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Chariton

 

Chaireas und Kallirhoe

 

6. Buch

 

 

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I (6,1,1) Ἐπεὶ δὲ ἔμελλε βασιλεὺς τῇ ὑστεραίᾳ δικάζειν πότερον Χαιρέου γυναῖκα Καλλιρόην εἶναι δεῖ ἢ Διονυσίου, μετέωρος ἦν πᾶσα Βαβυλών, καὶ ἐν οἰκίαις τε πρὸς ἀλλήλους καὶ ἐν τοῖς στενωποῖς οἱ ἀπαντῶντες ἔλεγον »αὔριον τῆς Καλλιρόης οἱ γάμοι. τίς εὐτυχέστερος ἄρα;« (6,1,2) διέσχιστο δὲ ἡ πόλις, καὶ οἱ μὲν Χαιρέᾳ σπεύδοντες ἔλεγον »πρῶτος ἦν ἀνήρ, παρθένον ἔγημεν ἐρῶσαν ἐρῶν· πατὴρ ἐξέδωκεν αὐτῷ, πατρὶς ἔθαψε· τοὺς γάμους οὐκ ἀπέλιπεν· οὐκ ἀπελείφθη. Διονύσιος δὲ οὐκ ἔπεισεν, οὐκ ἔγημεν. λῃσταὶ ἐπώλησαν· οὐκ ἐξὸν δὲ τὴν ἐλευθέραν ἀγοράσαι.« (6,1,3) οἱ δὲ Διονυσίῳ σπεύδοντες ἀντέλεγον πάλιν »ἐξήγαγε πειρατηρίου τὴν μέλλουσαν φονεύεσθαι· τάλαντον ἔδωκεν ὑπὲρ τῆς σωτηρίας αὐτῆς· πρῶτον ἔσωσεν, εἶτα ἔγημε· Χαιρέας δὲ γήμας ἀπέκτεινε· μνημονεύειν ὀφείλει Καλλιρόη τοῦ γάμου· γνωστὸν δὲ καὶ Διονυσίῳ πρόσεστιν εἰς τὸ νικᾶν ὅτι τέκνον ἔχουσι κοινόν.« Schon stand der Tag des Gerichts bevor. Da der König am folgenden Tag entscheiden wollte, ob Chaireas oder Dionysios Kallirhoe behalten solle, war ganz Babylon gespannt. Wo man sich besuchte oder auf der Straße traf, hieß es: "Morgen ist Kallirhoes Hochzeit! Wer wird der Glückliche sein?" - Die Stadt war geteilt. Die Freunde des Chaireas sagten: "Er ist ihr erster Mann und heiratete sie als Mädchen. Sie liebte ihn, er sie. Ihr Vater gab sie ihm, ihr Vaterland begrub sie. Er hat sie nicht verlassen und sie nicht ihn. Dionysios hat sie im Grunde weder geheiratet noch gekauft. Teils wurde sie von Räubern verkauft, teils ist es überhaupt nicht erlaubt, eine Freigeborene zu kaufen." - Dagegen sagte, wer sich für den Dionysios interessierte: "Er entriss sie den Händen der Seeräuber, und ohne seine Hilfe wäre sie vielleicht ermordet worden. Um sie zu retten, musste er sie kaufen, aber dann heiratete er sie nach den Gesetzen. Chaireas dagegen heiratete sie erst und tötete er sie dann. Die Dankbarkeit erfordert es, dass sie die zweite Vermählung vorzieht, - und was das Wichtigste ist: Sie hat ein Kind von Dionysios! Das gibt ihm den Sieg in die Hände!" -
(6,1,4) ταῦτα μὲν οὖν οἱ ἄνδρες· αἱ δὲ γυναῖκες οὐκ ἐρρητόρευον μόνον, ἀλλὰ καὶ συνεβούλευον ὡς παρούσῃ Καλλιρόῃ »μὴ παρῇς τὸν παρθένιον· ἑλοῦ τὸν πρῶτον φιλήσαντα, τὸν πολίτην, ἵνα καὶ τὸν πατέρα ἴδῃς· εἰ δὲ μή, ζήσεις ἐπὶ ξένης ὡς φυγάς·« (6,1,5) αἱ δ' ἕτεραι »τὸν εὐεργέτην ἑλοῦ, τὸν σώσαντα, μὴ τὸν ἀποκτείναντα· τί δὲ ἂν πάλιν ὀργισθῇ Χαιρέας; πάλιν τάφος; μὴ προδῷς τὸν υἱόν· τίμησον τὸν πατέρα τοῦ τέκνου.« So ließen sich die Männer aus; die Weiber aber begnügten sich damit nicht. Sie gaben Kallirhoe ihren Rat, wenn sie sie bei der Königin besuchten: "Lass den Mann nicht fahren," sagten einige, "den du als Mädchen bekamst! Nimm deinen ersten Geliebten, deinen Mitbürger, damit du deine Eltern , dein Vaterland wieder siehst! Oder willst du wie eine Verbannte in der Fremde bleiben?" - "Nimm deinen Wohltäter," sagten andere, "der dich gerettet hat, nicht deinen Mörder! Wer steht dir dafür, dass Chaireas nicht noch einmal zornig wird, und wann wirst du wieder begraben? Verrate dein Blut nicht und ehre den Vater deines Kindes!" -
τοιαῦτα διαλαλούντων ἦν ἀκούειν, ὥστε εἶπεν ἄν τις ὅλην Βαβυλῶνα εἶναι δικαστήριον. (6,1,6) Νὺξ ἐκείνη τελευταία πρὸ τῆς δίκης ἐφειστήκει· κατέκειντο δὲ οἱ βασιλεῖς οὐχ ὁμοίους λαμβάνοντες λογισμούς, ἀλλὰ ἡ μὲν βασιλὶς ηὔχετο ἡμέραν γενέσθαι τάχιον, ἵνα ἀπόθηται τὴν παρακαταθήκην ὡς φορτίον· ἐβάρει γὰρ αὐτὴν τὸ κάλλος τῆς γυναικὸς ἀντισυγκρινόμενον ἐγγύς· ὑπώπτευε δὲ καὶ βασιλέως τὰς πυκνὰς εἰσόδους καὶ τὰς ἀκαίρους φιλοφροσύνας. (6,1,7) πρότερον μὲν γὰρ σπανίως εἰς τὴν γυναικωνῖτιν εἰσῄει· ἀφ' οὗ δὲ Καλλιρόην εἶχεν ἔνδον, συνεχῶς ἐφοίτα. παρεφύλαττε δὲ αὐτὸν καὶ ἐν ταῖς ὁμιλίαις ἡσυχῆ Καλλιρόην ὑποβλέποντα, καὶ τοὺς ὀφθαλμοὺς κλέπτοντας μὲν τὴν θέαν, αὐτομάτως δὲ ἐκεῖ φερομένους. So hörte man überall reden und ganz Babylon war eine Gerichtsstube. Die letzte Nacht vor dem Termin brach an. Der König und die Königin hatten ganz verschiedene Gedanken auf ihrem Lager. Sie wünschte sehnlich den Tag herbei, um ihres lästigen Mündels entledigt zu werden. Kallirhoes Schönheit, die man in der Nähe mit der ihrigen vergleichen konnte, setzte sie in Unruhe. Auch erregten die häufigen Besuche des Königs und seine ungewöhnliche Beflissenheit Verdacht bei ihr, denn so fleißig er ihr jetzt aufwartete, so selten sah man ihn vor Kallirhoes Ankunft im Frauengemach. Es entging ihr keineswegs, dass er während des Gesprächs seine brennenden Augen auf Kallirhoe heftete, dass er gern scheinen wolle, als wenn er auf sie nicht achte, und doch nicht unterlassen konnte, nach ihr zu sehen.

(6,1,8) Στάτειρα μὲν οὖν ἡδεῖαν ἡμέραν ἐξεδέχετο, βασιλεὺς δὲ οὐχ ὁμοίαν, ἀλλ' ἠγρύπνει δι' ὅλης νυκτὸς

Sie sah dem Tag also mit Vergnügen entgegen. Nicht so der König. Er durchwachte die Nacht

ἄλλοτ' ἐπὶ πλευρὰς κατακείμενος, ἄλλοτε δ' αὖτε
ὕπτιος, ἄλλοτε δὲ πρηνής,
Hom.Il.24,10

und warf sich unruhig auf seinem Lager hin und her.
ἐννοούμενος καθ' αὑτὸν καὶ λέγων »πάρεστιν ἡ κρίσις· ὁ γὰρ προπετὴς ἐγὼ σύντομον ἔδωκα προθεσμίαν. τί οὖν μέλλομεν πράττειν ἕωθεν; ἄπεισι Καλλιρόη λοιπὸν εἰς Μίλητον ἢ εἰς Συρακούσας. (6,1,9) ὀφθαλμοὶ δυστυχεῖς, μίαν ὥραν ἔχετε λοιπὸν ἀπολαῦσαι τοῦ καλλίστου θεάματος· εἶτα γενήσεται δοῦλος ἐμὸς εὐτυχέστερος ἐμοῦ. σκέψαι τί σοι πρακτέον ἐστίν, ὦ ψυχή· κατὰ σαυτὴν γενοῦ· σύμβουλον οὐκ ἔχεις ἄλλον· ἐρῶντος σύμβουλός ἐστιν αὐτὸς ὁ Ἔρως. (6,1,10) πρῶτον οὖν ἀπόκριναι σεαυτῷ. τίς εἶ; Καλλιρόης ἐραστὴς ἢ δικαστής; μὴ ἐξαπάτα σεαυτόν. ἀγνοεῖς μέν, ἀλλὰ ἐρᾷς· ἐλεγχθήσῃ δὲ μᾶλλον, ὅταν αὐτὴν μὴ βλέπῃς. τί οὖν σεαυτὸν θέλεις λυπεῖν; Ἥλιος προπάτωρ σὸς ἐξεῖλέ σοι τοῦτο τὸ ζῶον, κάλλιστον ὧν αὐτὸς ἐφορᾷ· (6,1,11) σὺ δὲ ἀπελαύνεις τὸ δῶρον τοῦ θεοῦ; πάνυ γοῦν ἐμοὶ μέλει Χαιρέου καὶ Διονυσίου, δούλων ἐμῶν ἀδόξων, ἵνα βραβεύω τοὺς ἐκείνων γάμους καὶ ὁ μέγας βασιλεὺς ἔργον διαπράττωμαι προμνηστρίας γραίδος. ἀλλὰ ἔφθην ἀναδέξασθαι τὴν κρίσιν καὶ πάντες τοῦτο ἴσασι. (6,1,12) μάλιστα δὲ Στάτειραν αἰδοῦμαι. μήτε οὖν δημοσίευε τὸν ἔρωτα μήτε τὴν δίκην ἀπάρτιζε. ἀρκεῖ σοι Καλλιρόην κἂν βλέπειν· ὑπέρθου τὴν κρίσιν· τοῦτο γὰρ ἔξεστι καὶ ἰδιώτῃ δικαστῇ.« "Schon steht das Gericht bevor," überlegte er bei sich. "Ich habe den Termin unüberlegt so kurz angesetzt. Was werde ich morgen tun? Soll Kallirhoe nach Milet oder nach Syrakus gehen? Ihr unglücklichen Augen habt nur wenige Stunden noch, den schönsten ANblick zu genießen! Dann wird mein Sklave glücklicher als ich sein. Fasse dich, König, und überlege, was zu tun ist. Du hast keinen Freund zum Raten, vielmehr ist die Liebe stets ihr eigener Feind. Antworte dir selbst, was du bist: Kallirhoes Richter oder Liebhaber? Betrüge dich nicht selbst! Ohne dein Wissen liebst du sie, und das wirst du erst dann recht deutlich fühlen, wenn du sie nicht mehr siehst. Warum willst du dich also selbst betrüben? Helios, dein Ahnherr und dein Schutzgott, wählte dieses allerschönste Geschöpf für dich aus. Er spielt es selbst dir zu, und du willst das Geschenk des Gottes von dir weisen? Wahrhaftig, diese unbedeutenden Knechte müssen mir sehr am Herzen liegen, das ich über ihre Ehe entscheide, dass ich, der große König mich in das Geschäft einer Kupplerin einlasse! Aber ich habe den Prozess einmal angenommen, alle Menschen wissen es. Hauptsächlich fürchte ich mich vor Stateira! Ich darf weder meine Liebe verraten, noch das Endurteil sprechen. Es ist schon Glück genug, Kallirhoe zu sehen. Für jetzt verschiebe ich den Ausspruch; das kann ja auch ein Privatmann als Richter."
II (6,2,1) Ἡμέρας οὖν φανείσης οἱ μὲν ὑπηρέται τὸ βασιλικὸν ἡτοίμαζον δικαστήριον· τὸ δὲ πλῆθος συνέτρεχεν ἐπὶ τὰ βασίλεια, καὶ ἐδονεῖτο πᾶσα Βαβυλών. ὥσπερ δὲ ἐν Ὀλυμπίοις τοὺς ἀθλητὰς ἔστι θεάσασθαι παραγινομένους ἐπὶ τὸ στάδιον μετὰ παραπομπῆς, οὕτω δὴ κἀκείνους. τὸ μὲν δοκιμώτατον Περσῶν πλῆθος παρέπεμπε Διονύσιον, ὁ δὲ δῆμος Χαιρέαν. (6,2,2) συνευχαὶ δὲ καὶ ἐπιβοήσεις μυρίαι τῶν σπευδόντων ἑκατέροις, ἐπευφημούντων »σὺ κρείττων, σὺ νικᾷς.« ἦν δὲ τὸ ἆθλον οὐ κότινος, οὐ μῆλα, οὐ πίτυς, ἀλλὰ κάλλος τὸ πρῶτον, ὑπὲρ οὗ δικαίως ἂν ἤρισαν καὶ θεοί. Mit Tagesanbruch wurde der königliche Gerichtssaal instandgesetzt. Eine Menge Menschen lief nach dem Schloss und ganz Babylon war in Bewegung. Die Parteien kamen, gleich den Kämpfern in den olympischen Spielen von einer großen Begleitung umgeben. Die vornehmen Perser gingen mit dem Dionysios, das Volk mit dem Chaireas. Auf beiden Seiten hörte man aufmunternden Zuruf und Glückwünsche: "Du behältst die Oberhand! Du siegst!" - Selbst Götter würden sich hier zu streiten nicht geschämt haben, denn der Preis war kein Olivenzweig, kein Apfel, keine Fichte, sondern die berühmteste Schönheit.
βασιλεὺς δὲ καλέσας τὸν εὐνοῦχον Ἀρταξάτην, ὃς ἦν παρ' αὐτῷ μέγιστος, »ὄναρ μοι« φησὶν »ἐπιστὰν βασίλειοι θεοὶ θυσίας ἀπαιτοῦσι καὶ δεῖ με πρῶτον ἐκτελέσαι τὰ τῆς εὐσεβείας. (6,2,3) παράγγειλον οὖν τριάκοντα ἡμερῶν ἱερομηνίαν ἑορτάζειν πᾶσαν τὴν Ἀσίαν ἀφειμένην δικῶν τε καὶ πραγμάτων.« Indessen ließ der König den Eunuchen Artaxates kommen, der am meisten bei ihm galt. "Ich habe einen Traum gehabt," redete er ihn an. "Die Götter, die die Könige beschützen, verlangen ein Opfer von mir. Meine Pflichten gegen sie muss ich vor allen andern erfüllen. Mache daher bekannt, dass in ganz Asien dreißig Tage lang ein Fest gefeiert werden soll. Handel, Prozesse und andere Geschäfte müssen so lange liegen bleiben."

