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Belege des Suchbegriffs aus ausgewählten Texten (vollständig: Caes.Gall., Cic.Arch., Cic.S.Rosc., Cic.Lael.)
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Fannius: Istuc quidem, Laeli, ita necesse est. Sed quoniam amicitiae mentionem fecisti et sumus otiosi, pergratum mihi feceris, spero item Scaevolae, si quem ad modum soles de ceteris rebus, cum ex te quaeruntur, sic de amicitia disputaris, quid sentias, qualem existimes, quae praecepta des. Cic.Lael.16.aFannius: Freilich, mein Laelius, das muss geschehen. Allein, da du die Rede auf die Freundschaft gebracht hast, und wir jetzt Muße haben, so würdest du mir und hoffentlich auch Scaevola einen großen Gefallen erweisen, wenn du, wie über die übrigen Themen, zu denen man dich befragt, so über die Freundschaft uns deine Ansicht entwickeltest, ihren Begriff aufstelltest, und uns Vorschriften über sie geben wolltest.
Magna sonaturum, des nominis huius honorem. Hor.sat.1,4,44.Prachtvoll tönendem Wort, dem leihe die Ehre des Namens.
2014.02.15 Der deutsche Agrarminister Hans-Peter Friedrich ist von seinem Amt zurückgetreten. Ihm wird vorgeworfen, Amtsgeheimnisse verraten zu haben. Ob ihn der Vorwurf des Geheimnisverrats zu Recht trifft, ist juristisch umstritten. 2014.02.15Hans-Peter Friedrich, administer rei agrariae Germanicus, magistratu se abdicavit. Ei obicitur, quod secreta muneris prodiderit. Num crimen arcanorum proditionis iure in eum cadat, inter iuris consultos litigosum est.
2014.07.13 Sowohl Wladimir Putin als auch Petro Poroschenko, wurden heute, dem Tag des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft in Rio de Janeiro von Dilma Rousseff zum Mittagessen eingeladen. Nach den Feierlichkeiten des D-Day in Nordfrankreich treffen sich die beiden Poltiker zum zweiten Mal. Ob sie miteinander Gespräche führen, ist unbekannt. Diese wären wohl nach den vielen Beschuldigungen und Drohungen der letzten Zeit nicht abwegig. 2014.07.13Sowohl Wladimir Putin als auch Petro Poroschenko, wurden heute, dem Tag des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft in Rio de Janeiro von Dilma Rousseff zum Mittagessen eingeladen. Nach den Feierlichkeiten des D-Day in Nordfrankreich treffen sich die beiden Poltiker zum zweiten Mal. Ob sie miteinander Gespräche führen, ist unbekannt. Diese wären wohl nach den vielen Beschuldigungen und Drohungen der letzten Zeit nicht abwegig.
2014.10.09 Während die sunnitischen Dschihadisten weiter in die Stadt Kobane eindringen, wird die Strategie des Präsidenten Barack Obama immer stärker Kritisiert: Der türkische Präsident sagt schon lange, dass der IS nicht ohne Bodenkräfte zu besiegen sei. Die "Washington Post" schreibt, der Präsident habe den Krieg mit allzu großer Vorsicht und unsinniger Selbstbeschränkung begonnen. Selbst der frühere Präsident Jimmy Carter, der selbst den Ruf des Zauderers hat, wirft dem Präsidenten vor, dass er erst durch sein Zaudern den Vormarsch der Islamisten rmöglicht habe. Der Präsident soll aufpassen, dass nicht späterhin ein Dichter singt "Ein Mann hat uns durch sein Zaudern die Sache in den Sand gesetzt." 2014.10.09Während die sunnitischen Dschihadisten weiter in die Stadt Kobane eindringen, wird die Strategie des Präsidenten Barack Obama immer stärker Kritisiert: Der türkische Präsident sagt schon lange, dass der IS nicht ohne Bodenkräfte zu besiegen sei. Die "Washington Post" schreibt, der Präsident habe den Krieg mit allzu großer Vorsicht und unsinniger Selbstbeschränkung begonnen. Selbst der frühere Präsident Jimmy Carter, der selbst den Ruf des Zauderers hat, wirft dem Präsidenten vor, dass er erst durch sein Zaudern den Vormarsch der Islamisten rmöglicht habe. Der Präsident soll aufpassen, dass nicht späterhin ein Dichter singt "Ein Mann hat uns durch sein Zaudern die Sache in den Sand gesetzt."
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praemiserat, cognoscit castra eorum - ut barbarorum fere consuetudo est - relictis locis superioribus ad ripas esse fluminis demissa, at Germanos equitesque imprudentibus omnibus de improviso advolasse proeliumque commisisse. qua re cognita legionem armatam instructamque adducit. Caes.Gall.8,36,3Als er dem Feind nahe war, berichteten ihm vorrausgesandte Späher, die Gallier hätten ihrer Gewohnheit gemäß den höheren Standpunkt verlassen und seien an das Ufer des Flusses herabgezogen; die Germanen aber hätten mitsamt der Reiterei die Unbesorgten ganz unvermutet rasch überfallen und angegriffen.
hunc etsi augurem prius factum quam Italiam attingeret, in itinere audierat, tamen non minus iustam sibi causam municipia et colonias adeundi existimavit, ut iis gratias ageret, quod frequentiam atque officium suum Antonio praestitissent, simulque se et honorem suum in sequentis anni commendaret petitionem, Caes.Gall.8,50,3Cäsar erhielt zwar, noch ehe er in Italien erschien, auf der Reise die Nachricht von der Wahl des Antonius zum Augur; dennoch fand er eine ebenso wichtige Veranlassung zum Besuch der Municipien und Kolonien darin, dass er ihnen für das zahlreiche Erscheinen in der Wahlversammlung und für den Dienst, den sie dem Antonius dadurch erwiesen hätten, danken wollte. Zugleich suchte er sich und seine Bewerbung um das Konsular für das nächste Jahr zu empfehlen.
omne dehinc caelum et mare omne in austrum cessit, qui tumidis Germaniae terris, profundis amnibus, immenso nubium tractu validus et rigore vicini septentrionis horridior rapuit disiecitque navis in aperta Oceani aut insulas saxis abruptis vel per occulta vada infestas. Tac.ann.2,23,3.Endlich gingen der ganze Himmel und das Meer ganz in die Herrschaft des Südwindes über. Dieser wurde von den wassergesättigten Gauen Germaniens, von seinen tiefen Strömen und endlosen Wolkenzügen aufgebläht und riss, je näher dem starren Norden, desto schauriger, die Schiffe fort und schleuderte sie hinaus - vereinzelt - in den offenen Ozean, manche auch gegen Inseln, die durch schroffe Felswände oder verborgene Untiefen Verderben drohten.
haec ferre Gavius Silvanus, tribunus praetoriae cohortis, et, an dicta Natalis suaque responsa nosceret, percontari Senecam iubetur. Is - forte an prudens - ad eum diem ex Campania remeaverat quartumque apud lapidem suburbano rure substiterat. illo propinqua vespera tribunus venit et villam globis militum saepsit; tum ipsi cum Pompeia Paulina uxore et amicis duobus epulanti mandata imperatoris edidit. Tac.ann.15,60,4.Gavius Silvanus, Tribun einer prätorischen Kohorte, erhält Befehl, dies dem Seneca zu melden und ihn zu fragen, ob er die Worte des Natalis und seine Antwort anerkenne. Jener war - zufällig oder absichtlich - auf jenen Tag aus Kampanien zurückgekommen und auf einem Landsitz in der Nähe der Hauptstadt, vier Meilen von da, abgestiegen. Dorthin kamen noch vor dem Abend der Tribun, und umstellte das Landhaus mit Abteilungen Soldaten. Sodann meldete er ihm, der mit seiner Gattin Pompeia Paulina und zwei Freunden zu Tisch saß, den Auftrag des Fürsten.
