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Demosthenes 
Erste Olynthische Rede 

Zweiter Teil:
16 - 20: Die spezielle Empfehlung

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Landkarte

Griech. Text nach Butcher, Übersetzung nach Döderlein

  
(16) Τὸ μὲν οὖν ἐπιτιμᾶν ἴσως φήσαι τις ἂν ῥᾴδιον καὶ παντὸς εἶναι, τὸ δ' ὑπὲρ τῶν παρόντων, ὅ τι δεῖ πράττειν, ἀποφαίνεσθαι, τοῦτ' εἶναι συμβούλου. ἐγὼ δ' οὐκ ἀγνοῶ μέν, ὦ ἄνδρες Ἀθηναῖοι, τοῦθ' ὅτι πολλάκις ὑμεῖς οὐ τοὺς αἰτίους, ἀλλὰ τοὺς ὑστάτους περὶ τῶν πραγμάτων εἰπόντας ἐν ὀργῇ ποιεῖσθε, ἄν τι μὴ κατὰ γνώμην ἐκβῇ· οὐ μὴν οἶμαι δεῖν τὴν ἰδίαν ἀσφάλειαν σκοποῦνθ' ὑποστείλασθαι, περὶ ὧν ὑμῖν συμφέρειν ἡγοῦμαι.  (16) Vielleicht sagt jemand, tadeln sei leicht und das könne jeder; ein Ratgeber aber habe nachzuweisen, was in der gegenwärtigen Sachlage zu tun sei. Ich weiß das gar wohl, Athener, dass ihr oft nicht den Schuldigen, sondern den Redner, der zuletzt über die Sache gesprochen hat, zum Gegenstand eueres Zornes macht, wenn etwas nicht nach eurem Sinn ausgeht. Gleichwohl halte ich es nicht für recht, aus Rücksicht auf meine eigene Sicherheit das, was nach meiner Ansicht euch frommt, mit Schüchternheit auszusprechen
(17)  φημὶ δὴ διχῇ βοηθητέον εἶναι τοῖς πράγμασιν ὑμῖν, τῷ τε τὰς πόλεις τοῖς Ὀλυνθίοις σῴζειν καὶ τοὺς τοῦτο ποιήσοντας στρατιώτας ἐκπέμπειν, καὶ τῷ τὴν ἐκείνου χώραν κακῶς ποιεῖν καὶ τριήρεσι καὶ στρατιώταις ἑτέροις·  (17) Ich behaupte, dass ihr auf zweierlei Weise der Lage der Dinge zu Hilfe kommen müsst: erstens, indem er ihr den Olynthiern ihre Städte erhaltet und zu diesem Zweck die erforderlichen Truppen hinschickt; zweitens, indem ihr sein Land angreift mit Kriegsschiffen und mit anderen Truppen.
(18)  εἰ δὲ θατέρου τούτων ὀλιγωρήσετε, ὀκνῶ μὴ μάταιος ἡμῖν ἡ στρατεία γένηται. εἴτε γὰρ ὑμῶν τὴν ἐκείνου κακῶς ποιούντων, ὑπομείνας τοῦτ' Ὄλυνθον παραστήσεται, ῥᾳδίως ἐπὶ τὴν οἰκείαν ἐλθὼν ἀμυνεῖται· εἴτε βοηθησάντων μόνον ὑμῶν εἰς Ὄλυνθον, ἀκινδύνως ὁρῶν ἔχοντα τὰ οἴκοι, προσκαθεδεῖται καὶ προσεδρεύσει τοῖς πράγμασι, περιέσται τῷ χρόνῳ τῶν πολιορκουμένων. δεῖ δὴ πολλὴν καὶ διχῇ τὴν βοήθειαν εἶναι. (18) Wenn ihr eins von beiden vernachlässigt, dann, fürchte ich, schlägt euer Unternehmen fehl; denn wenn ihr sein Land verheert, er aber das geschehen lässt und indessen Olynthos in seine Gewalt bringt, so ist er leicht wieder in seinem Land und verteidigt sich. Wenn ihr aber bloß nach Olynthos Hilfe schickt, er dagegen die Belagerung fortsetzt und den Gang der Dinge beobachtet, indem er sein Land außer Gefahr sieht, so wird er endlich über die Belagerten Herr. Darum ist eine starke und zweifache Hilfe nötig. 
