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Ursache - αἰτία
Zentrale Begriffe aus dem Bereich der griechischen Sprache und Geistesgeschichte

Ursache - αἰτία

 

Textstellen:

  1. Aus dem Lemma bei Liddell-Scott-Jones
  2. Aischyl.Eum. 579
  3. Plat.Phaid.96e-97b
  4. Aristot.Met.983a26-983b6

 

Verwandte Begriffe:
Aus dem Lemma bei Liddell-Scott-Jones
αἰτία
  1. Schuld, Beschuldigung, Vorwurf, Tadel
    1. αἰτίαν ἔχειν τινός (z.B. φόνου) - eines Vergehens beschuldigt, angeklagt werden  
      1. in eigentlicher Bedeutung:
        • zuerst bei Pindar und Herodot. Pindar ändert den Pelopsmythos so, dass er weniger Anstößiges über die Götter ausdrückt. Seine Begründung: Pind.Ol.1,35.: ἔστι δ' ἀνδρὶ φάμεν ἐοικὸς ἀμφὶ δαιμόνων καλά· μείων γὰρ αἰτία - es steht dem Manne an, Geziemendes über die Götter zu sagen; geringer ist dann der Vorwurf (die Schuld) 
        • Isagoras holt sich den Spartaner Kleomenes zu Hilfe. Ihm sagt man allerdings nach, er sei bei der Frau des Isagoras ein- und ausgegangen Herod.5,70: ἐπικαλέεται Κλεομένεα τὸν Λακεδαιμόνιον, γενόμενον ἑωυτῷ ξεῖνον ἀπὸ τῆς Πεισιστρατιδέων πολιορκίης· τὸν δὲ Κλεομένεα εἶχε αἰτίη φοιτᾶν παρὰ τοῦ Ἰσαγόρεω τὴν γυναῖκα.
        • Aischyl.Eum.579: αἰτίαν δ' ἔχω | τῆς τοῦδε μητρὸς τοῦ φόνου.
        • Soph.Ant.1312: Der Bote, der Kreon den Selbstmord seiner Frau berichtet, meldet ihm auch, dass sie ihn für alles verantwortlich macht:  Ὡς αἰτίαν γε τῶνδε κἀκείνων ἔχων | πρὸς τῆς θανούσης τῆσδ' ἐπεσκήπτου μόρων - Dass du an diesem und an jenem Leid die Schuld trägst, wurdest du von dieser Toten hier beschuldigt 
      2. in der forensischen Rede Vorwürfe, die nicht auf Beweisen beruhen (Ggstz.: ἔλεγχος), Dem.22,23 
      3. in positivem Sinn: 
        • εἰ μὲν γὰρ εὖ πράξαιμεν, αἰτία θεοῦ - Wenn es uns gut ginge, wäre es eines Gottes Verdienst: Aischyl.Hept.4; 
        • Plat.Theait.169a:  ἀλλ' ἴθι, ὦ ἄριστε, ὀλίγον ἐπίσπου, - Folge, mein Bester, ein wenig, bis wir wissen, ob du bei den geometrischen Figuren das Maß sein musst oder ob alle sowohl in der Astronomie als auch in sonst allem, worin du den Ruf genießt, überlegen zu sein, gleich dir sich dazu in der Lage sehen. 
      4. Protest. Kurz vor Beginn des Peloponnesischen Krieges tragen auf einer Versammlung in Sparta einzelne Städte ihre Beschwerden gegen Athen vor, zum Schluss die Korinther. Sie erklären die Haltung, aus der heraus sie ihre Rede halten: καὶ μηδεὶς ὑμῶν ἐπ' ἔχθρᾳ τὸ πλέον ἢ αἰτίᾳ νομίσῃ τάδε λέγεσθαι· αἰτία μὲν γὰρ φίλων ἀνδρῶν ἐστὶν ἁμαρτανόντων, κατηγορία δὲ ἐχθρῶν ἀδικησάντων - keiner von euch soll glauben, dass wir dies mehr aus Feindschaft als aus Protest sagen: Protest richtet sich nämlich gegen Freunde, die Fehler gemacht haben, Anklage aber gegen Feinde, die Unrecht begangen haben Thuk.1,69,6.
