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Chariton

 

Chaireas und Kallirhoe

 

5. Buch

 

 

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I (5,1,1) Ὡς μὲν ἐγαμήθη Καλλιρόη Χαιρέᾳ, καλλίστη γυναικῶν ἀνδρὶ καλλίστῳ, πολιτευσαμένης Ἀφροδίτης τὸν γάμον, καὶ ὡς δι' ἐρωτικὴν ζηλοτυπίαν Χαιρέου πλήξαντος αὐτὴν ἔδοξε τεθνάναι, ταφεῖσαν δὲ πολυτελῶς εἶτα ἀνανήψασαν ἐν τῷ τάφῳ τυμβωρύχοι νυκτὸς ἐξήγαγον ἐκ Σικελίας, πλεύσαντες δὲ εἰς Ἰωνίαν ἐπώλησαν Διονυσίῳ, καὶ τὸν ἔρωτα τὸν Διονυσίου καὶ τὴν Καλλιρόης πρὸς Χαιρέαν πίστιν καὶ τὴν ἀνάγκην τοῦ γάμου διὰ τὴν γαστέρα καὶ τὴν Θήρωνος ὁμολογίαν καὶ Χαιρέου πλοῦν ἐπὶ ζήτησιν τῆς γυναικὸς ἅλωσίν τε αὐτοῦ καὶ πρᾶσιν εἰς Καρίαν μετὰ Πολυχάρμου τοῦ φίλου, (5,1,2) καὶ ὡς Μιθριδάτης ἐγνώρισε Χαιρέαν μέλλοντα ἀποθνήσκειν καὶ ὡς ἔσπευδεν ἀλλήλοις ἀποδοῦναι τοὺς ἐρῶντας, φωράσας δὲ τοῦτο Διονύσιος ἐξ ἐπιστολῶν διέβαλεν αὐτὸν πρὸς Φαρνάκην, ἐκεῖνος δὲ πρὸς βασιλέα, βασιλεὺς δὲ ἀμφοτέρους ἐκάλεσεν ἐπὶ τὴν κρίσιν, - ταῦτα ἐν τῷ πρόσθεν λόγῳ δεδήλωται· τὰ δὲ ἑξῆς νῦν διηγήσομαι. Ich erzählte bisher, wie Chaireas, der schönste Jüngling in Syrakus, Kallirhoe, die liebenswürdige Tochter des Hermokrates auf Anstiften der Aphrodite heiratete; wie er ihr aus wilder Eifersucht, doch ohne Wissen, durch einen heftigen Stoß die Besinnung raubte; wie sie für getötet gehalten und prächtig begraben wurde, aber im Grab wieder erwachte, durch Räuber des Nachts aus Sizilien nach Ionien entführt und an Dionysios verkauft wurde; wie dieser von ihrer Schönheit gerührt und wie Kallirhoe, ungeachtet ihrer Treue gegen ihren Gemahl durch die Gewalt der Mutterliebe gezwungen wurde, ihm ihre Hand zu geben; wie Theron sein Verbrechen eingestand, Chaireas abreiste, seine Gattin aufzusuchen, aber gefangen und mit seinem Freund Polycharmos nach Karien verkauft wurde; wie er schon nahe dem Tod von Mithridates erkannt wurde, der sich aus guten Gründen Mühe gab, die Liebenden einander zuzuführen; wie aber Dionysios durch aufgefangene Briefe den Plan entdeckte, ihn bei Pharnakes und durch diesen beim König verklagte, der beide nun vor seinen Richterstuhl entbot. Den weiteren Verlauf der Sache wird die Folge lehren.
   