Sed sceleris cogitatio incertum an repens: studia militum iam pridem spe successionis aut paratu facinoris adfectaverat, in itinere, in agmine, in stationibus vetustissimum quemque militum nomine vocans ac memoria Neroniani comitatus contubernalis appellando; alios agnoscere, quosdam requirere et pecunia aut gratia iuvare, inserendo saepius querelas et ambiguos de Galba sermones quaeque alia turbamenta vulgi. Tac.hist.1,23,1.Dass dem Otho der Gedanke des Frevels so plötzlich kam, ist nicht gewiss. Um die Gunst der Soldaten hatte er, in der Hoffnung auf die Thronfolge oder zur Anbahnung der Tat, schon länger gebuhlt, indem er auf der Reise, im Heerzug, im Feldlager alle älteren Soldaten beim Namen anrief und in Erinnerung an das Gefolge unter Nero Kameraden nannte; einige erkannte er wieder, nach anderen fragte er und half mit Geld und Gefälligkeit; oft auch ließ er Klagen und zweideutige Reden über Galba einfließen, und was es sonst für Verführungskünste beim gemeinen Mann gibt.
horum omnium fortissimi sunt Belgae, propterea quod a cultu atque humanitate provinciae longissime absunt minimeque ad eos mercatores saepe commeant atque ea, quae ad effeminandos animos pertinent, important proximique sunt Germanis, qui trans Rhenum incolunt, quibuscum continenter bellum gerunt. Caes.Gall.1,1,3Die tapfersten unter allen sind die Belger, weil sie sich von der feineren Lebensweise und Bildung des römischen Gallien ganz fern halten und durchaus in keiner häufigen Berührung mit fremden Kaufleuten stehen, die ihnen also auch keine Gegenstände zuführen, die geeignet sind, eine weibische Erschlaffung der Kraft zu bewirken. Sie wohnen ganz nahe bei den Germanen des rechten Rheinufers und führen mit diesen unaufhörlich Krieg.
Belgae ab extremis Galliae finibus oriuntur, pertinent ad inferiorem partem fluminis Rheni, spectant in septentrionem et orientem solem. Caes.Gall.1,1,6An der äußersten Grenze der Kelten beginnt das Land der Belger, das sich bis in die unteren Gegenden des Rheins erstreckt und zum Teil gegen Norden, zum Teil gegen Osten liegt.
Aquitania a Garunna flumine ad Pyrenaeos montes et eam partem Oceani, quae est ad Hispaniam, pertinet, spectat inter occasum solis et septentriones. Caes.Gall.1,1,7Aquitanien dehnt sich von der Garonne bis zu den Pyrenäen aus und zu dem Teil des Ozeans, welcher längs der Küste Spaniens strömt; es liegt gegen Westen und Norden.
Apud Helvetios longe nobilissimus fuit et ditissimus Orgetorix. is M. Messala et P. M. Pisone consulibus regni cupiditate inductus coniurationem nobilitatis fecit et civitati persuasit, ut de finibus suis cum omnibus copiis exirent: Caes.Gall.1,2,1Im Volk der Helvetier war Orgetorix durch edle Abkunft und Reichtum der bei weitem bedeutendste Mann. Aus Begierde nach Alleinherrschaft brachte er unter dem Konsulat des M. Messala und P. M. Piso (61 v.Chr.) eine Verschwörung unter dem Adel zustande und führte seine Mitbürger zu dem Entschluss, mit allen Streitkräften die Heimat zu verlassen,
His rebus adducti et auctoritate Orgetorigis permoti constituerunt ea, quae ad proficiscendum pertinerent, comparare, iumentorum et carrorum quam maximum numerum coemere, sementes quam maximas facere, ut in itinere copia frumenti suppeteret, cum proximis civitatibus pacem et amicitiam confirmare. Caes.Gall.1,3,1In Erwägung dieser Umstände ließen sie sich durch das Ansehen des Orgetorix bestimmen und fassten den Beschluss, alle Bedürfnisse für den Zug zusammenzubringen, Lasttiere und Wagen in größter Menge aufzutreiben, so viel Feld als möglich zu bestellen, um auf dem Zug hinlänglich Vorrat an Getreide zu haben, und mit ihren Nachbarn das Band des Friedens und der Freundschaft fest zu knüpfen.
ad eas res conficiendas biennium sibi satis esse duxerunt, in tertium annum profectionem lege confirmant. ad eas res conficiendas Orgetorix deligitur. Caes.Gall.1,3,2Zur Vollendung dieser Dinge war nach ihrer Meinung eine Zeit von zwei Jahren hinreichend; auf das dritte Jahr also setzten sie durch ein Gesetz den Aufbruch unabänderlich fest. Die Ausführung dieses Plans wurde dem Orgetorix durch die Wahl des Volkes übertragen.
in eo itinere persuadet Castico, Catamantaloedis filio, Sequano, cuius pater regnum in Sequanis multos annos obtinuerat et ab senatu populi Romani amicus appellatus erat, ut regnum in civitate sua occuparet, quod pater ante habuerat; Caes.Gall.1,3,4und bot alles auf, den Sequaner Casticus, einen Sohn des Catamantaloedes, dessen Vater viele Jahre die unumschränkte Herrschaft bei den Sequanern behauptet und vom römischen Senat und Volk den Namen eines Freundes (des römischen Volkes) erhalten hatte, zu bestimmen, er möge die königliche Herrschaft in seinem Land, so wie sie früher der Vater inne gehabt, an sich reißen.
itemque Dumnorigi Haeduo, fratri Diviciaci, qui eo tempore principatum in civitate obtinebat ac maxime plebi acceptus erat, ut idem conaretur, persuadet eique filiam suam in matrimonium dat. Caes.Gall.1,3,5Auch wusste er den Häduer Dumnorix, des Diviciacus Bruder, zu dem gleichen Entschluss zu bewegen, da derselbe gerade damals die höchste Staatswürde in seinem Vaterland bekleidete und bei dem Volk vorzüglich beliebt war; zugleich gab er ihm seine Tochter zur Frau.
omnibus rebus ad profectionem comparatis diem dicunt, qua die ad ripam Rhodani omnes conveniant. is dies erat a. d. V. Kal. Apr. L. Pisone A. Gabinio consulibus. Caes.Gall.1,6,4Nachdem so alles zum Abzug vorbereitet war, bestimmten sie die Frist, wann alle insgesamt am Ufer der Rhône eintreffen sollten. Das war der 28. März des Jahres des Jahres 58, als Lucius Piso und Aulus Gabinius Konsuln waren.
ubi ea dies, quam constituerat cum legatis, venit et legati ad eum reverterunt, negat se more et exemplo populi Romani posse iter ulli per provinciam dare et, si vim facere conentur, prohibiturum ostendit. Caes.Gall.1,8,3Als die Gesandten der Helvetier am vereinbarten Tag wieder zu ihm kamen, erklärte er ihnen, nach dem Herkommen und dem Brauch des römischen Volkes könne er niemandem den Durchzug durch die Provinz gestatten, und versicherte, wenn sie Gewalt gebrauchten, werde er sie daran hindern.
