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Wahrnehmung -  αἴσθησις


Zentrale Begriffe aus dem Bereich der griechischen Sprache und Geistesgeschichte

Wahrnehmung -  αἴσθησις 

 

Textstellen:
  1. Plat. Theait. 156e (Entstehung)
  2. Plat.Theait.185c-187c
  3. Plat.Phileb. 34a (Seele und Körper)
  4. Xen. Hiero 1,4 (Einteilung)
  5. Eur. Hel. 593 (Erfahrung vs. Wahrnehmung)
  6. Plat. Men. 76d (Farbwahrnehmung)
  7. Plat. Tim. 43c (Verwirrung der Seele)
  8. Plat.Tim. 61c (theoret. Begründung)
  9. Plat. Polit. 515b (Wahrnehmung und Schatten)
  10. Plat.Polit. 523a (Widersprüchlichkeit von Wahrnehmungen)
Verwandte Begriffe: [nach: G.Th.Schwarz]

 

 Plat.Theait.185c-187c
Theaitetos hat Sokrates zunächst zugestanden, dass für die einzelnen Sinnesqualitäten (wie Gesehenes, Gehörtes, Geschmecktes) jeweils spezifische Wahrnehmungsorgane (Gesicht, Gehör, Geschmack) zuständig sind. Nun verlagert er die Untersuchung auf abstraktere Qualitäten wie "Sein" und "Nichtsein", "Gleichheit" und "Ungleichheit", "Identität" und "Verschiedenheit".
185c Σωκράτης· καλῶς λέγεις. ἡ δὲ δὴ διὰ τίνος δύναμις τό τ᾽ ἐπὶ πᾶσι κοινὸν καὶ τὸ ἐπὶ τούτοις δηλοῖ σοι, ᾧ τὸ "ἔστιν" ἐπονομάζεις καὶ τὸ "οὐκ ἔστι" καὶ ἃ νυνδὴ ἠρωτῶμεν περὶ αὐτῶν; τούτοις πᾶσι ποῖα ἀποδώσεις ὄργανα δι᾽ ὧν αἰσθάνεται ἡμῶν τὸ αἰσθανόμενον ἕκαστα;
So.: Recht so. Wodurch aber wirkt das Vermögen, welches das, wie für alle, so auch für die genannten Wahrnehmungen (Ton und Farbe) Gemeinsame dir anzeigt und dem du das "Ist" beilegst und das "Ist nicht" und worauf sonst noch jetzt eben unsere Fragen führten? Welches sollen deiner Meinung nach die Werkzeuge sein, durch die das Wahrnehmende in uns zu jeder dieser Wahrnehmungen gelangt?
  Θεαίτητος· οὐσίαν λέγεις καὶ τὸ μὴ εἶναι, καὶ ὁμοιότητα καὶ ἀνομοιότητα, καὶ τὸ ταὐτόν τε καὶ τὸ ἕτερον, ἔτι δὲ Th.: Du meinst das Sein und Nichtsein und Ähnlichkeit und Nichtähnlichkeit, ferner das Eins und was sonst von Zahlen von ihnen ausgesagt wird.
185d ἕν τε καὶ τὸν ἄλλον ἀριθμὸν περὶ αὐτῶν. δῆλον δὲ ὅτι καὶ ἄρτιόν τε καὶ περιττὸν ἐρωτᾷς, καὶ τἆλλα ὅσα τούτοις ἕπεται, διὰ τίνος ποτὲ τῶν τοῦ σώματος τῇ ψυχῇ αἰσθανόμεθα.
Ferner bezieht sich deine Frage nach dem körperlichen Organ, durch welches wir mit der Seele wahrnehmen, offenbar auch auf das Gerade und und Ungerade und alles, was damit in Zusammenhang steht.
  Σω· ὑπέρευ, ὦ Θεαίτητε, ἀκολουθεῖς, καὶ ἔστιν ἃ ἐρωτῶ αὐτὰ ταῦτα. So.: Ganz vortrefflich, mein Theaitet, findest du dich zurecht. Eben darauf zielte meine Frage.