(5,1,3) Καλλιρόη μὲν γὰρ μέχρι Συρίας καὶ Κιλικίας κούφως ἔφερε τὴν ἀποδημίαν· καὶ γὰρ Ἑλλάδος ἤκουε φωνῆς καὶ θάλασσαν ἔβλεπε τὴν ἄγουσαν εἰς Συρακούσας· ὡς δ' ἧκεν ἐπὶ ποταμὸν Εὐφράτην, μεθ' ὃν ἤπειρός ἐστι μεγάλη, ἀφετήριον εἰς τὴν βασιλέως γῆν τὴν πολλήν, τότε ἤδη πόθος αὐτὴν ὑπεδύετο πατρίδος τε καὶ συγγενῶν καὶ ἀπόγνωσις τῆς εἰς τοὔμπαλιν ὑποστροφῆς. (5,1,4) στᾶσα δὲ ἐπὶ τῆς ἠιόνος καὶ πάντας ἀναχωρῆσαι κελεύσασα πλὴν Πλαγγόνος τῆς μόνης πιστῆς, τοιούτων ἤρξατο λόγων· »Τύχη βάσκανε καὶ μιᾶς γυναικὸς προσφιλονεικοῦσα πολέμῳ, σύ με κατέκλεισας ἐν τάφῳ ζῶσαν, κἀκεῖθεν ἐξήγαγες οὐ δι' ἔλεον, ἀλλ' ἵνα λῃσταῖς με παραδῷς. (5,1,5) ἐμερίσαντό μου τὴν φυγὴν θάλασσα καὶ Θήρων· ἡ Ἑρμοκράτους θυγάτηρ ἐπράθην καί, τὸ τῆς ἀφιλίας μοι βαρύτερον, ἐφιλήθην, ἵνα ζῶντος Χαιρέου ἄλλῳ γαμηθῶ. σὺ δὲ καὶ τούτων ἤδη μοι φθονεῖς· οὐκέτι γὰρ εἰς Ἰωνίαν με φυγαδεύεις. ξένην μέν, πλὴν Ἑλληνικὴν ἐδίδους γῆν, ὅπου μεγάλην εἶχον παραμυθίαν, ὅτι "θαλάσσῃ παρακάθημαι·" νῦν δὲ ἔξω με τοῦ συνήθους ῥίπτεις ἀέρος καὶ τῆς πατρίδος ὅλῳ διορίζομαι κόσμῳ. (5,1,6) Μίλητον ἀφείλω μου πάλιν, ὡς πρότερον Συρακούσας· ὑπὲρ τὸν Εὐφράτην ἀπάγομαι καὶ βαρβάροις ἐγκλείομαι μυχοῖς ἡ νησιῶτις, ὅπου μηκέτι θάλασσα. ποίαν ἔτ' ἐλπίσω ναῦν ἐκ Σικελίας καταπλέουσαν; ἀποσπῶμαι καὶ τοῦ σοῦ τάφου, Χαιρέα. (5,1,7) τίς ἐπενέγκῃ σοι χοάς, δαῖμον ἀγαθέ; Βάκτρα μοι καὶ Σοῦσα λοιπὸν οἶκος καὶ τάφος. ἅπαξ, Εὐφρᾶτα, μέλλω σε διαβαίνειν· φοβοῦμαι γὰρ οὐχ οὕτως τὸ μῆκος τῆς ἀποδημίας ὡς μὴ δόξω κἀκεῖ καλή τινι.« Bis an die Grenze von Kilikien ertrug Kallirhoe die Reise gern, denn so weit hörte sie immer noch griechisch reden, sah noch immer in der Ferne das Meer, das bis nach Syrakus reichte. Als sie aber an den Euphrat kam, wo das große Festland und das ungeheuere Reich der Perser anfängt, da ergriff sie schon die Sehnsucht nach ihrem Vaterland, nach ihren Verwandten, zu denen sie jemals zurückzukehren verzweifelte. Am Ufer des Flusses entfernte sie alle ihre Begleiter, als einzige die vertraute Plangon ausgenommen, und schüttete ihr Herz in Klagen aus: "Neidisches Glück! Dir macht es ein wahres Vergnügen, eine verlassene Frau zu verfolgen! Das Grab, worin du mich verschlossest, öffnetes du mir nicht aus Mitleid, nein! um mich Räubern zu überliefern, die mir die Flucht zur See recht schrecklich machen sollten. Die verkaufte Tochter des Hermokrates konnte nicht ärger büßen, als dass sie geliebt wurde und, obwohl der Gemahl noch lebte, einen anderen heiraten musste. Aber selbst dies gönnst du mir nicht. In Ionien glaubtest du mich noch nicht weit genug verwiesen zu haben, denn es ist zwar ein fremdes, aber doch ein griechisches Land, wo ich den Trost hatte, am Meer zu wohnen. Jetzt vertreibst du mich sogar aus der gewohnten Luft. Eine ganze Welt soll mich vom Vaterland trennen. Du raubst mir jetzt Milet, wie damals Syrakus. Man führt mich über den Euphrat und sperrt mich Insulanerin tief in die Gebirge des Hochlandes. Wie soll ich da auf ein Schiff aus Syrakus hoffen? Auch von deinem Grabmal, mein Chaireas, hat man mich weggerissen! O teurer Schatten, wer soll dir nun Totenopfer bringen? Baktra und Susa sind in Zukunft mein Haus, vielleicht mein Grab. Über den Euphrat werde ich nur einmal kommen. Ich fürchte mich nicht so sehr vor der ewig langen Rückreise, als dass ich auch dort irgendeinem schön vorkommen könnte." -
ταῦτα ἅμα λέγουσα τὴν γῆν κατεφίλησεν, εἶτα ἐπιβᾶσα τῆς πορθμίδος διεπέρασεν. (5,1,8) ἦν μὲν οὖν καὶ Διονυσίῳ χορηγία πολλή· πλουσιώτατα γὰρ ἐπεδείκνυτο τῇ γυναικὶ τὴν παρασκευήν· βασιλικωτέραν δὲ τὴν ὁδοιπορίαν αὐτοῖς παρεσκεύασεν ἡ τῶν ἐπιχωρίων φιλοφρόνησις· δῆμος παρέπεμπεν εἰς δῆμον, καὶ σατράπης παρεδίδου τῷ μεθ' αὑτόν, πάντας γὰρ ἐδημαγώγει τὸ κάλλος. καὶ ἄλλη δέ τις ἐλπὶς ἔθαλπε τοὺς βαρβάρους, ὅτι ἥδε ἡ γυνὴ μέγα δυνήσεται, καὶ διὰ τοῦτο ἕκαστος ἔσπευδε ξενίας διδόναι ἢ πάντως τινὰ χάριν εἰς αὐτὴν ἔχειν ἀποκειμένην. So sprach sie und küsste noch einmal den diesseitigen Boden, bestieg darauf das Floß und setzte über. Dionysios hatte zwar eine stattliche Begleitung und prächtige Equipage, denn er wollte seiner Gemahlin bei dieser Gelegenheit seinen Reichtum zeigen, aber ein ehrenvolleres Geleit gab ihm das Wohlwollen der Einwohner. Ein Volk geleitete ihn zum andern, ein Satrap übergab ihn dem andern, denn alle waren von ihrer Schönheit bezaubert. Die Perser sahen zugleich voraus, dass diese Frau am Hof ein großes ansehen erlangen werde. Daher eilte ein jeder von den Vornehmen, ihr sein Haus gastfreundlich anzubieten und alle nur möglichen Gefälligkeiten zu erweisen, um sie sich zu verpflichten.
II (5,2,1) Καὶ οἱ μὲν ἦσαν ἐν τούτοις· ὁ δὲ Μιθριδάτης δι' Ἀρμενίας ἐποιεῖτο τὴν πορείαν σφοδροτέραν, μάλιστα μὲν δεδοικὼς μὴ καὶ τοῦτο ἐπαίτιον αὐτῷ γένηται πρὸς βασιλέως, ὅτι κατ' ἴχνος ἐπηκολούθει τῇ γυναικί, ἅμα δὲ καὶ σπεύδων προεπιδημῆσαι καὶ συγκροτῆσαι τὰ πρὸς τὴν δίκην. (5,2,2) ἀφικόμενος οὖν εἰς Βαβυλῶνα βασιλεὺς γὰρ αὐτόθι διέτριβεν ἐκείνην μὲν τὴν ἡμέραν ἡσύχασε παρ' ἑαυτῷ· πάντες γὰρ οἱ σατράπαι σταθμοὺς ἔχουσιν ἀποδεδειγμένους· τῆς δ' ὑστεραίας ἐπὶ θύρας ἐλθὼν τὰς βασιλέως, ἠσπάσατο μὲν Περσῶν τοὺς ὁμοτίμους, Ἀρταξάτην δὲ τὸν εὐνοῦχον, ὃς μέγιστος ἦν παρὰ βασιλεῖ καὶ δυνατώτατος πρῶτον μὲν δώροις ἐτίμησεν, εἶτα »ἀπάγγειλον« εἶπε »βασιλεῖ· "Μιθριδάτης ὁ σὸς δοῦλος πάρεστιν ἀπολύσασθαι διαβολὴν Ἕλληνος ἀνδρὸς καὶ προσκυνῆσαι."« So ging es auf der ganzen Reise. Mithridates nahm seinen Weg über Armenien und reiste so schnell wie möglich, denn er fürchtete, dass es ihm der König als einen Beweis seines schlechten Gewissens auslegen könnte, wenn er später als der Kläger ankäme. Auch wünschte er vor jenem anzukommen, um zu seinem Prozess die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Als er in Babylon anlangte, wo sich der König damals aufhielt, blieb er am ersten Tag unerkannt im Palast seiner Satrapie. Am folgenden Tag ging er an den Hof, begrüßte die Großen und den Hochadel. Darauf beschenkte er vor allen den ersten Eunuchen des Königs, Artaxates, der ungemein viel galt, mit reichen Kostbarkeiten und bat ihn, dem König zu melden, sein Knecht Mithridates sei da, um sich gegen die Verleumdungen des griechischen Mannes zu verteidigen und dem König seine Ehrfurcht zu bezeugen.
(5,2,3) μετ' οὐ πολὺ δὲ ἐξελθὼν ὁ εὐνοῦχος ἀπεκρίνατο ὅτι »ἔστι βασιλεῖ βουλομένῳ Μιθριδάτην μηδὲν ἀδικεῖν· κρίνῃ δὲ ἐπειδὰν καὶ Διονύσιος παραγένηται.« προσκυνήσας οὖν ὁ Μιθριδάτης ἀπηλλάττετο, μόνος δὲ γενόμενος ἐκάλεσε Χαιρέαν καὶ ἔφη πρὸς αὐτὸν »ἐγὼ καίομαι καὶ ἀποδοῦναί σοι θελήσας Καλλιρόην ἐγκαλοῦμαι· τὴν γὰρ σὴν ἐπιστολήν, ἣν ἔγραψας πρὸς τὴν γυναῖκα, Διονύσιος ἐμέ φησι γεγραφέναι καὶ μοιχείας ἀπόδειξιν ἔχειν ὑπολαμβάνει· πέπεισται γὰρ σὲ τεθνάναι, καὶ πεπείσθω μέχρι τῆς δίκης, ἵνα αἰφνίδιον ὀφθῇς. (5,2,4) ταύτην ἀπαιτῶ σε τῆς εὐεργεσίας τὴν ἀνταμοιβήν· ἀπόκρυψον σεαυτόν· μήτε ἰδεῖν Καλλιρόην μήτ' ἐξετάσαι τι περὶ αὐτῆς καρτέρησον.« Bald darauf kam der Eunuch mit der Antwort zurück, es werde dem König angenehm sein, wenn Mithridates ohne Schuld wäre. Seine Verteidigung solle er erst dann führen, wenn auch Dionysios angekommen sei. - Mithridates warf sich vor ihm nieder und entfernte sich. Sobald er zu Hause und allein war, rief er den Chaireas und sagte: "Man hat mich angefochten, Chaireas, und verklagt, weil ich dir deine Gattin wieder verschaffen wollte. Dionysios behauptet, ich sei der Urheber des Briefes, den du an sie geschrieben hast, und führt ihn als einen Beweis auf, dass ich ihm seine Frau hätte untreu machen wollen, weil er sich für vollkommen überzeugt hält, dass du nicht mehr am Leben seist. Wir wollen ihn bei diesem Glauben lassen, bis wir vor Gericht treten, wo du dich ihm plötzlich zeigen wirst. Halte dich daher verborgen!Das ist der Dank, den ich für meine Wohltaten von dir erwarte, dass du bist dahin Kallirhoe weder siehst noch nach ihr fragst. Sei Herr über dich!" -
ἄκων μέν, ἀλλὰ ἐπείθετο Χαιρέας καὶ λανθάνειν μὲν ἐπειρᾶτο, ἐλείβετο δὲ αὐτοῦ τὰ δάκρυα κατὰ τῶν παρειῶν· εἰπὼν δὲ »ποιήσω, δέσποτα, ἃ προστάττεις,« ἀπῆλθεν εἰς τὸ δωμάτιον ἐν ᾧ κατήγετο μετὰ Πολυχάρμου τοῦ φίλου, καὶ ῥίψας ἑαυτὸν εἰς τὸ ἔδαφος, περιρρηξάμενος τὸν χιτῶνα, ἀμφοτέραις χερσὶ περιελὼν κόνιν αἰθαλόεσσαν χεύατο κὰκ κεφαλῆς, χαρίεν δ' ᾔσχυνε πρόσωπον. εἶτα ἔλεγε κλάων »ἐγγύς ἐσμεν, ὦ Καλλιρόη, καὶ οὐχ ὁρῶμεν ἀλλήλους. (5,2,5) σὺ μὲν οὖν οὐδὲν ἀδικεῖς· οὐ γὰρ οἶδας ὅτι Χαιρέας ζῇ· πάντων δὲ ἀσεβέστατος ἐγώ, μὴ βλέπειν σε κεκελευσμένος, καὶ ὁ δειλὸς καὶ φιλόζωος μέχρι τοσούτου φέρω τυραννούμενος. σοὶ δὲ εἴ τις τοῦτο προσέταξεν, οὐκ ἂν ἔζησας.«
Chaireas versprach das, aber höchst ungern. Zwar wollte er seinen Schmerz nicht merken lassen, aber unwillkürliche Tränen rollten über seine Wangen. "Fürst," sprach er, "ich will tun, was du befiehlst." Darauf entfernte er sich mit seinem Freund Polycharmos aus seinem Zimmer, warf sich auf die Erde, zerriss sein Kleid und klagte: " O Kallirhoe, wir sind so nah und sehen uns nicht! Nun weiß ich, dass du schuldlos bist; du wähntest, dass ich nicht mehr lebe. Ich bin der Verbrecher, der dich nicht sehen darf, ich der feige Mensch, der so sehr am Leben hängt, dass er sich diese Behandlung gefallen lässt. Du würdest lieber sterben, ehe du dir so etwas befehlen ließest.
(5,2,6) Ἐκεῖνον μὲν οὖν παρεμυθεῖτο Πολύχαρμος, ἤδη δὲ καὶ Διονύσιος πλησίον ἐγένετο Βαβυλῶνος καὶ ἡ Φήμη προκατελάμβανε τὴν πόλιν, ἀπαγγέλλουσα πᾶσιν, ὅτι παραγίνεται γυνή, κάλλος οὐκ ἀνθρώπινον ἀλλά τι θεῖον, ὁποίαν ἐπὶ γῆς ἄλλην ἥλιος οὐχ ὁρᾷ· φύσει δέ ἐστι τὸ βάρβαρον γυναιμανές, ὥστε πᾶσα οἰκία καὶ πᾶς στενωπὸς ἐπεπλήρωτο τῆς δόξης· ἀνέβαινε δὲ ἡ φήμη μέχρις αὐτοῦ τοῦ βασιλέως, ὥστε καὶ ἤρετο Ἀρταξάτην τὸν εὐνοῦχον εἰ πάρεστιν ἡ Μιλησία. (5,2,7) Διονύσιον δὲ καὶ πάλαι μὲν ἐλύπει τὸ περιβόητον τῆς γυναικὸς οὐ γὰρ εἶχεν ἀσφάλειαν, ἐπεὶ δὲ εἰς Βαβυλῶνα ἔμελλεν εἰσιέναι, τότ' ἤδη καὶ μᾶλλον ἐνεπίμπρατο, στενάξας δὲ ἔφη πρὸς ἑαυτὸν »οὐκέτι ταῦτα Μίλητός ἐστι, Διονύσιε, ἡ σὴ πόλις· κἀκεῖ δὲ τοὺς ἐπιβουλεύοντας ἐφυλάττου. (5,2,8) τολμηρὲ καὶ τοῦ μέλλοντος ἀπροόρατε, εἰς Βαβυλῶνα Καλλιρόην ἄγεις, ὅπου Μιθριδᾶται τοσοῦτοι; Μενέλαος ἐν τῇ σώφρονι Σπάρτῃ τὴν Ἑλένην οὐκ ἐτήρησεν, ἀλλὰ παρευδοκίμησε καὶ βασιλέα βάρβαρος ποιμήν· πολλοὶ Πάριδες ἐν Πέρσαις. οὐχ ὁρᾷς τοὺς κινδύνους, οὐ τὰ προοίμια; πόλεις ἡμῖν ἀπαντῶσι καὶ θεραπεύουσι σατράπαι. (5,2,9) σοβαρωτέρα γέγονεν ἤδη, καὶ οὔπω βασιλεὺς ἑώρακεν αὐτήν. μία τοίνυν σωτηρίας ἐλπὶς διακλέψαι τὴν γυναῖκα· φυλαχθήσεται γάρ, ἂν δυνηθῇ λαθεῖν.« Polycharmos bot, wie immer, alle Gründe der Freundschaft auf, um ihn zu trösten. Indessen kam auch Dionysios in die Nähe von Babylon. Schon hatte sich in der großen Stadt das Gerücht verbreitet, dass eine Frau von göttlicher Schönheit im ANzug sei, wie Helios keine mehr beleuchte. Die Völker des Orients sind dem Frauenzimmer von Natur sehr ergeben; also war jede Straße, jedes Haus von dem Gerücht erfüllt. Auch der König hörte davon und fragte den Eunuchen Artaxates, ob die Milesierin dasei. - Den Dionysios setzte dieses Aufsehen schon lange in Sorge. Nirgends glaubte er sich sicher, aber noch mehr brannte es ihn jetzt, als er Babylon selbst betreten wollte. Tief seufzte er und dachte: "Hier ist nicht deine Vaterstadt Milet! Schon dort fürchtetest du Nachstellungen und nun führst du sie nach Babylon, kurzsichtiger Wagehals, wo so viele von der Sorte des Mithridates sind!? Im tugendhaften Sparta konnte nicht einmal Menelaos Helena erhalten: ein fremder Hirte gefiel ihr besser als ein König. In Persien gibt es viele Parisse! Siehst du nicht das Vorspiel der Gefahren? Städte kommen uns entgegen, Satrapen warten uns auf. Schon ist sie stolzer geworden und noch hat sie der Großkönig nicht einmal gesehen! Die einzige Hoffnung, sie zu retten, ist, wenn ich sie verbergen kann." -
ταῦτα λογισάμενος ἵππου μὲν ἐπέβη, τὴν δὲ Καλλιρόην εἴασεν ἐπὶ τῆς ἁρμαμάξης καὶ συνεκάλυψε τὴν σκηνήν. τάχα δ' ἂν καὶ προεχώρησεν ὅπερ ἤθελεν, εἰ μὴ συνέβη τι τοιοῦτον. In dieser Absicht stieg er aus und ließ Kallirhoe allein in einem verdeckten Wagen fahren. Vielleicht hätte er seinen Zweck erreicht, wenn nicht der Zufall wieder dazwischengespielt hätte.
III (5,3,1) Ἧκον παρὰ Στάτειραν τὴν γυναῖκα τὴν βασιλέως τῶν ἐνδοξοτάτων Περσῶν αἱ γυναῖκες καί τις εἶπεν ἐξ αὐτῶν »ὦ δέσποινα, γύναιον Ἑλληνικὸν ἐπιστρατεύεται ταῖς ἡμετέραις οἰκείαις, ἃς καὶ πάλαι μὲν πάντες ἐθαύμαζον ἐπὶ τῷ κάλλει, κινδυνεύει δὲ ἐφ' ἡμῶν ἡ δόξα τῶν Περσίδων γυναικῶν καταλυθῆναι. φέρ' οὖν σκεψώμεθα πῶς μὴ παρευδοκιμηθῶμεν ὑπὸ τῆς ξένης.« Einige der vornehmsten Perserinnen machten der Stateira, der Gemahlin des Königs, ihre Aufwartung: "Ach, Gebieterin," sagte unter anderen eine, "eine Griechin, die schon lange ihrer Schönheit wegen bewundert wird, droht unseren Häusern. Die Ehre der persischen Frauen steht auf dem Spiel. Wie fangen wir es an, dass uns die Fremde nicht verdunkelt?" -
(5,3,2) ἐγέλασεν ἡ βασιλὶς ἀπιστοῦσα τῇ φήμῃ, ἅμα δὲ εἶπεν »ἀλαζόνες εἰσὶν Ἕλληνες καὶ πτωχοὶ καὶ διὰ τοῦτο καὶ τὰ μικρὰ θαυμάζουσι μεγάλως. οὕτως φημίζουσι Καλλιρόην καλὴν ὡς καὶ Διονύσιον πλούσιον. μία τοίνυν ἐξ ἡμῶν, ἐπειδὰν εἰσίῃ, φανήτω μετ' αὐτῆς, ἵνα ἀποσβέσῃ τὴν πενιχράν τε καὶ δούλην.« (5,3,3) προσεκύνησαν πᾶσαι τὴν βασιλίδα καὶ τῆς γνώμης ἀπεθαύμασαν καὶ τὸ μὲν πρῶτον ὡς ἐξ ἑνὸς στόματος ἀνεβόησαν »εἴθε δυνατὸν ἦν ὀφθῆναι σέ, δέσποινα·« Die Königin glaubte dem Gerücht nicht und lachte. "Die Griechen," erwiderte sie, "sind arme, eitle Menschen. Wenn sie einmal eine Kleinigkeit haben, machen sie viel Wesens davon. Mit der Schönheit dieser Kallirhoe wird es wohl ebenso sein wie mit dem Reichtum des Dionysios. Wenn sie ihren Einzug hält, muss sich allenfalls eine von uns öffentlich zeigen, um die armselige Sklavin sogleich in ihre Schranken zu verweisen." - Alle warfen sich vor der Königin nieder, bewunderten ihre Weisheit und riefen aus einem Mund: "O Fürstin, wäre es doch möglich, dass du gesehen werden könntest!" -
εἶτα διεχέθησαν αἱ γνῶμαι καὶ τὰς ἐνδοξοτάτας ὠνόμαζον ἐπὶ κάλλει. (5,3,4) χειροτονία δὲ ἦν ὡς ἐν θεάτρῳ, καὶ προεκρίθη Ῥοδογούνη, θυγάτηρ μὲν Ζωπύρου, γυνὴ δὲ Μεγαβύζου, μέγα τι χρῆμα κάλλους καὶ περιβόητον, οἷον τῆς Ἰωνίας Καλλιρόη, τοιοῦτο τῆς Ἀσίας ἡ Ῥοδογούνη. λαβοῦσαι δὲ αὐτὴν αἱ γυναῖκες ἐκόσμουν, ἑκάστη τι παρ' αὑτῆς συνεισφέρουσα εἰς κόσμον· ἡ δὲ βασιλὶς ἔδωκε περιβραχιόνια καὶ ὅρμον. (5,3,5) Ἐπεὶ τοίνυν εἰς τὸν ἀγῶνα καλῶς αὐτὴν κατεσκεύασαν, ὡς δῆθεν εἰς ἀπάντησιν Καλλιρόης παρεγίνετο· καὶ γὰρ εἶχε πρόφασιν οἰκείαν, ἐπειδὴ ἦν ἀδελφὴ Φαρνάκου τοῦ γράψαντος βασιλεῖ περὶ Διονυσίου. Man war über die Wahl nicht einig, denn die Meinungen waren zu verschieden. Man nannte die schönsten. Endlich sammelte man die Stimmen, wie in der Volksversammlung und Rhodogyne, die Tochter des Zopyros, erhielt den Vorzug, eine Schönheit, die in Asien mindestens ebenso berühmt war wie Kallirhoe in Ionien. Gemeinschaftlich schmückten sie die Weiber und jede brachte etwas von ihrem eigenen Schmuck für sie mit. Die Königin schenkte ihr einen Halsschmuck und prächtige Armbänder. Aufs schönste herausgeputzt ging sie Kallirhoe entgegen, um es mit Hilfe der Götter mit ihr aufzunehmen. Sie war eine Schwester des Pharnakes, der für Dionysios an den König geschrieben hatte; diese Verwandtschaft gab ihr einen guten Vorwand.
(5,3,6) ἐξεχεῖτο δὲ πᾶσα Βαβυλὼν ἐπὶ τὴν θέαν καὶ τὸ πλῆθος ἐστενοχώρει τὰς πύλας. ἐν δὲ τῷ περιφανεστάτῳ παραπεμπομένη βασιλικῶς ἡ Ῥοδογούνη περιέμενεν· εἱστήκει δὲ ἁβρὰ καὶ θρυπτομένη καὶ ὡς προκαλουμένη, πάντες δὲ εἰς αὐτὴν ἀπέβλεπον καὶ διελάλουν πρὸς ἀλλήλους »νενικήκαμεν· ἡ Περσὶς ἀποσβέσει τὴν ξένην. (5,3,7) εἰ δύναται, συγκριθήτω· μαθέτωσαν Ἕλληνες ὅτι εἰσὶν ἀλαζόνες.« Ganz Babylon strömte diesem Schauspiel zu. Man drängte sich in den Toren. Auf einem freien Platz machte Rhodogyne mit ihrer prachtvollen Begleitung Halt. Stolz und siegesgewiss, gleichsam herausfordernd schaute sie umher. Alle sahen auf sie und sagten unter sich: "Der Sieg ist unser, die Perserin wird die Fremde verdunkeln. Sie mag sich nur mit Rhodogyne messen, wenn sie kann! Die Griechen sollen es empfinden, dass sie Prahler sind!" -
ἐν τούτῳ δὲ ἀπῆλθεν ὁ Διονύσιος καὶ μηνυθέντος αὐτῷ τὴν Φαρνάκου συγγενίδα παρεῖναι, καταπηδήσας ἀπὸ τοῦ ἵππου προσῆλθεν αὐτῇ φιλοφρονούμενος. (5,3,8) ἐκείνη δὲ ὑπερυθριῶσα »θέλω« φησὶ »τὴν ἀδελφὴν ἀσπάσασθαι,« καὶ ἅμα τῇ ἁρμαμάξῃ προσῆλθεν. οὔκουν δυνατὸν ἦν αὐτὴν ἔτι μένειν κεκαλυμμένην, ἀλλ' ὁ Διονύσιος ἄκων μὲν καὶ στένων ὑπ' αἰδοῦς τὴν Καλλιρόην προελθεῖν ἠξίωσεν· Indes kam Dionysios an. Man zeigte ihm an, die Schwester des Satrapen Pharnakes sei ihm entgegengekommen. Er sprang vom Pferd und ging hin, ihr seine Ehrerbietung zu erweisen. Sie errötete: "Ich wünschte," sagte sie, "meine Freundin zu umarmen. Mit diesen Worten ging sie zum Wagen. Nun war es nicht mehr möglich, dass Kallirhoe verborgen bleiben konnte. Er musste sie aussteigen lassen, um nicht gegen die der Fremden geschuldete Achtung und die feine Lebensart zu verstoßen. Ungern und seufzend öffnete er den Wagen.
ἅμα δὲ πάντες οὐ μόνον τοὺς ὀφθαλμοὺς ἀλλὰ καὶ τὰς ψυχὰς ἐξέτειναν καὶ μικροῦ δεῖν ἐπ' ἀλλήλους κατέπεσον, ἄλλος πρὸ ἄλλου θέλων ἰδεῖν καὶ ὡς δυνατὸν ἐγγυτάτω γενέσθαι. (5,3,9) ἐξέλαμψε δὲ τὸ Καλλιρόης πρόσωπον, καὶ μαρμαρυγὴ κατέσχε τὰς ἁπάντων ὄψεις, ὥσπερ ἐν νυκτὶ βαθείᾳ πολλοῦ φωτὸς αἰφνίδιον φανέντος· ἐκπλαγέντες δὲ οἱ βάρβαροι προσεκύνησαν καὶ οὐδεὶς ἐδόκει Ῥοδογούνην παρεῖναι. συνῆκε δὲ καὶ ἡ Ῥοδογούνη τῆς ἥττης, καὶ μήτε ἀπελθεῖν δυναμένη μήτε βλέπεσθαι θέλουσα ὑπέδυ τὴν σκηνὴν μετὰ τῆς Καλλιρόης, παραδοῦσα αὑτὴν τῷ κρείττονι φέρειν. (5,3,10) ἡ μὲν οὖν ἁρμάμαξα προῄει συγκεκαλυμμένη, οἱ δὲ ἄνθρωποι, μηκέτι ἔχοντες Καλλιρόην ὁρᾶν, κατεφίλουν τὸν δίφρον. Die Neugier der Menge war jetzt aufs höchste gestiegen. Man stand mit weit aufgerissenen Augen auf den Zehen; man rannte sich bald um, denn jeder wollte sie vor dem andern sehen, jeder der nächste sein. Kallirhoes Antlitz strahlte und blendete die Augen, wie wenn in tiefer Nacht auf einmal ein Blitz die Finsternis durchbricht. Die erschrockenen Perser warfen sich nieder vor ihr und keiner schien an Rhodogynes Gegenwart zu denken. Auch diese fühlte nur zu gut, dass sie überwunden war. Da sie nicht wegkommen konnte, aber in dieser Lage auch nicht stehen bleiben wollte, setzte sie sich mit Kallirhoe in den verdeckten Wagen und ergab sich auf diese Art der Siegerin. Der Wagen bleib verdeckt und das Volk küsste ihn, als es Kallirhoe nicht mehr sehen konnte.
βασιλεὺς δὲ ὡς ἤκουσεν ἀφῖχθαι Διονύσιον, ἐκέλευσεν Ἀρταξάτην τὸν εὐνοῦχον ἀπαγγεῖλαι πρὸς αὐτὸν »ἐχρῆν μέν σε κατηγοροῦντα ἀνδρὸς ἀρχὴν μεγάλην πεπιστευμένου μὴ βραδύνειν· ἀφίημι δέ σοι τὴν αἰτίαν, ὅτι μετὰ γυναικὸς ἐβάδιζες. (5,3,11) ἐγὼ δὲ νῦν μὲν ἑορτὴν ἄγω καὶ πρὸς ταῖς θυσίαις εἰμί· τριακοστῇ δὲ ὕστερον ἡμέρᾳ ἀκροάσομαι τῆς δίκης.« προσκυνήσας ὁ Διονύσιος ἀπηλλάγη. Sobald der König hörte, dass Dionysios angekommen sei, ließ er ihm durch den Eunuchen Artaxates sagen, dass er als Ankläger eines Mannes, dem die Regierung einer so großen Provinz anvertraut sei, nicht so spät hätte kommen sollen; jedoch wolle er ihm das verzeihen, weil er mit Frauenzimmern gereist sei. Er feiere jetzt ein Fest und sei mit Opferhandlungen beschäftigt. Deshalb solle erst der dreißigste Tag als Prozesstermin angesetzt sein. - Dionysios warf sich vor den Eunuchen nieder und entfernte sich.
IV (5,4,1) Παρασκευὴ οὖν ἐντεῦθεν ἐγίνετο ἐπὶ τὴν δίκην παρ' ἑκατέρων ὥσπερ ἐπὶ πόλεμον τὸν μέγιστον. ἐσχίσθη δὲ τὸ πλῆθος τῶν βαρβάρων καὶ ὅσον μὲν ἦν σατραπικὸν Μιθριδάτῃ προσέθετο· καὶ γὰρ ἦν ἀνέκαθεν ἐκ Βάκτρων, εἰς Καρίαν δὲ ὕστερον μετῳκίσθη· Διονύσιος δὲ τὸ δημοτικὸν εἶχεν εὔνουν· ἐδόκει γὰρ ἀδικεῖσθαι παρὰ τοὺς νόμους εἰς γυναῖκα ἐπιβουλευθείς, καὶ ὃ μεῖζόν ἐστι, τοιαύτην. (5,4,2) οὐ μὴν οὐδ' ἡ γυναικωνῖτις ἡ Περσῶν ἀμέριμνος ἦν, ἀλλὰ καὶ ἐνταῦθα διῃρέθησαν αἱ σπουδαί· τὸ μὲν γὰρ αὐτῶν ἐπ' εὐμορφίᾳ μέγα φρονοῦν ἐφθόνει τῇ Καλλιρόῃ καὶ ἤθελεν αὐτὴν ἐκ τῆς δίκης ὑβρισθῆναι, τὸ δὲ πλῆθος ταῖς οἰκείαις φθονοῦσαι τὴν ξένην εὐδοκιμῆσαι συνηύχοντο. Man rüstete sich während dieser Zeit zum Prozess wie zu dem größten Krieg. Die ganze Nation ergriff Partei. Alle Satrapen und alle, die vom Hof abhingen, hielte es mit Mithridates, denn er stammte aus einer alten und berühmten baktrischen Familie und hatte ein sehr gutes Andenken hinterlassen, als er vor kurzem erst aus Babylon nach Karien versetzt worden war. Das übrige Volk war aber ganz auf der Seite des Dionysios, denn durch den Angriff auf die Tugend einer solchen Frau schien er gegen alle Gesetze beleidigt zu sein. Selbst die persischen Weiber blieben nicht ohne Teilnahme und interessierten sich heftig für diese oder jene Partei.Die sich auf ihre Schönheit etwas einbildeten, beneideten Kallirhoe und wünschten, dass ihr durch den Prozess ein Flecken angehängt werde. Die andern aber wünschten aus Missgunst auf die einheimischen Schönheiten, dass der Handel zur Ehre der Fremden ausfalle.
  (Auch hier also versteckte sich bei beiden Geschlechtern die Eigensucht hinter dem Patriotismus und die Rache hinter dem Recht.)
(5,4,3) τὴν νίκην δὲ ἑκάτερος αὐτῶν ἐν ταῖς χερσὶν ἔχειν ὑπελάμβανε· Διονύσιος μὲν θαρρῶν ταῖς ἐπιστολαῖς αἷς ἔγραψε Μιθριδάτης πρὸς Καλλιρόην ὀνόματι Χαιρέου ζῆν γὰρ οὐδέποτε Χαιρέαν προσεδόκα, Μιθριδάτης δὲ Χαιρέαν ἔχων δεῖξαι πέπειστο ἁλῶναι μὴ δύνασθαι. προσεποιεῖτο δὲ δεδιέναι καὶ συνηγόρους παρεκάλει, ἵνα διὰ τὸ ἀπροσδόκητον λαμπροτέραν τὴν ἀπολογίαν ποιήσηται. (5,4,4) ταῖς δὲ τριάκοντα ἡμέραις Πέρσαι καὶ Περσίδες οὐδὲν ἕτερον διελάλουν ἢ τὴν δίκην ταύτην, ὥστε, εἰ χρὴ τἀληθὲς εἰπεῖν, ὅλη ἡ Βαβυλὼν δικαστήριον ἦν. ἐδόκει δὲ πᾶσιν ἡ προθεσμία μακρὰ καὶ οὐ τοῖς ἄλλοις μόνον ἀλλὰ καὶ αὐτῷ τῷ βασιλεῖ. ποῖος ἀγὼν Ὀλυμπικὸς ἢ νύκτες Ἐλευσίνιαι προσδοκίαν τοσαύτης ἔσχον σπουδῆς;
Beide Parteien glaubten, den Sieg in der Hand zu haben. Dionysios verließ sich auf die Briefe, die Mithridates unter Chaireas' Namen an Kallirhoe geschrieben habe; denn er ließ sich gar nicht träumen, dass Chaireas noch leben könne. Mithridates hoffte dagegen, durch den Auftritt des Chaireas selbst seine Unschuld vollkommen beweisen zu können. Er nahm aber einen Gerichtsbeistand an, als wenn seine Sache sehr verzweifelt wäre, und stellte sich, als sei er sehr in Furcht, um seinen Gegner sicher zu machen und durch die Überraschung seinen Sieg desto glänzender zu gestalten. Während der dreißig Tage redeten die Perser und Perserinnen von nichts als dem Prozess, so dass in Wahrheit ganz Babylon ein Richterstuhl war. Der Aufschub des Prozesses dauerte nicht allen dem Volk, sondern selbst dem König zu lange. Wann harrte man wohl mit so viel Begierde auf die Olympischen Spiele oder die eleusinischen Nächte?

