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Isokrates

Panegyrikos 110-116

Athenische Demokratie versus spartanische Oligarchie

 

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Isokr.Paneg.110-116 
deutsche Übersetzung (überarbeitet): A.H.Christian

Während die Athener Beweise ihrer Uneigennützigkeit geliefert haben, werden sie von den oligarchischen Anhängern Spartas, die selbst keine Untat ausgelassen haben, zu Unrecht beschuldigt.

   
[32] (110) Τοιούτων τοίνυν ἡμῶν γεγενημένων καὶ τοσαύτην πίστιν δεδωκότων ὑπὲρ τοῦ μὴ τῶν ἀλλοτρίων ἐπιθυμεῖν τολμῶσι κατηγορεῖν οἱ τῶν δεκαρχιῶν κοινωνήσαντες καὶ τὰς αὑτῶν πατρίδας διαλυμηνάμενοι καὶ μικρὰς μὲν ποιήσαντες δοκεῖν εἶναι τὰς τῶν προγεγενημένων ἀδικίας, οὐδεμίαν δὲ λιπόντες ὑπερβολὴν τοῖς αὖθις βουλομένοις γενέσθαι πονηροῖς, ἀλλὰ φάσκοντες μὲν λακωνίζειν, τἀναντία δ' ἐκείνοις ἐπιτηδεύοντες, καὶ τὰς μὲν Μηλίων ὀδυρόμενοι συμφορὰς, περὶ δὲ τοὺς αὑτῶν πολίτας ἀνήκεστα τολμήσαντες ἐξαμαρτεῖν.  Gegen uns nun, die wir uns so betrugen und einen so starken Beweis gegeben haben, dass wir nicht nach fremdem Eigentum trachten, wagen diejenigen zu klagen, welche an der Zehnerherrschaft teilnahmen und ihr eigenes Vaterland unglücklich machten und bewirkten, dass die Ungerechtigkeiten der Früheren klein erscheinen, und denjenigen, welche nach ihnen wieder Bösewichter sein wollen, kein Überbieten übrig ließen, welche zwar sagen, sie machen es wie die Lakedaimonier, aber das Gegenteil von ihnen tun und das Unglück der Melier bejammern, an ihren eigenen Mitbürgern aber nie wieder gut zu machende Frevel zu begehen wagten. 
(111) Ποῖον γὰρ αὐτοὺς ἀδίκημα διέφυγεν; Ἢ τί τῶν αἰσχρῶν ἢ δεινῶν οὐ διεξῆλθον; Οἳ τοὺς μὲν ἀνομωτάτους πιστοτάτους ἐνόμιζον, τοὺς δὲ προδότας ὥσπερ εὐεργέτας ἐθεράπευον, ᾑροῦντο δὲ τῶν Εἱλώτων ἑνὶ δουλεύειν, ὥστ' εἰς τὰς αὑτῶν πατρίδας ὑβρίζειν, μᾶλλον δ' ἐτίμων τοὺς αὐτόχειρας καὶ φονέας τῶν πολιτῶν ἢ τοὺς γονέας τοὺς αὑτῶν,  Denn welches Unrecht ist von ihnen unterlassen? Oder was von allem Schändlichen und Empörenden haben sie nicht ausgeübt? Sie, welche die Gesetzlosesten für die Zuverlässigsten hielten, die Verräter wie Wohltäter ehrten, es vorzogen, Sklaven einiger Heloten zu sein, um ihr eigenes Vaterland zu unterdrücken, die eigenhändigen Mörder ihrer Mitbürger mehr ehrten als ihre eigenen Eltern 
(112) εἰς τοῦτο δ' ὠμότητος ἅπαντας ἡμᾶς κατέστησαν, ὥστε πρὸ τοῦ μὲν διὰ τὴν παροῦσαν εὐδαιμονίαν καὶ ταῖς μικραῖς ἀτυχίαις πολλοὺς ἕκαστον ἡμῶν ἔχειν τοὺς συμπενθήσοντας, ἐπὶ δὲ τῆς τούτων ἀρχῆς διὰ τὸ πλῆθος τῶν οἰκείων κακῶν ἐπαυσάμεθ' ἀλλήλους ἐλεοῦντες· οὐδενὶ γὰρ τοσαύτην σχολὴν παρέλιπον ὥσθ' ἑτέρῳ συναχθεσθῆναι.  und uns alle zu dem Grad von Hartherzigkeit brachten, dass wir, während früher wegen des damaligen glücklichen Zustandes auch bei kleinen Unfällen jeder von uns viele fand, die mit ihm trauerten, unter ihrer Herrschaft wegen der Menge der eigenen Leiden einander zu betrauern aufhörten; denn niemand ließen si so viel Muße, dass er mit andern jammern konnte. 