ὁ δὲ εὐνοῦχος τὸ προσταχθὲν ἀπήγγειλε, πάντα δὲ εὐθὺς μεστὰ θυόντων, ἐστεφανωμένων. (6,2,4) αὐλὸς ἤχει καὶ σύριγξ ἐκελάδει καὶ ᾄδοντος ἠκούετο μέλος· ἐθυμιᾶτο τὰ πρόθυρα καὶ πᾶς στενωπὸς συμπόσιον ἦν,

Der Eunuch machte den Befehl bekannt. Sogleich sah man allerorts Opfernde und Bekränzte. Flöten Schalmeien und Gesänge ertönten. Man räucherte vor den Türen und jede Straße war ein Gastmahl.

κνίση δ' οὐρανὸν ἷκεν ἑλισσομένη περὶ καπνῷ·
Hom.Il.1,317

Opferdampf und Wohlgerüche wälzten sich himmelan in dichten Wolken.
βασιλεὺς δὲ μεγαλοπρεπεῖς θυσίας παρέστησε τοῖς βωμοῖς. τότε πρῶτον καὶ Ἔρωτι ἔθυσε καὶ πολλὰ παρεκάλεσεν Ἀφροδίτην, ἵνα αὐτῷ βοηθῇ πρὸς τὸν υἱόν. (6,2,5) Πάντων δὲ ἐν θυμηδίαις ὄντων μόνοι τρεῖς ἐλυποῦντο, Καλλιρόη, Διονύσιος, καὶ πρὸ τούτων Χαιρέας. Καλλιρόη δὲ οὐκ ἠδύνατο λυπεῖσθαι φανερῶς ἐν τοῖς βασιλείοις, ἀλλ' ἡσυχῆ καὶ λανθάνουσα ὑπέστενε καὶ τῇ ἑορτῇ κατηρᾶτο· Der König brachte königliche Opfer an den Altären dar. Zum ersten Mal opferte er jetzt auch dem Gott der Liebe und Aphrodite bat er inbrünstig, ihm Hilfe gegen ihren Sohn zu leisten. Alles war in Vergnügen und Freude aufgelöst; nur drei trauerten in Babylon, die Nebenbuhler und noch mehr Kallirhoe. Sie nagte der Schmerz im Innersten, da sie ihre Betrübnis im königlichen Schloss nicht laut äußern durfte. Verstohlen seufzte sie, verbarg ihre Tränen und verwünschte das Fest.
Διονύσιος δ' ἑαυτῷ, διότι Μίλητον κατέλιπε. »φέρε« φησίν, »ὦ τλῆμον, τὴν ἑκούσιον συμφοράν· ἑαυτῷ γὰρ αἴτιος εἶ τούτων. (6,2,6) ἐξῆν σοι Καλλιρόην ἔχειν καὶ Χαιρέου ζῶντος. σὺ ἦς ἐν Μιλήτῳ κύριος, καὶ οὐδὲ ἡ ἐπιστολὴ Καλλιρόῃ τότε σοῦ μὴ θέλοντος ἐδόθη. τίς ἂν εἶδε; τίς ἂν προσῆλθε; (6,2,7) φέρων δὲ σεαυτὸν εἰς μέσους ἔρριψας τοὺς πολεμίους. καὶ εἴθε σεαυτὸν μόνον· νῦν δὲ καὶ τὸ τῆς ψυχῆς σου τιμιώτερον κτῆμα. διὰ τοῦτο πανταχόθεν σοι πόλεμος κεκίνηται. τί δοκεῖ σοι, ἀνόητε; Χαιρέαν ἀντίδικον ἔχεις· κατεσκεύασας σεαυτῷ δεσπότην ἀντεραστήν. νῦν βασιλεὺς καὶ ὀνείρατα βλέπει, καὶ ἀπαιτοῦσιν αὐτὸν θυσίας οἷς καθημέραν θύει. (6,2,8) ὢ τῆς ἀναισχυντίας· παρέλκει τις τὴν κρίσιν, ἔνδον ἔχων ἀλλοτρίαν γυναῖκα, καὶ ὁ τοιοῦτος εἶναι λέγει δικαστής.« Dionysios verwünschte sich selbst, dass er Milet verlassen hatte. "O Tor!" rief er, "du selbst bist schuld an Deinem Unglück! Ertrage nun, was du dir selbst zugezogen hast! Du hättest Kallirhoe behalten können, wenn auch Chaireas lebte. Zu Milet warst du Herr in deinem Haus. Dort konnte Kallirhoe nicht einmal einen Brief gegen deinen Willen erhalten. Wer durfte sie ohne deine Erlaubnis sehen oder sprechen? Du hast dich selbst mitten unter Feinde gestürzt, und, wollte Gott, nur dich allein! Nein, auch was dir lieber als dein Leben ist, darum bekämpft man dich nun von allen Seiten. Tor! Wähnst du, dass Chaireas allein dein Feind ist? Den König selbst hast du zu deinem Nebenbuhler gemacht! Jetzt hat er Träume, die Opfer von ihm fordern und die bringt er Tag für Tag. O, über die Unverschämtheit! Er zögert zu entscheiden, weil er meine Frau im Schloss hat! - und solche Menschen nennen sich Richter!" -
τοιαῦτα μὲν ὠδύρετο Διονύσιος, Χαιρέας δὲ οὐχ ἥπτετο τροφῆς, οὐδὲ ὅλως ἤθελε ζῆν. Πολυχάρμου δὲ τοῦ φίλου κωλύοντος αὐτὸν ἀποκαρτερεῖν »σύ μοι πάντων« εἶπε »πολεμιώτατος ὑπάρχεις φίλου σχήματι· βασανιζόμενον γάρ με κατέχεις καὶ ἡδέως κολαζόμενον ὁρᾷς. (6,2,9) εἰ δὲ φίλος ἦς, οὐκ ἂν ἐφθόνεις μοι τῆς ἐλευθερίας ὑπὸ δαίμονος κακοῦ τυραννουμένῳ. πόσους μου καιροὺς εὐτυχίας ἀπολώλεκας; μακάριος ἦν, εἰ ἐν Συρακούσαις θαπτομένῃ Καλλιρόῃ συνετάφην· ἀλλὰ καὶ τότε σύ με βουλόμενον ἀποθανεῖν ἐκώλυσας καὶ ἀφείλω καλῆς συνοδίας· τάχα γὰρ οὐκ ἂν ἐξῆλθε τοῦ τάφου καταλιποῦσα τὸν νεκρόν. (6,2,10) εἰ δ' οὖν, ἐκείμην ταύτῃ τὰ μετὰ ταῦτα κερδήσας, τὴν πρᾶσιν, τὸ λῃστήριον, τὰ δεσμά, τὸν τοῦ σταυροῦ χαλεπώτερον βασιλέα. ὢ θανάτου καλοῦ, μεθ' ὃν ἤκουσα τὸν δεύτερον Καλλιρόης γάμον. οἷον πάλιν καιρὸν ἀπώλεσάς μου τῆς ἀποκαρτερήσεως, τὸν μετὰ τὴν δίκην. (6,2,11) ἰδὼν Καλλιρόην οὐ προσῆλθον, οὐ κατεφίλησα. ὢ καινοῦ καὶ ἀπίστου πράγματος· κρίνεται Χαιρέας εἰ Καλλιρόης ἀνήρ ἐστιν. ἀλλ' οὐδὲ τὴν ὁποιανδήποτε κρίσιν ὁ βάσκανος δαίμων ἐπιτρέπει τελεσθῆναι. καὶ ὄναρ καὶ ὕπαρ οἱ θεοί με μισοῦσι.« So klagte Dionysios. Chaireas aß nicht und wollte nicht mehr leben. Da Polycharmos ihm das Essen aufnötigte, schalt er ihn: "Du bist mein ärgster Feind unter dem Schild der Freundschaft. Du hältst mich auf der Folter fest und freust dich über meine Schmerzen. Mir, den ein zorniger Gott verfolgt, würdest du die Freiheit nicht missgönnen, wenn du mein Freund wärest. Um wie viele Tage der Vergessenheit hast du mich schon gebracht! Wie selig wäre ich, wenn ich zu Syrakus gestorben und neben Kallirhoe beigesetzt worden wäre!Aber auch damals hieltest du mich vom Tod ab und brachtest mich um die prächtige Begleitung zum Orkos. Vielleicht hätte sie das Grab nicht verlassen, wenn ich darin zurückgeblieben wäre! All das Ungemach, das mich seitdem traf, hätte ich vermieden, den Räuberüberfall, die Sklavenfesseln und den König, der noch schlimmer ist als das Kreuz in Karien. O schöner Tod, nachdem ich nichts davon gehört hätte, dass Kallirhoe sich zum zweiten Mal vermählte. Und wiederum, was für ein Leben erhieltest du mir seit dem Gericht durch die erzwungene Fütterung! Ich sah Kallirhoe, sie kam nicht zu mir, umarmte mich nicht. O unerhörtes, unglaubliches Geschick! Es soll erst entschieden werden, ob ich ihr Mann sei. Und dieses Gericht lässt der Gott, der mich verfolgt, nicht einmal zu Ende kommen! Ich mag wachen oder schlafen, so quälen mich die Götter." -
ταῦτα λέγων ὥρμησεν ἐπὶ ξίφος, κατέσχε δὲ τὴν χεῖρα Πολύχαρμος καὶ μονονουχὶ δήσας παρεφύλαττεν αὐτόν. Verzweifelt griff er bei diesen Worten zum Schwert, aber Polycharmos hielt ihm den Arm, bewachte ihn unablässig und hätte ihn gern gleich einem Wahnsinnigen gebunden.
III (6,3,1) Βασιλεὺς δὲ καλέσας τὸν εὐνοῦχον, ὃς ἦν αὐτῷ πιστότατος ἁπάντων, τὸ μὲν πρῶτον ᾐδεῖτο κἀκεῖνον· ἰδὼν δὲ αὐτὸν Ἀρταξάτης ἐρυθήματος μεστὸν καὶ βουλόμενον εἰπεῖν, »τί κρύπτεις« ἔφη »δέσποτα, δοῦλον σόν, εὔνουν σοι καὶ σιωπᾶν δυνάμενον; τί τηλικοῦτον συμβέβηκε δεινόν; ὡς ἀγωνιῶ μή τινα ἐπιβουλὴν ...« Der König ließ seinen vertrauten Eunuchen kommen. Auch vor ihm schämte er sich anfänglich; als aber Artaxates merkte, dass der König schamrot und verlegen sei, was er sagen solle, redete er ihm traulich zu: "Welches Geheimnis, mein Gebieter, verbirgst du vor deinem treuen und verschwiegenen Knecht? Was für ein Unglück ist dir begegnet? Ich ängstige mich wahrhaftig, als wenn man dir nach dem Leben trachtete." -