  Θε· ἀλλὰ μὰ Δία, ὦ Σώκρατες, ἔγωγε οὐκ ἂν ἔχοιμι εἰπεῖν, πλήν γ᾽ ὅτι μοι δοκεῖ τὴν ἀρχὴν οὐδ᾽ εἶναι τοιοῦτον οὐδὲν τούτοις ὄργανον ἴδιον ὥσπερ ἐκείνοις, ἀλλ᾽ Th.: Ich kann kein Organ dafür nennen, doch will es mir scheinen, als gäbe es dafür gar kein besonderes Organ wie für die einzelnen Sinneswahrnehmungen,
[185e] αὐτὴ δι᾽ αὑτῆς ἡ ψυχὴ τὰ κοινά μοι φαίνεται περὶ πάντων ἐπισκοπεῖν.
vielmehr dürfte wohl die Seele selbst durch ihre eigene Kraft das an allen Gemeinsame betrachtend erfassen.
  Σω· καλὸς γὰρ εἶ, ὦ Θεαίτητε, καὶ οὐχ, ὡς ἔλεγε Θεόδωρος, αἰσχρός· ὁ γὰρ καλῶς λέγων καλός τε καὶ ἀγαθός. πρὸς δὲ τῷ καλῷ εὖ ἐποίησάς με μάλα συχνοῦ λόγου ἀπαλλάξας, εἰ φαίνεταί σοι τὰ μὲν αὐτὴ δι᾽ αὑτῆς ἡ ψυχὴ ἐπισκοπεῖν, τὰ δὲ διὰ τῶν τοῦ σώματος δυνάμεων. τοῦτο γὰρ ἦν ὃ καὶ αὐτῷ μοι ἐδόκει, ἐβουλόμην δὲ καὶ σοὶ δόξαι. So.: Ja, schön bist du, mein Theaitet, in der Tat und nicht, wie Theodoros sagt, hässlich. Denn wer schön Auskunft gibt, der ist auch schön und gut. Aber abgesehen von dem Schönen hast du es auch gut mit mir gemeint; denn du hast mir eine umständliche Auseinandersetzung erspart, sofern deine Ansicht dahin geht, dass die Seele in ihren Betrachtungen teils durch ihre eigene Kraft, teils durch die körperlichen Vermögen geleitet wird. Denn das war auch meine eigene Ansicht, von der ich wünschte, dass du sie teilst.
186a Θε· ἀλλὰ μὴν φαίνεταί γε.
Th.: Dies ist der Fall.
  Σω· ποτέρων οὖν τίθης τὴν οὐσίαν; τοῦτο γὰρ μάλιστα ἐπὶ πάντων παρέπεται. So: Zu welchen von beiden gehört nun das Sein? Denn dieses erscheint vor allem als gemeinsamer Begleiter sämtlicher Vorstellungen.
  Θε· ἐγὼ μὲν ὧν αὐτὴ ἡ ψυχὴ καθ᾽ αὑτὴν ἐπορέγεται. Th.: Meiner Ansicht nach zu denen, die die Seele allein durch eigene Kraft erfasst.
  Σω· ἦ καὶ τὸ ὅμοιον καὶ τὸ ἀνόμοιον καὶ τὸ ταὐτὸν καὶ ἕτερον; So.: Auch Ähnlichkeit und Unähnlichkeit und Identität und Verschiedenheit?
  Θε· ναί. Th.: Ja
  Σω· τί δέ; καλὸν καὶ αἰσχρὸν καὶ ἀγαθὸν καὶ κακόν; So.: Und weiter: das Schöne und Hässliche und Gute und Schlechte?
  Θε· καὶ τούτων μοι δοκεῖ ἐν τοῖς μάλιστα πρὸς ἄλληλα σκοπεῖσθαι τὴν οὐσίαν, ἀναλογιζομένη ἐν ἑαυτῇ τὰ Th.: Auch von diesen scheint sie mir erst recht das Sein in seinen gegenseitigen Verhältnissen zu betrachten, indem sie bei sich
186b γεγονότα καὶ τὰ παρόντα πρὸς τὰ μέλλοντα.
das Vergangene und das Gegenwärtige gegen das Zukünftige abwägt.
