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Isokrates

Panegyrikos 32-39

Kolonisierung als Grundlage für allgemeinen Wohlstand

 

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Isokr.Paneg.32-39 
deutsche Übersetzung (überarbeitet): A.H.Christian

Athen hat durch Kolonisierung von Barbarenland die engen Grenzen Griechenlands aufgebrochen und so die Grundlage für allgemeinen Wohlstand geschaffen. 

   
[8] (32)  Χωρὶς δὲ τούτων, ἢν ἅπαντα ταῦτ' ἐάσαντες ἀπὸ τῆς ἀρχῆς σκοπῶμεν, εὑρήσομεν, ὅτι τὸν βίον οἱ πρῶτοι φανέντες ἐπὶ γῆς οὐκ εὐθὺς οὕτως, ὥσπερ νῦν ἔχοντα κατέλαβον, ἀλλὰ κατὰ μικρὸν αὐτοὶ συνεπορίσαντο. Τίνας οὖν χρὴ μᾶλλον νομίζειν ἢ δωρεὰν παρὰ τῶν θεῶν λαβεῖν ἢ ζητοῦντας αὐτοὺς ἐντυχεῖν; (32) Außerdem aber, wenn wir all dies fahren lassen und die Sache von vornherein untersuchen, so werden wir finden, dass die, welche zuerst auf der Erde erschienen, das Leben nicht sogleich in dem Zustand, wie es jetzt ist, antrafen, sondern nach und nach selbst gemeinschaftlich dazu heranbildeten. Von welchen nun soll man eher glauben, dass sie es entweder als Geschenk von den Göttern erhalten haben oder durch Suchen selbst darauf gekommen seien?
(33) Οὐ τοὺς ὑπὸ πάντων ὁμολογουμένους καὶ πρώτους γενομένους καὶ πρός τε τὰς τέχνας εὐφυεστάτους ὄντας καὶ πρὸς τὰ τῶν θεῶν εὐσεβέστατα διακειμένους; Καὶ μὴν ὅσης προσήκει τιμῆς τυγχάνειν τοὺς τηλικούτων ἀγαθῶν αἰτίους, περίεργον διδάσκειν. Οὐδεὶς γὰρ ἂν δύναιτο δωρεὰν τοσαύτην τὸ μέγεθος εὑρεῖν, ἥτις ἴση τοῖς πεπραγμένοις ἐστίν. (33) [Soll man es] nicht von denen, welche von allen anerkannt werden als diejenigen, die zuerst waren und zu den Künsten das meiste natürliche Geschick haben und in Rücksicht auf das Göttliche sich am frömmsten bewiesen? Wie große Ehre nun aber denjenigen zu erlangen gebühre, welche so großer Wohltaten Urheber sind, zu zeigen, ist überflüssig. Denn niemand wird ein Geschenk von so großem Wert finden können welches dem angemessen wäre, was sie getan haben. 
[9] (34) Περὶ μὲν οὖν τοῦ μεγίστου τῶν εὐεργετημάτων καὶ πρώτου γενομένου καὶ πᾶσι κοινοτάτου ταῦτ' εἰπεῖν ἔχομεν. Περὶ δὲ τοὺς αὐτοὺς χρόνους ὁρῶσα τοὺς μὲν βαρβάρους τὴν πλείστην τῆς χώρας κατέχοντας, τοὺς δ' Ἕλληνας εἰς μικρὸν τόπον κατακεκλειμένους καὶ διὰ σπανιότητα τῆς γῆς ἐπιβουλεύοντάς τε σφίσιν αὐτοῖς καὶ στρατείας ἐπ' ἀλλήλους ποιουμένους, καὶ τοὺς μὲν δι' ἔνδειαν τῶν καθ' ἡμέραν, τοὺς δὲ διὰ τὸν πόλεμον ἀπολλυμένους, οὐδὲ ταῦθ' οὕτως ἔχοντα περιεῖδεν,  (34) Von der größten und ersten und allgemeinsten Wohltat also haben wir so viel zu sagen. Um die selbe Zeit aber, als sie (unsere Stadt) sah, dass die Barbaren das meiste Land (vom späteren Griechenland) innehatten, die Griechen aber auf einen kleinen Raum eingeschlossen waren und aus Mangel an Ländereien einander selbst nachstellten und Kriegszüge gegeneinander unternahmen, und die einen aus Mangel an den täglichen Lebenbedürfnissen, die anderen infolge des Krieges umkamen, übersah sie auch diese Umstände nicht, 
(35)  ἀλλ' ἡγεμόνας εἰς τὰς πόλεις ἐξέπεμψεν, οἳ παραλαβόντες τοὺς μάλιστα βίου δεομένους, στρατηγοὶ καταστάντες αὐτῶν καὶ πολέμῳ κρατήσαντες τοὺς βαρβάρους, πολλὰς μὲν ἐφ' ἑκατέρας τῆς ἠπείρου πόλεις ἔκτισαν, ἁπάσας δὲ τὰς νήσους κατῴκισαν, ἀμφοτέρους δέ, καὶ τοὺς ἀκολουθήσαντας καὶ τοὺς ὑπομείναντας, ἔσωσαν·  (35) sondern schickte Befehlshaber in die Städte, welche die des Unterhalts am meisten Bedürftigen zu sich nahmen, ihre Anführer wurden, die Barbaren im Krieg überwältigten und viele Städte auf dem beiderseitigen Festland (in Europa und Asien) gründeten, auf allen Inseln Kolonien anlegten, und beide, sowohl die, welche ihnen gefolgt, als die, welche zurückgeblieben waren, retteten. 
(36) τοῖς μὲν γὰρ ἱκανὴν τὴν οἴκοι χώραν κατέλιπον, τοῖς δὲ πλείω τῆς ὑπαρχούσης ἐπόρισαν· ἅπαντα γὰρ περιεβάλοντο τὸν τόπον, ὃν νῦν τυγχάνομεν κατέχοντες. Ὥστε καὶ τοῖς ὕστερον βουληθεῖσιν ἀποικίσαι τινὰς καὶ μιμήσασθαι τὴν πόλιν τὴν ἡμετέραν πολλὴν ῥᾳστώνην ἐποίησαν· οὐ γὰρ αὐτοὺς ἔδει κτωμένους χώραν διακινδυνεύειν, ἀλλ' εἰς τὴν ὑφ' ἡμῶν ἀφορισθεῖσαν, εἰς ταύτην οἰκεῖν ἰόντας. 