εἶπε βασιλεὺς »καὶ μεγίστην, ἀλλ' οὐχ ὑπ' ἀνθρώπων, ἀλλ' ὑπὸ θεοῦ. (6,3,2) τίς γάρ ἐστιν Ἔρως πρότερον ἤκουον ἐν μύθοις τε καὶ ποιήμασιν, ὅτι κρατεῖ πάντων τῶν θεῶν καὶ αὐτοῦ τοῦ Διός· ἠπίστουν δὲ ὅμως ὅτι δύναταί τις παρ' ἐμοὶ ἐμοῦ γενέσθαι δυνατώτερος. ἀλλὰ πάρεστιν ὁ θεός· ἐνδεδήμηκεν εἰς τὴν ἐμὴν ψυχὴν πολὺς καὶ σφοδρὸς Ἔρως· δεινὸν μὲν ὁμολογεῖν, ἀληθῶς δὲ ἑάλωκα.« (6,3,3) ταῦτα ἅμα λέγων ἐνεπλήσθη δακρύων, ὥστε μηκέτι τι δύνασθαι προσθεῖναι τοῖς λόγοις· "Allerdings," erwiderte der König, "ist mein Leben in Gefahr; aber kein Mensch, ein Gott ist's, der mir nachstellt. Ich kenne den Gott der Liebe zwar aus Märchen und Gedichten, ich wusste, dass er alle Götter und selbst Zeus beherrscht; dass aber irgendein Gott oder Mensch auch über mich Herr werden könne, das stellte ich mir nicht vor. Hier ist der Gott. Mit heftiger Gewalt hat er sich in mein Herz gedrängt. Ich muss bekennen, dass ich überwunden bin." - Ein Tränenstrom erstickte seine Rede, so dass er nicht mehr zu sprechen vermochte.
ἀποσιωπήσαντος δὲ εὐθὺς μὲν Ἀρταξάτης ἠπίστατο πόθεν ἐτρώθη. οὐδὲ γὰρ πρότερον ἀνύποπτος ἦν, ἀλλὰ ᾐσθάνετο μὲν τυφομένου τοῦ πυρός, ἔτι γε μὴν οὐδὲ ἀμφίβολον ἦν οὐδὲ ἄδηλον ὅτι Καλλιρόης παρούσης οὐκ ἂν ἄλλου τινὸς ἠράσθη· (6,3,4) προσεποιεῖτο ὅμως ἀγνοεῖν καὶ »ποῖον« ἔφη »κάλλος δύναται τῆς σῆς κρατῆσαι, δέσποτα, ψυχῆς, ᾧ τὰ καλὰ πάντα δουλεύει, χρυσός, ἄργυρος, ἐσθής, ἵπποι, πόλεις, ἔθνη; καλαὶ μὲν μυρίαι γυναῖκες, ἀλλὰ καὶ Στάτειρα καλλίστη τῶν ὑπὸ τὸν ἥλιον, ἧς ἀπολαύεις μόνος. ἐξουσία δὲ ἔρωτα καταλύει, πλὴν εἰ μή τις ἐξ οὐρανοῦ καταβέβηκε τῶν ἄνωθεν ἢ ἐκ θαλάττης ἀναβέβηκεν ἄλλη Θέτις. (6,3,5) πιστεύω γὰρ ὅτι καὶ θεοὶ τῆς σῆς ἐρῶσι συνουσίας.« Des ungeachtet erriet doch Artaxates gleich, woher die Wunde kam. Die Sache war ihm nicht neu, denn er hatte das Feuer schon lange erglimmen sehen, un die Urheberin war nicht sehr zweifelhaft. In Kallirhoes Anwesenheit hätte sich der König nicht leicht in eine andere verliebt. Doch stellte er sich, als wenn er das nicht wüsste und fragte: "O mein Gebieter, welche Schönheit kann dich überwältigen, dir Kummer machen, dem alles zu Gebote steht? Gold und Silber, Kleiderpracht und schöne Pferde, Städte und Völker, schöne Weiber aus allen Gegenden in Menge sind dein Eigentum, und vor alle, Stateira, die Schönste unter der Sonne, die du allein besitzest. Aber freilich, im ruhigen Besitz erkaltet die Liebe, es müsste denn eine Göttin vom Himmel herab oder eine neue Thetis den Fluten entsteigen, denn ich glaube, dass die Gottheiten selbst deinen Umgang lieben müssen." -
ἀπεκρίνατο βασιλεὺς »τοῦτο ἴσως ἀληθές ἐστιν, ὃ λέγεις, ὅτι θεῶν τίς ἐστιν ἥδε ἡ γυνή· οὐδὲ γὰρ ἀνθρώπινον τὸ κάλλος· πλὴν οὐχ ὁμολογεῖ· προσποιεῖται δὲ Ἑλληνὶς εἶναι Συρακοσία. καὶ τοῦτο δὲ τῆς ἀπάτης ἐστὶ σημεῖον. (6,3,6) ἐλεγχθῆναι γὰρ οὐ βούλεται πόλιν εἰποῦσα οὐδεμίαν τῶν ὑφ' ἡμᾶς, ἀλλ' ὑπὲρ τὸν Ἰόνιον καὶ τὴν πολλὴν θάλασσαν τὸν περὶ αὑτῆς μῦθον ἐκπέμπει. προφάσει δὲ δίκης ἦλθεν ἐπ' ἐμὲ καὶ ὅλον τὸ δρᾶμα τοῦτο ἐκείνη κατεσκεύασε. θαυμάζω δέ σε πῶς ἐτόλμησας Στάτειραν λέγειν καλλίστην ἁπασῶν, Καλλιρόην βλέπων. (6,3,7) σκεπτέον οὖν πῶς ἂν ἀπαλλαγείην τῆς ἀνίας. ζήτει πανταχόθεν εἴ τι ἄρα δυνατόν ἐστιν εὑρεῖν φάρμακον.« "Es ist vielleicht nicht unwahr," erwiderte der König, "dass diese Frau eine der Göttinnen ist, denn ihre Schönheit ist übermenschlich. Sie gibt aber das nicht zu, will eine Griechin aus Syrakus sein. Das ist nur ein Beweis ihrer Schlauheit. Sie will sich nicht ertappen, nicht Lügen strafen lassen; drum nennt sie nicht etwa eine von unseren Städten; sie setzt den Schauplatz ihrer Fabeln weit über das Ionische und große Meer. Unter dem Vorwand eines Prozesses kommt sie zu mir und am Ende hat sie den Handel selbst angesponnen. Ich wundere mich nur, wie du Stateira die schönste aller Weiber nennen kannst, da du doch Kallirhoe gesehen hast! Aber sage mir nun: wie befreie ich mich von dieser Qual? Sinne nach, ob du nicht irgendwo ein Mittel finden kannst!" -
»εὕρηται« φησὶ »φάρμακον, βασιλεῦ, καὶ παρ' Ἕλλησι καὶ βαρβάροις, τοῦτο ὅπερ ζητεῖς. φάρμακον γὰρ ἕτερον Ἔρωτος οὐδέν ἐστι πλὴν αὐτὸς ὁ ἐρώμενος· τοῦτο δὲ ἄρα καὶ τὸ ᾀδόμενον λόγιον ἦν ὅτι ὁ τρώσας αὐτὸς ἰάσεται.« "Es ist gefunden, mein König. Die Griechen und andere Völker kennen das Mittel, das du suchst: Gegen die Liebe gibt's kein anderes, als den geliebten Gegenstand selbst. Nichts anderes will das berühmte Orakel sagen: dass der heilen könne, der die Wunde geschlagen hat." -
κατῃδέσθη βασιλεὺς τὸν λόγον καὶ »μὴ σύ γε« ἔφη »τοιοῦτο μηδὲν εἴπῃς, ἵνα γυναῖκα ἀλλοτρίαν διαφθείρω. (6,3,8) μέμνημαι νόμων οὓς αὐτὸς ἔθηκα καὶ δικαιοσύνης ἣν ἐν ἅπασιν ἀσκῶ. μηδεμίαν μου καταγνῷς ἀκρασίαν. οὐχ οὕτως ἑαλώκαμεν.« Diese Worte machten den König ernsthaft."Rate mir nicht so etwas," sprach er, "dass ich die Frau eines andern verführen solle. Ich kenne die Gesetze, die ich selbst gegeben habe. Ich habe jederzeit Gerechtigkeit geübt und bin mir keines Fehltrittes bewusst. So sehr bin ich denn doch nicht eingenommen." -
δείσας Ἀρταξάτης ὡς εἰπών τι προπετές, μετέβαλε τὸν λόγον εἰς ἔπαινον. »σεμνῶς« ἔφη »διανοῇ, βασιλεῦ. μὴ τὴν ὁμοίαν τοῖς ἄλλοις ἀνθρώποις θεραπείαν τῷ Ἔρωτι προσαγάγῃς, ἀλλὰ τὴν κρείττονα καὶ βασιλικήν, ἀνταγωνιζόμενος ἑαυτῷ· δύνασαι γάρ, ὦ δέσποτα, σὺ μόνος κρατεῖν καὶ θεοῦ. (6,3,9) ἄπαγε δὴ τὴν σεαυτοῦ ψυχὴν εἰς πάσας ἡδονάς. μάλιστα δὲ κυνηγεσίοις ἐΧαιρέτως χαίρεις· οἶδα γάρ σε ὑφ' ἡδονῆς διημερεύοντα ἄβρωτον, ἄποτον ἐν θήρᾳ. θήρᾳ δὲ ἐνδιατρίβειν βέλτιον ἢ τοῖς βασιλείοις καὶ ἐγγὺς εἶναι τοῦ πυρός.« Voll Furcht, etwa Übereiltes gesagt zu haben, gab Artaxates dem Gespräch eine andere Wendung und ging zu Lobeshymnen über: "Du denkst erhaben, großer König, wie es deiner Würde angemessen ist! Du magst nicht, wie andere Menschen dem Gott der Liebe zu frönen. Du willst groß und königlich handeln und dich selbst bekämpfen! Du allein, Herr, kannst den Gott überwinden! Zerstreue dich durch andere Lustbarkeiten! Die Jagd machte dir immer Vergnügen. Ich weiß, dass du ihretwegen schon ganze Tage ohne Speise und Trank bliebest. Widme dich ihr und entferne dich von dem Feuer, das dir in deinem Schloss droht!" -
IV (6,4,1) Ταῦτα ἤρεσε καὶ θήρα κατηγγέλλετο μεγαλοπρεπής. ἐξήλαυνον ἱππεῖς κεκοσμημένοι καὶ Περσῶν οἱ ἄριστοι καὶ τῆς ἄλλης στρατιᾶς τὸ ἐπίλεκτον. πάντων δὲ ὄντων ἀξιοθεάτων διαπρεπέστατος ἦν αὐτὸς ὁ βασιλεύς. (6,4,2) καθῆστο γὰρ ἵππῳ Νισαίῳ καλλίστῳ καὶ μεγίστῳ χρύσεον ἔχοντι χαλινόν, χρύσεα δὲ φάλαρα καὶ προμετωπίδια καὶ προστερνίδια· πορφύραν δὲ ἠμφίεστο Τυρίαν τὸ δὲ ὕφασμα Βαβυλώνιον καὶ τιάραν ὑακινθινοβαφῆ· χρύσεον δὲ ἀκινάκην ὑπεζωσμένος δύο ἄκοντας ἐκράτει, καὶ φαρέτρα καὶ τόξον αὐτῷ παρήρτητο, Σηρῶν ἔργον πολυτελέστατον. (6,4,3) καθῆστο δὲ σοβαρός· ἔστι γὰρ ἴδιον Ἔρωτος τὸ φιλόκοσμον· ἤθελε δὲ μέσος ὑπὸ Καλλιρόης ὁραθῆναι, καὶ διὰ τῆς πόλεως ἁπάσης ἐξιὼν περιέβλεπεν εἴ που κἀκείνη θεᾶται τὴν πομπήν.