(5,4,5) Ἐπεὶ δὲ ἧκεν ἡ κυρία τῶν ἡμερῶν, ἐκαθέσθη βασιλεύς. ἔστι δὲ οἶκος ἐν τοῖς βασιλείοις ἐξαίρετος, ἀποδεδειγμένος εἰς δικαστήριον, μεγέθει καὶ κάλλει διαφέρων· ἔνθα μέσος μὲν ὁ θρόνος κεῖται βασιλεῖ, παρ' ἑκάτερα δὲ τοῖς φίλοις οἳ τοῖς ἀξιώμασι καὶ ταῖς ἀρεταῖς ὑπάρχουσιν ἡγεμόνες ἡγεμόνων. (5,4,6) περιεστᾶσι δὲ κύκλῳ τοῦ θρόνου λοχαγοὶ καὶ ταξίαρχοι καὶ τῶν βασιλέως ἐξελευθέρων τὸ ἐντιμότατον, ὥστε ἐπ' ἐκείνου τοῦ συνεδρίου καλῶς ἂν εἴποι τις

Am bestimmten Tag wurde das Gericht eröffnet. Es gab im königlichen Schloss einen eigen Gerichtssaal voll Majestät und Pracht, in dessen Mitte sich der Thron des Königs erhob. Zu beiden Seiten saßen die Minister, Generale und andere durch ihre Würden und Verdienste ausgezeichneten Männer. Aber die Subalternen und die vornehmsten Freigelassenen des Königs bildeten einen Kreis um den Thron,

