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Isokrates

Panegyrikos 122-128

Tadel und Schuldzuweisungen an die Spartaner

 

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Isokr.Paneg.122-8 
deutsche Übersetzung (überarbeitet): A.H.Christian

Die Spartaner haben sich durch den Frieden des Antalkidas (387 v.Chr.), durch den die ionischen Städte dem Großkönig zufielen, als mögliche Führungsmacht der Griechen disqualifiziert. Sie kooperieren mit den Tyrannen und Barbaren. Wie sollten sie da als Führungsmacht in Griechenland auftreten? Besonders die Zerstörung von Mantineia (383 v.Chr. s. Xenoph.Hell.5,2), die Besetzung der Kadmeia in Theben und der Krieg gegen Olynth ist ihnen vorzuhalten.

   
[34] (122) Ὧν ἄξιον ἐνθυμηθέντας ἀγανακτῆσαι μὲν ἐπὶ τοῖς παροῦσιν, ποθέσαι δὲ τὴν ἡγεμονίαν τὴν ἡμετέραν, μέμψασθαι δὲ Λακεδαιμονίους, ὅτι τὴν μὲν ἀρχὴν εἰς τὸν πόλεμον κατέστησαν ὡς ἐλευθερώσοντες τοὺς Ἕλληνας, ἐπὶ δὲ τελευτῆς οὕτω πολλοὺς αὐτῶν ἐκδότους <τοῖς βαρβάροις> ἐποίησαν, καὶ τῆς μὲν ἡμετέρας πόλεως τοὺς Ἴωνας ἀπέστησαν, ἐξ ἧς ἀπῴκησαν καὶ δι' ἣν πολλάκις ἐσώθησαν, τοῖς δὲ βαρβάροις αὐτοὺς ἐξέδοσαν, ὧν ἀκόντων τὴν χώραν ἔχουσιν καὶ πρὸς οὓς οὐδὲ πώποτ' ἐπαύσαντο πολεμοῦντες.  Wenn man dies bedenkt, muss man mit dem gegenwärtigen Stand unzufrieden sein, nach unserer Vorherrschaft aber sich sehnen und die Lakedaimonier tadeln, dass sie anfangs sich in Krieg einließen, als wollen sie die Griechen befreien, am Ende aber so viele von ihnen <den Barbaren> preisgaben und die Ionier von unserer Stadt losrissen, von welcher sie doch eine Kolonie sind und durch die sie schon oft gerettet wurden, und sie den Barbaren überließen, gegen deren Willen sie das Land besitzen und gegen welche sie ohne Unterlass Krieg führten. 
(123) Καὶ τότε μὲν ἠγανάκτουν, ὅθ' ἡμεῖς νομίμως ἐπάρχειν τινῶν ἠξιοῦμεν· νῦν δ' εἰς τοιαύτην δουλείαν καθεστώτων οὐδὲν φροντίζουσιν αὐτῶν, οἷς οὐκ ἐξαρκεῖ δασμολογεῖσθαι καὶ τὰς ἀκροπόλεις ὁρᾶν ὑπὸ τῶν ἐχθρῶν κατεχομένας, ἀλλὰ πρὸς ταῖς κοιναῖς συμφοραῖς καὶ τοῖς σώμασιν δεινότερα πάσχουσιν τῶν παρ' ἡμῖν ἀργυρωνήτων· οὐδεὶς γὰρ ἡμῶν οὕτως αἰκίζεται τοὺς οἰκέτας ὡς ἐκεῖνοι τοὺς ἐλευθέρους κολάζουσιν.  Und damals waren sie unwillig, als wir gesetzmäßig über einige herrschen wollten, jetzt aber, da sie in solche Sklaverei versetzt sind, bekümmern sie sich nicht um sie, bei denen es nicht genug ist, dass man ihnen Tribut auflegt und dass sie ihre Burgen von ihren Feinden besetzt sehen, sondern zu dem allgemeinen Unglück erdulden sie auch an ihren Personen noch Härteres, als bei uns die gekauften Sklaven; denn niemand von uns geißelt sein Hausgesinde so, wie jene (die Perser) die Freien (die Ionier) strafen.
(124) Μέγιστον δὲ τῶν κακῶν, ὅταν ὑπὲρ αὐτῆς τῆς δουλείας ἀναγκάζωνται συστρατεύεσθαι, καὶ πολεμεῖν τοῖς ἐλευθέροις ἀξιοῦσιν εἶναι, καὶ τοιούτους κινδύνους ὑπομένειν, ἐν οἷς ἡττηθέντες μὲν παραχρῆμα διαφθαρήσονται, κατορθώσαντες δὲ μᾶλλον εἰς τὸν λοιπὸν χρόνον δουλεύσουσιν.   Der Übel größtes aber ist, wenn sie für die Sklaverei selbst mit zu Felde zu ziehen genötigt werden und die zu bekriegen, welche frei sein wollen, und solche Kämpfe zu bestehen, in welchen sie, wenn sie unterliegen, augenblicklich ihren Untergang finden, wenn sie aber siegen, in Zukunft noch härtere Sklaverei erdulden müssen.