Dabei blieb es denn. Es wurde eine große Treibjagd angekündigt. Die prächtige Suite, die vornehmsten Perser und auserlesene Leute aus der Armee begleiteten den König zu Pferd. Der Zug war prachtvoll, aber vor allen strahlte der König selbst. Er ritt ein großes und schönes nisanisches Pferd. Von Gold waren der Zaum, die Decke, der Kopfputz und das Brustgehänge. Ihn selbst umhüllte ein babylonisches Gewebe von tyrischem Purpur, und eine dunkelfarbige Tiara bedeckte sein Haupt. Mit einem goldenen Schwert umgürtet, zwei Wurfspieße in der Hand, kostbare Bogen und Pfeile von serischer Arbeit auf dem Rücken, saß er stolz und ernst auf seinem Ross. Die Eitelkeit ist immer um die Liebe. Er wünschte, mitten unter allen von Kallirhoe erkannt zu werden, und soweit des Schlosses Aussicht reichte, sah er sich um, ob sie nicht irgendwo dem Auszug nachschaue.

ταχέως δὲ ἐνεπλήσθη τὰ ὄρη βοώντων, θεόντων, κυνῶν ὑλασσόντων, ἵππων χρεμετιζόντων, θηρῶν ἐλαυνομένων. (6,4,4) ἡ σπουδὴ καὶ ὁ θόρυβος ἐκεῖνος αὐτῶν ἐξέστησεν ἂν καὶ τὸν Ἔρωτα· τέρψις γὰρ ἦν, μετ' ἀγωνίας καὶ χαρά, μετὰ φόβου καὶ κίνδυνος ἡδύς. ἀλλὰ βασιλεὺς οὔτε ἵππον ἔβλεπε, τοσούτων ἱππέων αὐτῷ παραθεόντων, οὔτε θηρίον, τοσούτων διωκομένων, οὔτε κυνὸς ἤκουε, τοσούτων ὑλακτούντων, οὔτε ἀνθρώπων, πάντων βοώντων. (6,4,5) ἔβλεπε δὲ Καλλιρόην μόνην τὴν μὴ παροῦσαν, καὶ ἤκουεν ἐκείνης τῆς μὴ λαλούσης. συνεξῆλθε γὰρ ἐπὶ τὴν θήραν ὁ Ἔρως αὐτῷ, καί, ἅτε δὴ φιλόνεικος θεός, ἀντιταττόμενον ἰδὼν καὶ βεβουλευμένον, ὡς ᾤετο, καλῶς, εἰς τοὐναντίον τὴν τέχνην περιέτρεψεν αὐτῷ καὶ δι' αὐτῆς τῆς θεραπείας ἐξέκαυσε τὴν ψυχήν, ἔνδον παρὼν καὶ λέγων »οἷον ἦν ἐνθάδε Καλλιρόην ἰδεῖν, κνήμας ἀνεζωσμένην καὶ βραχίονας γεγυμνωμένην, πρόσωπον ἐρυθήματος, στῆθος ἀσταθμήτου πλῆρες. (6,4,6) ἀληθῶς Bald waren die Gebirge voll von Hundegebell und jauchzenden Jägern, von wiehernden Rossen und keuchendem Wild. Leicht entthront ein solcher fröhlicher Tumult die Liebe auf ein Weilchen, denn das Vergnügen ist da mit Furcht gepaart und die Gefahr ist süß; allein der König sah nicht die Rosse, die vor ihm hinjagten, nicht das gehetzte Wild, hörte nicht der Hunde Bellen, nicht das Jauchzen der Jäger. Er sah nur Kallirhoe, die nicht zugegen war, hörte nur sie, die nicht sprach; denn Eros, ein Freund des Wettstreits, war mit ihm ausgezogen. Da er sah, dass sich der König sträubte, und einen guten Weg einzuschlagen schien, führte er ihn auf diesem Wege gerade zu dem Gegenteil, und die Liebe wurde durch das versuchte Gegenmittel nur noch mehr angefacht. Er schlich sich in des Königs Herz und flüsterte ihm zu: Wie schön wäre es, wenn sie hier wäre, mit hochgeschürztem Kleid, mit entblößtem Arm, mit glühendem Gesicht und wogender Brust -

οἵη δ' Ἄρτεμις εἶσι κατ' οὔρεος ἰοχέαιρα, ἢ κατὰ Τηύγετον περιμήκετον ἢ Ἐρύμανθον, τερπομένη κάπροισι καὶ ὠκείῃς ἐλάφοισι.«
Hom.Od.6,102