»οἱ δὲ θεοὶ πὰρ Ζηνὶ καθήμενοι ἠγορόωντο.« Hom.Il.7,443

so wie bei Zeus die anderen Götter versammelt sind.
(5,4,7) παράγονται δὲ οἱ δικαζόμενοι μετὰ σιγῆς καὶ δέους. τότε οὖν ἕωθεν μὲν πρῶτος ἧκε Μιθριδάτης, δορυφορούμενος ὑπὸ φίλων καὶ συγγενῶν, οὐ πάνυ τι λαμπρὸς οὐδὲ φαιδρός, ἀλλ', ὡς ὑπεύθυνος, ἐλεεινός· ἐπηκολούθει δὲ καὶ Διονύσιος Ἑλληνικῷ σχήματι Μιλησίαν στολὴν ἀμπεχόμενος, τὰς ἐπιστολὰς τῇ χειρὶ κατέχων. (5,4,8) ἐπεὶ δὲ εἰσήχθησαν, προσεκύνησαν. Die Sitzenden beobachteten ein respektvolles Schweigen. Zuerst kam Mithridates, von Freunden und Verwandten begleitet, aber nicht in einem glänzenden Aufzug, sondern wie ein Schuldiger mit betrübtem Gesicht, um Mitleid zu erregen. Ihm folgte Dionysios in griechischer Kleidung mit einer milesischen Stola, die Briefe in der Hand. Sobald sie die Mitte des Saales erreichten, warfen sie sich vor dem König nieder.
ἔπειτα βασιλεὺς ἐκέλευσε τὸν γραμματέα τὰς ἐπιστολὰς ἀναγνῶναι, τήν τε Φαρνάκου καὶ ἣν ἀντέγραψεν αὐτός, ἵνα μάθωσιν οἱ συνδικάζοντες πῶς εἰσῆκται τὸ πρᾶγμα. ἀναγνωσθείσης δὲ τῆς ἐπιστολῆς ἔπαινος ἐξερράγη πολὺς τὴν σωφροσύνην καὶ δικαιοσύνην θαυμαζόντων τὴν βασιλέως. (5,4,9) σιωπῆς δὲ γενομένης ἔδει μὲν ἄρξασθαι τοῦ λόγου Διονύσιον τὸν κατήγορον, καὶ πάντες εἰς ἐκεῖνον ἀπέβλεψαν· ἔφη δὲ Μιθριδάτης »οὐ προλαμβάνω« φησί, »δέσποτα, τὴν ἀπολογίαν, ἀλλ' οἶδα τὴν τάξιν· δεῖ δὲ πρὸ τῶν λόγων ἅπαντας παρεῖναι τοὺς ἀναγκαίους ἐν τῇ δίκῃ· ποῦ τοίνυν ἡ γυνή, περὶ ἧς ἡ κρίσις; ἔδοξας δ' αὐτὴν ἀναγκαίαν διὰ τῆς ἐπιστολῆς καὶ ἔγραψας παρεῖναι, καὶ πάρεστι. (5,4,10) μὴ οὖν Διονύσιος ἀποκρυπτέτω τὸ κεφάλαιον καὶ τὴν αἰτίαν ὅλου τοῦ πράγματος.« Darauf befahl der König dem Sekretär, den Brief des Pharnakes und die königliche Antwort darauf vorzulesen, damit beide Parteien wüssten, wie die Sache eingeleitet sei. Nach der Verlesung ertönte der Saal von Lobeserhebungen auf die Weisheit und Gerechtigkeit des Königs. Als es wieder ruhig geworden war, sollte Dionysios als Kläger zu reden anfangen. Schon sahen alle auf ihn, als Mithridates begann: "Großmächtiger König, ich bin nicht gesonnen, meine Verteidigung vorher zu machen, aber ich kenne die Prozessordnung. Bevor zu reden erlaubt sein kann, müssen alle notwendigen Personen zugegen sein; wo ist aber die Frau, um die der Prozess geht? Du gabst in deinem Brief zu erkennen, dass sie nötig sei, und befahlst, dass sie gegenwärtig sein solle. Auch ist sie hier. Dionysios darf daher die Hauptperson nicht verbergen, um die der ganze Handel geht."
πρὸς ταῦτα ἀπεκρίνατο Διονύσιος »καὶ τοῦτο μοιχοῦ παράγειν εἰς ὄχλον ἀλλοτρίαν γυναῖκα οὐ θέλοντος ἀνδρός, οὔτε ἐγκαλοῦσαν οὔτε ἐγκαλουμένην αὐτήν. (5,4,11) εἰ μὲν οὖν διεφθάρη, ὡς ὑπεύθυνον ἔδει παρεῖναι· νῦν δὲ σὺ ἐπεβούλευσας ἀγνοούσῃ, καὶ οὔτε μάρτυρι χρῶμαι τῇ γυναικὶ οὔτε συνηγόρῳ. τί οὖν ἀναγκαῖον παρεῖναι τὴν κατ' οὐδὲν μετέχουσαν τῆς δίκης;« "Die Frau eines andern," erwiderte Dionysios, "die weder klagt noch angeklagt ist, gegen den Willen ihres Mannes unter so viele fremde Männer zu führen, auch das heißt, die Ehe zu brechen. Wäre die Frau missbraucht worden, so müsste sie zugegen sein, denn da wäre sie schuldig. Allein du stelltest ihr nur erst nach und sie weiß es nicht einmal. Ich will sie weder als Zeuge brauchen, noch soll sie mich verteidigen. Warum sollte sie also hier notwendig sein, da der Prozess sie gar nicht angeht?" -
ταῦτα δικανικῶς μὲν εἶπεν ὁ Διονύσιος, πλὴν οὐδένα ἔπειθεν· ἐπεθύμουν γὰρ πάντες Καλλιρόην ἰδεῖν. (5,4,12) αἰδουμένου δὲ κελεῦσαι βασιλέως πρόφασιν ἔσχον οἱ φίλοι τὴν ἐπιστολήν· ἐκλήθη γὰρ ὡς ἀναγκαία. »πῶς οὖν οὐκ ἄτοπον« ἔφη τις »ἐξ Ἰωνίας μὲν ἐλθεῖν, ἐν Βαβυλῶνι δὲ οὖσαν ὑστερεῖν;« (5,4,13) ἐπεὶ τοίνυν ὡρίσθη καὶ Καλλιρόην παρεῖναι, οὐδὲν αὐτῇ προειρηκὼς ὁ Διονύσιος, ἀλλὰ μέχρι παντὸς ἀποκρυψάμενος τὴν αἰτίαν τῆς εἰς Βαβυλῶνα ὁδοῦ, φοβηθεὶς αἰφνίδιον εἰσαγαγεῖν εἰς δικαστήριον οὐδὲν εἰδυῖαν εἰκὸς γὰρ ἦν καὶ ἀγανακτῆσαι τὴν γυναῖκα ὡς ἐξηπατημένην εἰς τὴν ὑστεραίαν ὑπερέθετο τὴν δίκην. Was Dionysios sagte, war allerdings dem Recht gemäß, allein er überredete niemand, weil alle zu begierig waren, Kallirhoe zu sehen. Da sich jedoch der König schämte, es zu befehlen, nahmen die Minister den Brief zum Vorwand, denn sie war darin als notwendige Person vorgeladen worden. "Ist das nicht absurd," sagte man, "sie ist den weiten Weg aus Ionien hierhergekommen und hier kommt sie nicht vor Gericht?" - Sobald bestimmt worden war, dass Kallirhoe auch anwesend sein solle, wurde das Gericht auf Ansuchen das Dionysios bis zum folgenden Tag aufgeschoben, und man ging auseinander; denn Dionysios hatte ihr vorher gar nichts gesagt und die wahre Ursache seiner Reise ganz vor ihr geheimgehalten. Er fürchtete daher nicht ohne Grund, dass sie über den Betrug sehr aufgebracht wäre, wenn sie ohne das Geringste zu wissen, plötzlich vor Gericht geführt würde.
V (5,5,1) Καὶ τότε μὲν οὕτως διελύθησαν· ἀφικόμενος δὲ εἰς τὴν οἰκίαν ὁ Διονύσιος, οἷα δὴ φρόνιμος ἀνὴρ καὶ πεπαιδευμένος, λόγους τῇ γυναικὶ προσήνεγκεν ὡς ἐν τοιούτοις πιθανωτάτους, ἐλαφρῶς τε καὶ πράως ἕκαστα διηγούμενος. οὐ μὴν ἀδακρυτί γε ἤκουεν ἡ Καλλιρόη, πρὸς τὸ ὄνομα δὲ τὸ Χαιρέου πολλὰ ἀνέκλαυσε καὶ πρὸς τὴν δίκην ἐδυσχέραινε. (5,5,2) »τοῦτο γὰρ« φησὶ »μόνον ἔλιπέ μου ταῖς συμφοραῖς, εἰσελθεῖν εἰς δικαστήριον. τέθνηκα καὶ κεκήδευμαι, τετυμβωρύχημαι, πέπραμαι, δεδούλευκα· ἰδού, Τύχη, καὶ κρίνομαι. οὐκ ἤρκει σοι διαβαλεῖν ἀδίκως με πρὸς Χαιρέαν, ἀλλ' ἔδωκάς μοι παρὰ Διονυσίῳ μοιχείας ὑπόθεσιν. (5,5,3) τότε μου τὴν διαβολὴν ἐπόμπευσας τάφῳ, νῦν δὲ βασιλικῷ δικαστηρίῳ. διήγημα καὶ τῆς Ἀσίας καὶ τῆς Εὐρώπης γέγονα. ποίοις ὀφθαλμοῖς ὄψομαι τὸν δικαστήν; ποίων ἀκοῦσαί με δεῖ ῥημάτων; κάλλος ἐπίβουλον, εἰς τοῦτο μόνον ὑπὸ τῆς φύσεως δοθέν, ἵνα μου πλησθήσῃ τῶν διαβολῶν. (5,5,4) Ἑρμοκράτους θυγάτηρ κρίνεται καὶ τὸν πατέρα συνήγορον οὐκ ἔχει· οἱ μὲν γὰρ ἄλλοι ἐπὰν εἰς δικαστήριον εἰσίωσιν, εὔνοιαν εὔχονται καὶ χάριν, ἐγὼ δὲ φοβοῦμαι μὴ ἀρέσω τῷ δικαστῇ.«
Dionysios kam nach Hause, wendete seine ganze Beredsamkeit auf und erzählte ihr sanft und gelassen den ganzen Hergang, soweit die Sache es erlaubte. Kallirhoe hörte nicht ohne Tränen zu. Beim Namen Chaireas weinte sie laut auf; als aber das Gericht erwähnt wurde, konnte sie es nicht mehr aushalten: "Nur das," klagte sie, "hat zu meinem Unglück noch gefehlt, dass ich mich vor Gericht stellen muss. Ich starb, wurde betrauert, aus dem Grab geraubt, als Sklavin verkauft. Sieh, missgünstiges Glück, nun werde ich noch vor Gericht geführt! Es war dir nicht genug, mich unverdienterweise bei Chaireas zu verleumden, auch bei Dionysios bringst du mich in den Verdacht der Untreue. Damals verziertest du meine Beschimpfung mit einem prächtigen Begräbnis, jetzt mit einem Prozess vor dem Großkönig. Ich bin zum Gerede in Europa und Asien geworden. Mit was für Augen soll ich den Richter ansehen? Was für Reden werde ich anhören müssen? O du vermaledeite Schönheit, die ich nur dazu von der Natur empfangen habe, dass ich mit Verleumdungen überhäuft werde! Die Tochter des Hermokrates wird vor Gericht gezogen, ohne dass ihr Vater sie verteidigen kann. Andere bitten um Gunst und Gnade vor dem Richterstuhl; ich fürchte mich, dass ich auch dem Richter gefallen könnte!" -
(5,5,5) Τοιαῦτα ὀδυρομένη τὴν ἡμέραν ὅλην ἀθύμως διήγαγε καὶ μᾶλλον ἐκείνης Διονύσιος· νυκτὸς δὲ ἐπελθούσης ὄναρ ἔβλεπεν αὑτὴν ἐν Συρακούσαις παρθένον εἰς τὸ τῆς Ἀφροδίτης τέμενος εἰσιοῦσαν κἀκεῖθεν ἐπανιοῦσαν, ὁρῶσαν Χαιρέαν καὶ τὴν τῶν γάμων ἡμέραν· ἐστεφανωμένην τὴν πόλιν ὅλην καὶ προπεμπομένην αὑτὴν ὑπὸ πατρὸς καὶ μητρὸς εἰς τὴν οἰκίαν τοῦ νυμφίου. (5,5,6) μέλλουσα δὲ καταφιλεῖν Χαιρέαν ἐκ τῶν ὕπνων ἀνέθορε καὶ καλέσασα Πλαγγόνα Διονύσιος γὰρ ἔφθη προεξαναστάς, ἵνα μελετήσῃ τὴν δίκην τὸ ὄναρ διηγεῖτο. καὶ ἡ Πλαγγὼν ἀπεκρίνατο »θάρρει, δέσποινα, καὶ χαῖρε· καλὸν ἐνύπνιον εἶδες· πάσης ἀπολυθήσῃ φροντίδος· ὥσπερ γὰρ ὄναρ ἔδοξας, οὕτως καὶ ὕπαρ. (5,5,7) ἄπιθι εἰς τὸ βασιλέως δικαστήριον ὡς ἱερὸν Ἀφροδίτης, ἀναμνήσθητι σαυτῆς, ἀναλάμβανε τὸ κάλλος τὸ νυμφικόν.« Unter solchen Klagen überließ sie sich den ganzen Tag der Mutlosigkeit und Dionysios noch mehr als sie. In der Nacht träumte sie sich nach Syrakus, wie sie als Mädchen im Tempel der Aphrodite stand und da den Chaireas erblickte. Sie sah ihren Hochzeitstag, die ganze Stadt bekränzt und wie sie von Vater und Mutter ins Haus des Bräutigams geleitet wurde. Eben wollte sie den Chaireas küssen, als sie erwachte. Da Dionysios vor ihr aufgestanden war, um über seine Sache nachzudenken, rief sie Plangon und erzählte ihr den Traum. "Sei guten Mutes, Gebieterin!" antwortete diese: "Dein Traum von Chaireas bedeutet Glück. Du wirst aller Sorgen ledig sein. So glücklich, wie du im Traum schienst, wirst du am Tag werden. Geh getrost zum Königsthron, wie zum Tempel der Aphrodite! Vernachlässige dich nicht und sei so schön, wie du als Braut warst!"

καὶ ταῦτα ἅμα λέγουσα ἐνέδυε καὶ ἐκόσμει τὴν Καλλιρόην, ἡ δὲ αὐτομάτως ψυχὴν εἶχεν ἱλαράν, ὥσπερ προμαντευομένη τὰ μέλλοντα.
(5,5,8) Ἕωθεν οὖν ὠθισμὸς ἦν περὶ τὰ βασίλεια καὶ μέχρις ἔξω πλήρεις οἱ στενωποί· πάντες γὰρ συνέτρεχον τῷ μὲν δοκεῖν ἀκροαταὶ τῆς δίκης, τὸ δὲ ἀληθὲς Καλλιρόης θεαταί· τοσούτῳ δὲ ἔδοξε κρείττων ἑαυτῆς, ὅσῳ τὸ πρότερον τῶν ἄλλων γυναικῶν. (5,5,9) εἰσῆλθεν οὖν εἰς τὸ δικαστήριον, οἵαν ὁ θεῖος ποιητὴς τὴν Ἑλένην ἐπιστῆναί φησι

Unter diesen Worten kleidete sie sie an. Kallirhoe wurde ohne Zureden von selbst heiter, als wenn sie voraussähe, was kommen würde. Am Morgen entstand ein solches Gedränge um das königliche Schloss, dass die Straße bis an beide Enden voll Menschen stand. Alle waren unter dem Vorwand hingelaufen, den Prozess mitanzuhören, im Grunde war ihre Absicht nur, Kallirhoe zu sehen. Sie schien sich an diesem Tag so sehr selbst zu übertreffen, als vorher alle andere Frauen. Wie nach dem Gesang des göttlichen Homer Helena dem königlichen Greis Priamos,

τοῖς ἀμφὶ Πρίαμον καὶ Πάνθοον ἠδὲ Θυμοίτην Hom.Il.3,146

dem königlichen Greis Priamos, dem Panthoos und Thymoites entgegenging,
δημογέρουσιν· ὀφθεῖσα δὲ θάμβος ἐποίησε καὶ σιωπήν, so trat sie vor den Richterstuhl. Staunen und tiefe Stille entstand bei ihrem Anblick.