(113) Τίνος γὰρ οὐκ ἐφίκοντο; Ἣ τίς οὕτω πόρρω τῶν πολιτικῶν ἦν πραγμάτων, ὅστις οὐκ ἐγγὺς ἠναγκάσθη γενέσθαι τῶν συμφορῶν, εἰς ἃς αἱ τοιαῦται φύσεις ἡμᾶς κατέστησαν; Εἶτ' οὐκ αἰσχύνονται τὰς αὑτῶν πόλεις οὕτως ἀνόμως διαθέντες καὶ τῆς ἡμετέρας ἀδίκως κατηγοροῦντες, ἀλλὰ πρὸς τοῖς ἄλλοις καὶ περὶ τῶν δικῶν καὶ τῶν γραφῶν τῶν ποτε παρ' ἡμῖν γενομένων λέγειν τολμῶσιν, αὐτοὶ πλείους ἐν τρισὶ μησὶν ἀκρίτους ἀποκτείναντες ὧν ἡ πόλις ἐπὶ τῆς ἀρχῆς ἁπάσης ἔκρινεν.  Denn wen haben sie nicht erreicht? Oder wer stan den Angelegenheiten so fern, der nicht gezwungen wurde, dem Unglück nahe zu kommen, in welches diese übeltätigen Wesen uns stürzten? Und dennoch schämen sie sich nicht, ihre eigenen Staaten in eine so ungesetzliche Lage gebracht zu haben und den unsern mit Unrecht anzuklagen, sondern wagen es, außer dem andern auch von den bei uns einmal vorkommenden privaten und öffentlichen Klagen zu sprechen, da sie selbst in drei Monaten mehr Menschen ohne richterliches Urteil umgebracht haben, als unsere Stadt während ihrer ganzen Herrschaft gerichtet hat. 
(114) Φυγὰς δὲ καὶ στάσεις καὶ νόμων συγχύσεις καὶ πολιτειῶν μεταβολὰς, ἔτι δὲ παίδων ὕβρεις καὶ γυναικῶν αἰσχύνας καὶ χρημάτων ἁρπαγὰς τίς ἂν δύναιτο διεξελθεῖν; Πλὴν τοσοῦτον εἰπεῖν ἔχω καθ' ἁπάντων, ὅτι τὰ μὲν ἐφ' ἡμῶν δεινὰ ῥᾳδίως ἄν τις ἑνὶ ψηφίσματι διέλυσεν, τὰς δὲ σφαγὰς καὶ τὰς ἀνομίας τὰς ἐπὶ τούτων γενομένας οὐδεὶς ἂν ἰάσασθαι δύναιτο.  Die Verbannungen aber, die inneren Unruhen, die Verwirrungen in den Gesetzen und die Veränderungen in den Staatsverfassungen, ferner die Misshandlungen von Knaben und die Schändungen von Weibern und das Rauben von Geldern, - wer könne dies aufzählen? Jedoch so viel kann ich im allgemeinen sagen, dass man das Unrecht unter unserer Herrschaft leicht hätte durch einen einzigen Volksbeschluss aufheben können, die Hinrichtungen aber und die Ungesetzlichkeiten, welche unter ihrer Herrschaft geschahen, wohl niemand wieder möchte gut machen können.
[33] (115) Καὶ μὴν οὐδὲ τὴν παροῦσαν εἰρήνην, οὐδὲ τὴν αὐτονομίαν τὴν ἐν ταῖς πολιτείαις μὲν οὐκ ἐνοῦσαν, ἐν δὲ ταῖς συνθήκαις ἀναγεγραμμένην, ἄξιον ἑλέσθαι μᾶλλον ἢ τὴν ἀρχὴν τὴν ἡμετέραν. Τίς γὰρ ἂν τοιαύτης καταστάσεως ἐπιθυμήσειεν, ἐν ᾗ καταποντισταὶ μὲν τὴν θάλατταν κατέχουσιν, πελτασταὶ δὲ τὰς πόλεις καταλαμβάνουσιν,  Und gewiss nicht der gegenwärtige Friede, noch die Selbständigkeit, die in den Staatsverfassungen nicht stattfindet, in den Verträgen aber geschrieben steht, verdient eher gewählt zu werden als unsere Herrschaft. Denn wer könnte einen solchen Zustand wünschen, wo Seeräuber das Meer beherrschen Peltasten die Städte besetzen, 
(116) ἀντὶ δὲ τοῦ πρὸς ἑτέρους περὶ τῆς χώρας πολεμεῖν ἐντὸς τείχους οἱ πολῖται πρὸς ἀλλήλους μάχονται, πλείους δὲ πόλεις αἰχμάλωτοι γεγόνασιν ἢ πρὶν τὴν εἰρήνην ἡμᾶς ποιήσασθαι, διὰ δὲ τὴν πυκνότητα τῶν μεταβολῶν ἀθυμοτέρως διάγουσιν οἱ τὰς πόλεις οἰκοῦντες τῶν ταῖς φυγαῖς ἐζημιωμένων· οἱ μὲν γὰρ τὸ μέλλον δεδίασιν, οἱ δ' ἀεὶ κατιέναι προσδοκῶσιν. die Bürger, statt mit anderen in ihrem Land Krieg zu führen, innerhalb ihrer Mauern miteinander kämpfen, mehr Städte mit Waffengewalt genommen worden sind, als ehe wir den Frieden schlossen, und wegen der häufigen Veränderungen die, welche noch in den Städten wohnen, in größerer Mutlosigkeit leben als die, welche mit der Verbannung bestraft sind; denn jene fürchten sich vor der Zukunft, diese aber warten immer auf ihre Rückkehr. 
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Sententiae excerptae:
w36
Literatur:

1 Funde
85  Bergmann, M.
Lob Athens. Ein Vergleich von Herodot (7,138-144), Thukydides (1,73-78), Isokrates (Panegyrikos 50) und Sophokles (Oidipus auf Kolonos 1518 ff.)
in: Anregung 39, 3/1993, 179-188
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