 

(36) denn für diese war der heimische Boden, welchen sie verließen, hinreichend, jenen aber verschafften sie mehr, als sie vorher hatten, denn sie eroberten den ganzen Flächenraum, welchen wir jetzt innehaben. So verschafften sie auch denen, welche später Kolonien anlegen und unsere Stadt nachahmen wollten, eine große Erleichterung; denn diese mussten nicht selbst Land erwerben und sich Gefahren aussetzen, sondern nur in das von uns abgegrenzte ziehen und sich niederlassen. 
(37) Καίτοι τίς ἂν ταύτης ἡγεμονίαν ἐπιδείξειεν ἢ πατριωτέραν τῆς πρότερον γενομένης πρὶν τὰς πλείστας οἰκισθῆναι τῶν Ἑλληνίδων πόλεων, ἢ μᾶλλον συμφέρουσαν τῆς τοὺς μὲν βαρβάρους ἀναστάτους ποιησάσης, τοὺς δ' Ἕλληνας εἰς τοσαύτην εὐπορίαν προαγαγούσης;  (37) Und wer kann nun eine Führung aufweisen, welche älter wäre als die, die schon bestand, ehe die meisten griechischen Städte gegründet waren, oder mehr zuträglich, als die, welche die Barbaren aus ihren Wohnsitzen vertrieb und die Griechen zu solchem Wohlstand erhob?
(38)  Οὐ τοίνυν, ἐπειδὴ τὰ μέγιστα συνδιέπραξεν, τῶν ἄλλων ὠλιγώρησεν, ἀλλ' ἀρχὴν μὲν ταύτην ἐποιήσατο τῶν εὐεργεσιῶν, τροφὴν τοῖς δεομένοις εὑρεῖν, ἥνπερ χρὴ τοὺς μέλλοντας καὶ περὶ τῶν ἄλλων καλῶν καλῶς διοικήσειν, ἡγουμένη δὲ τὸν βίον τὸν ἐπὶ τούτοις μόνον οὔπω τοῦ ζῆν ἐπιθυμεῖν ἀξίως ἔχειν οὕτως ἐπεμελήθη καὶ τῶν λοιπῶν, ὥστε τῶν παρόντων τοῖς ἀνθρώποις ἀγαθῶν, ὅσα μὴ παρὰ θεῶν ἔχομεν, ἀλλὰ δι' ἀλλήλους ἡμῖν γέγονεν, μηδὲν μὲν ἄνευ τῆς πόλεως τῆς ἡμετέρας εἶναι, τὰ δὲ πλεῖστα διὰ ταύτην γεγενῆσθαι.  Jedoch nachdem sie das Größte hatte ausführen helfen, vernachlässigte sie das andere nicht, sondern machte zwar den Anfang ihrer Wohltaten damit, dass sie denen, welche es bedurften, ihren Unterhalt verschaffte, wie es alle machen müssen, welche auch für das übrige recht sorgen wollen, weil sie aber glaubte, ein bloß darauf beschränktes Leben sei noch nicht wert, dass man zu leben verlange, sorgte sie auch für das übrige so, dass von dem Guten, das die Menschen jetzt haben, was wir nicht von den Göttern erhielten, sondern selbst einander verschafften, nichts ohne unsere Stadt, das meiste aber durch sie uns zu Teil geworden ist. 
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Sententiae excerptae:
w34
Literatur:

1 Funde
85  Bergmann, M.
Lob Athens. Ein Vergleich von Herodot (7,138-144), Thukydides (1,73-78), Isokrates (Panegyrikos 50) und Sophokles (Oidipus auf Kolonos 1518 ff.)
in: Anregung 39, 3/1993, 179-188
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