πάντες δ' ἠρήσαντο παραὶ λεχέεσσι κλιθῆναι
·Hom.Od.18,213

Alle wünschten sich eine solche Gemahlin,
καὶ εἴγε Μιθριδάτην ἔδει πρῶτον εἰπεῖν, οὐκ ἂν ἔσχε φωνήν. ὥσπερ γὰρ ἐπὶ τραύματι ἐρωτικῷ τῆς παλαιᾶς ἐπιθυμίας σφοδροτέραν αὖθις ἐλάμβανε πληγήν. und Mithridates hätte kein Wort vorbringen können, wenn die Reihe zu reden zuerst an ihm gewesen wäre; denn er erhielt einen neuen heftigen Schlag auf seine alte Wunde.
VI (5,6,1) ῎Ηρξατο δὲ Διονύσιος τῶν λόγων οὕτως »χάριν ἔχω σοι τῆς τιμῆς, βασιλεῦ, ἣν ἐτίμησας κἀμὲ καὶ σωφροσύνην καὶ τοὺς πάντων γάμους· οὐ γὰρ περιεῖδες ἄνδρα ἰδιώτην ἐπιβουλευθέντα ὑπὸ ἡγεμόνος, ἀλλὰ ἐκάλεσας, ἵνα ἐπ' ἐμοῦ μὲν ἐκδικήσῃς τὴν ἀσέλγειαν καὶ ὕβριν, ἐπὶ τῶν ἄλλων δὲ κωλύσῃς. (5,6,2) μείζονος δὲ τιμωρίας ἄξιον τὸ ἔργον γέγονε καὶ διὰ τὸν ποιήσαντα. Μιθριδάτης γάρ, οὐκ ἐχθρὸς ὢν ἀλλὰ ξένος ἐμὸς καὶ φίλος, ἐπίβουλος ἐμοί, καὶ οὐκ εἰς ἄλλο τι τῶν κτημάτων, ἀλλὰ εἰς τὸ τιμιώτερον ἐμοὶ σώματός τε καὶ ψυχῆς, τὴν γυναῖκα· (5,6,3) ὃν ἐχρῆν, εἰ καί τις ἄλλος ἐπλημμέλησεν εἰς ἡμᾶς, αὐτὸν βοηθεῖν, εἰ καὶ μὴ δι' ἐμὲ τὸν φίλον, ἀλλὰ διὰ σὲ τὸν βασιλέα. σὺ γὰρ ἐνεχείρισας αὐτῷ τὴν μεγίστην ἀρχήν, ἧς ἀνάξιος φανεὶς κατῄσχυνε, μᾶλλον δὲ προέδωκε τὸν πιστεύσαντα τὴν ἀρχήν. (5,6,4) τὰς μὲν οὖν δεήσεις τὰς Μιθριδάτου καὶ τὴν δύναμιν καὶ τὴν παρασκευήν, ὅσῃ χρῆται πρὸς τὸν ἀγῶνα, ὅτι οὐκ ἐξ ἴσου καθεστήκαμεν, οὐδὲ αὐτὸς ἀγνοῶ· θαρρῶ δέ, βασιλεῦ, τῇ σῇ δικαιοσύνῃ καὶ τοῖς γάμοις καὶ τοῖς νόμοις, οὓς ὁμοίως σὺ πᾶσι τηρεῖς. (5,6,5) εἰ γὰρ μέλλεις αὐτὸν ἀφιέναι, πολὺ βέλτιον ἦν μηδὲ καλέσαι· τότε μὲν γὰρ ἐφοβοῦντο πάντες, ὡς κολασθησομένης τῆς ἀσελγείας, ἐὰν εἰς κρίσιν εἰσέλθῃ· καταφρονήσει δὲ λοιπόν, ἐάν τις κριθεὶς παρὰ σοὶ μὴ κολασθῇ. "Ich danke dir, großer König," so begann Dionysios seine Anklage, "ich danke dir für mich sowohl als ihm Namen der Keuschheit und aller Vermählten für die Ehre, die du mir erwiesen hast! Du ließest nicht geschehen, dass ein Privatmann von einem Fürsten misshandelt wurde. Du riefst mich, um eine gegen mich gerichtete gottlose Beleidigung nach dem Recht zu bestrafen, damit andere vor ähnlichen Kränkungen sichergestellt werden. In ANbetracht des Täters und seiner Würde verdient aber dieses Vergehen eine um so größere Ahndung; denn Mithridates stellte mir nicht als Feind, nein, unter der Maske der Freundschaft, als Gastfreund nach. Er trachtete nicht etwa nach einer meiner Besitzungen, sondern nach dem, was mir mehr wert als selbst mein Leben ist, nach meiner Gattin; er, der mir, wenn ein anderer mich beleidigt hätte, hätte beistehen sollen, wenn auch nicht meinetwegen, da ich sein Freund war, so doch deinetwegen, der du sein König bist. Denn da du ihm eine so große Gewalt anvertraut hast, so verrät, so lästert er ja dich, indem er jene missbraucht und sich ihrer unwürdig erweist. Ich weiß sehr wohl, dass sich Mithridates weit mehr Mühe um Beistand gegeben hat als ich, dass er an Macht und Vorbereitung zu diesem Prozess mich weit übertrifft; aber ich vertraue, o König, auf deine Gerechtigkeit, stütze mich auf das Recht der Ehen, auf die Gesetze, die du gegen alle gleich streng beobachtest. Wolltest du ihn ungestraft entlassen, so wäre es besser gewesen, ihn nicht vorzuladen. Wird das Verbrechen vor Gericht gezogen und bestraft, so werden sich alle fürchten; kommt er aber aus deinem Gericht ohne Strafe davon, so wird er dich in der Folge nicht fürchten.
ὁ δὲ ἐμὸς λόγος σαφής ἐστι καὶ σύντομος. ἀνήρ εἰμι Καλλιρόης ταύτης, ἤδη δὲ ἐξ αὐτῆς καὶ πατήρ, γήμας οὐ παρθένον, ἀλλὰ ἀνδρὸς προτέρου γενομένην, Χαιρέου τοὔνομα, πάλαι τεθνεῶτος, οὗ καὶ τάφος ἐστὶ παρ' ἡμῖν. (5,6,6) Μιθριδάτης οὖν ἐν Μιλήτῳ γενόμενος καὶ θεασάμενός μου τὴν γυναῖκα διὰ τὸ τῆς ξενίας δίκαιον, τὰ μετὰ ταῦτα οὐκ ἔπραξεν οὔτε ὡς φίλος οὔτε ὡς ἀνὴρ σώφρων καὶ κόσμιος, ὁποίους σὺ βούλει εἶναι τοὺς τὰς σὰς πόλεις ἐγκεχειρισμένους, ἀλλ' ἀσελγὴς ὤφθη καὶ τυραννικός. (5,6,7) ἐπιστάμενος δὲ τὴν σωφροσύνην καὶ φιλανδρίαν τῆς γυναικὸς λόγοις μὲν ἢ χρήμασι πεῖσαι αὐτὴν ἀδύνατον ἔδοξε, τέχνην δὲ ἐξεῦρεν ἐπιβουλῆς, ὡς ᾤετο, πιθανωτάτην· τὸν γὰρ πρότερον αὐτῆς ἄνδρα Χαιρέαν ὑπεκρίνατο ζῆν καὶ πλάσας ἐπιστολὰς ἐπὶ τῷ ὀνόματι τῷ ἐκείνου πρὸς Καλλιρόην ἔπεμψε διὰ δούλων. (5,6,8) ἡ δὲ σή, Τύχη, βασκανία βασιλέα ἄξιον ὄντα κατέστησε καὶ ἡ πρόνοια τῶν ἄλλων θεῶν φανερὰς ἐποίησε τὰς ἐπιστολάς· τοὺς γὰρ δούλους μετὰ τῶν ἐπιστολῶν ἔπεμψε πρὸς ἐμὲ Βίας ὁ στρατηγὸς Πριηνέων, ἐγὼ δὲ φωράσας ἐμήνυσα τῷ σατράπῃ Λυδίας καὶ Ἰωνίας Φαρνάκῃ, ἐκεῖνος δὲ σοί. (5,6,9) »Τὸ μὲν διήγημα εἴρηκα τοῦ πράγματος, περὶ οὗ δικάζεις· αἱ δὲ ἀποδείξεις ἄφυκτοι· δεῖ γὰρ δυοῖν θάτερον, ἢ Χαιρέαν ζῆν, ἢ Μιθριδάτην ἠλέγχθαι μοιχόν. καὶ γὰρ οὐδὲ τοῦτο δύναται λέγειν, ὅτι τεθνηκέναι Χαιρέαν ἠγνόει· τούτου γὰρ ἐν Μιλήτῳ παρόντος ἐχώσαμεν ἐκείνῳ τὸν τάφον, καὶ συνεπένθησεν ἡμῖν. (5,6,10) ἀλλ' ὅταν μοιχεῦσαι θέλῃ Μιθριδάτης, ἀνίστησι τοὺς νεκρούς. παύομαι τὴν ἐπιστολὴν ἀναγνούς, ἣν οὗτος διὰ τῶν ἰδίων δούλων ἔπεμψεν εἰς Μίλητον ἐκ Καρίας. λέγε λαβών· Was ich zu sagen habe, ist deutlich und kurz: Ich bin Kallirhoes Gemahl und schon Vater durch sie. Ich heiratete sie nicht als Mädchen, sondern als Witwe. Chaireas, ihr erster Mann, ist tot, und sein Grabmal ist bei uns in Milet. Seit Mithridates sich in Milet aufhielt und nach dem Recht der Gastfreundschaft meine Frau sah, hat er sich nicht mehr als Freund gegen mich benommen, nicht als ein Mann, der sich beherrschen kann und auf Ehre hält, wie du willst, dass deine Satrapen tun sollen, sondern als ein Betrüger und Tyrann. Da er die Keuschheit und Treue meiner Frau kannte und deshalb keine Hoffnung hatte, sie durch Schmeicheleien und Geschenke zu gewinnen, erfand er eine List, durch die er seiner Meinung nach seine Absicht nicht verfehlen konnte. Er gab vor, dass ihr erster Mann, Chaireas, noch lebe, schmiedete in dessen Namen einen Brief und schickte ihn durch seine Sklaven heimlich zu Kallirhoe. Aber dein gutes Glück, o König, das über deinen Knechten waltet, setzte auch mich in Sicherheit, und die Gnade der anderen Götter entdeckte mir die Briefe. Der öffentliche Aufseher von Priene überlieferte mir die feilen Überbringer samt den Briefen. Ich entdeckte den Betrug und zeigte ihn dem Satrapen von Lydien und Ionien und dir durch ihn an. Dies ist die ungeschmückte Erzählung des Vorgangs, über den du Recht sprechen wolltest. Die Beweise sind unwiderleglich. Eines von beiden ist notwendig: entweder Chaireas lebt, oder Mithridates ist als Ehebrecher überführt. Ersteres kann er nicht einmal behaupten. Er weiß recht gut, dass Chaireas tot ist; denn während er in Milet anwesend war, bauten wir Chaireas ein Grabmal und er trauerte mit uns. Doch wenn Mithridates der Ehre verheirateter Frauen nachstellen will, so erweckt er die Toten! - Ich ende mit dem Verlesen der Briefe, die er durch seine eigenen Leute aus Karien nach Milet gesandt hat. Nimm sie Sekretär und lies!" -
"Χαιρέας ζῶ."
'Chaireas an Kallirhoe. Ich lebe.' -
τοῦτο ἀποδειξάτω Μιθριδάτης καὶ ἀφείσθω. λόγισαι δέ, βασιλεῦ, πῶς ἀναίσχυντός ἐστι μοιχός, ὅπου καὶ νεκροῦ καταψεύδεται.«

"Dies mag Mithridates beweisen und dann freigesprochen werden! Erwäge, o König, selbst, welch ein unverschämter Lügner der sein muss, der selbst den Namen eines Toten zu seinen Intrigen missbraucht!"-