  Σω· ἔχε δή· ἄλλο τι τοῦ μὲν σκληροῦ τὴν σκληρότητα διὰ τῆς ἐπαφῆς αἰσθήσεται, καὶ τοῦ μαλακοῦ τὴν μαλακότητα ὡσαύτως; So.: Nur nicht zu hastig. Wird sie nicht die Härte des Harten durch Betastung wahrnehmen und ebenso die Weichheit des Weichen?
  Θε· ναί. Th.: Ja.
  Σω· τὴν δέ γε οὐσίαν καὶ ὅτι ἐστὸν καὶ τὴν ἐναντιότητα πρὸς ἀλλήλω καὶ τὴν οὐσίαν αὖ τῆς ἐναντιότητος αὐτὴ ἡ ψυχὴ ἐπανιοῦσα καὶ συμβάλλουσα πρὸς ἄλληλα κρίνειν πειρᾶται ἡμῖν. So.: Das Sein aber und was sie sind und den Gegensatz zueinander und weiter auch das Wesen des Gegensatzes versucht unsere Seele selbst zu bearbeiten auf Grund eingehender Prüfung und gegenseitiger Vergleichung.
  Θε· πάνυ μὲν οὖν. Th.: Sicherlich.
  Σω· οὐκοῦν τὰ μὲν εὐθὺς γενομένοις πάρεστι φύσει So.: Drängt sich nun die Wahrnehmung des ersteren, nämlich alle Eindrücke,
186c αἰσθάνεσθαι ἀνθρώποις τε καὶ θηρίοις, ὅσα διὰ τοῦ σώματος παθήματα ἐπὶ τὴν ψυχὴν τείνει: τὰ δὲ περὶ τούτων ἀναλογίσματα πρός τε οὐσίαν καὶ ὠφέλειαν μόγις καὶ ἐν χρόνῳ διὰ πολλῶν πραγμάτων καὶ παιδείας παραγίγνεται οἷς ἂν καὶ παραγίγνηται;
die sich durch den Körper der Seele mitteilen, den Menschen und Tieren nicht gleich von Geburt ganz von selbst auf, während die Überlegungen darüber rücksichtlich des Seins und des Nutzens sich nur mit einiger Anstrengung und langsam durch viele Übungen und Unterweisung sich einstellen, wo sie sich überhaupt einstellen?
  Θε· παντάπασι μὲν οὖν.
Th.: Gewiss.
  Σω· οἷόν τε οὖν ἀληθείας τυχεῖν, ᾧ μηδὲ οὐσίας; So.: Ist es nun wohl dem Teil der Menschen (sc. dem Leb) möglich, die Wahrheit zu erfassen, der nicht einmal das Sein erfass?
  Θε· ἀδύνατον. Th.: Gewiss nicht.
  Σω· οὗ δὲ ἀληθείας τις ἀτυχήσει, ποτὲ τούτου ἐπιστήμων ἔσται; So.: Wer aber die Wahrheit in einer Sache verfehlt, der kann darüber noch neimals ein Wissen besitzen?
186d Θε· καὶ πῶς ἄν, ὦ Σώκρατες;
Th.: Unmöglich.
  Σω· ἐν μὲν ἄρα τοῖς παθήμασιν οὐκ ἔνι ἐπιστήμη, ἐν δὲ τῷ περὶ ἐκείνων συλλογισμῷ· οὐσίας γὰρ καὶ ἀληθείας ἐνταῦθα μέν, ὡς ἔοικε, δυνατὸν ἅψασθαι, ἐκεῖ δὲ ἀδύνατον. So.: In den sinnlichen Eindrücken also ist kein Wissen anzutreffen, wohl aber in dem darüber Erschlossenen (in dem, was der Verstand darüber ermittelt). Denn das Sein und die Wahrheit ist allem Anschein nach hier zu erfassen möglich, dort aber unmöglich.
  Θε· φαίνεται. Th.: So scheint es.
  Σω· ἦ οὖν ταὐτὸν ἐκεῖνό τε καὶ τοῦτο καλεῖς, τοσαύτας διαφορὰς ἔχοντε; So.: Können nun beide als gleich gelten trotz ihrer großen Unterschiede?