Dumnorix gratia et largitione apud Sequanos plurimum poterat et Helvetiis erat amicus, quod ex ea civitate Orgetorigis filiam in matrimonium duxerat, et cupiditate regni adductus novis rebus studebat et quam plurimas civitates suo beneficio habere obstrictas volebat. Caes.Gall.1,9,3Dumnorix war bei den Sequanern durch Ansehen und Freigebigkeit sehr einflussreich und war zugleich ein Freund der Helvetier, da er die Tochter des Orgetorix, eine Helvetierin, zur Frau hatte; auch neigte er aus Herrschsucht zum Umsturz und wollte sich möglichst viele Völkerschaften durch Gefälligkeiten verpflichten.
compluribus his proeliis pulsis ab Ocelo, quod est citerioris provinciae extremum, in fines Vocontiorum ulterioris provinciae die septimo pervenit; inde in Allobrogum fines, ab Allobrogibus in Segusiavos exercitum ducit. hi sunt extra provinciam trans Rhodanum primi. Caes.Gall.1,10,5Er schlug sie jedoch in mehreren Gefechten und kam in sieben Tagen von Ocelum, dem letzten Ort des italischen Teils seiner Provinz, in das Gebiet der Vocontier, die schon im gallischen Teil jener Provinz wohnten. Von hier führte er das Heer in das Land der Allobroger und von diesen zu den Segusiavern; diese aber wohnen auf der rechten Seit der Rhône und sind die ersten außerhalb des römischen Gallien.
ita se omni tempore de populo Romano meritos esse, ut paene in conspectu exercitus nostri agri vastari, liberi eorum in servitutem abduci, oppida expugnari non debuerint. Caes.Gall.1,11,3Die Häduer hätten sich zu jeder Zeit um das römische Volk so verdient gemacht, dass sie es nicht verdient hätten, dass fast unter den Augen des römischen Heeres ihre Felder verwüstet, ihre Kinder in die Sklaverei geschleppt und ihre Städte genommen würden.
is pagus appellabatur Tigurinus; nam omnis civitas Helvetia in quattuor partes vel pagos est divisa. Caes.Gall.1,12,4Es waren dies die Helvetier des Tiguriner-Gaus. Die Gesamtheit der helvetischen Bevölkerung bildet nämlich vier solche Gaue.
quod improviso unum pagum adortus esset, cum ii, qui flumen transissent, suis auxilium ferre non possent, ne ob eam rem aut suae magnopere virtuti tribueret aut ipsos despiceret. Caes.Gall.1,13,5Dass er einen Teil ihrer Scharen überrascht habe, währen die anderen bereits jenseits des Flusses ihren Landsleuten keine Hilfe hätten leisten können, deswegen möge er kein zu großes Gewicht auf die römische Tapferkeit legen oder die Helvetier verachten.
quare ne committeret, ut is locus, ubi constitissent, ex calamitate populi Romani et internecione exercitus nomen caperet aut memoriam proderet. Caes.Gall.1,13,7Er möge also nicht zulassen, dass ihr derzeitiger Standpunkt durch eine Niederlage des römischen Volkes und die Vernichtung des römischen Heeres berüchtigt oder unvergesslich werde.
consuesse enim deos immortales, quo gravius homines ex commutatione rerum doleant, quos pro scelere eorum ulcisci velint, his secundiores interdum res et diuturniorem impunitatem concedere. Caes.Gall.1,14,5die unsterblichen Götter pflegten nämlich denjenigen Menschen, die sie für ihre Frevel bestrafen wollten, zuweilen größeres Glück und längere Straffreiheit zu gestatten, damit sie den Wechsel des Schicksals desto schmerzlicher empfänden.
cum ea ita sint, tamen, si obsides ab iis sibi dentur, uti ea, quae polliceantur, facturos intellegat, et si Haeduis de iniuriis, quas ipsis sociisque eorum intulerint, item si Allobrogibus satisfaciant, sese cum iis pacem esse facturum. Caes.Gall.1,14,6Des ungeachtet solle Frieden zwischen ihm und den Helvetiern sein, wenn sie durch Geiseln die Erfüllung ihres Versprechens verbürgten und den Häduern, wie auch deren Bundesgenossen, für die verübten Feindseligkeiten und in gleicher Weise den Allobrogern Genugtuung leisteten.
ita dies circiter quindecim iter fecerunt, uti inter novissimum hostium agmen et nostrum primum non amplius quinis aut senis milibus passuum interesset. Caes.Gall.1,15,5Auf diese Weise rückte man etwa fünfzehn Tage lang weiter, indem die Nachhut des Feindes und die Vorhut der Römer nur fünf bis sechs Meilen voneinander entfernt waren.
Caesar hac oratione Lisci Dumnorigem, Diviciaci fratrem, designari sentiebat, sed quod pluribus praesentibus eas res iactari nolebat, celeriter concilium dimittit, Liscum retinet. Caes.Gall.1,18,1Cäsar merkte, dass diese Rede des Liscus auf Dumnorix, den Bruder des Diviciacus, zielte. Weil er aber nicht wollte, dass die Sache in Gegenwart mehrerer weiter besprochen werde, entließ er die Versammlung alsbald; nur Liscus behielt er bei sich
his omnibus rebus unum repugnabat, quod Diviciaci fratris summum in populum Romanum studium, summam in se voluntatem, egregiam fidem, iustitiam, temperantiam cognoverat; nam ne eius supplicio Diviciaci animum offenderet, verebatur. Caes.Gall.1,19,2Allen diesen Dingen stand nur der eine Umstand entgegen, dass Cäsar des Diviciacus, des Bruders von Dumnorix, höchste Ergebenheit gegen das römische Volk, dessen vortreffliche Gesinnung gegen seine eigene Person, sowie seine ausgezeichnete Treue, Gerechtigkeit und Mäßigung aus Erfahrung kannte. Durch die Hinrichtung des Dumnorix fürchtete er aber bei Diviciacus Anstoß zu erregen.
itaque, priusquam quicquam conaretur, Diviciacum ad se vocari iubet et cotidianis interpretibus remotis per C. Valerium Troucillum, principem Galliae provinciae, familiarem suum, cui summam omnium rerum fidem habebat, cum eo conloquitur; Caes.Gall.1,19,3Bevor er deshalb einen entscheidenden Schritt tat, ließ er diesen vor sich rufen. Ohne Beisein der gewöhnlichen Dolmetscher besprach er sich mit ihm durch seinen Vertrauten, Gaius Valerius Troucillus, einen angesehenen Mann des römischen Gallien, auf welchen er in allen Stücken das größte Zutrauen setzte;
simul commonefacit, quae ipso praesente in concilio Gallorum de Dumnorige sint dicta, et ostendit quae separatim quisque de eo apud se dixerit. Caes.Gall.1,19,4dabei erinnerte er an die Äußerungen, die in des Diviciacus eigener Gegenwart in der Versammlung der gallischen Häuptlinge über Dumnorix gemacht wurden, und eröffnete ihm, was jeder im einzelnen bei ihm gesondert über ihn ausgesagt habe.
renuntiatum est facilem esse. de tertia vigilia T. Labienum legatum pro praetore cum duabus legionibus et iis ducibus, qui iter cognoverant, summum iugum montis ascendere iubet; quid sui consilii sit ostendit. Caes.Gall.1,21,2Auf die Nachricht, dass er leicht erstiegen werden könne, gab er um die dritte Nachtwache dem obersten Legaten Titus Labienus Befehl, mit zwei Legionen die Höhe des Berges zu ersteigen und die selben Leute als Führer zu gebrauchen, die den Weg vorher untersucht hatten. Zugleich teilte er ihm seinen Plan mit.
P. Considius, qui rei militaris peritissimus habebatur et in exercitu L. Sullae et postea in M. Crassi fuerat, cum exploratoribus praemittitur. Caes.Gall.1,21,4Vorausgeschickt wurde mit den Spähern Publius Considius, der als sehr erfahrener Kriegsmann galt und früher im Heer des Lucius Sulla, später in dem des Marcus Crassus gedient hatte.
Prima luce, cum summus mons a [Lucio] Labieno teneretur, ipse ab hostium castris non longius mille et quingentis passibus abesset neque, ut postea ex captivis comperit, aut ipsius adventus aut Labieni cognitus esset, Caes.Gall.1,22,1Es war Tagesanbruch. Labienus hielt die Anhöhe des Berges besetzt. Cäsar selbst war vom Lager der Feinde nur noch anderthalb Meilen entfernt, ohne dass diese etwas von Labienus oder Cäsars Annäherung bemerkt hatten, wie man später von den Gefangenen erfuhr.
ea res per fugitivos L. Aemilii, decurionis equitum Gallorum, hostibus nuntiatur. Caes.Gall.1,23,2Dies erfuhren die Helvetier durch Überläufer des Lucius Aemilius, der eine Schar gallischer Reiter befehligte.