(5,6,11) Ταῦτα εἰπὼν ὁ Διονύσιος παρώξυνε τοὺς ἀκούοντας καὶ εὐθὺς εἶχε τὴν ψῆφον. θυμωθεὶς δὲ ὁ βασιλεὺς εἰς Μιθριδάτην πικρὸν καὶ σκυθρωπὸν ἀπέβλεψε. Durch diese Worte erregte Dionysios den Unwillen aller Anwesenden und hatte sofort alle auf seine Seite gezogen. Der König selbst war aufgebracht und sah mit finsterer, drohender Miene auf Mithridates.
VII (5,7,1) Μηδὲν δὲ καταπλαγεὶς ἐκεῖνος »δέομαί σου« φησί, »βασιλεῦ, δίκαιος γὰρ εἶ καὶ φιλάνθρωπος, μὴ καταγνῷς μου, πρὶν ἀκούσῃς τῶν λόγων ἑκατέρωθεν, μηδὲ ἄνθρωπος Ἕλλην, πανούργως συνθεὶς κατ' ἐμοῦ ψευδεῖς διαβολάς, πιθανώτερος γένηται παρὰ σοὶ τῆς ἀληθείας. (5,7,2) συνίημι δὲ ὅτι βαρεῖ με πρὸς ὑποψίαν τὸ κάλλος τῆς γυναικός· οὐδενὶ γὰρ ἄπιστον φαίνεται θελῆσαί τινα Καλλιρόην διαφθεῖραι. ἐγὼ δὲ καὶ τὸν ἄλλον βίον ἔζησα σωφρόνως καὶ πρώτην ταύτην ἔσχηκα διαβολήν· εἰ δέ γε καὶ ἀκόλαστος καὶ ἀσελγὴς ἐτύγχανον, ἐποίησεν ἄν με βελτίω τὸ παρὰ σοῦ τοσαύτας πόλεις πεπιστεῦσθαι. (5,7,3) τίς οὕτως ἐστὶν ἀνόητος, ἵνα ἕληται τὰ τηλικαῦτα ἀγαθὰ μιᾶς ἡδονῆς ἕνεκεν ἀπολέσαι καὶ ταύτης αἰσχρᾶς; Ganz kaltblütig erwiderte Mithridates: "Du bist gerecht und menschenfreundlich, o König! Ich bitte dich daher, mich nicht zu verdammen, bevor du nicht beide Teile gehört hast. Fern sei, dass ein unbedeutender Grieche, der listig genug mich zu verleumden strebt, mehr Glauben bei dir finden sollte als die Wahrheit. Ich sehe freilich ein, dass die Schönheit dieser Frau den Verdacht gegen mich bestärken muss; denn dass nach Kallirhoe jemand begehrt habe, das möchte wohl niemand unglaublich vorkommen. Aber mein übriges Leben war ohne Tadel, und dies ist die erste Verleumdung, die mich betrifft. Selbst wenn ich vorher zügellos und schwelgerisch gelebt hätte, so hätte mich dein erhabenes Vertrauen gebessert, da du mich über so viele Städte setztest. Wer sollte wohl so töricht sein, für das Vergnügen einer Nacht so große Güter aufzuopfern, zumal schon das sittliche Gefühl solch eine Handlung verwirft?
εἰ δὲ ἄρα τι καὶ συνῄδειν ἐμαυτῷ πονηρόν, ἐδυνάμην καὶ παραγράψασθαι τὴν δίκην· Διονύσιος γὰρ οὐχ ὑπὲρ γυναικὸς ἐγκαλεῖ κατὰ νόμους αὐτῷ γαμηθείσης, ἀλλὰ πωλουμένην ἠγόρασεν αὐτήν· ὁ δὲ τῆς μοιχείας νόμος οὐκ ἔστιν ἐπὶ δούλων. (5,7,4) ἀναγνώτω σοι πρῶτον τὸ γραμμάτιον τῆς ἀπελευθερώσεως, εἶτα τότε γάμον εἰπάτω. γυναῖκα τολμᾷς ὀνομάζειν, ἣν ἀπέδοτό σοι ταλάντου Θήρων ὁ λῃστής, κἀκεῖνος ἁρπάσας ἐκ τάφου; "ἀλλὰ" φησὶν "ἐλευθέραν οὖσαν ἐπριάμην." οὐκοῦν ἀνδραποδιστὴς εἶ σὺ καὶ οὐκ ἀνήρ. Wenn ich mir aber auch wirklich etwas Bösen bewusst wäre, so würde es mir leicht sein, der Strafe der Gesetze auszuweichen; denn Dionysios klagt mich nicht seiner Frau wegen an - ich meine: sie ist gar nicht seine rechtmäßige Frau! Sie wurde ihm zum Kauf angeboten und er kaufte sie. Die Gesetze, die den Ehebruch betreffen, erstrecken sich aber nicht auf Sklavinnen. Lass ihn erst die Schrift vorlesen, durch die er ihr die Freiheit gab; dann mag er von einer Ehe reden! - Du wagst es, Dionysios, die deine Frau zu nennen, die du vom Räuber Theron für eine Talent gekauft hast, die jener noch dazu zuerst aus dem Grab gestohlen hatte? Du wirst sagen: ich habe sie zwar gekauft, aber sie war eine Freie. Wohlan, so bist du ein Menschenräuber, kein Ehemann!
πλὴν ὡς ἀνδρὶ νῦν ἀπολογήσομαι. (5,7,5) γάμον ὀνόμαζε τὴν πρᾶσιν καὶ προῖκα τὴν τιμήν· Μιλησία σήμερον ἡ Συρακοσία δοξάτω. μάθε, δέσποτα, ὅτι οὔτε Διονύσιον ὡς ἄνδρα οὔτε ὡς κύριον ἠδίκηκα. πρῶτον μὲν γὰρ οὐ γενομένην, ἀλλ' ὡς μέλλουσαν μοιχείαν ἐγκαλεῖ, καὶ πρᾶξιν οὐκ ἔχων εἰπεῖν ἀναγινώσκει γραμμάτια κενά. (5,7,6) τὰς δὲ τιμωρίας οἱ νόμοι τῶν ἔργων λαμβάνουσι. προφέρεις ἐπιστολήν. ἐδυνάμην εἰπεῖν "οὐ γέγραφα· χεῖρα ἐμὴν οὐκ ἔχεις· Καλλιρόην Χαιρέας ζητεῖ· κρῖνε τοίνυν μοιχείας ἐκεῖνον." Doch will ich einmal zugeben, er sei in der Tat ihr Ehemann, der Kauf mag für die Hochzeit gelten, ihr Preis die Mitgift sein; sie mag eine Milesierin heißen, obwohl sie eigentlich aus Syrakus gebürtig ist, - so wird dennoch einleuchten, mein König, dass ich ihm weder als Ehemann noch als Hausherr ein Unrecht zugefügt habe. Fürs erste klagt er mich eines Ehebruchs wegen an, der nicht geschah, von dem er nur glaubt, er habe geschehen sollen. Von Tatsachen weiß er nichts zu sagen, sondern lässt nichtssagende Briefe vorlesen; die Gesetze bestrafen aber nur wirkliche Handlungen. Fürs zweite, was den Brief betrifft, den du vorzeigst, so könnte ich sagen, dass ich ich ihn gar nicht geschrieben habe. Meine Handschrift hast du nicht. Chaireas schreibt an seine Frau Kallirhoe: Klage den als des Ehebruchs wegen an! Ich habe nichts damit zu schaffen.
"ναὶ" φησίν. "ἀλλὰ Χαιρέας μὲν τέθνηκε, σὺ δὲ ὀνόματι τοῦ νεκροῦ τὴν γυναῖκά μου διέφθειρας." (5,7,7) προκαλῇ με, Διονύσιε, πρόκλησιν οὐδαμῶς σοι συμφέρουσαν. μαρτύρομαι· φίλος εἰμί σου καὶ ξένος. ἀπόστηθι τῆς κατηγορίας· συμφέρει σοι. βασιλέως δεήθητι παραπέμψαι τὴν δίκην. παλινῳδίαν εἰπὲ "Μιθριδάτης οὐδὲν ἀδικεῖ· μάτην ἐμεμψάμην αὐτόν." ἂν δὲ ἐπιμείνῃς, μετανοήσεις· κατὰ σαυτοῦ τὴν ψῆφον οἴσεις. προλέγω σοι, Καλλιρόην ἀπολέσεις. οὐκ ἐμὲ βασιλεὺς ἀλλὰ σὲ μοιχὸν εὑρήσει.«
Ach, wirst du sagen, Chaireas ist tot. Du missbrauchst den Namen des Verstorbenen, um meine Frau zu verführen. - Dionysios, du forderst mich auf eine Art heraus, die dir nimmermehr nützlich sein kann. Du bist mein Freund, mein Gastfreund, darum beschwöre ich dich, stehe von der Klage ab, denn es ist besser für dich! Bitte den König, dass er den Prozess abbreche! Widerrufe lieber und sprich: Mithridates hat mir nichts zu Leid getan, ich habe ihn ohne Grund verklagt. Es wird dich gereuen, wenn du darauf beharrst. Du wirst gegen dich selbst das Urteil sprechen. Ich sage es dir vorher: Du wirst Kallirhoe verlieren. Nicht mich, sondern dich wird der gerechte König als Ehebrecher strafen. " -
(5,7,8) Ταῦτα εἰπὼν ἐσίγησεν· ἅπαντες δὲ εἰς Διονύσιον ἀπέβλεψαν θέλοντες μαθεῖν, αἱρέσεως αὐτῷ προτεθείσης, πότερον ἀφίσταται τῆς κατηγορίας ἢ βεβαίως ἐμμένοι. τὸ γὰρ αἰνιττόμενον ὑπὸ Μιθριδάτου τί ποτε ἦν αὐτοὶ μὲν οὐ συνίεσαν, Διονύσιον δὲ ὑπελάμβανον εἰδέναι. κἀκεῖνος δὲ ἠγνόει, μηδέποτ' ἂν ἐλπίσας ὅτι Χαιρέας ζῇ. (5,7,9) ἔλεγεν οὖν· »εἰπὲ« φησὶν »ὅτι ποτὲ καὶ θέλεις· οὐδὲ γὰρ ἐξαπατήσεις με σοφίσμασι καὶ ἀξιοπίστοις ἀπειλαῖς, οὐδ' εὑρεθήσεταί ποτε Διονύσιος συκοφαντῶν.«
Hier schwieg er. Alle sahen auf den Dionysios, begierig zu erfahren, wie er sich bei dieser Wahl verhalten, ob er die Klage aufgeben oder darauf beharren werde; denn man wusste nicht, worauf Mithridates anspielte, man glaubte wohl, dass Dionysios es wissen müsse. Aber auch der wusste es nicht und hätte nicht von ferne erwartet, dass Chaireas noch leben könnte. "Rede du," sagte er daher, "was du nur willst. Du wirst mich weder durch verführerische Trugschlüsse noch durch rätselhafte Drohungen aus der Fassung bringen. Man wird den Dionysios nie als einen Betrüger kennen lernen." -
(5,7,10) ῎Ενθεν ἑλὼν ὁ Μιθριδάτης φωνὴν ἐπῆρε καὶ ὥσπερ ἐπὶ θειασμοῦ »θεοὶ« φησὶ »βασίλειοι ἐπουράνιοί τε καὶ ὑποχθόνιοι, βοηθήσατε ἀνδρὶ ἀγαθῷ, πολλάκις ὑμῖν εὐξαμένῳ δικαίως καὶ θύσαντι μεγαλοπρεπῶς· ἀπόδοτέ μοι τὴν ἀμοιβὴν τῆς εὐσεβείας συκοφαντουμένῳ· χρήσατέ μοι κἂν εἰς τὴν δίκην Χαιρέαν. φάνηθι, δαῖμον ἀγαθέ· καλεῖ σε ἡ σὴ Καλλιρόη· μεταξὺ δὲ ἀμφοτέρων, ἐμοῦ τε καὶ Διονυσίου στὰς εἶπον βασιλεῖ τίς ἐστιν ἐξ ἡμῶν μοιχός.« Als ob die Gottheit ihn verzückte, erhob nun Mithridates seine Stimme: "Ihr Rächer der beleidigten Majestät, ihr Herrscher des Himmels und der Unterwelt! Steht einem braven Mann bei, der oft mit reinem Herzen zu euch betete, der euch prächtige Opfer darbrachte! Gebt mir meinen unbescholtenen Ruf wieder, da man mich des Lasters beschuldigt! Vergönnt mir den Chaireas, wenn auch zu diesem Gerichte nur! Erscheine, guter Geist, dich ruft deine Kallirhoe! Tritt zwischen mich und den Beschuldiger, sage dem König, wer von uns beiden der Ehebrecher ist!" -
VIII (5,8,1) Ἔτι δὲ λέγοντος οὕτω γὰρ ἦν διατεταγμένον προῆλθε Χαιρέας αὐτός. ἰδοῦσα δὲ ἡ Καλλιρόη ἀνέκραγε »Χαιρέα, ζῇς;« καὶ ὥρμησεν αὐτῷ προσδραμεῖν· κατέσχε δὲ Διονύσιος καὶ μέσος γενόμενος οὐκ εἴασεν ἀλλήλοις περιπλακῆναι. (5,8,2) τίς ἂν φράσῃ κατ' ἀξίαν ἐκεῖνο τὸ σχῆμα τοῦ δικαστηρίου; ποῖος ποιητὴς ἐπὶ σκηνῆς παράδοξον μῦθον οὕτως εἰσήγαγεν; ἔδοξας ἂν ἐν θεάτρῳ παρεῖναι μυρίων παθῶν πλήρει· πάντα ἦν ὁμοῦ, δάκρυα, χαρά, θάμβος, ἔλεος, ἀπιστία, εὐχαί. (5,8,3) Χαιρέαν ἐμακάριζον, Μιθριδάτῃ συνέχαιρον, συνελυποῦντο Διονυσίῳ, περὶ Καλλιρόης ἠπόρουν. μάλιστα γὰρ ἦν ἐκείνη τεθορυβημένη καὶ ἄναυδος εἱστήκει, μόνον ἀναπεπταμένοις τοῖς ὀφθαλμοῖς εἰς Χαιρέαν ἀποβλέπουσα· ἐδόκει δ' ἄν μοι καὶ βασιλεὺς τότε θέλειν Χαιρέας εἶναι. (5,8,4) συνήθης μὲν οὖν καὶ πρόχειρος πᾶσι τοῖς ἀντερασταῖς πόλεμος· ἐκείνοις δὲ καὶ μᾶλλον πρὸς ἀλλήλους ἐξῆψε φιλονεικίαν τὸ ἆθλον βλεπόμενον, ὥστε, εἰ μὴ διὰ τὴν αἰδῶ τὴν πρὸς βασιλέα, καὶ χεῖρας ἀλλήλοις προσέβαλλον. (5,8,5) προῆλθε δὲ μέχρι ῥημάτων. Χαιρέας μὲν ἔλεγε »πρῶτός εἰμι ἀνήρ,« Διονύσιος δὲ »ἐγὼ βεβαιότερος.« »μὴ γὰρ ἀφῆκά μου τὴν γυναῖκα;« »ἀλλὰ ἔθαψας αὐτήν.« »δεῖξον γάμου διάλυσιν.« »τὸν τάφον ὁρᾷς μοι.« »πατὴρ ἐξέδωκεν.« »ἐμοὶ δὲ ἑαυτήν.« »ἀνάξιος εἶ τῆς Ἑρμοκράτους θυγατρός.« »σὺ μᾶλλον ὁ παρὰ Μιθριδάτῃ δεδεμένος.« »ἀπαιτῶ Καλλιρόην.« »ἐγὼ δὲ κατέχω.« »σὺ τὴν ἀλλοτρίαν κρατεῖς.« (5,8,6) »σὺ τὴν σὴν ἀπέκτεινας.« »μοιχέ.« »φονεῦ.« Bei diesen Worten trat, wie es verabredet war, Chaireas hervor, den man bis dahin sorgsam verborgen hatte. Kallirhoe erblickte ihn und stieß einen Schrei des Entsetzens aus. "Du lebst, Chaireas," rief sie, und war im Begriff, in seinen Arm zu stürzen. Doch Dionysios hielt sie , trat zwischen beide und verhinderte die Umarmung. Wer könnte würdig den Anblick dieses Gerichtes schildern? Wo besang ein Dichter einen solchen Akt? Man glaubte in einem Schauspiel zu sein, wo tausend Leidenschaften rege werden. Tränen der Freude, Staunen, Mitleid mit dem Unglücklichen, parteiische Zweifel, gute Wünsche durchkreuzten sich. Man pries Chaireas selig, frohlockte mit Mithridates, man trauerte mit Dionysios, man teilte Kallirhoes Verwirrung. Vor Schrecken sprachlos stand sie wie angewurzelt da und heftete die großen Augen starr auf den Geliebten. Der König hätte wohl an Chaireas Stelle sein mögen. Bei Nebenbuhlern in der Liebe ist eine Fehde leicht entstanden. Beide erhitzte der Preis vor ihren Augen noch mehr. Gern hätten sie um ihn gekämpft, wenn der Respekt vor dem König sie nicht zurückgehalten hätte. So blieb es beim Wortwechsel. Chaireas rief: "Ich bin ihr erster Mann!" - "Ich bin ihr teurer," versetzte Dionysios. - "Ich habe meine Gattin nicht verlassen." - "Begraben hast du sie!" - "Zeige mir die Scheidungsschrift!" - "Du siehst ja das Grab!" - "Mir gab sie der Vater!" - "Mir sie sich selbst!" - "Du bist der Tochter des Hermokrates nicht würdig!" - "Du noch viel weniger, du Sklave des Mithridates!" - !Ich fordere Kallirhoe zurück!" - "Ich gebe sie nicht heraus!" - "Du willst eines anderen Frau behalten?" - "Hast du deine nicht getötet?" - "Du Ehebrecher!" - "Du Mörder!" -
ταῦτα πρὸς ἀλλήλους μαχόμενοι· οἱ δ' ἄλλοι πάντες ἤκουον οὐκ ἀηδῶς. Καλλιρόη μὲν εἱστήκει κάτω βλέπουσα καὶ κλαίουσα, Χαιρέαν φιλοῦσα, Διονύσιον αἰδουμένη· So stritten sie noch eine Weile, die übrigen hörten alle mit der gespanntesten Aufmerksamkeit zu. Kallirhoe stand mit niedergeschlagenem Blick da und weinte; denn die Liebe zu Chaireas und die Achtung gegen Dionysios zerfleischten im Kampf ihr Herz.
βασιλεὺς δὲ μεταστησάμενος ἅπαντας, ἐβουλεύετο μετὰ τῶν φίλων οὐκέτι περὶ Μιθριδάτου, λαμπρῶς γὰρ ἀπελογήσατο, ἀλλὰ εἰ χρὴ διαδικασίαν προθεῖναι περὶ τῆς γυναικός. (5,8,7) καὶ τοῖς μὲν ἐδόκει μὴ βασιλικὴν εἶναι τὴν κρίσιν· »τῆς μὲν γὰρ Μιθριδάτου κατηγορίας εἰκότως ἤκουσας, σατράπης γὰρ ἦν,« τούτους δὲ ἰδιώτας πάντας εἶναι· οἱ δὲ πλείονες τἀναντία συνεβούλευον καὶ διὰ τὸν πατέρα τῆς γυναικὸς οὐκ ἄχρηστον γενόμενον τῇ βασιλέως οἰκίᾳ καὶ ὅτι οὐκ ἔξωθεν ἐκάλει τὴν κρίσιν ἐφ' αὑτόν, ἀλλὰ σχεδὸν μέρος οὖσαν ἧς ἐδίκαζεν ἤδη· τὴν γὰρ ἀληθεστάτην αἰτίαν οὐκ ἤθελον ὁμολογεῖν, ὅτι τὸ τῆς Καλλιρόης κάλλος δυσαπόσπαστον τοῖς ὁρῶσι. Darauf ließ der König die Parteien abtreten und hielt mit seinen Ministern Rat, nicht über Mithridates, denn dessen Verteidigung war glänzend, sondern weil nun entschieden werden musste, wem die Frau mit recht zukomme. Einige waren der Meinung, dass diese Sache nicht für ein königliches Gericht geeignet sei. Die Klage gegen Mithridates habe der König mit Recht gehört, weil er Satrap sei. Dies wären aber alle Privatleute, ihrer Ortsobrigkeit untertan. - Die meisten stimmten aber für das Gegenteil, teils wegen des Vaters der Kallirhoe, der dem königlichen Haus ersprießliche Dienste geleistet habe, teils weil es kein neuer Prozess sei, sondern einen Teil des berits entschiedenen. - Den eigentlichen, wahren Grund, nämlich dass es ihnen schwer wurde, sich den Anblick Kallirhoes zu versagen, wollten sie nicht eingestehen.
(5,8,8) πάλιν οὖν προσκαλεσάμενος οὓς μετεστήσατο »Μιθριδάτην μὲν« εἶπεν »ἀφίημι, καὶ ἀπίτω δῶρα τῆς ὑστεραίας παρ' ἐμοῦ λαβὼν ἐπὶ τὴν σατραπείαν τὴν ἰδίαν· Χαιρέας δὲ καὶ Διονύσιος λεγέτωσαν ἑκάτερος ἅπερ ἔχει δίκαια περὶ τῆς γυναικός· προνοεῖσθαι γάρ με δεῖ τῆς θυγατρὸς Ἑρμοκράτους τοῦ καταπολεμήσαντος Ἀθηναίους τοὺς ἐμοί τε καὶ Πέρσαις ἐχθίστους.« Der König ließ also die Abgetretenen wieder hereinkommen und sprach: "Dich, Mithridates, spreche ich los. Morgen wirst du Geschenke zum Beweis meiner Gnade erhalten; und dann begib dich wieder in deine Satrapie! Aber Chaireas und Dionysios sollen mir ihre beiderseitigen Ansprüche auf die Frau auseinandersetzen, denn es ist meine Pflicht, für die Tochter des Hermokrates, der meine Feinde, die Athener schlug, Sorge zu tragen." -