  Θε· οὔκουν δὴ δίκαιόν γε.
Th.: Das wäre nicht recht.
  Σω· τί οὖν δὴ ἐκείνῳ ἀποδίδως ὄνομα, τῷ ὁρᾶν ἀκούειν ὀσφραίνεσθαι ψύχεσθαι θερμαίνεσθαι; So.: Welchen Namen gibst du nun dem Sehen, Hören, Riechen, Frost und Wärme und was sonst dahin gehört?
186e Θε· αἰσθάνεσθαι ἔγωγε· τί γὰρ ἄλλο;
Th.: Wahrnehmen. Welchen sonst?
  Σω· σύμπαν ἄρ᾽ αὐτὸ καλεῖς αἴσθησιν; So.: Insgesamt also nennst du das Wahrnehmung?
  Θε· ἀνάγκη. Th.: Notwendig.
  Σω· ὧι γε, φαμέν, οὐ μέτεστιν ἀληθείας ἅψασθαι· οὐδὲ γὰρ οὐσίας. So.: Und dieses vermag unserer Behauptung zufolge, die Wahrheit nicht zu erfassen, weil auch nicht das Sein.
  Θε· οὐ γὰρ οὖν. Th.: Nein.
  Σω· οὐδ᾽ ἄρ᾽ ἐπιστήμης. So.: Also auch nicht das Wissen?
  Θε· οὐ γάρ. Th.: Nein.
  Σω· οὐκ ἄρ᾽ ἂν εἴη ποτέ, ὦ Θεαίτητε, αἴσθησίς τε καὶ ἐπιστήμη ταὐτόν. So.: Also, mein Theaitet, mit der Gleichsetzung von Wahrnehmung und Wissen wäre es nun zu Ende.
  Θε· οὐ φαίνεται, ὦ Σώκρατες. καὶ μάλιστά γε νῦν καταφανέστατον γέγονεν ἄλλο ὂν αἰσθήσεως ἐπιστήμη. Th.: So scheint es, mein Sokrates. Und jetzt erst ist die Verschiedenheit von Wahrnehmung und Wissen ganz klar geworden.
187a Σω· ἀλλ᾽ οὔ τι μὲν δὴ τούτου γε ἕνεκα ἠρχόμεθα διαλεγόμενοι, ἵνα εὕρωμεν τί ποτ᾽ οὐκ ἔστ᾽ ἐπιστήμη, ἀλλὰ τί ἔστιν. ὅμως δὲ τοσοῦτόν γε προβεβήκαμεν, ὥστε μὴ ζητεῖν αὐτὴν ἐν αἰσθήσει τὸ παράπαν ἀλλ᾽ ἐν ἐκείνῳ τῷ ὀνόματι, ὅτι ποτ᾽ ἔχει ἡ ψυχή, ὅταν αὐτὴ καθ᾽ αὑτὴν πραγματεύηται περὶ τὰ ὄντα.
So.: Aber nicht deshalb begannen wir unsere Unterredung, um zu finden, was das Wissen nicht ist, sondern was es ist. Gleichwohl sind wir doch so weit vorgedrungen, dass wir es in der Wahrnehmung überhaupt nicht suchen, sondern in dem wie immer genannten Zusatand der Seele, in dem sie sich befindet, wenn sie gabz auf sich gestellt sich mit den Dingen beschäftigt.
  Θε· ἀλλὰ μὴν τοῦτό γε καλεῖται, ὦ Σώκρατες, ὡς ἐγᾦμαι, δοξάζειν. Th.: Nun fürwahr, mein Sokrates, dafür ist wohl der Ausdruck "Meinen" der gebräuchlichste.
  Σω· ὀρθῶς γὰρ οἴει, ὦ φίλε. καὶ ὅρα δὴ νῦν πάλιν ἐξ So.: Richtig, mein Freund. Jetzt lösche nun alles Bisherige aus
187b ἀρχῆς, πάντα τὰ πρόσθεν ἐξαλείψας, εἴ τι μᾶλλον καθορᾷς, ἐπειδὴ ἐνταῦθα προελήλυθας. καὶ λέγε αὖθις τί ποτ᾽ ἐστὶν ἐπιστήμη.
und sieh zu, ob du schärfer siehst, nachdem du so weit vorgedrungen bist. Also noch einmal: Was ist Wissen?
