-
Gaius war ein guter Offizier, Redner und Staatsmann.
Außerdem gehörte er zu den hervorragenden römischen
Historikern, die auch in der Politik eine große
Rolle gespielt haben. Er schrieb "annales" ,
in denen er sowohl von den Anfängen schrieb, wie
der Titel aussagt. Aber er hat auch die Zeitgeschichte
berücksichtigt und in ihr vor allem Scipio
verteidigt und herausgehoben.
146 v. Chr. hat er zusammen mit Tiberius Gracchus als
erster die Mauern Karthagos
bestiegen.
142 / 141 v. Chr. kämpfte er in Spanien.
122 v. Chr. erlangte er das Konsulat durch den Einfluß
des Gaius Gracchus. Als dieser jedoch dem Senat den Antrag
stellte, den Latinern das volle Bürgerrecht und den
Italikern das latinische Bürgerrecht zu übertragen,
distanzierte sich Gaius
Fannius von der Partei des Gracchus.
Er war der Schwiegersohn des Laelius,
von dem im Folgenden noch mehr berichtet wird. Cicero
lässt ihn an keiner Stelle der überlieferten
Teile reden, sondern erwähnt ihn nur namentlich.
-
Er wurde etwa um 190 v. Chr. geboren und wurde als Offizier,
Staatsmann und Redner bekannt. Er wurde 145 v. Chr. Prätor
und 140 v. Chr. ernannte man ihn zum Konsul.
Durch seine Freundschaft mit dem jüngeren Scipio
und durch seine kluge Denkart und seine philosophischen
Interessen, die ihn zu den Stoikern hinzogen, war er ebenfalls
ein Mitglied des Scipionenkreis.
Gaius
Fannius und Quintus
Mucius Scaevola waren seine Schwiegersöhne.
Er überlebte Scipio,
unter dem er General im dritten punischen Krieg war, und
hielt ihm eine Grabrede, die wie andere Reden von ihm
bekannt wurde. Er ist hauptsächlicher Gesprächspartner
vom jüngeren Scipio
in „ de re publica „. Außerdem wird er von Cicero
als beliebter Dialogpartner in seinen Werken "de
senectute" und "Laelius: de amicitia" gebraucht.
Dieser würdigte ihn, indem er ihm in seiner Schrift
" Laelius: de amicitia" (Dialog über die
Freundschaft) ein Denkmal setzt.
Cicero spricht folgende rühmende Worte über
ihn im Vergleich zu Scipio
: " Wie niemand auf Grund kriegerischen Ruhms an
Africanus heranlangen kann, worin freilich auch gerade
Laelius
im Krieg gegen Viriathus, wie wir gefunden, ungewöhnlich
gewesen ist, so gibt man in Hinsicht auf Genie, Bildung,
Beredsamkeit und Weisheit schließlich, wenn auch
beiden eine erste so doch die führende Rolle gern
dem Laelius."
Gaius
Laelius Sapiens starb schließlich hoch betagt.
-
Er war Staatsmann, vorzüglicher Rechtskenner und
hervorragender Jurist. 149 v. Chr. wurde er zum Konsul
gewählt.
Seine juristischen Werke veröffentlichte er unter
dem Titel : "Monumenta, Sammlung der angeblichen
Gesetze von Numa." Scipio
diente unter ihm als Tribun. In seiner Zeit als Konsul
belagerte er vergeblich die Stadt Karthago.
-
Er hatte sich den Stoikern zugewandt. 146 v. Chr. begleitete
er seinen Bruder L.
Mummius Achaicus als Legat bei der Eroberung und Zerstörung
von Korinth.
Mummius
war Kenner der griechischen Sprache und Kultur, außerdem
Anhänger des Stoikers Panaitios.
Gaius
Laelius Sapiens und Scipio
Africanus der Jüngere zählten zu seinen Freunden.
-
Auch seine Stärke lag in der Politik, er war hervorragender
Staatsmann und Redner. Im Jahre 136 v. Chr. wurde er zum
Konsul gewählt.