  2. Grund, Ursache, Veranlassung
    1. αἰτίαν ἔχειν τινός - man schreibt mir etwas zu, betrachtet mich als Ursache von etwas 
      1. Insbesondere will Herodot in seinem Werk darstellen, warum Griechen und Barbaren miteinander in Krieg zu führen begannen:  δι' ἣν αἰτίην ἐπολέμησαν Hdt. Prooem.
      2. Thukydides verwendet den Begriff ebenfalls zur Erklärung der Ursachen des Peloponnesischen Krieges. Er meint damit die Streitpunkte (τὰς διαφοράς) derentwegen der dreißigjährige Frieden zu Bruch ging. (διότι ἔλυσαν, τὰς αἰτίας, Thuk.1,23,5), also die offen (von der Propaganda) geäußerten äußeren Gründe im Gegensatz zu dem tieferen  unausgesprochenen Grund, der ἀληθεστάτη πρόφασις (Thuk.1,23,6)
      3. Sokrates fragt (Plat.Gorg.503b) Kallikles, ob er unter den alten Redner einen benennen kann, durch den die Athener Anlass hatten, besser zu werden (nach LSJ zu I1c zu ziehen: durch den die Athener anerkanntermaßen besser wurden) Τί δέ; τῶν παλαιῶν <ῥητόρων> ἔχεις τινὰ εἰπεῖν δι' ὅντινα αἰτίαν ἔχουσιν Ἀθηναῖοι βελτίους γεγονέναι, ἐπειδὴ ἐκεῖνος ἤρξατο δημηγορεῖν, ἐν τῷ πρόσθεν χρόνῳ χείρους ὄντες; ἐγὼ μὲν γὰρ οὐκ οἶδα τίς ἐστιν οὗτος.ᾇ
      4. Plat.Polit. 464b: τοῦ μεγίστου ἄρα ἀγαθοῦ τῇ πόλει αἰτία ἡμῖν πέφανται ἡ κοινωνία τοῖς ἐπικούροις τῶν τε παίδων καὶ τῶν γυναικῶν - Als Ursache des größten Segens für den Staat ist uns also die Kinder- und Frauengemeinschaft bei den Wächtern erschienen
      5. οὐδὲ ὀφείλομεν οἱ Λακεδαιμόνιοι μὴ κοινοῦ τινὸς ἀγαθοῦ αἰτίᾳ auch sind wir Spartaner nicht verpflichtet, außer um eines hohen gemeinsamen Zieles willen diejenigen zu befreien, die es nicht wollen
      6. vgl. Democr.83 , Plat.Tim.68e, Plat.Phaid.97a
    2. der philosophische Begriff der Ursache (= τὸ αἴτιον, Plat.Tim.28a: ohne αἴτιον keine γένεσις):
      1. Umschreibung der philosophischen Problemstellung bei Plat.Phaid.96e-97b
      2. Aristot.Met.983a26: τὰ δ' αἴτια λέγεται τετραχῶς (Vier Ursachen kann man angegeben) 
  3. Anlass zum Lied: Stoff, Motiv (Bild eines Seitenstromes, der den Hauptfluss mit frischem Wasser anreichert): εἰ δὲ τύχῃ τις ἔρδων, μελίφρον' αἰτίαν ῥοαῖσι Μοισᾶν ἐνέβαλε - wenn einer Erfolg hat im Tun, lässt er honigsüßen Anlass in den Liedstrom der Musen einmünden
  4. Kategorie, unter der etwas steht: Dem.23,75.
  5. rechtliche Stellung: Ev.Matt.19,10 erklärt Jesus in Verschärfung der Gesetze des Moses, es sei (außer im Falle von Unzucht) Ehebruch, seine Frau zu entlassen und wieder zu heiraten. Darauf antworten die Jünger:  λέγουσιν αὐτῷ οἱ μαθηταὶ [αὐτοῦ], Εἰ οὕτως ἐστὶν ἡ αἰτία τοῦ ἀνθρώπου μετὰ τῆς γυναικός, οὐ συμφέρει γαμῆσαι - wenn die Rechtsstellung des Mannes zu seiner Frau so ist, lohnt es nicht zu heiraten.