so wie die Göttin der Jagd durch des Erymanthos Gebüsche eilt und sich ergötzt, die schnellen Hirsche zu fällen! -
(6,4,7) ταῦτα ἀναζωγραφῶν καὶ ἀναπλάττων ἐξεκαίετο σφόδρα. ... So dachte der König und malte die Erfüllung vergeblicher Wünsche mit schönen Farben aus. Statt zu vergessen glühte er noch stärker. Bald sah man ihn nicht mehr, denn einsam ritt er in dunklem Gebüsch mit dem Vertrauten. Jetzt bogen sie, in heimliches Gespräch vertieft, vom Wald ab:
ταῦτα λέγοντος Ἀρταξάτης ὑπολαβὼν »ἐπιλέλησαι« φησί, »δέσποτα, τῶν γεγονότων· Καλλιρόη γὰρ ἄνδρα οὐκ ἔχει, μένει δὲ ἡ κρίσις, τίνι ὀφείλει γαμηθῆναι. μέμνησο οὖν ὅτι χήρας ἐρᾷς? ὡς μήτε τοὺς νόμους αἰδοῦ, κεῖνται γὰρ ἐπὶ τοῖς γάμοις, μήτε μοιχείαν, δεῖ γὰρ πρῶτον εἶναι ἄνδρα τὸν ἀδικούμενον, εἶτα τὸν ἀδικοῦντα μοιχόν.« "Erwäge, mein Gebieter," unterbrach Artaxates den König, "erwäge nur, wie die Dinge stehen! Kallirhoe hat jetzt so gut wie keinen Mann, denn es ist ja noch nicht entschieden, wessen Gattin sie werden soll. Erinnere dich also, dass du eine Witwe liebst und dass du dich daher vor den Gesetzen nicht zu scheuen brauchst, denn diese fragen nur nach wirklichen Ehen. Fürchte also nicht, dass du einen Ehebruch begehen würdest, denn erst muss ein Ehemann dasein, dessen Recht zu verletzen sind; dann erst kann man von einem Ehebrecher reden, der ihn beleidigt habe!" -
(6,4,8) ἤρεσεν ὁ λόγος τῷ βασιλεῖ, πρὸς ἡδονὴν γὰρ ἦν, καὶ προσλαβόμενος ὑπὸ χεῖρα τὸν εὐνοῦχον κατεφίλησε καὶ »δικαίως ἄρα σε ἐγὼ« ἔφη »πάντων προτιμῶ· σὺ γὰρ εὐνούστατος καὶ φύλαξ ἀγαθὸς ἐμοί. ἄπιθι δὴ καὶ Καλλιρόην ἄγε. δύο δέ σοι προστάσσω, μὴ ἄκουσαν, μήτε φανερῶς· θέλω γάρ σε καὶ πεῖσαι καὶ λαθεῖν.«
Diese Reden waren dem König angenehm; sie beschönigten seine Leidenschaft. Feurig umarmte er den Eunuchen und küsste ihn: "Mit Recht ziehe ich dich allen andern vor! Du hegst die treueste Gesinnung gegen mich und sorgst am eifrigsten für mein Bestes. Geh hin und wirb für mich bei Kallirhoe! Aber ich sage dir: es muss in der Stille und ohne Gewalttätigkeit geschehen. Du sollst sie überreden, täuschen, nur nicht zwingen!" -
(6,4,9) Εὐθὺς οὖν ἀνακλητικὸν τῆς θήρας σύνθημα διεδόθη καὶ πάντες ἀνέστρεφον· βασιλεὺς δὲ ἀνηρτημένος ταῖς ἐλπίσιν εἰσήλαυνεν εἰς τὰ βασίλεια χαίρων ὡς τὸ κάλλιστον θήραμα θηράσας. (6,4,10) καὶ Ἀρταξάτης δὲ ἔχαιρε νομίζων † πρὸς † ὑπηρεσίαν ὑπεσχῆσθαι, βραβεύσειν δὲ λοιπὸν ἅρμα βασιλικόν, χάριν εἰδότων ἀμφοτέρων αὐτῷ, Καλλιρόης δὲ μᾶλλον· ἔκρινε γὰρ τὴν πρᾶξιν ῥᾳδίαν, ὡς εὐνοῦχος, ὡς δοῦλος, ὡς βάρβαρος. οὐκ ᾔδει δὲ φρόνημα Ἑλληνικὸν εὐγενὲς καὶ μάλιστα τὸ Καλλιρόης τῆς σώφρονος καὶ φιλάνδρου. Sogleich wurde das Zeichen zur Heimkehr gegeben. Der König freute sich, Kallirhoe erjagt zu haben, und Artaxates, dass er zu einem Geschäft gebraucht werde, das ihm unfehlbar das Ruder des Staats in die Hände spielen müsse, denn beide, der König und sie, würden ihm Dank schulden. Viel versprach er sich von Kallirhoe und glaubte, dass die Sache leicht gehen werde. Als Verschnittener, als Sklave und Höfling hatte er keinen Begriff von dem Mut einer Griechin. Viel weniger konnte er sich von der Keuschheit, von der Treue Kallirhoes eine Vorstellung machen.
V (6,5,1) Καιρὸν οὖν ἐπιτηρήσας ἧκε πρὸς αὐτὴν καὶ μόνης λαβόμενος »μεγάλων« εἶπεν »ἀγαθῶν, ὦ γύναι, θησαυρόν σοι κεκόμικα· καὶ σὺ δὲ μνημόνευέ μου τῆς εὐεργεσίας· εὐχάριστον γὰρ εἶναί σε πιστεύω.« Er wartete die Gelegenheit ab, bis sie allein war, dann ging er zu ihr: "Ich bringe dir einen Schatz und großes Glück," redete er sie an. "Erinnere dich an mein Geschenk! - Doch ich glaube, du kannst nicht undankbar sein." -
πρὸς τὴν ἀρχὴν τοῦ λόγου Καλλιρόη περιχαρὴς ἐγένετο· φύσει γὰρ ἄνθρωπος, ὃ βούλεται, τοῦτο καὶ οἴεται. (6,5,2) τάχ' οὖν ἔδοξεν ἀποδίδοσθαι Χαιρέᾳ καὶ ἔσπευδε τοῦτο ἀκοῦσαι, καὶ τῶν εὐαγγελίων ἀμείψασθαι τὸν εὐνοῦχον ὑπισχνουμένη. πάλιν δὲ ἐκεῖνος ἀναλαβὼν ἀπὸ προοιμίων ἤρξατο »σύ, γύναι, κάλλος μὲν θεῖον εὐτύχησας, μέγα δέ τι ἀπ' αὐτοῦ καὶ σεμνὸν οὐκ ἐκαρπώσω. (6,5,3) τὸ διὰ γῆς πάσης ἔνδοξον καὶ περιβόητον ὄνομα μέχρι σήμερον οὐχ εὗρεν οὔτ' ἄνδρα κατ' ἀξίαν οὔτ' ἐραστήν, ἀλλ' ἐνέπεσεν εἰς δύο, νησιώτην πένητα, καὶ ἕτερον, δοῦλον βασιλέως. (6,5,4) τί σοι γέγονεν ἐκ τούτων μέγα καὶ λαμπρόν; ποίαν χώραν ἔχεις εὔφορον; ποῖον κόσμον πολυτελῆ; τίνων πόλεων ἄρχεις; πόσοι δοῦλοί σε προσκυνοῦσι; γυναῖκες Βαβυλώνιαι θεραπαινίδας ἔχουσι πλουσιωτέρας σου. πλὴν οὐκ ἠμελήθης εἰς πάντα, ἀλλὰ κήδονταί σου θεοί. (6,5,5) διὰ τοῦτό σε ἐνθάδε ἤγαγον, πρόφασιν εὑρόντες τὴν δίκην, ἵνα σε ὁ μέγας βασιλεὺς θεάσηται. καὶ τοῦτο πρῶτον εὐαγγέλιον ἔχεις· ἡδέως σε εἶδε. κἀγὼ δὲ αὐτὸν ἀναμιμνήσκω καὶ ἐπαινῶ σε παρ' ἐκείνῳ.« τοῦτο γὰρ προσέθηκεν· εἴωθε γὰρ πᾶς δοῦλος, ὅταν διαλέγηταί τινι περὶ τοῦ δεσπότου, καὶ ἑαυτὸν συνιστᾶν, ἴδιον ἐκ τῆς ὁμιλίας μνώμενος κέρδος. Bei diesen Worten wurde Kallirhoe ungemein fröhlich, denn der Mensch ist immer geneigt, das zu glauben, was er wünscht. Unfehlbar, dachte sie, werde sie dem Chaireas wiedergegeben werden.Sie war begierig, das zu hören und versprach dem Eunuchen, seine Botschaft zu belohnen. Er ergriff daher das Wort und sagte nach einigen Umschweifen: "Du bist so glücklich, eine göttliche Schönheit zu besitzen, aber doch hast du dir bis jetzt durch sie kein sonderliches Glück erworben. Dein in der ganzen Welt berühmter Name hat dir bis dahin weder einen Mann, noch einen Liebhaber verschafft, der deiner würdig wäre. Du fielst zwei Männern zu, von denen einer ein armer Insulaner, der andere ein Knecht des Königs ist. Was hast du Schönes und Großes von beiden erhalten? Wo hast du ein schönes Land oder nur einen Schmuck von bedeutendem Wert? Wo sind die Städte, die dir untertan wurden? Wo die Sklaven, die sich vor dir niederwerfen? Die babylonischen Weiber haben Sklavinnen, die reicher sind als du. Aber du bist nicht ganz und gar verlassen, die Götter sorgen noch für Dich! Unter dem Vorwand des Prozessen führen sie dich deshalb hierher, damit dich der Großkönig sieht. Und das ist die erste gute Botschaft, die ich dir bringe: Der König hat dich mit Vergnügen gesehen, und ich erinnere mich deiner oft und lobe dich bei ihm." - Der Zusatz war Lug, wie es die Diener machen. Wenn sie mit jemand von ihrem Herrn reden, so unterlassen sie gewiss nicht, ihr Ansehen bei ihm in gehöriges Licht zu setzen, um sich ein gutes Trinkgeld zu verdienen.
(6,5,6) Καλλιρόη δὲ εὐθὺς τὴν καρδίαν ἐπλήγη ὥσπερ ὑπὸ ξίφους τοῦ λόγου· προσεποιεῖτο δὲ μὴ συνιέναι καὶ »θεοὶ« φησὶν »ἵλεῳ βασιλεῖ διαμένοιεν, σοὶ δὲ ἐκεῖνος, ὅτι ἐλεεῖτε γυναῖκα δυστυχῆ. δέομαι, θᾶττον ἀπαλλαξάτω με τῆς φροντίδος, ἀπαρτίσας τὴν κρίσιν, ἵνα μηκέτι ἐνοχλῶ μηδὲ τῇ βασιλίδι.« Kallirhoe waren diese Worte ein Dolchstich durchs Herz. Doch fasste sie sich und tat, als wenn sie nicht verstünde, was er sagen wolle: "Die Götter mögen," versetzte sie, "dem König gnädig bleiben, und er dir, weil ihr euch einer unglücklichen Frau erbarmt. Ich bitte nur, dass er den Prozess sobald als möglich wieder vornehmen möge, damit ich aus meiner Unruhe gerissen werde und der König nicht länger lästigfallen muss." -
δόξας δὲ ὁ εὐνοῦχος ὅτι ἀσαφῶς εἴρηκεν ὃ ἤθελε καὶ οὐ νενόηκεν ἡ γυνή, φανερώτερον ἤρξατο λέγειν. (6,5,7) »αὐτὸ τοῦτο εὐτύχηκας, ὅτι οὐκέτι δούλους καὶ πένητας ἔχεις ἐραστὰς ἀλλὰ τὸν μέγαν βασιλέα, τὸν δυνάμενόν σοι Μίλητον αὐτὴν καὶ ὅλην Ἰωνίαν καὶ Σικελίαν καὶ ἄλλα ἔθνη μείζονα χαρίσασθαι. θῦε δὴ τοῖς θεοῖς καὶ μακάριζε σεαυτήν, καὶ † νύττε † ὅπως ἀρέσῃς μᾶλλον αὐτῷ, καὶ ὅταν πλουτήσῃς ἐμοῦ μνημόνευε.« Da der Eunuch nun glaubte, er habe zu verblümt gesprochen, rückte er deutlicher mit der Sprache heraus: "Eben das ist ja dein Glück," fiel er ein, "dass du nicht mehr Knechte und arme Leute zu Liebhabern haben wirst, sondern den Großkönig selbst, der dir Milet und ganz Ionien, Sizilien und andere, noch schönere Länder zum Geschenk machen kann! Opfere den Göttern und preise dich glücklich! Flirte mit ihm ein wenig, damit er dich lieber gewinnt, und bist du dann groß und reich, so denke an mich!" -