Helvetii, seu quod timore perterritos Romanos discedere a se existimarent, eo magis quod pridie superioribus locis occupatis proelium non commisissent, sive eo, quod re frumentaria intercludi posse confiderent, commutato consilio atque itinere converso nostros a novissimo agmine insequi ac lacessere coeperunt. Caes.Gall.1,23,3Sie gaben ihren Plan auf, nahmen gleich einen anderen Weg und verfolgten und beunruhigten die Römer des Nachtrabs; mochten sie nun der Meinung sein, die Römer zögen aus Furcht hinweg, besonders da sie am vorigen Tag die Anhöhen besetzt und doch kein Treffen gewagt hätten; oder machten sie sich Hoffnung, ihnen die Lebensmittel abschneiden zu können.
capto monte et succedentibus nostris Boii et Tulingi, qui hominum milibus circiter xv agmen hostium claudebant et novissimis praesidio erant, ex itinere nostros latere aperto adgressi circumvenire, et id conspicati Helvetii, qui in montem sese receperant, rursus instare et proelium redintegrare coeperunt. Caes.Gall.1,25,6Als sie den Berg besetzt hatten und die Römer ihnen nachrückten, fielen die Boier und Tulinger, die mit etwa fünfzehntausend Mann den Zug der Feinde beschlossen und ihren Rücken deckten, während des Marsches den Römern in die offene Flanke und schlossen sie ein. Kaum sahen dies die Helvetier, die sich auf den Berg zurückgezogen hatten, als sie wieder vordrangen und die Schlacht erneuerten.
diu cum esset pugnatum, impedimentis castrisque nostri potiti sunt. ibi Orgetorigis filia atque unus e filiis captus est. Caes.Gall.1,26,4Erst nach langem Kampf bemächtigten sich die Römer des Gepäcks und des Lagers. Hier wurde die Tochter des Orgetorix und einer seiner Söhne gefangen;
id ea maxime ratione fecit, quod noluit eum locum, unde Helvetii discesserant, vacare, ne propter bonitatem agrorum Germani, qui trans Rhenum incolunt, suis finibus in Helvetiorum fines transirent et finitimi Galliae provinciae Allobrogibusque essent. Caes.Gall.1,28,4Dies verfügte Cäsar besonders deshalb, weil er nicht wollte, dass der von den Helvetiern verlassene Landstrich leer stehe, aus Furcht, es möchten die Germanen des rechten Rheinufers wegen der vorzüglichen Güte der Felder aus ihrer Heimat in das helvetische Gebiet ziehen und so Nachbarn des römischen Gallien und der Allobroger werden.
Boios petentibus Haeduis, quod egregia virtute erant cogniti, ut in finibus suis conlocarent, concessit; quibus illi agros dederunt quosque postea in parem iuris libertatisque condicionem, atque ipsi erant, receperunt. Caes.Gall.1,28,5Den Häduern erlaubte er auf ihre Bitte, die Boier wegen ihrer ausnehmenden und bewährten Tapferkeit in ihrem Gebiet anzusiedeln. Jene also gaben ihnen Felder und nahmen sie später in einerlei Verhältnis des Rechts und der Freiheit auf.
Bello Helvetiorum confecto totius fere Galliae legati principes civitatum ad Caesarem gratulatum convenerunt: Caes.Gall.1,30,1Nach dem Ende des Helvetierkrieges trafen sich von fast ganz Gallien die Führer der einzelnen Stämme als Gesandte bei Cäsar, um ihm Glück zu wünschen:
intellegere sese, tametsi pro veteribus Helvetiorum iniuriis populi Romani ab his poenas bello repetisset, tamen eam rem non minus ex usu terrae Galliae quam populi Romani accidisse, Caes.Gall.1,30,2Sie seien überzeugt, dass diese Entwicklung, auch wenn er die Helvetier für ihr altes Unrecht am römischen Volk bestraft habe, ebenso zum Nutzen Galliens wie des römischen Volkes gewesen sei.
quibus proeliis calamitatibusque fractos, qui et sua virtute et populi Romani hospitio atque amicitia plurimum ante in Gallia potuissent, coactos esse Sequanis obsides dare nobilissimos civitatis et iure iurando civitatem obstringere, sese neque obsides repetituros neque auxilium a populo Romano imploraturos neque recusaturos, quominus perpetuo sub illorum dicione atque imperio essent. Caes.Gall.1,31,7Aber durch diese verlustreichen Kämpfe seien sie so geschwächt worden, dass sie den Sequanern die Edelsten des Stammes hätten als Geiseln stellen und sich eidlich verpflichten müssen, weder die Geiseln zurückzuverlangen noch das römische Volk um Hilfe anzuflehen, noch sich ihrer fortwährenden Oberhoheit und Vorherrschaft zu widersetzen.
sed peius victoribus Sequanis quam Haeduis victis accidisse, propterea quod Ariovistus rex Germanorum in eorum finibus consedisset tertiamque partem agri Sequani, qui esset optimus totius Galliae, occupavisset, et nunc de altera parte tertia Sequanos decedere iuberet, propterea quod paucis mensibus ante Harudum milia hominum xxiiii ad eum venissent, quibus locus ac sedes pararentur. Caes.Gall.1,31,10Aber noch schlechter sei es den siegreichen Sequanern als den besiegten Häduern ergangen; denn der Germanenkönig Ariovist habe sich in ihrem Land festgesetzt, habe sich ein Drittel des Sequanerlandes, das das beste in ganz Gallien sei, angeeignet und fordere jetzt die Sequaner auf, noch ein zweites Drittel zu räumen, weil einige Monate zuvor 24 Tausend Haruden zu ihm gestoßen seien, denen man Felder und Wohnsitze anweisen müsse.
Caesarem vel auctoritate sua atque exercitus vel recenti victoria vel nomine populi Romani deterrere posse, ne maior multitudo Germanorum Rhenum traducatur, Galliamque omnem ab Ariovisti iniuria posse defendere. Caes.Gall.1,31,16Cäsar könne entweder durch sein persönliches Ansehen und das seines Heeres oder durch den Eindruck seines jüngsten Sieges oder durch den Namen des römischen Volkes die Germanen davon abschrecken, mit einer noch größeren Zahl über den Rhein zu setzen, und er könne ganz Gallien vor der Gewalttätigkeit des Ariovist schützen.
Hac oratione ab Diviciaco habita omnes, qui aderant, magno fletu auxilium a Caesare petere coeperunt. Caes.Gall.1,32,1Nach dieser Rede des Diviciacus begannen alle Anwesenden, Cäsar unter vielen Tränen um Hilfe zu bitten.
hac oratione habita concilium dimisit. et secundum ea multae res eum hortabantur, quare sibi eam rem cogitandam et suscipiendam putaret, inprimis, quod Haeduos fratres consanguineosque saepe numero a senatu appellatos in servitute atque in dicione videbat Germanorum teneri eorumque obsides esse apud Ariovistum ac Sequanos intellegebat; quod in tanto imperio populi Romani turpissimum sibi et rei publicae esse arbitrabatur. Caes.Gall.1,33,2Mit dieser Rede entließ er die Versammlung. Dementsprechend drängten ihn viele Umstände zu der Überzeugung, sich die Sache näher zu überlegen und sich ihrer anzunehmen: besonders fiel ihm ins Auge, dass die Häduer, die der römische Senat wiederholt als Brüder und Verwandte bezeichnet hatte, in der Abhängigkeit und Sklaverei der Germanen gehalten würden. Auch war ihm bewusst, dass Ariovist und die Sequaner ihre Geiseln in Händen hatten. Dies hielt er aber bei der so großen Macht des römischen Volkes für äußerst schmachvoll für sich und den Staat.
si id ita fecisset, sibi populoque Romano perpetuam gratiam atque amicitiam cum eo futuram; si non impetraret, sese, quoniam M. Messala M. Pisone consulibus senatus censuisset, uti, quicumque Galliam provinciam obtineret, quod commodo rei publicae facere posset, Haeduos ceterosque amicos populi Romani defenderet, se Haeduorum iniurias non neglecturum. Caes.Gall.1,35,4Wenn er diese Forderungen erfülle, so werde er selbst und das römische Volk ununterbrochen Freundschaft und gutes Einvernehmen mit ihm haben; andernfalls könne er die Übergriffe gegen die Häduer nicht unbeachtet lassen, da der römische Senat unter dem Konsulat des Marcus Messala und Marcus Piso (61 v.Chr.) beschlossen habe, dass der jeweilige Statthalter der gallischen Provinz, soweit es im Interesse des Staates geschehen könne, die Häduer und die übrigen Freunde des römischen Volkes schützen solle.
