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B. Andreae S. 63 u. Würdigung S. 63f: Odysseus "läßt sich vom Nordwind zu den Grenzen des Okeanos und zum Eingang der Unterwelt treiben. Der Maler hat diesen Eingang als ein riesiges Felsentor gestaltet, nahe am Meer, welches das Schiff des Odysseus heranträgt. Durch das Felsentor fällt dumpfes Licht in das blaugrüne Dämmern des schilfbewachsenen Hades. Daraus tauchen Scharen langgewandeter Schatten auf und drängen an die Grube, in die Odysseus das Blut eines geschächteten Widders fließen läßt. |
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| Zwei Gefährten halten das Tier
an den Beinen, so dass der Kopf mit durchschnittener Gurgel herabhängt. Odysseus, den
Fuß auf den Aushub der Grube gestellt, den linken Arm über den Oberschenkel gelegt, das
Schwert, mit dem er die Schatten zurückhielt, in der Rechten, lauscht der
ehrfurchtgebietenden Gestalt des gebeugten Sehers. Weißes Haar zeugt von dessen Alter,
der Stab in der Linken von seiner Blindheit. Unter den bleichen Schatten fallen einige Frauen in gelben Gewändern und drei abseits stehende Gestalten auf. Die Frauen sind Antikleia, des Odysseus Mutter, mit der er ein schmerzliches Gespräch führt, und eine Reihe von Heroinen, welche die Urmütter vieler Helden waren, mit denen Odysseus vor Troja zog (Od. 11, 210ff.). Die Männer aber sind wohl Agamemnon, Achilleus und Aias, mit denen Odysseus die unseligen Tage ihres Endes beschwört (Od. 11, 387ff.)." (Andreae, 250 ff) |
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| Bildquelle: Univ.Texas | Planskizze zur Unterwelt (bei Vergil (Aen. VI) und Ovid (Orpheus) | |
| Für einen Sterblichen ist es nicht schwer, in den Hades zu kommen. Elpenor ist das beste Beispiel dafür. Doch um als Lebender hinab und dann wieder hinauf zu kommen, dazu bedarf es schon einer besonderen Auszeichnung. Für einen Helden ist deswegen dieses Abenteuer immer das schwierigste, die Nagelprobe auf sein Heldentum. Odysseus hat es noch relativ leicht. Er muss nicht eigentlich hinab, wie Orpheus, Herakles oder Aeneas. Er muss nur ganz weit nach dem Westen fahren und über einer Grube ein Blutopfer darbringen. Dann kommen die Toten zu ihm. Nach Elpenor und seiner Mutter zeigt sich der Seher Teiresias. |
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| Auf dem letzten Bild der Esquilinischen Fresken erblickt Odysseus im Inneren der Unterwelt: den Jäger Orion, Tityos, Sisyphos und die Danaiden. Die Danaiden sind der Odyssee noch unbekannt. Tantalos wird in der Odyssee genannt, fehlt aber hier. Er dürfte auf der rechten Bildhäfte dargestellt gewesen sein, die sich nicht erhalten hat. (Andreae, 251) |
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