F.) Regeln

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  1. Zur Formenlehre:
    1. Nichtreflexives Personalpronomen
      1. Zu den Formen von αὐτός, αὐτή, αὐτό als nichtreflexives Personalpronomen s. L.12
      2. Zu den Formen des Personalpronomens der 1. und 2. Pers. s. L.21, zum Gebrauch ebenfalls L.21.
    2. Reflexives Personalpronomen
      D
      1. Das Griechische kennt für alle drei Personen ein reflexives Personalpronomen (das Lateinische nur für die 3. Person).
      2. Da sich das Reflexivpronomen immer auf das Subjekt seines Satzes zurückbezieht, kann es nicht selbst Subjekt sein, bildet also auch keinen Nominativ.
      3. Wie der Genitiv des nichtreflexiven Personalpronomen als Genitivus possessoris Verweis auf die Grammatik stehen kann (L.21), so auch der Genitiv des reflexiven Personalpronomen:
        1. βλάπτει γὰρ τὴν ἑαυτοῦ ψυχήν - denn er schadet seiner (eigenen) Seele
        2. ἡμεῖς ἡμῶν αὐτῶν ἐσμεν - wir gehören uns selbst.
    3. Besonderheit zur Kontraktion der e - Stämme
      1. Die zweisilbigen Verben auf -έω kontrahieren nur in ει, sonst bleiben die Formen unkontrahiert. Z.B. πλέω - ich segle
         
        1.Sgl.
        2.Sgl.
        3.Sgl.
        1.Pl.
        1.Pl.
        1.Pl.
        Ind. πλέω πλεῖς πλεῖ πλέομεν πλεῖτε πλέουσιν
        Konj. πλέω πλέῃς πλέῃ πλέωμεν πλέητε πλέωσιν
        Opt. πλέοιμι πλέοις πλέοι πλέοιμεν πλέοιτε πλέοιεν
        Impf. ἔπλεον ἔπλεις ἔπλει ἐπλέομεν ἐπλεῖτε ἔπλεον
                     
        Inf πλεῖν   Part. πλέων πλέουσα πλέον
        Imp. πλεῖ πλεῖτε        
      2. Ausnahme von dieser Einschränkung ist δέω - ich binde, das in der Regel alle Formen kontrahiert ("δέω - binden bindet immer!")
  2. Zum Satzbau (Syntax):
    1. Kasuslehre:
      1. Οὐδὲν οὕτως ἡμέτερόν ἐστιν ὡς ἡμεῖς ἡμῶν αὐτῶν <ἐσμεν> - Nichts gehört uns so (sehr) wie wir uns selbst <gehören>
        1. Der Genitiv steht als ein Genitivus possessoris Verweis auf die Grammatik. (L.7; L.9; L.20; L.21; L.21)
      2. ὠφελοῦσιν, βλάπτουσιν ἀλλήλους - sie nützen, schaden einander
        1. Der Akk. des äußeren Objekts steht bei Verben des Nützens und Schadens Verweis auf die Grammatik. Sie sind also abweichend von ihrer deutschen Bedeutung im Griechischen transitiv. (L.11; L.26; L.47)
      3. δέομαι τοῦ πατρός - ich bitte den Vater
        δέομαι ἀργυρίου - ich benötige Geld
        1. Bei den Ausdrücke des Mangels steht der Genitivus inopiae Verweis auf die Grammatik. (L.19; L.46)
      4. ἐπιλανθανόμεθα ἡμῶν αὐτῶν - wir vergessen uns (selbst).
        1. Der Gen. steht bei Ausdrücken des Erinnerns und Vergessens als Genitivus obiectivus Verweis auf die Grammatik. (L.20)
    2. Zum Infinitiv:
      1. Θησεὺς λευκὰ ἱστία αἴρειν ἐπελάθετο - Theseus vergaß, weiße Segel zu setzen.
        1. ἐπιλανθάνομαι + Inf. - ich vergesse (etw. zu tun)
          Nach den Verben der Willensäußerung steht Inf. (bzw. AcI) (Negation: μή). (L.77)