Haeduis se obsides redditurum non esse neque his neque eorum sociis iniuria bellum inlaturum, si in eo manerent, quod convenisset, stipendiumque quotannis penderent. si id non fecissent, longe his fraternum nomen populi Romani afuturum. Caes.Gall.1,36,5Er werde den Häduern ihre Geiseln nicht zurückgeben, aber auch nicht widerrechtlich Krieg gegen sie oder ihre Bundesgenossen führen, wenn sie bei den vereinbarten Bedingungen blieben und jährlich ihren Tribut zahlten. Andernfalls werde ihnen der Titel "Brüder des römischen Volkes" wenig nützen.
quibus rebus Caesar vehementer commotus maturandum sibi existimavit, ne, si nova manus Sueborum cum veteribus copiis Ariovisti sese coniunxisset, minus facile resisti posset. Caes.Gall.1,37,4Dies beunruhigte Cäsar sehr. Er glaubte, eilig Maßnahmen treffen zu müssen, um sich nicht, wenn sich die neue Suebenschar mit den alten Truppen des Ariovist verbinde, die Abwehrmöglichkeiten zu erschweren.
reliquum spatium, quod est non amplius pedum sescentorum, qua flumen intermittit, mons continet magna altitudine, ita ut radices eius montis ex utraque parte ripae fluminis contingant. Caes.Gall.1,38,5 Die restliche Strecke von nicht mehr als sechshundert Fuß nimmt da, wo der Fluss seinen Lauf unterbricht, ein hoher Berg so ein, dass das Ufer des Flusses auf beiden Seiten den Fuß des Berges berührt.
Ariovistum se consule cupidissime populi Romani amicitiam adpetisse; cur hunc tam temere quisquam ab officio discessurum iudicaret? Caes.Gall.1,40,2Ariovist habe sich unter seinem Konsulat sehr angelegentlich um die Freundschaft des römischen Volkes bemüht. Warum solle jemand glauben, er werde jetzt so leichtfertig seine Pflicht versäumen?
sibi quidem persuaderi cognitis suis postulatis atque aequitate condicionum perspecta eum neque suam neque populi Romani gratiam repudiaturum. Caes.Gall.1,40,3Er sei jedenfalls davon überzeugt, er werde, wenn er erst seine Forderungen zur Kenntnis genommen und die Angemessenheit seiner Vorschläge durchschaut habe, weder seine Freundschaft noch die des römischen Volkes ausschlagen.
factum eius hostis periculum patrum nostrorum memoria, cum Cimbris et Teutonis a C. Mario pulsis non minorem laudem exercitus quam ipse imperator meritus videbatur; factum etiam nuper in Italia servili tumultu, quos tamen aliquid usus ac disciplina, quam a nobis accepissent, sublevarent, Caes.Gall.1,40,5Man habe sich zu Zeiten der Väter mit diesem Feind gemessen, als sich bei der Niederlage der Cimbern und Teutonen durch Gaius Marius, das Heer offenbar keinen geringeren Ruhm verdiente als der Feldherr selbst. Gemessen habe man sich auch kürzlich in Italien bei der Niederwerfung des Sklavenaufstandes, wobei ihnen immerhin die Erfahrung und Zucht, die sie von den Römern übernommen hätten, geholfen habe.
si quos adversum proelium et fuga Gallorum commoveret, hos, si quaererent, reperire posse diuturnitate belli defatigatis Gallis Ariovistum, cum multos menses castris se ac paludibus tenuisset neque sui potestatem fecisset, desperantes iam de pugna et dispersos subito adortum magis ratione et consilio quam virtute vicisse. Caes.Gall.1,40,8Wenn aber die Niederlage und Flucht der Gallier (bei Magetobriga) einige beunruhige, so könnten sie, wenn sie nachforschten, herausfinden, dass Ariovist jene mehr durch schlaue Berechnung und listige Klugheit als durch Tapferkeit besiegt habe. Die Gallier seien durch die lange Dauer des Krieges erschöpft gewesen, bereits an einer Gelegenheit zu einer Schlacht verzweifelt und seien bereits in Auflösung begriffen gewesen, als Ariovist, der viele Monate in seinem Lager und zwischen Sümpfen ruhig gestanden habe und einer Schlacht stets ausgewichen sei, plötzlich über sie hergefallen sei.
qui suum timorem in rei frumentariae simulationem angustiasque itineris conferrent, facere arroganter, cum aut de officio imperatoris desperarent aut praescribere auderent. (11) haec sibi esse curae; frumentum Sequanos, Leucos, Lingones subministrare iamque esse in agris frumenta matura; de itinere ipsos brevi tempore iudicaturos. Caes.Gall.1,40,10Diejenigen, die ihre Furcht mit der Besorgnis um Lebensmittel und der Schwierigkeit des Weges bemäntelten, handelten anmaßend, da sie der Pflichterfüllung ihres Feldherrn misstrauten oder es wagten, ihm Vorschriften zu erteilen.
deinde reliquae legiones cum tribunis militum et primorum ordinum centurionibus egerunt, uti per eos Caesari satis facerent; se neque umquam dubitasse neque timuisse neque de summa belli suum iudicium, sed imperatoris esse existimavisse. Caes.Gall.1,41,3Hierauf unternahmen auch die übrigen Legionen durch die Kriegstribunen und die Hauptleute ersten Ranges die geeigneten Schritte, den Feldherrn zu besänftigen: sie versicherten, sie seien nie unschlüssig oder furchtsam gewesen, und hätten auch nie geglaubt, die höchste Leitung des Krieges sei ihre Sache, sondern die des Feldherrn.
septimo die, cum iter non intermitteret, ab exploratoribus certior factus est Ariovisti copias a nostris milia passuum quattuor et viginti abesse. Caes.Gall.1,41,5Als er sieben Tage ununterbrochen vorgerückt war, benachrichtigen ihn Kundschafter, die Truppen des Ariovist seien noch 24 Meilen von seinen entfernt.