(5,8,9) ῥηθείσης δὲ τῆς ἀποφάσεως Μιθριδάτης μὲν προσεκύνησεν, ἀπορία δὲ τοὺς ἄλλους κατέλαβεν. ἰδὼν δὲ ὁ βασιλεὺς ἀμηχανοῦντας αὐτοὺς »οὐκ ἐπείγω« φησὶν »ὑμᾶς, ἀλλὰ συγχωρῶ παρασκευασαμένους ὑμᾶς ἐπὶ τὴν δίκην ἥκειν. δίδωμι δὲ πέντε ἡμερῶν διάστημα· ἐν δὲ τῷ μεταξὺ Καλλιρόης ἐπιμελήσεται Στάτειρα ἡ ἐμὴ γυνή· οὐ γάρ ἐστι δίκαιον μέλλουσαν αὐτὴν κρίνεσθαι περὶ ἀνδρός, μετὰ ἀνδρὸς ἥκειν ἐπὶ τὴν κρίσιν.«
Nach diesem Bescheid warf sich Mithridates vor ihm nieder, aber die anderen waren in der größten Verlegenheit. Der König bemerkte dies: "Ich will euch nicht drängen," sprach er. "Ich gebe euch fünf Tage Bedenkzeit. Indes bereitet euch zu dem Prozess vor! Meine Gemahlin Stateira wird sich bis dahin Kallirhoes annehmen; denn es wäre ungerecht, wenn sie bei einem von euch wohnte, da doch erst entschieden werden muss, wem sie angehört." -
(5,8,10) Ἐξῄεσαν οὖν τοῦ δικαστηρίου οἱ μὲν ἄλλοι πάντες σκυθρωποί, μόνος δὲ Μιθριδάτης γεγηθώς. λαβὼν δὲ τὰ δῶρα καὶ τὴν νύκτα καταμείνας ἕωθεν εἰς Καρίαν ἐξώρμησε λαμπρότερος ἢ πρόσθεν. Alle entfernten sich mit traurigem Gesicht, nur Mithridates war vergnügt. Er erhielt seine Geschenke, bleib noch die Nacht in der Residenz und reiste am anderen Morgen berühmter als je nach Karien zurück.
IX (5,9,1) Τὴν δὲ Καλλιρόην εὐνοῦχοι παραλαβόντες ἤγαγον πρὸς τὴν βασιλίδα, μηδὲν αὐτῇ προειπόντες· ὅταν γὰρ πέμψῃ βασιλεύς, οὐκ ἀπαγγέλλεται. θεασαμένη δὲ αἰφνίδιον ἡ Στάτειρα τῆς κλίνης ἀνέθορε δόξασα Ἀφροδίτην ἐφεστάναι, καὶ γὰρ ἐΧαιρέτως ἐτίμα τὴν θεόν· ἡ δὲ προσεκύνησεν. (5,9,2) ὁ δὲ εὐνοῦχος νοήσας τὴν ἔκπληξιν αὐτῆς »Καλλιρόη« φησὶν »αὕτη ἐστί· πέπομφε δὲ αὐτὴν βασιλεύς, ἵνα παρὰ σοὶ φυλάττηται μέχρι τῆς δίκης.« Kallirhoe führten die Eunuchen zur Königin, ohne sie vorher melden zu lassen; denn wenn der König schickt, wird nicht gemeldet. Bei ihrem unvermuteten Anblick sprach Stateira vom Sofa auf, denn sie glaubte Aphrodite zu sehen, die sie vorzüglich verehrte. Kallirhoe warf sich vor ihr nieder, und der Eunuch, der die Ursache ihres Schreckens erriet, sagte: "Dies ist Kallirhoe. Der König schickt sie und gibt sie dir bis zur Entscheidung des Prozesses in Verwahrung!" -
ἀσμένη τοῦτο ἤκουσεν ἡ Στάτειρα καὶ πᾶσαν ἀφεῖσα γυναικείαν φιλονεικίαν εὐνουστέρα τῇ Καλλιρόῃ διὰ τὴν τιμὴν ἐγένετο· ἠγάλλετο γὰρ τῇ παρακαταθήκῃ. (5,9,3) λαβομένη δὲ τῆς χειρὸς αὐτῆς »θάρρει« φησίν, »ὦ γύναι, καὶ παῦσαι δακρύουσα· χρηστός ἐστι βασιλεύς. ἕξεις ἄνδρα ὃν θέλεις· ἐντιμότερον μετὰ τὴν κρίσιν γαμηθήσῃ. βάδιζε δὲ καὶ ἀναπαύου νῦν, κέκμηκας γάρ, ὡς ὁρῶ, καὶ ἔτι τὴν ψυχὴν ἔχεις τεταραγμένην.« Stateira hörte dies ungemein gern, ließ den weiblichen Neid ganz fahren und war um dieser Ehre willen Kallirhoe sehr gewogen. Vergnügt über des Königs Vertrauen fasste sie sie bei der Hand und sagte: "Fasse dich, liebes Kind! Höre auf zu weinen! Der König ist gütig. Du wirst den Mann erhalten, den du dir wünschst. Nach seinem Urteil wird deine Ehe weit ehrenvoller sein. Begib dich jetzt zur Ruhe, denn du bist müde, wie ich sehe, und dein Gemüt erregt""
(5,9,4) ἡδέως ἡ Καλλιρόη τοῦτο ἤκουσεν, ἐπεθύμει γὰρ ἠρεμίας. ὡς οὖν κατεκλίθη, καὶ εἴασαν αὐτὴν ἡσυχάζειν, ἁψαμένη τῶν ὀφθαλμῶν »εἴδετε« φησὶ »Χαιρέαν ὑμεῖς ἀληθῶς; ἐκεῖνος ἦν Χαιρέας ὁ ἐμός, ἢ καὶ τοῦτο πεπλάνημαι; τάχα γὰρ Μιθριδάτης διὰ τὴν δίκην εἴδωλον ἔπεμψε· λέγουσι γὰρ ἐν Πέρσαις εἶναι μάγους. (5,9,5) ἀλλὰ καὶ ἐλάλησε καὶ πάντα εἶπεν ὡς εἰδώς. πῶς οὖν ὑπέμεινέ μοι μὴ περιπλακῆναι; μηδὲ καταφιλήσαντες ἀλλήλους διελύθημεν.« Kallirhoe war dies sehr angenehm, denn sie sehnte sich nach Ruhe. Sobald sie allein und sich selbst überlassen war, berührte sie ihre Augen: "Habt ihr wirklich Chaireas gesehen? War es auch mein Chaireas, oder habe ich mich auch hier getäuscht? Vielleicht wusste Mithridates, sich zum Prozess sein Bild zu verschaffen, denn unter den Persern soll es Zauberer geben. Aber er sprach doch und redete sehr unterrichtet von allem! Wie habe ich es aushalten können, ihn nicht zu umarmen? Warum starben wir nicht unter wechselseitigen Küssen?" -
Ταῦτα διαλογιζομένης ἠκούετο ποδῶν ψόφος καὶ κραυγαὶ γυναικῶν· πᾶσαι γὰρ συνέτρεχον πρὸς τὴν βασιλίδα, νομίζουσαι πολλὴν ἐξουσίαν ἔχειν Καλλιρόην ἰδεῖν. (5,9,6) ἡ δὲ Στάτειρα εἶπεν »ἀφῶμεν αὐτήν· διάκειται γὰρ πονήρως· ἔχομεν δὲ τέσσαρας ἡμέρας καὶ βλέπειν καὶ ἀκούειν καὶ λαλεῖν.« λυπούμεναι δὲ ἀπῄεσαν καὶ τῆς ὑστεραίας ἕωθεν ἀφικνοῦνται· καὶ τοῦτο πάσαις ταῖς ἡμέραις ἐπράττετο μετὰ σπουδῆς, ὥστε πολυανθρωποτέραν γενέσθαι τὴν βασιλέως οἰκίαν. (5,9,7) ἀλλὰ καὶ βασιλεὺς πρὸς τὰς γυναῖκας εἰσῄει συνεχέστερον, ὡς δῆθεν πρὸς Στάτειραν. ἐπέμπετο δὲ Καλλιρόῃ δῶρα πολυτελῆ, καὶ παρ' οὐδενὸς ἐλάμβανε, φυλάττουσα τὸ σχῆμα γυναικὸς ἀτυχούσης, μελανείμων, ἀκόσμητος καθημένη. ταῦτα καὶ λαμπροτέραν αὐτὴν ἀπεδείκνυε. πυθομένης δὲ τῆς βασιλίδος ὁπότερον ἄνδρα βούλοιτο μᾶλλον, οὐδὲν ἀπεκρίνατο, ἀλλὰ μόνον ἔκλαυσε.
Unter diesem Selbstgespräch hörte sie Tritte von Füßen und Weiberstimmen, denn die Frauen liefen alle zur Königin, in der Hoffnung, sie da in Muße beäugen zu können. Allein Stateira sagte: "Wir wollen sie in Ruhe lassen, denn ihr ist nicht wohl. Ihr habt noch Zeit genug, sie zu sehen, zu hören und zu sprechen." - Betrübt entfernten sie sich. Am anderen Morgen kamen sie aber wieder und so alle folgenden Tage, so dass das königliche Schloss noch einmal so lebhaft wurde. Auch der König kam jetzt häufiger zum Frauengemach, - freilich hieß es: zu Stateira. Kallirhoe wurden die prächtigsten Geschenke übersandt, aber sie nahm von niemand etwas an und beachtete die Sitte tiefer Trauer, indem sie sich schwarz kleidete und ohne Schmuck auf der Erde sitzen blieb. Doch dies erhöhte ihre Schönheit nur noch mehr, statt sie zu schwächen. Da sie der König fragte, welchem der beiden Männer sie lieber angehören möchte, antwortete sie nur mit Tränen.
(5,9,8) Καλλιρόη μὲν οὖν ἐν τούτοις ἦν, Διονύσιος δὲ ἐπειρᾶτο μὲν φέρειν τὰ συμβαίνοντα γενναίως διά τε φύσεως εὐστάθειαν καὶ διὰ παιδείας ἐπιμέλειαν, τὸ δὲ παράδοξον τῆς συμφορᾶς καὶ τὸν ἀνδρεῖον ἐκστῆσαι δυνατώτατον ὑπῆρχεν· ἐξεκάετο γὰρ σφοδρότερον ἢ ἐν Μιλήτῳ. (5,9,9) ἀρχόμενος γὰρ τῆς ἐπιθυμίας μόνου τοῦ κάλλους ἐραστὴς ἦν, τότε δὲ πολλὰ προσεξῆπτε τὸν ἔρωτα, συνήθεια καὶ τέκνων εὐεργεσία καὶ ἀχαριστία καὶ ζηλοτυπία καὶ μάλιστα τὸ ἀπροσδόκητον. So stand es um Kallirhoe. Dionysios suchte aus natürlicher Standhaftigkeit und als gebildeter Mann sein Unglück zu ertragen. Sein Missgeschick war aber so groß, so unerwartet, dass es den stärksten außer Fassung bringen musste. Seine Liebe glühte noch heftiger als zu Milet, denn anfangs bezauberte ihn nur ihre Schönheit, aber jetzt hatte der Umgang, die Vaterliebe zu dem Kind, die Besorgnis über ihre Gesinnung, die Eifersucht und vor allem die Gefahr der neuesten Lage der Dinge seine Leidenschaft noch stärker angefacht.
X (5,10,1) Ἐξαφθεὶς γοῦν ἀνεβόα πολλάκις »ποῖος οὗτος ἐπ' ἐμοῦ Προτεσίλεως ἀνεβίω; τίνα τῶν ὑποχθονίων θεῶν ἠσέβησα, ἵνα εὕρω μοι νεκρὸν ἀντεραστήν, οὗ τάφον ἔχω; δέσποινα Ἀφροδίτη, σύ με ἐνήδρευσας, ἣν ἐν τοῖς ἐμοῖς ἱδρυσάμην, ᾗ θύω πολλάκις. τί γὰρ ἔδειξάς μοι Καλλιρόην, ἣν φυλάττειν οὐκ ἔμελλες; τί δὲ πατέρα ἐποίεις τὸν οὐδὲ ἄνδρα ὄντα;« (5,10,2) μεταξὺ δὲ περιπτυξάμενος τὸν υἱὸν ἔλεγε κλάων »τέκνον ἄθλιον, πρότερον μὲν εὐτυχῶς δοκοῦν μοι γεγονέναι, νῦν δὲ ἀκαίρως· ἔχω γάρ σε μητρὸς κληρονομίαν καὶ ἔρωτος ἀτυχοῦς ὑπόμνημα. (5,10,3) παιδίον μὲν εἶ, πλὴν οὐ παντελῶς ἀναίσθητον ὧν ὁ πατήρ σου δυστυχεῖ. κακὴν ἀποδημίαν ἤλθομεν· οὐκ ἔδει Μίλητον καταλιπεῖν· Βαβυλὼν ἡμᾶς ἀπολώλεκε. τὴν μὲν πρώτην δίκην νενίκημαι· Μιθριδάτης μου κατηγόρει· περὶ δὲ τῆς δευτέρας μᾶλλον φοβοῦμαι· οὐ δὴ γὰρ μείζων ὁ κίνδυνος, δύσελπιν δέ με πεποίηκε τῆς δίκης τὸ προοίμιον. (5,10,4) ἄκριτος ἀφῄρημαι γυναικὸς καὶ περὶ τῆς ἐμῆς ἀγωνίζομαι πρὸς ἕτερον, καί, τὸ τούτου χαλεπώτερον, οὐκ οἶδα Καλλιρόη τίνα θέλει. σὺ δέ, τέκνον, ὡς παρὰ μητρὸς δύνασαι μαθεῖν. καὶ νῦν ἄπελθε καὶ ἱκέτευσον ὑπὲρ τοῦ πατρός. (5,10,5) κλαῦσον, καταφίλησον, εἰπὲ "μῆτερ, ὁ πατήρ μου φιλεῖ σε," ὀνειδίσῃς δὲ μηδέν. τί λέγεις, παιδαγωγέ; οὐδεὶς ἡμᾶς ἐᾷ τοῖς βασιλείοις εἰσελθεῖν; ὢ τυραννίδος δεινῆς. ἀποκλείουσιν υἱὸν πρὸς μητέρα πατρὸς ἥκοντα πρεσβευτήν.«
Oft brach er plötzlich in laute Klagen aus: "Was für ein neuer Protesilaos ist jetzt vom Tod erstanden? Gegen welchen unterirdischen Gott habe ich mich vergangen, dass ein Verstorbener, dessen Grab ich baute, als Nebenbuhler gegen mich auftreten muss? Grausame Aphrodite, der ich auf meinen Gütern einen Tempel erbaute, der ich so oft geopfert habe, du bist die Ursache meiner Angst! Warum zeigtest du mir Kallirhoe, wenn du sie mir nicht erhalten wolltest? Warum musste ich Vater werden, wenn ich nicht einmal ihr Gatte bleiben soll?" - Mit Tränen umarmte er den Sohn. "Unglückliches Kind," rief er, "ich hielt es für ein Glück als du geboren wurdest; jetzt muss ich anders denken. Du bist mir nur zum Harm von deiner Mutter hinterlassen, nur die schmerzliche Erinnerung an meine unglückliche Liebe! Zwar bist du noch ein Kind, aber doch nicht ohne Gefühl für das Unglück deines Vaters. Welch eine unselige Reise haben wir gemacht! Wir hätten Milet nicht verlassen sollen! Babylon hat uns ins Verderben gestürzt. Den ersten Prozess habe ich verloren, denn Mithridates ist zu mächtig gegen mich; aber um den zweiten fürchte ich noch mehr, denn die Gefahr ist nicht geringer, und die Art, wie er eingeleitet worden ist, benimmt mir alle Hoffnung. Man hat mir ohne Urteilsspruch meine Gattin genommen. Um die, die mir gehört, muss ich mit einem andern streiten; und was noch schlimmer ist: ich kenne nicht einmal den, der sie mir streitig macht! Du, mein Kind, kannst das von deiner Mutter erfahren: geh hin, ich bitte dich, sprich für deinen Vater, weine, schmeichle, sage: Mutter, mein Vater liebt dich! Mache ihr aber keinen Vorwurf! - Was sagt ihr? Man lässt euch nicht ins königliche Schloss? O fürchterliche Tyrannei! Man stößt den Sohn zurück, der als Gesandter seines Vaters zu der Mutter kommt!" -
(5,10,6) Διονύσιος μὲν οὖν διέτριβεν ἄχρι τῆς κρίσεως μάχην βραβεύων ἔρωτος καὶ λογισμοῦ, Χαιρέαν δὲ πένθος κατεῖχεν ἀπαρηγόρητον. προσποιησάμενος οὖν νοσεῖν ἐκέλευσε Πολυχάρμῳ παραπέμψαι Μιθριδάτην, ὡς εὐεργέτην ἀμφοῖν· μόνος δὲ γενόμενος ἧψε βρόχον, καὶ μέλλων ἐπ' αὐτὸν ἀναβαίνειν »εὐτυχέστερον μὲν« εἶπεν »ἀπέθνησκον, εἰ ἐπὶ τὸν σταυρὸν ἀνέβαινον, ὃν ἔπηξέ μοι κατηγορία ψευδὴς ἐν Καρίᾳ δεδεμένῳ· τότε μὲν γὰρ ἀπηλλαττόμην ζωῆς ἠπατημένος ὑπὸ Καλλιρόης φιλεῖσθαι, νῦν δὲ ἀπολώλεκα οὐ μόνον τὸ ζῆν, ἀλλὰ καὶ τοῦ θανάτου τὴν παραμυθίαν. (5,10,7) Καλλιρόη με ἰδοῦσα οὐ προσῆλθεν, οὐ κατεφίλησεν· ἐμοῦ παρεστῶτος ἄλλον ᾐδεῖτο. μηδὲν δυσωπείσθω· φθάσω τὴν κρίσιν· οὐ περιμένω τέλος ἄδοξον. οἶδα ὅτι μικρὸς ἀνταγωνιστής εἰμι Διονυσίου, ξένος ἄνθρωπος καὶ πένης καὶ ἀλλότριος ἤδη. σὺ μὲν εὐτυχοίης, ὦ γύναι· γυναῖκα γάρ σε καλῶ, κἂν ἕτερον φιλῇς. ἐγὼ δὲ ἀπέρχομαι καὶ οὐκ ἐνοχλῶ τοῖς σοῖς γάμοις. πλούτει καὶ τρύφα καὶ τῆς Ἰωνίας ἀπόλαυε πολυτελείας. (5,10,8) ἔχε ὃν θέλεις. ἀλλὰ νῦν ἀληθῶς ἀποθανόντος Χαιρέου αἰτοῦμαί σε, Καλλιρόη, χάριν τελευταίαν. ὅταν ἀποθάνω, πρόσελθέ μου τῷ νεκρῷ καὶ εἰ μὲν δύνασαι κλαῦσον· τοῦτο γὰρ ἐμοὶ καὶ ἀθανασίας γενήσεται μεῖζον· εἰπὲ δὲ προσκύψασα τῇ στήλῃ »"κἀνὴρ καὶ βρέφος" ὁρῶ. οἴχῃ, Χαιρέα, νῦν ἀληθῶς. νῦν ἀπέθανες· ἐγὼ γὰρ ἔμελλον ἐπὶ βασιλέως αἱρεῖσθαι σέ." (5,10,9) ἀκούσομαί σου, γύναι· τάχα καὶ πιστεύσω. ἐνδοξότερόν με ποιήσεις τοῖς κάτω δαίμοσιν. So brachte Dionysios seine Zeit bis zum Termin hin und kämpfte den harten Kampf der Liebe mit der Vernunft. Auch Chaireas unterlag fast seinem untröstlichen Schmerz. Er sagte sich krank und bat Polycharmos, ihren Wohltäter Mithridates zu begleiten. Sobald er allein war, nahm er eine Schnur und wollte sich erwürgen. "Es wäre besser für mich gewesen," sagte er, "wenn ich damals gestorben wäre, als ich mich in Karien unschuldig aufs Kreuz legte. Da wäre ich noch in der seligen Täuschung gestorben, dass Kallirhoe mich liebe. Jetzt kann ich weder leben noch ruhig sterben. Sie kam nicht zu mir, als sie mich sah, umarmte mich nicht! In meiner Gegenwart gehorchte sie einem anderen. Fürchte nichts! Ich will dem Urteilsspruch zuvorkommen. Ich will nicht abwarten, bis ich noch einmal durch ihn beschimpft werde; denn ich sehe wohl, dass ich armer Fremdling für Dionysios ein zu unbedeutender Gegner bin. Sei glücklich, geliebtes Weib! - Denn so nenne ich dich doch, wenn du auch einen andern liebst. Ich scheide, weil ich deine Ehe nicht betrüben will. Genieße den Reichtum und den Überfluss Ioniens! Du sollst den Mann behalten, den du vorziehst. Wenn aber Chaireas wirklich tot ist, Kallirhoe, so bitte ich dich um die einzige, letzte Gunst: tritt zu dem Leichnam und weine, wenn du das vermagst! Das wird mir lieber sein als die Unsterblichkeit, um die der selbstgewählte Tod mich bringt. Neige dich zu meinem Grab, auch wenn dein Mann, dein Kind es sehen, und sprich: Nun bist du nicht mehr, Chaireas, du, den ich vor des Königs Thron mir zum Gemahl erwählen wollte! Ich werde dich hören und vielleicht dir glauben. Du wirst mich bei den Unterirdischen geachtet machen,