  Θε· δόξαν μὲν πᾶσαν εἰπεῖν, ὦ Σώκρατες, ἀδύνατον, ἐπειδὴ καὶ ψευδής ἐστι δόξα· κινδυνεύει δὲ ἡ ἀληθὴς δόξα ἐπιστήμη εἶναι, καί μοι τοῦτο ἀποκεκρίσθω. ἐὰν γὰρ μὴ φανῇ προϊοῦσιν ὥσπερ τὸ νῦν, ἄλλο τι πειρασόμεθα λέγειν. Th.: Es schlechtweg Meinen zu nennen, mein Sokrates, ist unmöglich, da es auch falsche Meinung gibt. Wohl aber scheint die wahre Meinung Wissen zu sein, und dies soll denn jetzt auch meine Antwort sein. Denn wenn es im Fortgang der Untersuchung sich als unrichtig erweist, so werden wir, wie wir es jetzt tun, einen anderen Satz darüber aufstellen.
  Σω· οὕτω μέντοι χρή, ὦ Θεαίτητε, λέγειν προθύμως μᾶλλον, ἢ ὡς τὸ πρῶτον ὤκνεις ἀποκρίνεσθαι. ἐὰν γὰρ So.: Diese zuversichtliche Sprache, mein Theaitet, gefällt mir besser, als dein früheres zögerndes Antworten. Denn wenn wir
187c οὕτω δρῶμεν, δυοῖν θάτερα, ἢ εὑρήσομεν ἐφ᾽ ὃ ἐρχόμεθα, ἢ ἧττον οἰησόμεθα εἰδέναι ὃ μηδαμῇ ἴσμεν· καίτοι οὐκ ἂν εἴη μεμπτὸς μισθὸς ὁ τοιοῦτος. καὶ δὴ καὶ νῦν τί φῄς; δυοῖν ὄντοιν ἰδέαιν δόξης, τοῦ μὲν ἀληθινοῦ, ψευδοῦς δὲ τοῦ ἑτέρου, τὴν ἀληθῆ δόξαν ἐπιστήμην ὁρίζῃ;
so vorgehen, so werden wir entweder finden, worauf wir ausgehen, oder wir werden weniger in der Einbildung leben zuwissen, was wir doch durchaus nicht wissen. Doch aus das Letztere wäre kein schlechter Gewinn. Also was ist jetzt deine Meinung? Es gibt zwei Arten von Meinung, erstens wahre, zweitens falsche, und die wahre bestimmst du als Wissen?
  Θε· ἔγωγε· τοῦτο γὰρ αὖ νῦν μοι φαίνεται. Th.: Ja, das ist meine jetzige Ansicht.
    Übersetzung nach Otto Apelt

 

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Sententiae excerptae:w30
1602 Quaedam aperta sunt, quaedam obscura: aperta, quae sensu conprehenduntur, quae memoria; obscura, quae extra haec sunt. Ratio autem non impletur manifestis: maior eius pars pulchriorque in occultis est.
  Einiges ist klar, einiges dunkel. Klar ist, was mit dem Sinn und Gedächtnis aufgefasst wird, dunkel, was außerhalb dieses Gebietes liegt. Die Vernunft aber begnügt sich nicht mit dem, was augenfällig ist; ihr größerer und schönerer Teil hat es mit dem Verborgenen zu tun.
  Sen.epist.95,62
Literatur:
2 Funde
2387  Eberle, Stephan
Wahrnehmung und Bewegung bei Aristoteles : Grundlegung einer Untersuchung der Zeitstruktur kognitiver Prozesse
Essen : Verl. Die Blaue Eule, 1997
4384  Levinas, E.
Dialog
in: Christlicher Glaube in moderner Gesellschaft, TBd.1, (Herder) Freiburg, Basel, Wien, 1981
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