(6,5,8) Καλλιρόη δὲ τὸ μὲν πρῶτον ὥρμησεν, εἰ δυνατόν, καὶ τοὺς ὀφθαλμοὺς ἐξορύξαι τοῦ διαφθείροντος αὐτήν, οἷα δὲ γυνὴ πεπαιδευμένη καὶ φρενήρης, ταχέως λογισαμένη καὶ τὸν τόπον καὶ τίς ἐστιν αὐτὴ καὶ τίς ὁ λέγων, τὴν ὀργὴν μετέβαλε καὶ κατειρωνεύσατο λοιπὸν τοῦ βαρβάρου. (6,5,9) »μὴ γὰρ οὕτω« φησὶ »μαινοίμην, ἵνα ἐμαυτὴν ἀξίαν εἶναι πεισθῶ τοῦ μεγάλου βασιλέως. εἰμὶ δὲ θεραπαινίσιν ὁμοία Περσίδων γυναικῶν. μὴ σύ, δέομαί σου, μνημονεύσῃς ἔτι περὶ ἐμοῦ πρὸς τὸν δεσπότην. καὶ γὰρ ἂν ἐν τῷ παραυτίκα μηδὲν ὀργισθῇ, μετὰ ταῦτά σοι χαλεπανεῖ, λογισάμενος ὅτι τὸν γῆς ἁπάσης κύριον ὑπέρριψας Διονυσίου δούλῃ. (6,5,10) θαυμάζω δὲ πῶς συνετώτατος ὑπάρχων ἀγνοεῖς τὴν βασιλέως φιλανθρωπίαν, ὅτι οὐκ ἐρᾷ δυστυχοῦς γυναικὸς ἀλλὰ ἐλεεῖ. παυσώμεθα τοίνυν λαλοῦντες, μὴ καὶ τῇ βασιλίδι τις ἡμᾶς διαβαλεῖ.« In der ersten Hitze hätte Kallirhoe, wenn es möglich gewesen wäre, dem Bösewicht die Augen ausreißen mögen; allein sie war klug genug, sich zu mäßigen. Sie überlegte, wo und wer sie sei und mit wem sie rede, unterdrückte ihren Zorn und antwortete dem rohen Kerl mit Spott: "Ich werde ja nicht so einfältig sein, mich überreden zu lassen, dass ich des Großkönigs würdig sei. Ich stelle mich den Sklavinnen der persischen FRauen gleich. Ich bitte dich, rede ja nicht wieder von mir mit deinem Herrn! Denn wenn er auch nicht augenblicklich zürnt, so möchte es dich doch nachher teuer zu stehen kommen, wenn er überlegt, dass du den Herrn der Welt der Sklavin des Dionysios unterworfen hast. Ich wundere mich außerdem, wie du bei deiner großen Klugheit die Güte des Königs verkennen kannst! Er liebt mich arme Frau nicht; er hat nur Mitleid mit mir. Wir wollen abbrechen, damit man mich nicht etwas auch bei der Königin verleumdet." -
καὶ ἡ μὲν ἀπέδραμεν, ἔστη δὲ ὁ εὐνοῦχος ἀχανής· οἷα γὰρ ἐν μεγάλῃ τυραννίδι τεθραμμένος οὐδὲν ἀδύνατον ὑπελάμβανεν, οὐ βασιλεῖ μόνον, ἀλλ' οὐδ' ἑαυτῷ. Sie hüpfte fort und ließ den Erstaunten stehen, der in einer großen Monarchie geboren und aufgewachsen, geglaubt hatte, dass nicht allein dem König, sondern auch ihm nichts in der Welt unmöglich sei.
VI (6,6,1) Καταλειφθεὶς οὖν καὶ μηδὲ ἀποκρίσεως καταξιωθεὶς ἀπηλλάττετο μυρίων παθῶν μεστός, ὀργιζόμενος μὲν Καλλιρόῃ, λυπούμενος δὲ ἐφ' ἑαυτῷ, φοβούμενος δὲ βασιλέα· τάχα γὰρ οὐδὲ πιστεύσειν αὐτὸν ὅτι ἀτυχῶς μέν, ἀλλὰ διελέχθη· δόξει δὲ καταπροδιδόναι τὴν ὑπηρεσίαν χαριζόμενος τῇ βασιλίδι. (6,6,2) ἐδεδοίκει δὲ μὴ καὶ πρὸς ἐκείνην Καλλιρόη κατείπῃ τοὺς λόγους· Στάτειραν δὲ βαρυθυμοῦσαν μέγα τι βουλεύσειν αὐτῷ κακὸν ὡς οὐχ ὑπηρετοῦντι μόνον ἀλλὰ καὶ κατασκευάζοντι τὸν ἔρωτα. καὶ ὁ μὲν εὐνοῦχος ἐσκέπτετο πῶς ἂν ἀσφαλῶς ἀπαγγείλῃ βασιλεῖ περὶ τῶν γεγονότων· Aufgebracht darüber, dass man ihn nicht einmal eines Bescheides auf seinen Antrag würdige, und mit tausend Sorgen und Furcht vo dem König ging Artaxates weg. Man wird es mir nicht glauben, dachte er, dass ich abgewiesen wurde. Am Ende argwöhnt der König gar, dass ich um der Königin zu dienen, ihn verraten habe! - Auch fürchtete er, Kallirhoe könne der Königin den Vorfall selbst entdecken, und wenn diese erfahre, dass er den König nicht bloß bediene, sondern seine Liebe reize und bestärke, so werde sie ihn im Zorn stürzen. Er sann nach, wie er den König auf eine gute Art vom Lauf der Sache unterrichten könne.
Καλλιρόη δὲ καθ' ἑαυτὴν γενομένη »ταῦτα« φησὶν »ἐγὼ προεμαντευόμην. (6,6,3) ἔχω σε μάρτυν, Εὐφρᾶτα. προεῖπον ὅτι οὐκέτι σε διαβήσομαι. ἔρρωσο, πάτερ, καὶ σύ, μῆτερ, καὶ Συρακοῦσαι πατρίς· οὐκέτι γὰρ ὑμᾶς ὄψομαι. νῦν ὡς ἀληθῶς Καλλιρόη τέθνηκεν. ἐκ τοῦ τάφου μὲν ἐξῆλθον, οὐκ ἐξάξει δέ με ἐντεῦθεν λοιπὸν οὐδὲ Θήρων ὁ λῃστής. (6,6,4) ὦ κάλλος ἐπίβουλον, σύ μοι πάντων κακῶν αἴτιον. διὰ σὲ ἀνῃρέθην, διὰ σὲ ἐπράθην, διὰ σὲ ἔγημα μετὰ Χαιρέαν, διὰ σὲ εἰς Βαβυλῶνα ἤχθην, διὰ σὲ παρέστην δικαστηρίῳ. πόσοις με παρέδωκας; λῃσταῖς, θαλάττῃ, τάφῳ, δουλείᾳ, κρίσει. πάντων δέ μοι βαρύτατον ὁ ἔρως ὁ βασιλέως. (6,6,5) καὶ οὔπω λέγω τὴν τοῦ βασιλέως ὀργήν· φοβερωτέραν γὰρ ἡγοῦμαι τὴν τῆς βασιλίδος ζηλοτυπίαν, ἣν οὐκ ἤνεγκε Χαιρέας, ἀνὴρ Ἕλλην. τί ποιήσει γυνὴ καὶ δέσποινα βάρβαρος; ἄγε δή, Καλλιρόη, βούλευσαί τι γενναῖον, Ἑρμοκράτους ἄξιον· ἀπόσφαξον σεαυτήν. ἀλλὰ μήπω· μέχρι γὰρ νῦν ὁμιλία ἐρωτικὴ παρ' εὐνούχου· ἂν δὲ βιαιότερόν τι γένηται, τότε ἐστί σοι καιρὸς ἐπιδεῖξαι Χαιρέᾳ παρόντι τὴν πίστιν.«
Kallirhoe dagegen überließ sich ihrem gerechten Gram, sobald sie allein war: "Ich habe das vorhergesehen," rief sie; "der Euphrat ist mein Zeuge! Ich sagt' es wohl, dass ich nicht über ihn zurückkäme. Lebt wohl, Vater, Mutter und Vaterland! Ich werde euch nicht wiedersehen! Nun ist Kallirhoe wirklich tot! Aus dem Grab entkam ich wohl, aber von hier kann mich der Räuber Theron nicht entführen. An alle dem ist die verruchte Schönheit schuld. Um ihretwillen wurde ich getötet, verkauft, zur zweiten Ehe gezwungen, ihretwegen nach Babylon geführt und vor Gericht gestellt. Himmel, wie vielem Unglück wurde ich Preisgegeben! Den Räubern, der See, dem Grab, der Knechtschaft, dem Gericht! Das unerträglichste von allen ist die Liebe des Königs, und noch mag ich an seinen Zorn nicht denken! Fürchterlich wird die Eifersucht der Königin sein. Chaireas, ein gebildeter Grieche konnte nicht einmal die Eifersucht ertragen. Was soll ich von einer ungriechischen Frau erwarten, die königliche Macht hat? Wohlan, Kallirhoe, entschließe dich zu einer edlen Tat, deren sich dein Vater Hermokrates nicht schämen muss! Ende freiwillig dein Leben, aber jetzt noch nicht! Man hat dir nur erst einmal durch den Eunuchen zugesetzt. Wenn man es aber weitertreibt, dann ist es Zeit unter Chaireas Augen deine Treue zu beweisen."
(6,6,6) Ὁ δ' εὐνοῦχος ἐλθὼν πρὸς βασιλέα τὴν μὲν ἀλήθειαν ἀπέκρυπτε τῶν γεγονότων, ἀσχολίαν δὲ ἐσκήπτετο καὶ τήρησιν ἀκριβῆ τῆς βασιλίδος, ὥστε μηδὲ δύνασθαι Καλλιρόῃ προσελθεῖν· »σὺ δὲ ἐκέλευσάς μοι, δέσποτα, προνοεῖσθαι τοῦ λαθεῖν. (6,6,7) ὀρθῶς δὲ προσέταξας· ἀνείληφας γὰρ τὸ σεμνότατον πρόσωπον τοῦ δικαστοῦ καὶ θέλεις παρὰ Πέρσαις εὐδοκιμεῖν. διὰ τοῦτό σε πάντες ὑμνοῦσιν. Ἕλληνες δέ εἰσι μικραίτιοι καὶ λάλοι. περιβόητον αὐτοὶ ποιήσουσι τὴν πρᾶξιν, Καλλιρόη μὲν ὑπ' ἀλαζονείας ὅτι αὐτῆς βασιλεὺς ἐρᾷ, Διονύσιος δὲ καὶ Χαιρέας ὑπὸ ζηλοτυπίας. (6,6,8) οὐκ ἔστι δὲ ἄξιον οὐδὲ τὴν βασιλίδα λυπῆσαι, ἣν εὐμορφοτέραν ἐποίησεν ἡ δίκη τῆς δόξης.« Artaxates ging zum König, verhehlte ihm aber die Wahrheit und schützte Mangel an Gelegenheit vor, weil die Königin sie nicht aus dem Auge lasse, so dass er unmöglich an sie kommen könne. "Herr," sprach er, "du hast wohlweislich mir befohlen, geheim zu Werke zugehen, denn du hast den ehrwürdigen Namen eines Richters angenommen und hältst auf deine Ehre bei den Persern, die dich alle heilig preisen. Die Griechen sind geschwätzige Leute und finden in jeder Kleinigkeit einen Grund zu klagen. Wenn sie etwas erführen, würden sie es in der ganzen Welt ausposaunen, Kallirhoe aus Dünkel, weil sie der König liebe, Chaireas und Dionysios aus Eifersucht. Auch verdient die Königin nicht, dass man sie betrübe, denn durch die Sorgfalt, die sie auf sich wendet, ist sie seit Kallirhoes Prozess noch schöner geworden." -
ταύτην δὲ παρέμισγε τὴν παλινῳδίαν, εἴ πως ἀποστρέψαι δύναιτο τὸν βασιλέα τοῦ ἔρωτος, καὶ ἑαυτὸν ἐλευθερῶσαι διακονίας δυσχεροῦς. So gab er sich auf der einen Seite das Ansehen, als ob ihm die Sache des Königs sehr am Herzen liege, und mischte doch auf der anderen solche Äußerungen in seine Rede, durch die er den König von seiner Liebe abzubringen und sich des lästigen Geschäftes zu entledigen hoffte.
VII (6,7,1) Παραυτίκα μὲν οὖν ἔπεισε, πάλιν δὲ νυκτὸς γενομένης ἀνεκάετο καὶ ὁ Ἔρως αὐτὸν ἀνεμίμνησκεν οἵους μὲν ὀφθαλμοὺς ἔχει Καλλιρόη, πῶς δὲ καλὸν τὸ πρόσωπον. τὰς τρίχας ἐπῄνει, τὸ βάδισμα, τὴν φωνήν· οἵα μὲν εἰσῆλθεν εἰς τὸ δικαστήριον, οἵα δὲ ἔστη, πῶς ἐλάλησε, πῶς ἐσίγησε, πῶς ᾐδέσθη, πῶς ἔκλαυσε. Für den Augenblick überredete er den König; da es aber Nacht wurde, loderte das Feuer wieder auf, und die Liebe erinnerte ihn an Kallirhoes schöne Augen, an ihr bezauberndes Gesicht, ihre Locken, ihren Gang, an ihre Silberstimme. Er sah sie, wie sie geschmückt in den Gerichtssaal trat, wie sie dastand, wie sie sprach, wie sie schwieg, sich schämte, weinte.
(6,7,2) διαγρυπνήσας δὲ τὸ πλεῖστον μέρος καὶ τοσοῦτον καταδραθὼν ὅσον καὶ ἐν τοῖς ὕπνοις Καλλιρόην ἰδεῖν, ἕωθεν καλέσας τὸν εὐνοῦχον »ἄπιθι« φησὶ »καὶ παραφύλαττε δι' ὅλης τῆς ἡμέρας· πάντως γὰρ καιρὸν εὑρήσεις κἂν βραχύτατον ὁμιλίας λανθανούσης. εἰ γὰρ ἤθελον φανερῶς καὶ βίᾳ περιγενέσθαι τῆς ἐπιθυμίας, εἶχον δορυφόρους.« Er wachte den größten Teil der Nacht, schlief nur, solange er sie im Traume sah. Des Morgens rief er den Eunuchen: "Geh hin," sprach er, "und lauere den ganzen Tag! Du musst durchaus mit ihr reden, und wär's nur einen Augenblick. Wenn ich mit offener Gewalt meine Leidenschaft befriedigen wollte, so brauchte ich dich nicht; da hätte ich meine Trabanten."