 

 

Aischyl.Eum.579
Apollon erscheint neben dem Muttermörder Orestes vor dem Areopag in Athen. Er bezeichnet sich selbst als verantwortlich für den Mord, er hat ihn veranlasst. Also will er jetzt als Zeuge und Anwalt des Orestes auftreten. Am Schluss spricht er Athene an
 Ἀπ.
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καὶ μαρτυρήσων ἦλθον - ἔστι γὰρ νόμῳᾇ
ἱκέτης ὅδ' ἁνὴρ καὶ δόμων ἐφέστιος
ἐμῶν, φόνου δὲ τῷδ' ἐγὼ καθάρσιος -
καὶ ξυνδικήσων αὐτός· αἰτίαν δ' ἔχω
τῆς τοῦδε μητρὸς τοῦ φόνου. σὺ δ' εἴσαγε
ὅπως [τ'] ἐπίστᾳ τήνδε κύρωσον δίκην.
Sowohl als Zeuge kam ich - ist nach Recht und Brauch | Mein Schützling dieser Mann doch, meines Hausaltars | Genoss, und seines Mordes ward ich Entsühner ihm - | Wie auch zugleich als Anwalt; Ursach gab ich ja | Zu dieses Muttermordes Tat. Du leite ein | Und, wie du's kannst, führ zur Entscheidung dies Gericht! [Üb.: O.Werner]

.

Plat.Phaid.96e-97b
Die Ursachenfrage in Platons Phaidon: Sokrates umreißt in einem Rückblick auf seinen philosophischen Werdegang, wie sich ihm das Problem der Ursache von Werden und Vergehen stellte (ἓν... δι' ὅτι γίγνεται ἢ ἀπόλλυται ἢ ἔστι). An den hier ausgezogenen Text schließt sich im Zusammenhang die Schilderung seiner Begegnung mit der Aitiologie des Anaxagoras an, wie er am Anfang begeistert und schließlich enttäuscht war. Platon führt die Lösung dieser Fragen zu seiner Ideenelehre. Aristoteles findet eine irdischere Lösung. 
 
