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Cornelius Nepos


Liber de excellentibus ducibus exterarum gentium - Buch von den ausgezeichneten Heerführern

 
Inhalt und Prolog

 

 

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Inhalt
  1. Miltiades
  2. Themistokles
  3. Aristeides
  4. Pausanias
  5. Kimon
  6. Lysandros
  7. Alkibiades
  8. Thrasybulos
  9. Konon
  10. Dion
  11. Iphikrates
  12. Chabrias
  13. Timotheos
  1. Datames
  2. Epameinondas
  3. Pelopidas
  4. Agesilaos
  5. Eumenes
  6. Phokion
  7. Timoleon
  8. Von den Königen
  9. Hamilcar
  10. Hannibal
  11. M.Porcius Cato
  12. T.Pomponius Atticus
  13. Fragmente
Prologus
Vorwort
Excusat Nepos suum scripturae genus nonullarumque, quas affert, rerum levitatem multis rebus docens Graecorum et Romanorum mores inter se differre.
(1,1) Non dubito fore plerosque, Attice, qui hoc genus scripturae leve et non satis dignum summorum virorum personis iudicent, cum relatum legent, quis musicam docuerit Epaminondam, aut in eius virtutibus commemorari, saltasse eum commode scienterque tibiis cantasse. (1,2) sed ii erunt fere, qui expertes litterarum Graecarum nihil rectum, nisi quod ipsorum moribus conveniat, putabunt. (1,3) hi si didicerint non eadem omnibus esse honesta atque turpia, sed omnia maiorum institutis iudicari, non admirabuntur nos in Graiorum virtutibus exponendis mores eorum secutos. (1,4) neque enim Cimoni fuit turpe, Atheniensium summo viro, sororem germanam habere in matrimonio, quippe cum cives eius eodem uterentur instituto. at id quidem nostris moribus nefas habetur. laudi in Creta ducitur adulescentulis quam plurimos habuisse amatores. nulla Lacedaemoni vidua tam est nobilis, quae non ad cenam eat mercede conducta. (1,5) magnis in laudibus tota fere fuit Graecia victorem Olympiae citari, in scaenam vero prodire ac populo esse spectaculo nemini in eisdem gentibus fuit turpitudini. quae omnia apud nos partim infamia, partim humilia atque ab honestate remota ponuntur. (1,6) contra ea pleraque nostris moribus sunt decora, quae apud illos turpia putantur. quem enim Romanorum pudet uxorem ducere in convivium? aut cuius non mater familias primum locum tenet aedium atque in celebritate versatur? (1,7) quod multo fit aliter in Graecia. nam neque in convivium adhibetur nisi propinquorum, neque sedet nisi in interiore parte aedium, quae gynaeconitis appellatur, quo nemo accedit nisi propinqua cognatione coniunctus. (1,8) sed hic plura persequi cum magnitudo voluminis prohibet, tum festinatio, ut ea explicem, quae exorsus sum. quare ad propositum veniemus et in hoc exponemus libro de vita excellentium imperatorum.
Ohne Zweifel, mein Atticus, wird es sehr viele geben, die diese Gattung geschichtlicher Darstellung für unbedeutend und der Person so großer Männer nicht für würdig genug erachten, wenn sie erzählt lesen, wer den Epameinondas die Musik gelehrt hat, oder wenn unter seinen Vorzügen erwähnt wird, dass er ein gewandter Tänzer und geschickter Flötenspieler gewesen sei. Doch werden das größerenteils solche sein, die ohne Kenntnis der griechischen Literatur nichts für recht halten wollen, was nicht mit ihren eigenen Sitten übereinstimmt. Kommen diese zu der Einsicht, dass nicht allen das Gleiche für anständig und unanständig gilt, sondern dass sich das Urteil jedes Mal nach dem Brauch der Vorfahren richtet, so werden sie sich nicht wundern, dass ich bei Schilderung vorzüglicher Eigenschaften von Griechenland auch deren Sitten zur Richtschnur genommen habe. Für Kimon zum Beispiel, diesen so ausgezeichneten Athener, war es keineswegs schimpflich, seine leibliche Schwester zum Weib zu haben, da es nämlich so bei seinen Mitbürgern Brauch war. Dagegen wird eben dies nach unseren Sitten für frevelhaft gehalten. In Creta gereicht es den Jünglingen zur Ehre, so viele Liebhaber als möglich zu haben; zu Lakedaimon gibt es keine so vornehme Witwe, die nicht durch Lohn gedungen zur Mahlzeit käme; zu den ruhmvollsten Dingen fast in ganz Griechenland gehört es, als Sieger zu Olympia aufgerufen zu werden; ja, die Bühne zu betreten und dem Volk zum Schauspiel zu dienen galt für niemand unter diesen Stämmen für schimpflich: lauter Dinge, die bei uns teils für entehrend, teils für gemein und dem Anstand zuwider angesehen werden. Andererseits ist sehr vieles nach unseren Sitten wohlanständig, was bei jenen für anstößig gilt. Welcher Römer zum Beispiel scheut sich, sein Weib zu einem Gastmahl zu bringen? Oder wessen Hausfrau hat nicht den vordersten Teil des Hauses inne und verkehrt nicht unter dessen zahlreichen Besuchern? Ganz anders in Griechenland: Dort wird sie weder zu einem Gastmahl gezogen, außer unter Verwandten, noch hat sie ihren Sitz anderswo als im inneren Teil des Hauses, dem so genannten Frauengemach, wohin außer den nächsten Anverwandten niemand Zutritt hat. Doch mehr hier aufzuzählen, hält mich der große Umfang meines Werkes ab, dann auch der Drang, das zu entwickeln, was ich begonnen habe. Ich gehe also an mein Vorhaben und will in diesem Buch das Leben ausgezeichneter Feldherrn erzählen.
   
  Übersetzung: nach J. Siebelis bearbeitet von E.Gottwein
Sententiae excerptae:
w37
Literatur:

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