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Erziehung in Rom:
- keine staatlichen Schulen; Privatlehrer teuer --> Bildungsprivileg
der Reichen
- Schulfächer:
Schreiben, Lesen, Grammatik, Aufsatzlehre, wenig Mathematik,
Lesen lateinischer und griechischer Klassiker, Rhetorik
- tirocinium fori ("Lehrzeit auf dem Forum"):
Junge Männer schlossen sich dem Gefolge eines angesehenen
und kenntnisreichen Mannes an, um von seinem Vorbild zu
lernen (besonders Jurisprudenz).
- oft Studium in Griechenland: Philosophie oder Medizin
(Vgl. Harms, Bernhard: Auguren, Ahnen, Aquädukte, 8.179-181)
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Ciceros Ausbildung
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Ciceros Ausbildung in Rom:
- bis 91 v.Chr.: Schulunterricht durch den Redner L.
Licinius Crassus
- 90 v.Chr. toga virilis: Eintritt ins Erwachsenenalter,
Eintragung in die Bürgerliste auf dem Forum, Beginn
des tirocinium fori: Cicero wird Zeuge der Politik
auf dem Forum und im Senat, lernt die politische Praxis
kennen
- 91-87 v.Chr.: Cicero lernt beim Auguren
Q. Mucius Scaevola
Rechtswissenschaft
==> Scipionenkreis:
Um den jüngeren Scipio Africanus
(185-129 v.Chr., Besieger Karthagos)
hatte sich ein Kreis führender Männer - Griechen
und Römer - gebildet.
==> geistige und kulturelle Aufgeschlossenheit, Begegnung
des Römischen mit dem Hellenentum ==> humanitas;
Cicero fühlt sich ihnen geistig verwandt ==>
"de re publica"
- Scipio Africanus
- Panaitios: griechischer Philosoph, Stoiker
- Polybios: griechischer Historiker
- Laelius: Schwiegervater des Scaevola
- Rutillus Rufus
- 87-82 v.Chr.: Rechtswissenschaft beim Pontifex
Maximus Q. Mucius Scaevola
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Ciceros Studienreise nach Griechenland (79-77
v.Chr.):
- Rhetorikunterricht bei Apollonios
Molon auf Rhodos
- philosophische Schulung:
(zu Stoa und Epikur vgl. Harms, Bernhard: Auguren, Ahnen,
Aquädukte, S.87-89)
- auf Rhodos: Poseidonios
(mittlere Stoa)
- in Athen: Antiochos von
Askalon (Leiter der platonischen
Akademie)
Phaidros und Zenon
(Epikureer)
- Cicero war bereits durch Philon
von Larisa, der 88 v. Chr. nach Rom kam, von
der platonischen Philosophie geprägt; ihn hat er
immer als seinen philosophischen Lehrer verehrt. ==>
Haltung der akademischen Skepsis,
frei von Dogmatik, kritisches Denken: Man kann nicht
das Wahre erkennen, sondern nur das Wahrscheinliche;
eigenes Prüfen und Forschen ist wichtig.
- in Smyrna: römischer Konsular P.
Rutillus Rufus (==> Scipionenkreis); er lebt
dort gelassen in der Verbannung, beschäftigt sich
mit philosophischen und wissenschaftlichen Studien.
Cicero ist kein widerspruchsloser Anhänger einer Philosophenschule,
sondern neigt zum Eklektizismus (man sucht sich aus verschiedenen
Lehrsystemen die Gedanken, die einem zusagen): er ist besonders
von der Stoa und der platonischen Akademie beeinflusst.
Quellen:
- Giebel, Marion: Marcus Tullius Cicero mit Selbstzeugnissen
und Bilddokumenten. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch
1977.
- Harms, Bernhard: Auguren, Ahnen, Aquädukte. Die römische
Kultur in Entwicklung und Struktur. 3. Auflage. Leer/Ostfriesland:
Grundlagen und Praxis 1986.
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