Seine Interessensgebiete lagen in der Philosophie und
Wissenschaft, besonders die Astronomie begeisterte ihn.
Nach Ciceros Meinung , die er in seinem Werk " Brutus"
( 108 ) niederschrieb, war Lucius
Furius Philus ein Mann, der sehr reines Lateinisch
sprach und dies gebildeter tat als die anderen.
Er war auch Freund des Scipio
Africanus der Jüngere und des Gaius
Laelius Sapiens und gehörte somit zum Scipionenkreis.
-
Er wurde etwa um 156 geboren. Zu seinen Idolen und Lehrern
zählte der griechische Philosoph Panaitios.
Publius war hochgebildeter Staatsmann und wurde 105 v.
Chr. zum Konsul ernannt. Auf der Schule des Publius
Mucius Scaevola lernte er die Juristik und war dazu
noch Historiker und Redner. Seine engen Freunde waren
wiederum Gaius
Laelius Sapiens und Scipio
Africanus der Jüngere. Auch er war Mitglied des
berühmten Scipionenkreises.
Er gehört zu den Römern die das von Panaitios
gelehrte Ideal mit dem römischen Wesen verschmelzen
ließen und in die Tat umsetzten.
94 v. Chr. half er dem Prokonsul Publius
Mucius Scaevola , als Legat in der Provinz Kleinasien
zu regieren und beseitigte die Fehler der Provinzverwaltung.
Er wurde deswegen angeklagt und die Richter verurteilten
ihn, wahrscheinlich 92 v. Chr., und schickten ihn in Verbannung.
Sein Exil wählte er in der Provinz Mytilene,
die er 94 v. Chr. ausgeplündert haben soll, wurde
dort jedoch recht herzlich willkommen geheißen.
Später reiste er nach Smyrna. Hier besuchte ihn Cicero
78 Chr. , der sich durch Publius eine Brücke zum
Scipionenkreis erhoffte, der das Ideal verkörperte
dem er nachstrebte. Cicero erfuhr von dem einzigen noch
lebenden engen Freund des Scipio
von dem Inhalt des Gesprächs, das er in „ de re publica
„ dargestellt hat.
Im Exil arbeitete Rutilius
Rufus an seinen Studien und gab eine Autobiografie
( „ de vita sua „ ) und eine Geschichtsdarstellung in
griechischer Sprache heraus. Von Cicero wurden seine Reden
gerühmt, an denen er jedoch ihre unpopuläre
trockene Form tadelte.
Publius
Rutilius Rufus starb 75 v. Chr.
-
Quintus war bedeutender Staatsmann und Jurist. Sein Vater
lehrte ihn in der Rechtspraxis und der Stoiker Panaitios
von Rhodos unterrichtete ihn in Philosophie.
120 v. Chr. wurde er Verwalter der Provinz Asien. Bei
seiner Rückkehr nach Rom wurde er wegen Erpressung
angeklagt, verteidigte sich aber selbst erfolgreich. Woraufhin
er dann
117 v. Chr. zum Konsul gewählt wurde. Er lehrte
mehrere Jahre lang Cicero die Rechtspraxis. Quintus war
der Cousin von Publius
Mucius Scaevola Pontifex , der die wissenschaftlichen
Studien von römischem Recht gründete. Cicero
lernte durch ihn Laelia, die Tochter des Gaius
Laelius Sapiens kennen und schuf sich so wiederum
eine Verbindung zum Scipionenkreis.
88 v. Chr. verteidigte er Gaius Marius im Senat, indem
er nicht dafür abstimmte, ihn als Staatsfeind zu
erklären.
Der Inhalt der Schrift „ Laelius: de amicitia „ von Cicero,
soll angeblich von P.
Mucius Scaevola kommen. Er tritt auch in Ciceros Werk
„ de oratore „ auf. In dem Gespräch „ de re publica
„ wird er zwar namentlich genannt, hat aber keine sprechende
Rolle in dem erhaltenen Stück des Textes.
