| Ἅπαντα δυσχέρεια, τὴν αὑτοῦ φύσιν ὅταν λιπών τις δρᾷ τὰ μὴ προσεικότα. Soph.Phil.902f) |
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Zu groß, zu schwer wird alles, wenn der Mensch, sich
selbst |
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Bild- und Textquelle: H.Roscher, III2, Sp. 2334f. |
Seinen Philoktet führte Sophokles 409 v.Chr. auf. Der Stoff war den Zuschauern nicht, wie man meinen könnte, aus der Ilias Homers vorgegeben, - dort gibt es nur wenige Hinweise - sondern aus anderen, uns verlorenen Werken: den Kyprien, der Kleinen Ilias, einem Dithyrambos des Bakchylides und dem gleichnamigen Stück des Aischylos, von dem wir so gut wie nichts wissen. Euripides hatte ebenfalls, schon 431 v.Chr., einen (verlorenen) Philoktet (zusammen mit der Medeia) auf die Bühne gebracht. Aufschlussreich ist trotz seiner Lücken ein Vergleich der drei Tragödien durch Dion Chrysostomos (or.52). Bei Euripides gibt Philoktet dem Werben des Odysseus und des Diomedes nach, weil seine nationalgriechische Einstellung (zu Beginn des Peloponnesischen Krieges durchaus noch verständlich) über seine persönliche Verbitterung obsiegt. Eine Neuerung des Sophokles war die Besetzung des Chores: Bei Aischylos und Euripides bilden Bürger von Lemnos den Chor. Bei Sophokles ist Philoktets Isolation auf die Spitze getrieben: Lemnos ist unbewohnt, daher tritt die Schiffsmannschaft des Neoptolemos in dieser Funktion auf.
Doch alle Argumente sind umsonst. Philoktetes verweigert sich und will zurück nach Griechenland. Neoptolemos erklärt sich auch dazu bereit. Da tritt Herakles als "deus ex machina" auf:
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