Νῦν δὲ δή, ἔφη ὁ Κέβης, τί σοι δοκεῖ περὶ αὐτῶν;
Πόρρω που, ἔφη, νὴ Δία ἐμὲ εἶναι τοῦ οἴεσθαι περὶ τούτων του τὴν αἰτίαν εἰδέναι, ὅς γε οὐκ ἀποδέχομαι ἐμαυτοῦ οὐδὲ ὡς ἐπειδὰν ἑνί τις προσθῇ ἕν, ἢ τὸ ἓν ᾧ προσετέθη δύο γέγονεν, [ἢ τὸ προστεθέν], ἢ τὸ προστεθὲν καὶ ᾧ προσετέθη διὰ τὴν πρόσθεσιν τοῦ ἑτέρου τῷ ἑτέρῳ δύο ἐγένετο·
Und jetzt, sprach Kebes, was dünkt dich hiervon?
     Dass ich, sagte er, beim Zeus, gar weit entfernt bin, auch nur zu glauben, dass ich zu irgend etwas hiervon die Ursache wisse, da ich mir ja das nicht einmal gelten lasse, dass, wenn jemand eins zu einem hinzunimmt, dann entweder das eine, zu welchem hinzugenommen worden, zwei geworden ist, oder das Hinzugenommene und das, zu welchem hinzugenommen worden, eben weil eins zu dem andern hinzugekommen, zwei geworden ist. 
θαυμάζω γὰρ εἰ ὅτε μὲν ἑκάτερον αὐτῶν χωρὶς ἀλλήλων ἦν, ἓν ἄρα ἑκάτερον ἦν καὶ οὐκ ἤστην τότε δύο, ἐπεὶ δ' ἐπλησίασαν ἀλλήλοις, αὕτη ἄρα αἰτία αὐτοῖς ἐγένετο τοῦ δύο γενέσθαι, ἡ σύνοδος τοῦ πλησίον ἀλλήλων τεθῆναι. οὐδέ γε ὡς ἐάν τις ἓν διασχίσῃ, δύναμαι ἔτι πείθεσθαι ὡς αὕτη αὖ αἰτία γέγονεν, ἡ σχίσις, τοῦ δύο γεγονέναι· ἐναντία γὰρ γίγνεται ἢ τότε αἰτία τοῦ δύο γίγνεσθαι.
Denn ich wundere mich, wie doch, als jedes für sich war, jedes von ihnen eines gewesen sein soll und sie damals nicht zwei waren, nun sie aber einander nahegekommen sind, dieses die Ursache gewesen ist, dass sie zwei geworden sind, die Vereinigung, dass man sie neben einander gestellt hat. Und ebenso wenig, wenn jemand eines zerspaltet, kann ich mich noch überreden, dass wiederum dieses, die Spaltung, Ursache geworden ist, dass zwei geworden sind. Denn dies wäre ja eine ganz entgegengesetzte Ursache des Zweiwerdens als damals: 
τότε μὲν γὰρ ὅτι συνήγετο πλησίον ἀλλήλων καὶ προσετίθετο ἕτερον ἑτέρῳ, νῦν δ' ὅτι ἀπάγεται καὶ χωρίζεται ἕτερον ἀφ' ἑτέρου. οὐδέ γε δι' ὅτι ἓν γίγνεται ὡς ἐπίσταμαι, ἔτι πείθω ἐμαυτόν, οὐδ' ἄλλο οὐδὲν ἑνὶ λόγῳ δι' ὅτι γίγνεται ἢ ἀπόλλυται ἢ ἔστι, κατὰ τοῦτον τὸν τρόπον τῆς μεθόδου, ἀλλά τιν' ἄλλον τρόπον αὐτὸς εἰκῇ φύρω, τοῦτον δὲ οὐδαμῇ προσίεμαι.
damals nämlich, weil sie einander näher gebracht wurden und eines zum andern hinzugesetzt, nun aber, weil eines vom andern hinweggeführt und getrennt wird. Auch nicht, warum eines wird, getraue ich mich noch zu wissen, noch sonst irgend etwas mit einem Wort, warum es wird oder vergeht oder ist, nämlich nach dieser Art und Weise der Untersuchung, sondern ich mische mir eine andere auf gut Glück zusammen, diese aber lasse ich auf keine Weise gelten. 

     [Üb.: Schleiermacher]

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Aristot.Met.983a26-983b6
Die vier αἰτίαι (Prinzipien) des Aristoteles. Mit diesem Abschnitt leitet er seinen doxographischen Abriss der vorsokratischen Lehrmeinungen ein: Wichtig dabei ist: 
  1. es geht ihm dabei nicht um eine umfassende Würdigung der Vorsokratiker, wie es in der Regel unser Interesse ist, wenn wir ihn als Quelle benutzen: er behandelt sie ausschließlich unter dem Aspekt seiner eigenen Prinzipienlehre;
  2. er begründet den doxographischen Exkurs und reflektiert das Spannungsverhältnis, das sich daraus ergibt, mit der Bemerkung, er verspreche sich einen Gewinn für seine eigene Untersuchung: ἐπελθοῦσιν οὖν ἔσται τι προὔργου τῇ μεθόδῳ τῇ νῦν. Den erwarteten Gewinn fasst er in die Alternative: 
    • entweder eine Erweiterung meiner Ergebnisse (ἢ... ἕτερόν τι γένος εὑρήσομεν αἰτίας)
    • oder eine Bestätigung meiner Ergebnisse (ἢ ταῖς νῦν λεγομέναις <αἰτίαις> μᾶλλον πιστεύσομεν)
 1
Ἐπεὶ δὲ φανερὸν ὅτι τῶν ἐξ ἀρχῆς αἰτίων δεῖ λαβεῖν ἐπιστήμην [τότε γὰρ εἰδέναι φαμὲν ἕκαστον, ὅταν τὴν πρώτην αἰτίαν οἰώμεθα γνωρίζειν], τὰ δ' αἴτια λέγεται τετραχῶς, ὧν μίαν μὲν αἰτίαν φαμὲν εἶναι τὴν οὐσίαν καὶ τὸ τί ἦν εἶναι [ἀνάγεται γὰρ τὸ διὰ τί εἰς τὸν λόγον ἔσχατον, αἴτιον δὲ καὶ ἀρχὴ τὸ διὰ τί πρῶτον], ἑτέραν δὲ τὴν ὕλην καὶ τὸ ὑποκείμενον, τρίτην δὲ ὅθεν ἡ ἀρχὴ τῆς κινήσεως, τετάρτην δὲ τὴν ἀντικειμένην αἰτίαν ταύτῃ, τὸ οὗ ἕνεκα καὶ τἀγαθόν [τέλος γὰρ γενέσεως καὶ κινήσεως πάσης τοῦτ' ἐστίν]
Denn offenbar müssen wir ein Wissen von den anfänglichen Ursachen gewinnen; [nur dann können wir nämlich behaupten, jedes Einzelne zu wissen, wenn wir seine anfängliche Ursache zu kennen glauben]. Von Ursachen spricht man aber in vierfacher Bedeutung: eine Ursache bezeichnen wir als "Wesen" und "Was-Sein" [denn das Warum wird letztlich auf den Begriff zurückgeführt, Ursache und Prinzip sind aber das erste Warum]; eine weitere (Ursache bezeichnen wir) als "Stoff" und "Substrat"; die dritte gibt an, woher das Prinzip der Bewegung stammt und die vierte Ursache, die dieser entgegengesetzt ist, gibt das Weswegen und das Gute an [denn dies ist das Ziel jeden Werdens und jeder Bewegung] 
 