(6,7,3) προσκυνήσας ὁ εὐνοῦχος ὑπέσχετο· οὐδενὶ γὰρ ἔξεστιν ἀντειπεῖν βασιλέως κελεύοντος. εἰδὼς δὲ ὅτι Καλλιρόη καιρὸν οὐ δώσει, διακρούσεται δὲ τὴν ὁμιλίαν ἐξεπίτηδες συνοῦσα τῇ βασιλίδι, τοῦτο δὴ θεραπεῦσαι θέλων ἔτρεψε τὴν αἰτίαν οὐκ εἰς τὴν φυλαττομένην ἀλλ' εἰς τὴν φυλάττουσαν, (6,7,4) καὶ »ἄν σοι δοκῇ« φησίν, »ὦ δέσποτα, μετάπεμψαι Στάτειραν, ὡς ἰδιολογήσασθαί τι βουλόμενος πρὸς αὐτήν· ἐμοὶ γὰρ ἡ ἐκείνης ἀπουσία Καλλιρόης ἐξουσίαν δώσει.« Der Eunuch warf sich vor ihm nieder und versprach es, denn wenn der König befiehlt, darf kein Mensch widersprechen. Da er voraussehen konnte, dass Kallirhoe ihm keine Gelegenheit geben und durch beständigen Aufenthalt bei der Königin jedes Gespräch unmöglich wachen werde, schob er alle Schuld auf diese und sagte, um dem Übel abzuhelfen: "Und wenn es dir gefällig ist, Gebieter, so lass Stateira zu dir kommen, als wolltest du etwas Besonderes mit ihr bereden, denn ihre Abwesenheit gibt mir Gelegenheit, mit Kallirhoe zu sprechen." -
»ποίησον οὕτως« εἶπε βασιλεύς.
(6,7,5) Ἐλθὼν δὲ Ἀρταξάτης καὶ προσκυνήσας τὴν βασιλίδα »καλεῖ σε« φησίν, »ὦ δέσποινα, ὁ ἀνήρ.« ἀκούσασα ἡ Στάτειρα προσεκύνησε καὶ μετὰ σπουδῆς ἀπῄει πρὸς αὐτόν. ὁ δὲ εὐνοῦχος ἰδὼν τὴν Καλλιρόην μόνην ἀπολελειμμένην, ἐμβαλὼν τὴν δεξιάν, ὡς δή τις φιλέλλην καὶ φιλάνθρωπος, ἀπήγαγε τοῦ πλήθους τῶν θεραπαινίδων. (6,7,6) ἡ δὲ ἠπίστατο μὲν καὶ εὐθὺς ὠχρά τε ἦν καὶ ἄφωνος, ἠκολούθει δὲ ὅμως. ἐπεὶ δὲ κατέστησαν μόνοι, λέγει πρὸς αὐτὴν »ἑώρακας τὴν βασιλίδα πῶς ἀκούσασα τὸ βασιλέως ὄνομα προσεκύνησε καὶ τρέχουσα ἄπεισι· σὺ δέ, ἡ δούλη, τὴν εὐτυχίαν οὐ φέρεις, οὐδὲ ἀγαπᾷς ὅτι σε παρακαλεῖ κελεῦσαι δυνάμενος. (6,7,7) ἀλλ' ἐγὼ τιμῶ γάρ σε πρὸς ἐκεῖνον οὐ κατηγόρευσα τὴν μανίαν τὴν σήν, τοὐναντίον δέ, ὑπεσχόμην ὑπὲρ σοῦ. πάρεισιν οὖν σοι δύο ὁδοί, ὁποτέραν βούλει τρέπεσθαι. μηνύσω δὲ ἀμφοτέρας· πεισθεῖσα μὲν βασιλεῖ δῶρα λήψῃ τὰ κάλλιστα καὶ ἄνδρα ὃν θέλεις· οὐ δήπου γάρ σε αὐτὸς μέλλει γαμεῖν ἀλλὰ πρόσκαιρον αὐτῷ χάριν δώσεις· εἰ δὲ μή, πείσῃ ἄκουσα, ἃ πάσχουσιν οἱ βασιλέως ἐχθροί, μόνοις γὰρ τούτοις οὐδὲ ἀποθανεῖν θέλουσιν ἔξεστι.«
"Mache es so!" sagte der König. Artaxates ging also, warf sich vor der Königin nieder und sprach: "Erhabene Gebieterin, dein Gemahl lässt dich rufen!" - Bei seinem Namen warf sich Stateira zur Erde und ging eilig zu ihm. Sobald sie weg war, nahm der Eunuch Kallirhoe mit gütiger Miene bei der Hand, versicherte, dass er die Griechen liebe, und führte sie abseits von der Menge der Sklavinnen. Sie verstand ihn, wurde blass und folgte ihm verlegen, weil sie nicht zu erwidern wusste. Sobald sie allein waren, sprach er: "Sahst du, wie die Königin sich schon bei seinem Namen niederwarf und auf seinen Wink im Sprung zu ihm eilt? Und du, eine Sklavin, willst dein großes Glück nicht erkennen? Du trotzt, weil der dich bittet, der dir befehlen kann? Ich habe deine Tollheit gegen ihn verschwiegen, denn ich bin dir gewogen. Im Gegenteil habe ich ihm in deinem Namen Hoffnungen gemacht. Ich will dir die zwei Wege zeigen, die du vor dir hast. Welchen wirst du wählen? Gibst du nach, so wirst du vom König die schönsten Geschenke und den Mann erhalten, den du dir wünschst; denn er will dich nicht etwa selbst heiraten, sondern du sollst ihm nur bei guter Gelegenheit deinen Dank abstatten. Widerstrebst du aber, so höre, wie die Feinde des Königs bestraft werden! Sie allein können sich nicht selbst umbringen, wenn sie auch wollten." -
(6,7,8) κατεγέλασε Καλλιρόη τῆς ἀπειλῆς καὶ ἔφη »οὐ νῦν πρῶτον πείσομαί τι δεινόν· ἔμπειρός εἰμι τοῦ δυστυχεῖν. τί με δύναται βασιλεὺς ὧν πέπονθα διαθεῖναι χαλεπώτερον; ζῶσα κατεχώσθην· παντὸς δεσμωτηρίου τάφος ἐστὶ στενότερος. (6,7,9) λῃστῶν χερσὶ παρεδόθην. ἄρτι τὸ μέγιστον τῶν κακῶν πάσχω· παρόντα Χαιρέαν οὐ βλέπω.« Kallirhoe lachte über die Drohung: Es ist ja nicht das erste Mal," sagte sie, "dass man mich ängstigt." Im Unglück bin ich sehr erfahren! Kann mir der König wohl etwas Schlimmeres zufügen, als ich schon erlitten habe? Schon wurde ich lebendig begraben, und das Grab ist enger als das Gefängnis. Ich war in Räuberhänden und mein größtes Unglück erleide ich jetzt: Chaireas ist hier und ich darf ihn nicht sehen!" -
τοῦτο τὸ ῥῆμα προέδωκεν αὐτήν· ὁ γὰρ εὐνοῦχος δεινὸς ὢν τὴν φύσιν ἐνόησεν ὅτι ἐρᾷ. »ὦ« φησὶ »πασῶν ἀνοητοτάτη γυναικῶν, τοῦ βασιλέως τὸν Μιθριδάτου δοῦλον προτιμᾷς;« Dies Wort verriet sie. Der Verschnittene war scharfsichtig genug, zu merken, dass sie liebe: "O Törin," rief er, "den Knecht des Mithridates ziehst du dem König vor?" -
ἠγανάκτησε Καλλιρόη Χαιρέου λοιδορηθέντος καὶ »εὐφήμησον« εἶπεν, »ἄνθρωπε. (6,7,10) Χαιρέας εὐγενής ἐστι, πόλεως πρώτης, ἣν οὐκ ἐνίκησαν οὐδὲ Ἀθηναῖοι οἱ ἐν Μαραθῶνι καὶ Σαλαμῖνι νικήσαντες τὸν μέγαν σου βασιλέα.« ταῦτα ἅμα λέγουσα δακρύων πηγὰς ἀφῆκεν· Aufgebracht über die Lästerung versetzte Kallirhoe: "Mensch, rede klüger! Chaireas ist von edler Geburt, der Angesehenste in Syrakus, das die Athener nicht überwinden konnten, die deinen König doch bei Marathon und Salamis besiegten!" - Ein Tränenstrom entstürzte ihr bei diesen Worten.
ὁ δὲ εὐνοῦχος ἐπέθετο μᾶλλον καὶ »σεαυτῇ« φησὶ »τῆς βραδυτῆτος αἰτία γίνῃ. (6,7,11) πῶς οὖν εὐμενῆ τὸν δικαστὴν ἕξεις, ἢ σχεῖν κάλλιον ἵνα καὶ τὸν ἄνδρα κομίσῃ; τάχα μὲν οὐδὲ Χαιρέας γνοίη τὸ πραχθέν, ἀλλὰ καὶ γνοὺς οὐ ζηλοτυπήσει τὸν κρείττονα· δόξει δέ σε τιμιωτέραν, ὡς ἀρέσασαν βασιλεῖ.« (6,7,12) τοῦτο δὲ προσέθηκεν οὐχὶ δι' ἐκείνην ἀλλὰ καὶ αὐτὸς οὕτω φρονῶν· καταπεπλήγασι γὰρ πάντες οἱ βάρβαροι καὶ θεὸν φανερὸν νομίζουσι τὸν βασιλέα. Καλλιρόη δὲ καὶ αὐτοῦ τοῦ Διὸς οὐκ ἂν ἠσπάσατο γάμους, οὐδὲ ἀθανασίαν προετίμησεν ἂν ἡμέρας μιᾶς τῆς μετὰ Χαιρέου. Der Eunuch setzte ihr noch noch weiter zu: "Du wirst selbst an der Verzögerung deiner Sache schuld sein. Woher willst du denn einen geneigten Richter bekommen? Es wäre viel besser nachzugeben, wenn du deinen Geliebten erhalten willst. Vielleicht erfährt Chaireas nichts von der Sache, und wenn er es erfährt, so wird er auf den Großkönig doch nicht eifersüchtig werden! Er wird dich um so höher achten, wenn du dem König gefallen hast." - Er redete, wie er dachte, und wie eine sklavische Nation denkt, die ihren König gleich einem lebendigen Herrgott anstaunt. Aber Kallirhoe hätte mit edlem Stolz selbst Zeus' Bett verschmäht. Einen Tag bei Chaireas hätte sie der Unsterblichkeit vorgezogen.
(6,7,13) μηδὲν οὖν ἀνύσαι δυνάμενος ὁ εὐνοῦχος »δίδωμί σοι« φησίν, »ὦ γύναι, σκέψεως καιρόν. σκέπτου δὲ μὴ περὶ σεαυτῆς μόνης, ἀλλὰ καὶ Χαιρέου κινδυνεύοντος ἀπολέσθαι τὸν οἴκτιστον μόρον· οὐ γὰρ ἀνέξεται βασιλεὺς ἐν ἔρωτι παρευδοκιμούμενος.« κἀκεῖνος μὲν ἀπηλλάγη, τὸ δὲ τελευταῖον τῆς ὁμιλίας ἥψατο Καλλιρόης. Da der Eunuch keinen Fingerbreit von ihr gewinnen konnte, sagte er endlich: "Ich gebe dir Bedenkzeit; nimm nicht allein auf dich, nimm auch auf deinen Chaireas Rücksicht! Er wird des schmählichsten Todes sterben müssen, denn der König kann es nicht ertragen, dass ihm jemand vorgezogen wird." Damit entfernte er sich und seine letzten Worte fielen Kallirhoe schwer aufs Herz.
VIII (6,8,1) Πᾶσαν δὲ σκέψιν καὶ πᾶσαν ἐρωτικὴν ὁμιλίαν ταχέως μετέβαλεν ἡ Τύχη, καινοτέρων εὑροῦσα πραγμάτων ὑπόθεσιν· βασιλεῖ γὰρ ἧκον ἀπαγγέλλοντες Αἴγυπτον ἀφεστάναι μετὰ μεγάλης παρασκευῆς. (6,8,2) τὸν μὲν γὰρ σατράπην τὸν βασιλικὸν τοὺς Αἰγυπτίους ἀνῃρηκέναι, κεχειροτονηκέναι δὲ βασιλέα τῶν ἐπιχωρίων, ἐκεῖνον δὲ ἐκ Μέμφεως ὁρμώμενον διαβεβηκέναι μὲν Πηλούσιον, ἤδη δὲ Συρίαν καὶ Φοινίκην κατατρέχειν, ὡς μηκέτι τὰς πόλεις ἀντέχειν, ὥσπερ χειμάρρου τινὸς ἢ πυρὸς αἰφνίδιον ἐπιρρυέντος αὐταῖς. Alle diese Kabalen und Liebesverhandlungen unterbrach plötzlich der Zufall, der in neuen Erfindungen unerschöpflich ist. Eilboten brachten dem König die Nachricht, dass Ägypten sich in Masse empört und stark gerüstet habe. Die Ägypter hätten den königlichen Satrapen umgebracht und einen Einheimischen zum König gewählt. Der Rebell sei schon von Memphis über Pelusion vorgerückt und beunruhige Syrien und Phoinikien durch seine Überfälle. Die Städte könnten sich nicht halten, denn sie würden wir von Feuer oder von einem reißenden Gebirgsfluss überströmt.