(19)  Καὶ περὶ μὲν τῆς βοηθείας ταῦτα γιγνώσκω· περὶ δὲ χρημάτων πόρου, ἔστιν, ὦ ἄνδρες Ἀθηναῖοι, χρήμαθ' ὑμῖν, ἔστιν ὅς' οὐδενὶ τῶν ἄλλων ἀνθρώπων [στρατιωτικά]· ταῦτα δ' ὑμεῖς οὕτως ὡς βούλεσθε λαμβάνετε. εἰ μὲν οὖν ταῦτα τοῖς στρατευομένοις ἀποδώσετε, οὐδενὸς ὑμῖν προσδεῖ πόρου, εἰ δὲ μή, προσδεῖ, μᾶλλον δ' ἅπαντος ἐνδεῖ τοῦ πόρου. "τί οὖν;" ἄν τις εἴποι, "σὺ γράφεις ταῦτ' εἶναι στρατιωτικά;" μὰ Δί' οὐκ ἔγωγε.  (19) Das ist meine Ansicht von dem Hilfszug. Was die Geldmittel betrifft, so habt ihr Geld für den Krieg, Athener, mehr als irgend jemand. Aber das lasst ihr euch nach eurem Belieben auszahlen. Wenn ihr dieses Geld für die Truppen hergebt, so braucht ihr gar keine Geldquellen weiter, wo nicht, dann braucht ihr deren oder habt vielmehr gar keine. "Wie?" sagt vielleicht einer, "du stellst den Antrag, diese Gelder sollen die Kriegskasse sein?" Nein, ich wahrlich nicht! 
(20)  ἐγὼ μὲν γὰρ ἡγοῦμαι στρατιώτας δεῖν κατασκευασθῆναι [καὶ ταῦτ' εἶναι στρατιωτικὰ] καὶ μίαν σύνταξιν εἶναι τὴν αὐτὴν τοῦ τε λαμβάνειν καὶ τοῦ ποιεῖν τὰ δέοντα, ὑμεῖς δ' οὕτω πως ἄνευ πραγμάτων λαμβάνειν εἰς τὰς ἑορτάς. ἔστι δὴ λοιπόν, οἶμαι, πάντας εἰσφέρειν, ἂν πολλῶν δέῃ, πολλά, ἂν ὀλίγων, ὀλίγα. δεῖ δὲ χρημάτων, καὶ ἄνευ τούτων οὐδὲν ἔστι γενέσθαι τῶν δεόντων. λέγουσι δὲ καὶ ἄλλους τινὰς ἄλλοι πόρους, ὧν ἕλεσθ' ὅστις ὑμῖν συμφέρειν δοκεῖ· καὶ ἕως ἐστὶ καιρός, ἀντιλάβεσθε τῶν πραγμάτων. (20) Ich meine nur, dass man Truppen ins Feld stellen muss (und dies eine Kriegskasse ist) und dass, wer Geld empfängt, folgerechter Weise auch seine Pflicht zu erfüllen hat. Eure Ansicht dagegen ist, dass ihr das Geld nur so, ohne Arbeit, zu empfangen habt, für die Festtage. So bleibt, meine ich, nichts übrig, als dass alle zahlen, viel, wenn man viel braucht, und wenig, wenn man wenig braucht. Aber Geld braucht man und ohne Geld kann von allem, was geschehen muss, nichts geschehen. Mancher macht noch andere Geldquellen namhaft. Unter diesen wählt nun die, welche euch die beste scheint - und geht nur ans Werk, so lange es noch Zeit ist!
 
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Sententiae excerptae:
w43
Literatur:

6 Funde
1065  Adams, Ch.D.
Sind die polit. 'Reden' des Demosth. als polit. Pamphlete anzusehen?
in: Schindel: Demosthen., WBG 1987 (WdF)
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116  Allroggen, D.
Herodot als literarisches und politisches Vorbild des Demosthenes
in: Herm.103/1975,423
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2321  Blass, F.
Die Att. Beredsamkeit, I-III
Leipzig, Teubner 1868-880; 2/1887-1898
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4357  Kahrstedt, Ulrich
Demosthenes und die Theorika
Berlin (Weidmann) 1929
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2330  Maas, P.
Zitate aus Demosthenes' Epitaphios bei Lykurgos
in: Kl. Schrft., München (Beck) 1973
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3941  Simon, Jakob
Präparation zu Demosthenes' acht Reden gegen Philipp
Hannover, Norddeutsche Verlagsanstalt Goedel, o. J.
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