-
Er wurde circa 185 v. Chr. geboren und war Sohn des Lucius
Aemilius Paulus und seiner ersten geschiedenen Frau Papira.
Von seinen drei Schwestern wurde eine mit Quintus
Aelius Tubero, und die andere mit M. Porcius Cato
verheiratet. Später adoptierte ihn Scipio Africanus
der Ältere.
Publius war einer der hervorragendsten Staatsmänner
und Feldherren Roms.
168 v. Chr. begleitete er seinen Vater im Krieg gegen
Perseus und zeichnete sich dort im Makedonienfeldzug aus.
151 v. Chr. wurde er Militärtribun in Spanien,
wo er nicht nur wegen seiner militärischen Erfolge
auffiel, sondern auch wegen seines diplomatischen Geschicks.
Er regelte dort die Erbfolge der drei Söhne des sterbenden
Masinissa.
Bei Ausbruch des dritten punischen Krieges wurde er auf
Grund seiner Beliebtheit bei Militär und Volk 147
v. Chr. zum Konsul gewählt, obwohl er noch nicht
42 Jahre alt war und der Senat dagegen war. Man übertrug
ihm gleichzeitig auch den Oberbefehl über die römischen
Truppen. 146 v. Chr. eroberte er Karthago
nach langen, schweren Kämpfen und machte es dem Erdboden
gleich. Dadurch bewies er, dass er den Beinamen Africanus
zu Recht trug.
142 v. Chr. wurde er durch die Gunst des Volkes zum Zensor
gewählt und begab sich
141 v. Chr. auf eine Gesandtschaftsreise nach Ägypten
und Usien. 134 v. Chr. wurde er zum zweiten Mal zum Konsul
ernannt, um den Oberbefehl in Spanien
zu übernehmen und beendete dort 133 v. Chr. den Krieg
mit der Eroberung und Zerstörung der Stadt Numantia.
Hierdurch erlangte er seinen zweiten Beinamen Numantius.
Trotz seiner verwandtschaftlichen Beziehungen zu Tiberius
Gracchus war er überzeugter Aristokrat und heftiger
Gegner seiner Reformbewegungen.
129 v. Chr. starb Scipio,
der angeblich durch Anhänger des Tiberius Gracchus
ermordet wurde
Mit seinem Scipionenkreis und den beiden Griechen Polybios,
dem Historiker und Panaitios,
dem stoischen Philosoph wollte er die griechische Kultur
nach Rom bringen, um so dem imperium romanum neben seiner
politischen auch eine geistesgeschichtliche Sendung zu
übertragen.
Er ist Wortführer des Gesprächs in „ de re
publica „ und tritt auch in „ Laelius: de amicitia „ als
Verkörperung eines idealen römischen Menschentums
auf, denn bei ihm fand zum ersten Male eine Verschmelzung
des griechischen mit dem römischen Geistes statt.
Für Cicero war er der beste Vertreter seiner Gedanken,
den er in dieser Zeit finden konnte.
-
Er wurde durch die Hochzeit mit einer der drei Schwestern
des Scipio
zu dessen Schwager.
Vor allem aber war er Redner, Jurist und Politiker. 129
v. Chr. wählte man ihn zum Volkstribun. Außerdem
war er ein enger Freund des Stoikers Panaitios
und damit auch überzeugter Stoiker, fiel aber wegen
seiner zur Schau getragenen Armut durch die Bewerbung
zum Amt des Prätors durch.
Panaitios nannte ihn in mehreren seiner Schriften. Aber
Cicero schätzte seinen Charakter, der ihn von seinem
Verwandten und Freund Gaius Gracchus abhob, aber nicht
seine Beredsamkeit.
Die stoische Verachtung alles Äußeren hatte
seinem Stil nicht gut getan, den Cicero als hart, ungepflegt
und struppig beschrieb.