(6,8,3) πρὸς δὲ τὴν φήμην ἐταράχθη μὲν ὁ βασιλεύς, κατεπλάγησαν δὲ Πέρσαι· κατήφεια δὲ πᾶσαν ἔσχε Βαβυλῶνα. τότε καὶ ὄναρ βασιλέως λογοποιοὶ καὶ μάντεις ἔφασκον τὰ μέλλοντα προειρηκέναι· θυσίας γὰρ ἀπαιτοῦντας τοὺς θεοὺς κίνδυνον μὲν ἀλλὰ καὶ νίκην προσημαίνειν. (6,8,4) πάντα μὲν τὰ εἰωθότα συμβαίνειν καὶ ὅσα εἰκὸς ἐν ἀπροσδοκήτῳ πολέμῳ, καὶ ἐλέγετο καὶ ἐγίνετο· κίνησις γὰρ μεγάλη Ἀσίαν κατέλαβε. συγκαλέσας οὖν ὁ βασιλεὺς Περσῶν τοὺς ὁμοτίμους καὶ ὅσοι παρῆσαν ἡγεμόνες τῶν ἐθνῶν, μεθ' ὧν εἰώθει τὰ μεγάλα χρηματίζειν, ἐβουλεύετο περὶ τῶν καθεστηκότων καὶ ἄλλος ἄλλο τι παρῄνει· (6,8,5) πᾶσι δὲ ἤρεσκε τὸ σπεύδειν καὶ μηδὲ μίαν ἡμέραν, εἰ δυνατόν, ἀναβαλέσθαι δυοῖν ἕνεκεν· ἵνα καὶ τοὺς πολεμίους ἐπίσχωσι τῆς πρὸς τὸ πλεῖον αὐξήσεως καὶ τοὺς φίλους εὐθυμοτέρους ποιήσωσι, δείξαντες αὐτοῖς ἐγγύθεν τὴν βοήθειαν· βραδυνόντων δὲ εἰς τοὐναντίον ἅπαντα χωρήσειν· τοὺς μὲν γὰρ πολεμίους καταφρονήσειν ὡς δεδιότων, τοὺς δὲ οἰκείους ἐνδώσειν ὡς ἀμελουμένους. (6,8,6) εὐτύχημα δὲ μέγιστον βασιλεῖ γεγονέναι τὸ μήτε ἐν Βάκτροις μήτε ἐν Ἐκβατάνοις, ἀλλὰ ἐν Βαβυλῶνι κατειλῆφθαι, πλησίον τῆς Συρίας· διαβὰς γὰρ τὸν Εὐφράτην εὐθὺς ἐν χερσὶν ἕξει τοὺς ἀφεστῶτας. Über diese Nachricht gerieten der König und seine Räte in heftige Unruhe. Babylon war mutlos. Traumdeuter und Wahrsager erklärten den Traum des Königs für eine Vorbedeutung. Dass die Götter Opfer verlangt hätten, verkünde zwar Gefahren, aber auch Sieg. Man rüstete sich eilig zum Krieg und setzte ganz Asien in Bewegung. Der König berief seine Räte und die Stände zusammen und beratschlagte mit ihnen. Einer riet zu dem, ein anderer zu jenem, aber alle stimmten darin überein, dass man keinen Tag zögern dürfe, teils um dem Feind keine Zeit zu lassen, sich zu verstärken, teils um den treuen Provinzen Mut einzuflößen und zu zeigen, die Hilfe sei nahe. Wenn wir zaudern, sagten sie, so erfolgt das Gegenteil. Unsere Feinde werden uns als feige verspotten und unsere Freunde werden sich verlassen glauben und abtrünnig werden. Es sei ein großes Glück, meinten sie, dass die Nachricht den König nicht zu Baktra oder Ekbatana, sondern zu Babylon, in der Nähe von Syrien getroffen habe, denn sobald er über den Euphrat gehe, habe er die Rebellen in Händen.
ἔδοξεν οὖν τὴν μὲν ἤδη περὶ αὐτὸν δύναμιν ἐξάγειν, διαπέμψαι δὲ πανταχόσε κελεύοντα τὴν στρατιὰν ἐπὶ ποταμὸν Εὐφράτην ἀθροίζεσθαι. ῥᾴστη δέ ἐστι Πέρσαις ἡ παρασκευὴ τῆς δυνάμεως. (6,8,7) συντέτακται γὰρ ἀπὸ Κύρου, τοῦ πρώτου Περσῶν βασιλεύσαντος, ποῖα μὲν τῶν ἐθνῶν εἰς πόλεμον ἱππείαν καὶ πόσην τὸν ἀριθμὸν δεῖ παρέχειν, ποῖα δὲ πεζὴν στρατιὰν καὶ πόσην, τίνας δὲ τοξότας καὶ πόσα ἑκάστους ἅρματα ψιλά τε καὶ δρεπανηφόρα, καὶ ἐλέφαντας ὁπόθεν καὶ πόσους, καὶ χρήματα παρ' ὧντινων, ποῖα καὶ πόσα. τοσούτῳ δὲ παρασκευάζεται χρόνῳ πάντα ὑπὸ πάντων, ὅσῳ κἂν εἷς ἀνὴρ παρεσκεύασε. Man beschloss also, mit der vorhandenen Macht sogleich auszurücken und sich die übrige Armee unterdessen am Euphrat zusammenziehen zu lassen. Die Kriegsmacht der Perser war leicht mobil gemacht, denn schon seit Kyros' Regierung war die Einrichtung getroffen, dass jede Provinz eine gewisse Anzahl Reiterei oder Fußvolk zum Krieg stellen musste. Es war bestimmt, welche Gegend Bogenschützen oder Lastwagen, Sichelwagen, Elefanten oder Geld und was für Münzsorten zu liefern hat, so dass ohne Aufenthalt und überall zugleich alles vonstatten ging, wie wenn ein einziger Mann sich reisefertig macht.
IX (6,9,1) Τῇ δὲ πέμπτῃ τῶν ἡμερῶν μετὰ τὴν ἀγγελίαν ἐξήλαυνε Βαβυλῶνος ὁ βασιλεύς, κοινῷ παραγγέλματι πάντων αὐτῷ συνακολουθούντων, ὅσοι τὴν στρατεύσιμον εἶχον ἡλικίαν. ἐν δὲ τούτοις ἐξῆλθε καὶ Διονύσιος· Ἴων γὰρ ἦν καὶ οὐδενὶ τῶν ὑπηκόων μένειν ἐξῆν. (6,9,2) κοσμησάμενος δὲ ὅπλοις καλλίστοις καὶ ποιήσας στῖφος οὐκ εὐκαταφρόνητον ἐκ τῶν μεθ' ἑαυτοῦ, ἐν τοῖς πρώτοις καὶ φανερωτάτοις κατέταξεν ἑαυτὸν καὶ δῆλος ἦν πράξων τι γενναῖον, οἷα δὴ καὶ φύσει φιλότιμος ἀνὴρ καὶ οὐ πάρεργον τὴν ἀρετὴν τιθέμενος, ἀλλὰ τῶν καλλίστων ἀξιῶν. (6,9,3) τότε δὲ καὶ ἐλπίδος εἶχέ τι κούφης, ὅτι χρήσιμος ἢν ἐν τῷ πολέμῳ φανῇ, λήψεται παρὰ βασιλέως καὶ δίχα κρίσεως ἆθλον τῆς ἀριστείας τὴν γυναῖκα. Am fünften Tag nach der Nachricht zog der König aus Babylon aus, und alle, die das für den Kriegsdienst erforderliche Alter erreicht hatten, folgten ihm aufgrund des allgemeinen Aufrufes. Auch Dionysios war unter ihnen, denn als Ionier war er Untertan und konnte nicht zurückbleiben. Er rüstete sich prächtig und bildete aus seiner Begleitung ein kleines Corps, das er selbst anführte. Er machte eine schöne Figur und es war vorauszusehen, dass er sich auszeichnen würde; denn er war von Natur ehrgeizig und legte ganz vorzüglichen Wert auf die Tapferkeit. Überdies hoffte er, dass ihm der König, wenn er sich im Krieg brav halte, vielleicht seine Frau ohne weiteren Prozess als Belohnung zuerkennen werde.
(6,9,4) Καλλιρόην δὲ ἡ μὲν βασιλὶς οὐκ ἤθελεν ἐπάγεσθαι· διὰ τοῦτο οὐδὲ ἐμνημόνευσεν αὐτῆς πρὸς βασιλέα οὐδὲ ἐπύθετο τί κελεύει γενέσθαι περὶ τῆς ξένης· ἀλλὰ καὶ Ἀρταξάτης κατεσιώπησεν, ὡς δῆτα μὴ θαρρῶν ἐν κινδύνῳ τοῦ δεσπότου καθεστηκότος παιδιᾶς ἐρωτικῆς μνημονεύειν, τὸ δὲ ἀληθὲς ἄσμενος ἀπηλλαγμένος καθάπερ ἀγρίου θηρίου· ἐδόκει δ' ἄν μοι καὶ χάριν ἔχειν τῷ πολέμῳ διακόψαντι τὴν βασιλέως ἐπιθυμίαν ὑπὸ ἀργίας τρεφομένην. (6,9,5) οὐ μὴν Καλλιρόης ἐπελέληστο βασιλεύς, ἀλλὰ ἐν ἐκείνῳ τῷ ἀδιηγήτῳ ταράχῳ μνήμη τις αὐτὸν εἰσῆλθε τοῦ κάλλους· ᾐδεῖτο δὲ εἰπεῖν τι περὶ αὐτῆς, μὴ δόξῃ παιδαριώδης εἶναι παντάπασιν, ἐν πολέμῳ τηλικούτῳ γυναικὸς εὐμόρφου μνημονεύων. βιαζομένης δὲ τῆς ὁρμῆς πρὸς μὲν Στάτειραν αὐτὴν οὐδὲν εἶπεν, ἀλλ' οὐδὲ πρὸς τὸν εὐνοῦχον, ἐπειδὴ αὐτῷ συνῄδει τὸν ἔρωτα, ἐπενόησε δέ τι τοιοῦτον. Die Königin wollte Kallirhoe nicht mitnehmen, weshalb sie sie gar nicht erwähnte und den König frage, was ihretwegen sein Wille sei. Auch Artaxates schwieg, als wage er es nicht, den König an eine Liebesangelegenheit zu erinnern, solange das Reich in Gefahr sei. Im Grunde freute er sich, von ihr loszukommen, denn er konnte sich vor einem riesigen Tier nicht mehr fürchten als vor ihr. Er wusste den Rebellen herzlichen Dank, dass sie die Leidenschaft des Königs zerstörten, die der Müßiggang nur nährte. Aber der König vergaß Kallirhoe nicht. Selbst unter dem unbeschreiblichsten Tumult stand ihre Schönheit vor seinen Augen. Er schämte sich freilich, sie zu erwähnen, um nicht kindisch zu scheinen, wenn er unter solchen Umständen noch an eine schöne Frau dächte. Obwohl ihm die Heftigkeit seiner Liebe keine Ruhe ließ, sagte er doch weder der Stateira noch dem Eunuchen, der um seine Liebe wusste, ein Wort, sondern bediente sich eines anderen Mittels.
(6,9,6) ἔθος ἐστὶν αὐτῷ τε βασιλεῖ καὶ Περσῶν τοῖς ἀρίστοις, ὅταν εἰς πόλεμον ἐξίωσιν, ἐπάγεσθαι καὶ γυναῖκας καὶ τέκνα καὶ χρυσὸν καὶ ἄργυρον καὶ ἐσθῆτα καὶ εὐνούχους καὶ παλλακίδας καὶ κύνας καὶ τραπέζας καὶ πλοῦτον πολυτελῆ καὶ τρυφήν. (6,9,7) τὸν οὖν ἐπὶ τούτων διάκονον καλέσας ὁ βασιλεύς, πολλὰ πρῶτον εἰπὼν καὶ τὰ ἄλλα διατάξας ὡς ἕκαστον ἔδει γενέσθαι, τελευταίας ἐμνημόνευσε Καλλιρόης ἀξιοπίστῳ τῷ προσώπῳ, ὡς οὐδὲν αὐτῷ μέλον. »κἀκεῖνο« φησὶ »τὸ γύναιον τὸ ξένον, περὶ οὗ τὴν κρίσιν ἀνεδεξάμην, σὺν ταῖς ἄλλαις γυναιξὶν ἀκολουθείτω.« Es war bei den Persern Sitte, dass sowohl die Könige als die Großen des Reiches, wenn sie in den Krieg zogen, ihre Weiber, Kinder, Gold und Silber, Garderobe, Sklaven und Beischläferinnen, Pferde und Hunde, die Kühe und alles, was zum Luxus gehört, mitnahmen. Den Sklaven, der dies zu besorgen hatte, ließ der König rufen, und gab ihm seine Anweisungen. Nachdem er von tausend anderen Dingen geredet hatte, erwähnte er am Ende auch Kallirhoe mit der gleichgültigsten Miene, als ob er sich ihrer kaum erinnere: "Die fremde Frau," sagte er, "deren Prozess ich übernommen habe, kann allenfalls mit den übrigen Frauen nachfolgen." -
(6,9,8) καὶ Καλλιρόη μὲν οὕτως ἐξῆλθε Βαβυλῶνος οὐκ ἀηδῶς, ἤλπιζε γὰρ καὶ Χαιρέαν ἐξελεύσεσθαι· πολλὰ μὲν οὖν φέρειν πόλεμον καὶ ἄδηλα, καὶ μεταβολὰς τοῖς δυστυχοῦσι βελτίονας, τάχα δὲ καὶ τὴν δίκην ἕξειν τέλος ἐκεῖ ταχείας εἰρήνης γενομένης. So kam Kallirhoe aus Babylon, und das war ihr nicht unlieb, denn sie hoffte Chaireas werde auch mit zu Felde gehen. Der Krieg bringe manche unvorhergesehene Gelegenheit mit sich und gebe dem Schicksal der Unglücklichen oft eine andere Wendung. Auch hoffte sie, dass mit dem Frieden ihr Prozess nach ihrem Wunsch entschieden werde.
Griechische Textausgaben: Chariton / Blake1938 | Chariton Grimal 1958 | Chariton / Molinié 1979 | nach der nacherzählenden Übersetzung von D.C.Schmieder (1811) bearbeitet
   
   
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Sententiae excerptae:
w41
Literatur:

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2409  Zimmermann, F.
Chariton und die Geschichte
in: Sozialökonomische Verhältnisse im alten Orient und im klassischen Altertum, Berlin 1961, 329-345
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