εἰ δὲ θανόντων περ καταλήθοντ' εἰν Ἀίδαο
αὐτὰρ ἐγὼ καὶ κεῖθι φίλης μεμνήσομαί σου." Hom.Il.22,389

wenn auch der Schatten im Orkos alle vergessen, so werde ich doch, Geliebte, mich deiner erinnern!" -
τοιαῦτα ὀδυρόμενος κατεφίλει τὸν βρόχον "σύ μοι" λέγων "παραμυθία καὶ συνήγορος· διὰ σὲ νικῶ· σύ με Καλλιρόης μᾶλλον ἔστερξας."« (5,10,10) ἀναβαίνοντος αὐτοῦ καὶ τῷ αὐχένι περιάπτοντος ἐπέστη Πολύχαρμος ὁ φίλος καὶ ὡς μεμηνότα κατεῖχε, λοιπὸν μηκέτι παρηγορεῖν δυνάμενος. ἤδη δὲ καὶ ἡ προθεσμία τῆς δίκης καθειστήκει. So sprach er und küsste die Schnur: "Du bist mein Trost, meine Hilfe, vom Unglück. Durch dich siege ich. Du liebst mich mehr als Kallirhoe. Eben legte er sie an, als sein Freund Polycharmos hereintrat, ihn gleich einem Wahnsinnigen ergriff und festhielt, ohne jedoch im Stande zu sein, ihn zu trösten, ihm Hoffnung einzuflößen.
Griechische Textausgaben: Chariton / Blake1938 | Chariton Grimal 1958 | Chariton / Molinié 1979 | nach der nacherzählenden Übersetzung von D.C.Schmieder (1811) bearbeitet
   
   
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Sententiae excerptae:
w39
Literatur:

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