[35] (125) Ὧν τίνας ἄλλους αἰτίους χρὴ νομίζειν ἢ Λακεδαιμονίους, οἳ τοσαύτην ἰσχὺν ἔχοντες περιορῶσι τοὺς μὲν αὑτῶν συμμάχους γενομένους οὕτω δεινὰ πάσχοντας, τὸν δὲ βάρβαρον τῇ τῶν Ἑλλήνων ῥώμῃ τὴν ἀρχὴν τὴν αὑτοῦ κατασκευαζόμενον; Καὶ πρότερον μὲν τοὺς μὲν τυράννους ἐξέβαλλον, τῷ δὲ πλήθει τὰς βοηθείας ἐποιοῦντο, νῦν δὲ εἰς τοσοῦτον μεταβεβλήκασιν ὥστε ταῖς μὲν πολιτείαις πολεμοῦσιν, τὰς δὲ μοναρχίας συγκαθιστᾶσιν.  Wen anders muss man für schuld daran halten als die Lakedaimonier? Sie, welche im Besitz so großer Macht es geschehen lassen, dass die, welche ihre Bundesgenossen geworden sind, so Hartes erdulden, der Barbar aber mit den Kräften der Griechen seine Herrschaft befestigt. Früher verjagten sie die Gewaltherrscher und leisteten dem Volk Hilfe, jetzt aber haben sie sich so sehr geändert, dass sie die freien Staaten bekriegen und die Alleinherrschaften begründen helfen. 
(126) Τὴν μέν γε Μαντινέων πόλιν εἰρήνης ἤδη γεγενημένης ἀνάστατον ἐποίησαν, καὶ τὴν Θηβαίων Καδμείαν κατέλαβον, καὶ νῦν Ὀλυνθίους καὶ Φλειασίους πολιορκοῦσιν, Ἀμύντᾳ δὲ τῷ Μακεδόνων βασιλεῖ καὶ Διονυσίῳ τῷ Σικελίας τυράννῳ καὶ τῷ βαρβάρῳ τῷ τῆς Ἀσίας κρατοῦντι συμπράττουσιν, ὅπως ὡς μεγίστην ἀρχὴν ἕξουσιν. Wenigstens zerstörten sie, als schon Friede war, die Stadt der Mantineer, besetzten die Kadmeia der Thebaner und jetzt belagern sie die Olynthier und Phliasier und halfen Amyntas, dem König der Makedonen, und Dionysios, dem Beherrscher Siziliens, und dem Barbaren, der über Asien gebietet, damit sie eine möglichst große Herrschaft erhalten.
(127) Καίτοι πῶς οὐκ ἄτοπον τοὺς προεστῶτας τῶν Ἑλλήνων ἕνα μὲν ἄνδρα τοσούτων ἀνθρώπων καθιστάναι δεσπότην, ὧν οὐδὲ τὸν ἀριθμὸν ἐξευρεῖν ῥᾴδιόν ἐστιν, τὰς δὲ μεγίστας τῶν πόλεων μηδ' αὐτὰς αὑτῶν ἐᾶν εἶναι κυρίας, ἀλλ' ἀναγκάζειν δουλεύειν ἢ ταῖς μεγίσταις συμφοραῖς περιβάλλειν;  Wie sollte es nun aber nicht ungereimt sein, dass die, welche an der Spitze der Griechen stehen, einen Mann zum unumschränkten Gebieter so vieler Menschen machen, dass nicht einmal ihre Zahl leicht zu finden ist, die bedeutendsten Griechenstädte aber nicht einmal ihre eigenen Herren sein lassen, sondern sie zwingen, Sklaverei zu dulden oder sie in das größte Unglück stürzen?
(128) Ὃ δὲ πάντων δεινότατον, ὅταν τις ἴδῃ τοὺς τὴν ἡγεμονίαν ἔχειν ἀξιοῦντας ἐπὶ μὲν τοὺς Ἕλληνας καθ' ἑκάστην ἡμέραν στρατευομένους, πρὸς δὲ τοὺς βαρβάρους εἰς ἅπαντα τὸν χρόνον συμμαχίαν πεποιημένους. Das Allerempörendste aber ist, wenn man sieht, dass die, welche die Vorherrschaft zu besitzen verlangen, jeden Tag gegen die Griechen zu Felde ziehen, mit den Barbaren aber auf ewige Zeit Bundesgenossenschaft gemacht haben.
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Sententiae excerptae:
w34
Literatur:

1 Funde
85  Bergmann, M.
Lob Athens. Ein Vergleich von Herodot (7,138-144), Thukydides (1,73-78), Isokrates (Panegyrikos 50) und Sophokles (Oidipus auf Kolonos 1518 ff.)
in: Anregung 39, 3/1993, 179-188
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