befehl, die festen Plätze zu verlassen, Weiber, Kinder und alle Habe in die Wälder zu schaffen und mit der ganzen waffenfähigen Mannschaft an einem Ort zusammenzurücken, wozu man ungefähr den Mittelpunkt des ganzen Suebenlandes auswählte;
itaque evocatis ad se undique mercatoribus, neque quanta esset insulae magnitudo neque quae aut quantae nationes incolerent neque quem usum belli haberent aut quibus institutis uterentur neque qui essent ad maiorum navium multitudinem idonei portus, reperire poterat. Caes.Gall.4,20,4Obgleich deshalb Cäsars überallher aus Gallien Handelsleute zu sich gerufen hatte, konnte er doch nicht erfahren, wie groß die Insel sei, welche einzelne und wie bedeutende Volksstämme dort wohnten, welche Tüchtigkeit im Krieg und was für eine Verfassung sie hätten oder welche Häfen im Stande wären, eine bedeutende Zahl Schiffe zu fassen.
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Anzahl der Treffer: 1
06.07.2015  Graeci rogationi sui regiminis suffragantes austeritati ab internationalibus institutionibus postulatae refragati sunt (61.3% : 38.7%). Alexis Tsipras eventum sui demopsephismatis victoriam non suae Syrizae fractionis vel sui praeconii, sed victoriam solidaritatis et democratiae non modo in Graecia, sed tota Europa celebrat. Suas disceptandi condiciones constabilitas esse putat: "Singulis politicis resisti potest, neque tamen voluntati totius populi." Socii autem Europaei, quae agenda sint, non e suffragatione Graeca, sed ex oeconomicis et monetariis factis, quae minime mutata sunt, atque ex voluntate omnium undeviginti civitatum, quae Eurone utuntur, iudicabunt. Rectores civitatum huius Eurozonae participium die Martis extraordinarie Bruxellas convenient (VI. hora pm). Euronis praefectus Jeroen Dijsselbloem iam in antecessum refragationem, quod Graecorum res futuras attineret, miserabilem esse et molestas reformationes oeconomicas inevitabiles esse dixit. Die Griechen haben für den Vorschlag ihrer Regierung gestimmt und der von den internationalen Institutionen geforderten Sparpolitik eine Absage erteilt (61,3% : 38,7%). lc201507Alexis Tsipras feiert das Ergebnis seiner Volksbefragung als Sieg nicht seiner Syriza-Partei oder seiner Propaganda, sondern als einen Sieg der Solidarität und Demokratie nicht nur in Griechenland, sondern in ganz Europa. Er glaubt, dass seine Verhandlungslage gestärkt sei: "Einzelnen Politikern kann man sich widersetzen, nicht aber dem Willen eines ganzen Volkes." Die europäischen Partner werden aber ihr Vorgehen nicht nach der Abstimmung in Griechenland bestimmen, sondern nach den ökonomischen und monetären Gegebenheiten, die sich keineswegs geändert haben, und nach dem Willen aller neunzehn Eurostaaten. Die Staatschefs der Länder dieser Eurozone werden sich am Dienstag außerplanmäßig in Brüssel treffen (18:00 Uhr). Der Eurochef Jeroen Dijsselbloem hat schon im Vorfeld geäußert, dass die Ablehnung für die Zukunft der Griechen bedauerlich sei und beschwerliche Reformen unvermeidlich seien.
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