Planities erat magna et in ea tumulus terrenus satis grandis. hic locus aequum fere spatium a castris utriusque, Ariovisti et Caesaris, aberat. Caes.Gall.1,43,1Es dehnte sich dort eine große Ebene aus und in ihr erhob sich ein ziemlich starker Erdhügel. Dieser Ort war fast gleich weit von beiden Lagern, dem des Ariovist und dem Cäsars, entfernt.
eo, ut erat dictum, ad conloquium venerunt. legionem Caesar, quam equis devexerat, passibus ducentis ab eo tumulo constituit; item equites Ariovisti pari intervallo constiterunt. Caes.Gall.1,43,2Dorthin kamen sie, wie es verabredet war, zur Besprechung. Cäsar ließ die Legion, die er zu Pferd mitgebracht hatte, zweihundert Schritte weit vom Hügel Halt machen. Ebenso blieben die Reiter des Ariovist in gleicher Entfernung stehen.
ubi eo ventum est, Caesar initio orationis sua senatusque in eum beneficia commemoravit, quod rex appellatus esset a senatu, quod amicus, quod munera amplissime missa; quam rem et paucis contigisse et pro magnis hominum officiis consuesse tribui docebat; Caes.Gall.1,43,4Als man dorthin gekommen war, erwähnte Cäsar zum Eingang seiner Rede die Beweise des Wohlwollens, die Ariovist von ihm und dem römischen Senat erhalten habe, dass ihm der Senat den Namen eines Königs und Freundes gegeben und so höchst auszeichnende Geschenke übersandt habe, eine Ehre, die, worauf er hinwies, nur wenigen zu Teil geworden sei und gewöhnlich bloß für wichtige Dienste erteilt werde.
illum, cum neque aditum neque causam postulandi iustam haberet, beneficio ac liberalitate sua ac senatus ea praemia consecutum. Caes.Gall.1,43,5Er habe diese Belohnungen rein durch seine und des Senates Güte und Edelmut erhalten, ohne irgend einen Anspruch oder begründete Berechtigung zum Fordern zu haben.
quae senatus consulta quotiens quamque honorifica in eos facta essent, ut omni tempore totius Galliae principatum Haedui tenuissent, prius etiam quam nostram amicitiam adpetissent. Caes.Gall.1,43,7welche Senatsbeschlüsse des öfteren zur größten Auszeichnung der Häduer gefasst worden seien und wie die Häduer jederzeit in Gallien den ersten Rang behauptet hätten, selbst bevor sie die Freundschaft mit Rom gesucht hätten.
amicitiam populi Romani sibi ornamento et praesidio, non detrimento esse oportere, idque se hac spe petisse. si per populum Romanum stipendium remittatur et dediticii subtrahantur, non minus se libenter recusaturum populi Romani amicitiam quam adpetierit. Caes.Gall.1,44,5Die Freundschaft des römischen Volkes müsse ihm zur Kräftigung und zum Schutz, nicht zum Nachteil gereichen; in dieser Hoffnung habe er sich um sie beworben. Wenn ihm durch das römische Volk der Tribut vorenthalten und die Unterworfenen entzogen würden, so werde er auf die Freundschaft mit dem römischen Volk ebenso gern verzichten, wie er sich um sie beworben habe.
quod a se Haeduos amicos appellatos diceret, non se tam barbarum neque tam imperitum esse rerum, ut non sciret neque bello Allobrogum proximo Haeduos Romanis auxilium tulisse, neque ipsos in his contentionibus, quas Haedui secum et cum Sequanis habuissent, auxilio populi Romani usos esse. Caes.Gall.1,44,9Wenn Cäsar bemerke, der römische Senat habe den Häduern den Namen "Freunde des Römervolkes" gegeben, so sei er nicht so ganz Barbar und mit der Lage der Dinge so unbekannt, um nicht zu wissen, dass weder die Römer bei dem jüngsten Aufstand der Allobroger bei den Häduern Hilfe fanden, noch auch auch die Häduer in ihrem Kampf mit ihm und den Sequanern die Unterstützung der Römer gehabt hätten.
quodsi eum interfecerit, multis se nobilibus principibusque populi Romani gratum esse facturum - id se ab ipsis per eorum nuntios compertum habere - , quorum omnium gratiam atque amicitiam eius morte redimere posset. Caes.Gall.1,44,12er würde sich auch viele Edle und Häupter des römischen Volkes zu Dank verpflichten, wenn er Cäsar umbringe. Dies hätten sie ihn durch Botschaften ausdrücklich wissen lassen; dieser aller Gunst und Freundschaft könne er durch Cäsarrs Tod gewinnen.
Multa a Caesare in eam sententiam dicta sunt, quare negotio desistere non posset; neque suam neque populi Romani consuetudinem pati, uti optime meritos socios desereret, neque se iudicare Galliam potius esse Ariovisti quam populi Romani Caes.Gall.1,45,1Cäsar erklärte sich ausführlich darüber, warum er von seinem Vorhaben nicht ablassen könne, da ihm weder die eigene Gewohnheit noch die des römischen Volkes erlaube, so wohlverdiente Bundesgenossen preiszugeben; auch habe Ariovist nach seiner Überzeugung nicht mehr Recht auf Gallien als die Römer.
populi Romani iustissimum esse in Gallia imperium; si iudicium senatus observari oporteret, liberam debere esse Galliam, quam bello victam suis legibus uti voluisset. Caes.Gall.1,45,3Käme es also auf das möglichst hohe Alter an, so habe das römische Volk das größte Recht, über Gallien zu herrschen. Wolle man die Ansicht des Senats beachten, so müsse Gallien frei sein, weil er diesem Land, auch nachdem es im Krieg besiegt war, die eigene Verfassung habe lassen wollen.
Dum haec in conloquio geruntur, Caesari nuntiatum est equites Ariovisti propius tumulum accedere et ad nostros adequitare, lapides telaque in nostros conicere. Caes.Gall.1,46,1Während man dies in der Besprechung verhandelte, meldete man Cäsar, die Reiterei des Ariovist rücke näher gegen den Hügel heran, sprenge auf die Römer zu und schleudere Steine und Geschosse gegen sie.
commodissimum visum est C. Valerium Procillum, C. Valeri Caburi filium, summa virtute et humanitate adulescentem, cuius pater a C. Valerio Flacco civitate donatus erat, et propter fidem et propter linguae Gallicae scientiam, qua multa iam Ariovistus longinqua consuetudine utebatur, et quod in eo peccandi Germanis causa non esset, ad eum mittere et una M. Metium, qui hospitio Ariovisti utebatur. Caes.Gall.1,47,4Er hielt es für das Passendste, den Gaius Valerius Procillus, den Sohn des Gaius Valerius Caburus, zu ihm zu schicken, einen jungen Mann von ausgezeichneter Tapferkeit und edler Bildung, dessen Vater durch Gaius Valerius Flaccus das römische Bürgerrecht erhalten hatte. Ihn wählte er teils aus Zutrauen in seine Ergebenheit, teils wegen seiner Kenntnis der gallischen Sprache, in der Ariovist wegen des langen Aufenthaltes in Gallien bereits eine bedeutende Fertigkeit besaß, und weil wie er meinte, die ermanen keine Ursache hätten, sich an diesem Mann zu vergreifen. Ihm gab er den Gaius Metius mit, einen ehemaligen Gast des Ariovist.
hic locus ab hoste circiter passus sescentos, uti dictum est, aberat. eo circiter hominum numero sedecim milia expedita cum omni equitatu Ariovistus misit, quae copiae nostros terrerent et munitione prohiberent. Caes.Gall.1,49,3Dieser Punkt war, wie gesagt, etwa 600 Doppelschritte vom Feind enfernt. Ariovist schickte gegen sechzehntausend Leichtbewaffnete und die gesamte Reiterei dahin, um unsere Leute in Furcht zu setzen und beim Bau des Lagers zu stören.