τεθεώρηται μὲν οὖν ἱκανῶς περὶ αὐτῶν ἡμῖν ἐν τοῖς περὶ φύσεως, ὅμως δὲ παραλάβωμεν καὶ τοὺς πρότερον ἡμῶν εἰς ἐπίσκεψιν τῶν ὄντων ἐλθόντας καὶ φιλοσοφήσαντας περὶ τῆς ἀληθείας. δῆλον γὰρ ὅτι κἀκεῖνοι λέγουσιν ἀρχάς τινας καὶ αἰτίας· ἐπελθοῦσιν οὖν ἔσται τι προὔργου τῇ μεθόδῳ τῇ νῦν· ἢ γὰρ ἕτερόν τι γένος εὑρήσομεν αἰτίας ἢ ταῖς νῦν λεγομέναις μᾶλλον πιστεύσομεν.
Wir haben dies hinreichend in den Büchern "Über die Natur" betrachtet; gleichwohl wollen wir auch die hinzunehmen, die sich vor uns der Untersuchung des Seienden zugewandt und über die Wahrheit philosophiert haben, denn offenbar benennen auch jene Prinzipien und Ursachen. Wenn wir uns ihnen zuwenden, werden wir also einen Gewinn für unseren jetzigen Untersuchungsgang erzielen, denn entweder werden wir eine andere Art Ursache vorfinden oder wir werden den hier genannten mehr vertrauen. 

Unmittelbar im Anschluss an diesen Text folgt Thales 11A12.

Sententiae excerptae:
w35
1921 Destruet istas idem, qui posuit, moles deus.
  Vernichten wird diesen Koloss der Gott, der sie schuf.
  Petron.121,1,8f.
Literatur:

4 Funde
1209  Altheim, F.
Krise der Alten Welt im 3. Jahrhundert n. Zw. und ihre Ursachen - Mit Beiträgen von E. Trautmann-Nehring (nur Bd. I und III erschienen)I.: Die außerrömische Welt; III.: Götter und Kaiser
Berlin 1943
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1212  Altheim, F.
Der Niedergang der alten Welt. Eine Untersuchung der Ursachen. I-II
Frankfurt am Main (Vittorio Klostermann) 1952
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1219  Altheim, F.
Von den Ursachen der Größe Roms (Römertum)
in: Oppermann:Römert., WBG 1967 (WdF 18)
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2405  Kappes, M.
Die Aristotelische Lehre über Begriff und Ursache der κίνησις. EIne naturphilosophische Studie
Bonn (Diss. Freiburg) 1887
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