Postridie eius diei Caesar praesidio utrisque castris, quod satis esse visum est, reliquit, alarios omnes in conspectu hostium pro castris minoribus constituit, quod minus multitudine militum legionariorum pro hostium numero valebat, ut ad speciem alariis uteretur; ipse triplici instructa acie usque ad castra hostium accessit. Caes.Gall.1,51,1Am folgenden Tag ließ Cäsar in beiden Lagern so viel Besatzung zurück, wie ihm auszureichen schien; sämtliche Hilfstruppen stellte er im Blickfeld des Feindes vor dem kleinen Lager auf, um sich ihrer zum Schein zu bedienen, weil er im Verhältnis zu der Masse der Feinde zu wenig Legionssoldaten hatte. Er selbst rückte in dreifacher Schlachtreihe bis vor das feindliche Lager.
duae fuerunt Ariovisti uxores, una Sueba natione, quam domo secum duxerat, altera Norica regis Voccionis soror, quam in Gallia duxerat a fratre missam: utraque in ea fuga periit; duae filiae: Caes.Gall.1,53,4Ariovist hatte zwei Frauen: die eine war Suebin und mit ihm aus seiner Heimat gezogen, die andere aus Noricum, eine Schwester des Königs Vocio: er hatte sie erst in Gallien geheiratet, wohin sie ihm ihr Bruder schickte. Beide Frauen kamen auf dieser Flucht ums Leben.
is se praesente de se ter sortibus consultum dicebat, utrum igni statim necaretur an in aliud tempus reservaretur; sortium beneficio se esse incolumem. (8) item M. Metius repertus et ad eum reductus est. Caes.Gall.1,53,7Procillus erzählte, man habe drei Mal vor seinen Augen gelost, ob man ihn sofort dem Feuertod übergeben oder auf spätere Zeit aufbewahren solle; der Gunst des Loses habe er sein Leben zu vertrauen. (8) Ebenso fand man Marcus Metius und brachte ihn zu ihm zurück.
Hoc proelio trans Rhenum nuntiato Suebi, qui ad ripas Rheni venerant, domum reverti coeperunt. quos ubi, qui proximi Rhenum incolunt, perterritos senserunt, insecuti magnum ex his numerum occiderunt. Caes.Gall.1,54,1Als die Nachricht von dieser Schlacht über den Rhein drang, begannen die Sueben, die an das Rheinufer gekommen waren, den Rückzug. Sobald die unmittelbaren Anwohner des Rheines sie bestürzt sahen, setzten sie ihnen nach und machten eine große Zahl von ihnen nieder.
His nuntiis litterisque commotus Caesar duas legiones in citeriore Gallia novas conscripsit et inita aestate, in interiorem Galliam qui deduceret, Q. Pedium legatum misit. Caes.Gall.2,2,1Diese Nachrichten und Briefe bewogen Cäsar, zwei neue Legionen im diesseitigen Gallien auszuheben und mit dem Beginn des Sommers (57 v.Chr.) durch seinen Legaten Quintus Pedius in das Innere von Gallien zu schicken.
Eo cum de improviso celeriusque omni opinione venisset, Remi, qui proximi Galliae ex Belgis sunt, ad eum legatos Iccium et Andecumborium primos civitatis miserunt, Caes.Gall.2,3,1Als er dort unversehens und schneller, als man geglaubt hatte, erschien, schickten die Remer, eine belgische Völkerschaft an der Grenze des Keltenlandes, ihre Häuptlinge Iccius und Andecumborius als Gesandte zu ihm,
qui dicerent se suaque omnia in fidem atque in potestatem populi Romani permittere, neque se cum reliquis Belgis consensisse neque contra populum Romanum omnino coniurasse, Caes.Gall.2,3,2um zu erklären, dass sie sich mit Hab und Gut dem Schutz und der Vorherrschaft des römischen Volkes unterstellten. Sie machten mit den übrigen Belgern keine gemeinsame Sache und seien an überhaupt keiner Verschwörung gegen die Römer beteiligt;
reliquos omnes Belgas in armis esse Germanosque, qui cis Rhenum incolant, sese cum his coniunxisse, Caes.Gall.2,3,4Die übrigen Belgern stünden insgesamt unter den Waffen und auch die Germanen des linken Rheinufers seien mit ihnen verbündet.
plerosque Belgas esse ortos a Germanis Rhenumque antiquitus traductos propter loci fertilitatem ibi consedisse Gallosque, qui ea loca incolerent, expulisse solosque esse, qui patrum nostrorum memoria omni Gallia vexata Teutonos Cimbrosque intra suos fines ingredi prohibuerint; Caes.Gall.2,4,2Die Remer erklärten, die meisten Belger seien Nachkommen der Germanen, die in alter Zeit über den Rhein gezogen, sich wegen der Fruchtbarkeit des Bodens da angesiedelt und die Gallier, die damals dort wohnten, vertrieben hätten. Diese Belger allein hätten vor einem Menschenalter die Teutonen und Kimbern in ihr Gebiet nicht eindringen lassen, während das ganze Keltenland von ihnen misshandelt wurde.
qua ex re fieri, uti earum rerum memoria magnam sibi auctoritatem magnosque spiritus in re militari sumerent. Caes.Gall.2,4,3Daher hätten sie sich in Sachen des Krieges ein großes Ansehen erworben und maßten sich einen großen Stolz an.
de numero eorum omnia se habere explorata Remi dicebant, propterea quod propinquitatibus affinitatibusque coniuncti, quantam quisque multitudinem in communi Belgarum concilio ad id bellum pollicitus sit, cognoverint. Caes.Gall.2,4,4Auch behaupteten die Remer, die Zahl des gesamten belgischen Heeres genau zu kennen, weil sie als Stammesverwandte und Blutsfreunde erfahren hätten, wie viele Leute ein jeder Volksstamm bei der gemeinschaftlichen Versammlung der Belger für diesen Krieg versprochen habe.
plurimum inter eos Bellovacos et virtute et auctoritate et hominum numero valere: hos posse conficere armata milia centum, pollicitos ex eo numero electa milia sexaginta totiusque belli imperium sibi postulare. Caes.Gall.2,4,5Nach Tapferkeit, Ansehen und Bevölkerungszahl seien die Bellovaker die stärksten; diese könnten 100.000 Bewaffnete stellen, hätten aber aus dieser Masse 60.000 Elitekräfte versprochen und verlangten für sich den Oberbefehl des ganzen Krieges.
apud eos fuisse regem nostra etiam memoria Diviciacum, totius Galliae potentissimum, qui cum magnae partis harum regionum, tum etiam Britanniae imperium obtinuerit; nunc esse regem Galbam; ad hunc propter iustitiam prudentiamque summam totius belli omnium voluntate deferri; Caes.Gall.2,4,7Bis in unsere Zeit habe über sie der König Diviciacus geherrscht, der mächtigste im ganzen Keltenland, der nicht bloß einen Grpßteil dieser Landstriche, sondern auch Britannien beherrschte. Der jetzige König heiße Galba, dem man wegen seiner Gerechtigkeit und Klugheit einhellig die Leitung des ganzen Krieges übertragen wolle;
quae res et latus unum castrorum ripis fluminis muniebat et post eum, quae essent tuta ab hostibus, reddebat et, commeatus ab Remis reliquisque civitatibus ut sine periculo ad eum portari possent, efficiebat. Caes.Gall.2,5,5So wurde nicht nur die eine Seite des Lagers durch das Ufer gedeckt und der Rücken gegen den Feind gesichert, sondern auch die Möglichkeit erzielt, ohne Gefahr Zufuhr an Lebensmitteln von den Remern und anderen Völkerschaften zu erhalten.
in eo flumine pons erat. ibi praesidium ponit et in altera parte fluminis Q. Titurium Sabinum legatum cum sex cohortibus relinquit; castra in altitudinem pedum XII vallo fossaque duodeviginti pedum muniri iubet. Caes.Gall.2,5,6Über jenen Fluss ging eine Brücke; vor diese legte er eine Besatzung; auf der anderen Seite des Flusses ließ er den Legaten Quintus Titurius Sabinus mit sechs Kohorten zurück. Um das Lager selbst wurde ein zwölf Fuß hoher Wall und ein achtzehn Fuß tiefer Graben gezogen.
Eo de media nocte Caesar isdem ducibus usus, qui nuntii ab Iccio venerant, Numidas et Cretas sagittarios et funditores Baleares subsidio oppidanis mittit. Caes.Gall.2,7,1Cäsar schickte mitten in der Nacht unter dem Geleit der Boten des Iccius Numider, kretische Bogenschützen und balearische Schleuderer den Bewohnern der Stadt zu Hilfe.
Caesar primo et propter multitudinem hostium et propter eximiam opinionem virtutis proelio supersedere statuit. Caes.Gall.2,8,1Wegen der Menge der Feinde und des ausgezeichneten Rufes ihrer Tapferkeit wollte Cäsar anfangs ein Treffen vermeiden;
et ad extremas fossas castella constituit ibique tormenta conlocavit, ne, cum aciem instruxisset, hostes, quod tantum multitudine poterant, ab lateribus pugnantes suos circumvenire possent. Caes.Gall.2,8,4am Ende beider Gräben warf er Schanzen auf und brachte dort sein schweres Geschütz an, damit es nach einer solchen Aufstellung seiner Truppen den zahlreichen Feinden unmöglich würde, den Römern während des Kampfes in die Seite zu fallen.
hostes protinus ex eo loco ad flumen Axonam contenderunt, quod esse post nostra castra demonstratum est. Caes.Gall.2,9,3Sofort brachen die Feinde gegen den Fluss Axona auf, der, wie wir ausgeführt haben, im Rücken des römischen Lagers floss.
hostes, ubi et de expugnando oppido et de flumine transeundo spem se fefellisse intellexerunt neque nostros in locum iniquiorem progredi pugnandi causa viderunt atque ipsos res frumentaria deficere coepit, concilio convocato constituerunt optimum esse domum suam quemque reverti et, quorum in fines primum Romani exercitum introduxissent, ad eos defendendos undique convenirent, ut potius in suis quam in alienis finibus decertarent et domesticis copiis rei frumentariae uterentur. Caes.Gall.2,10,4Da sich die Feinde in der Hoffnung, die Festung zu erobern und über den Fluss zu setzen, betrogen sahen und bemerkten, wie sich die Römer nicht verleiten ließen, an einem ungünstigen Ort ein Treffen zu liefern, während ihnen selbst der Getreidevorrat ausging, beriefen ihrer Häuptlinge eine Versammlung, in der man den Beschluss fasste, jeder solle in seine Heimat zurückkehren, um demjenigen Staat, in dessen Gebiet die Römer zuerst einfallen würden, von allen Seiten zu Hilfe zu kommen, indem sie lieber im eigenen Land als auf fremdem Boden eine Schlacht wagen und sich des heimischen Vorrates an Lebensmitteln bedienen wollten.
ita sine ullo periculo tantam eorum multitudinem nostri interfecerunt, quantum fuit diei spatium, sub occasumque solis destiterunt seque in castra, ut erat imperatum, receperunt. Caes.Gall.2,11,6Auf diese Weise mordeten Cäsars Leute ohne alle Gefahr so viel Feinde, als ihnen die Dauer des Tages möglich machte; beim Untergang der Sonne gaben sie die Verfolgung auf und zogen sich, wie ihnen befohlen war, in ihr Lager zurück.
Caesar obsidibus acceptis primis civitatis atque ipsius Galbae regis duobus filiis armisque omnibus ex oppido traditis in deditionem Suessiones accepit exercitumque in Bellovacos ducit. Caes.Gall.2,13,1Nachdem die Suessionen ihm ihre Vornehmsten und die zwei Söhne des Königs Galba als Geiseln gestellt und alle Waffen aus der Festung ausgeliefert hatten, nahm Cäsar ihre Kapitulation an und führte sein Heer gegen die Bellovaker.
nullum esse aditum ad eos mercatoribus; nihil pati vini reliquarumque rerum ad luxuriam pertinentium inferri, quod his rebus relanguescere animos eorum virtutemque remitti existimarent; Caes.Gall.2,15,4Handelsleute hätten keinen Zutritt zu ihnen; Wein und andere Gegenstände des Wohllebens dürften bei ihnen nicht eingeführt werden, weil sie glaubten, ihr Mut erschlaffe durch dergleichen Dinge und ihre Tapferkeit schwäche sich.
trans id flumen omnes Nervios consedisse adventumque ibi Romanorum exspectare una cum Atrebatibus et Viromanduis, finitimis suis Caes.Gall.2,16,2jenseits des Flusses hätten sämtliche Nervier eine Stellung eingenommen, um dort die Römer zu erwarten, zusammen mit den Atrebaten und Viromanduern, ihren Nachbarn,
- nam his utrisque persuaserant, uti eandem belli fortunam experirentur -; Caes.Gall.2,16,3die sie beide überredet hatten, das Schicksal des Kampfes mit ihnen zu teilen.
ab eo flumine pari acclivitate collis nascebatur adversus huic et contrarius, passus circiter ducentos, infimus apertus, ab superiore parte silvestris, ut non facile introrsus perspici posset. Caes.Gall.2,18,2Gegenüber von diesem Hügel, unmittelbar auf dem anderen Ufer des Flusses, erhob sich ungefähr zweihundert Schritte hoch ein zweiter, von gleicher Abdachung, an seinem Fuß offen und frei, oben waldig, so dass er nicht leicht einsehbar war.
intra eas silvas hostes in occulto sese continebant. in aperto loco secundum flumen paucae stationes equitum videbantur. fluminis erat altitudo pedum circiter trium. Caes.Gall.2,18,3In diesen Wäldern hielten sich die Feinde verborgen; in der offenen Gegend konnte man längs des Flusses einige Reiterposten sehen. Der Fluss selbst war etwa drei Fuß tief.
post eas totius exercitus impedimenta conlocarat; inde duae legiones, quae proxime conscriptae erant, totum agmen claudebant praesidioque impedimentis erant. Caes.Gall.2,19,3dann folgte das Gepäck des ganzen Heeres, zu dessen Bedeckung die zwei jüngst ausgehobenen Legionen den Zug schlossen.
ubi prima impedimenta nostri exercitus ab iis, qui in silvis abditi latebant, visa sunt, quod tempus inter eos committendi proelii convenerat, ita, ut intra silvas aciem ordinesque constituerant atque ipsi sese confirmaverant, subito omnibus copiis provolaverunt impetumque in nostros equites fecerunt. Caes.Gall.2,19,6Kaum hatten die Feinde aus ihren Waldverstecken die vorderste Abteilung des römischen Trosses erblickt, stürzten sie (diesen Augenblick hatten sie für den Angriff festgesetzt) plötzlich und mit der größten Hast in Masse hervor und griffen Cäsars Reiterei an; denn schon im Hinterhalt hatten sie sich in Schlachtordnung aufgestellt, voll des Mutes, den sie sich wechselseitig eingeflößt hatten.
Instructo exercitu, magis ut loci natura deiectusque collis et necessitas temporis, quam ut rei militaris ratio atque ordo postulabat, cum diversis legionibus aliae alia in parte hostibus resisterent saepibusque densissimis, ut ante demonstravimus, interiectis prospectus impediretur, neque certa subsidia conlocari neque, quid in quaque parte opus esset, provideri neque ab uno omnia imperia administrari poterant. Caes.Gall.2,22,1Die Aufstellung des Heeres war mehr so, wie es die Beschaffenheit des Ortes, die Abdachung des Hügels und die Not des Augenblicks verlangte, als nach den Regeln und der Ordnung der Kriegskunst. Die Legionen leisteten getrennt, die eine hier, die anderen dort dem Feind Widerstand. Auch wurde der Blick in die Ferne durch das äußerst dichte Gehege dazwischen, wovon wir oben sprachen, fast unmöglich. Deshalb konnte man keine Hilfskräfte bereithalten, noch vorhersehen, was an jedem Ort nötig sein mochte; auch konnten unmöglich von einem alle Befehle ausgehen.
itaque in tanta rerum iniquitate fortunae quoque eventus varii sequebantur. Caes.Gall.2,22,2Bei so ungünstigen Umständen zeigten sich auch die Ergebnisse des Kriegsglücks höchst schwankend.
quorum pars aperto latere legiones circumvenire, pars summum castrorum locum petere coepit. Caes.Gall.2,23,5und suchte teils die Legionen auf der offenen Seite zu umzingeln, teils auf die Anhöhe des Lagers vorzudringen.
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