v.Chr. |
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Kultur |
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- Redner (Cic.Brut.138)
- Lucius Licinius Crassus (140-91)
- Marcus Antonius (143-87)
- Publius Sulpicius Rufus
- Gaius Aurelius Cotta
- Historiker:
- Lucius Cornelius Sisenna
- Gaius Licinius Macer
- Valerius Antias
- Quintus Claudius Quadrigarius
- Atellane:
- Quintus Novius
- Lucius Pomponius Bononiensis
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- Konsulat des
- Quintus Caecilius Metellus Nepos
- Titus Didius
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- LEX CAECILIA DIDIA de modo legum promulgandarum:
Ein Gesetz der beiden Konsuln, das übereilte
Volksbeschlüsse verhindern sollte. Es beinhaltet
zwei Bestimmungen:
- 1.) die "promulgatio trinum nundinum":
kein Gesetz darf vor der Abstimmung früher
als drei Markttage (d.h. 17 Wochentage) bekannt
gemacht werden (Cic.Phil.5,8; Cic.dom.41; Cic.Sest.135);
- 2.) "de duabus rebus una lege non coniungendis"
Cic.dom.53:
Quae est, quaeso, alia vis, quae sententia
Caeciliae legis et Didiae nisi haec, ne
populo necesse sit in coniunctis rebus compluribus
aut id, quod nolit, accipere aut id, quod
velit, repudiare? |
Welche
Bedeutung, welchen Sinn hat, bitteschön,
das Gesetz des Caecilius und Didius, außer
das Volk die Nötigung zu ersparen,
durch die Verbindung von Anträgen,
was es nicht will, anzunehmen, oder, was
es will, abzulehnen? (Üb. E.Gottwein) |
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- Konsulat des
- Gnaeus Cornelius Lentulus
- Publius Licinius Crassus
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- Konsulat des
- Lucius Licinius Crassus
- Quintus Mucius Scaevola
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- LEX LICINIA MUCIA DE CIVIBUS REDIGUNDIS der beiden
Konsuln gegen die ausufernde Aneignung des Bürgerrechts
durch die Bundesgenossen (Cic.off.3,47; Cic.Sest.30;
Cic.Balb.48; Cic.Balb.54; Cic.Brut.63).
Ascon.in
Cic.Cornel.60,3:
Hi enim legem eam, de qua loquitur, de redigendis
in suas civitates sociis in consulatu tulerunt.
Nam cum summa cupiditate civitatis Romanae
Italici populi tenerentur et ob id magna pars
eorum pro civibus Romanis se gereret, necessaria
lex visa est, ut in suae quisque civitatis ius
redigeretur. Verum ea lege ita alienati animi
sunt principum Italicorum populorum ut ea vel
maxima causa belli Italici, quod post triennium
exortum est, fuerit. |
Diese
brachten nämlich in ihrem Konsulat das
angesprochene Gesetz über die Rückführung
der Bundesgenossen in ihr Bürgerrecht
ein. Denn da die italischen Volksstämme
ganz versessen auf das römische Bürgerrecht
waren, und sich deswegen ein großer
Teil von ihnen als römische Bürger
verhielten, schien ein Gesetz erforderlich zu
sein, jeden einzelnen wieder unter das Recht
seiner Bürgerschaft zu stellen. Durch dieses
Gesetz wurden die Führer der italischen
Völker aber so entfremdet, dass es zur
wohl entscheidendsten Ursache des Italischen
Krieges wurde, der drei Jahre später ausbrach.
(Üb. E.Gottwein) |
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- Konsulat des
- Gaius Valerius Flaccus
- Marcus Herennius
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- Die beiden Zensoren Lucius Licinius Crassus und
Gnaeus Domitius Ahenobarbus lassen die "Lateinischen
Rhetoren" aus Rom vertreiben (Gell.15,11; Tac.dial.35;Cic.de
orat.3,93-95).
Suet.gramm.25,1:
de iisdem interiecto tempore Cn. Domitius Ahenobarbus
et L. Licinius Crassus censores ita edixerunt
in contione: "Renuntiatum est nobis esse
homines qui novum genus disciplinae instituerunt
ad quos iuventus in ludum conveniat: eos sibi
nomen imposuisse Latinos rhetoras. ibi homines
adolescentulos dies totos desidere. maiores
nostri quae liberos suos discere et quos in
ludos itare vellent instituerunt. haec nova
quae praeter consuetudinem ac morem maiorum
fiunt neque placent neque recta videntur. quapropter
et iis qui eos ludos habent et iis qui eo venire
consuerunt videtur faciundum ut ossenderemus
nostram sententiam nobis non placere.'" |
In
derselben Angelegenheit ließen sich, nachsdem
einige Zeit verflossen war, die Zensoren Gnaeus
Domitius Ahenobarbus und Licinius Crassus vor
versammeltem Volk folgendermaßen vernehmen:
"Uns wurde gemeldet, es gebe ein paar Leute,
die eine neue Kunst ins Leben gerufen hätten;
zu diesen Leuten gehe unsere Jugend in die Schule.
Sie hätten sich den Namen 'Lateinische
Rhetoren' zugelegt. Dort brächten junge
Leute den ganzen Tag mit Nichtstun zu. Unsere
Vorfahren regelten, was ihre Kinder zu lernen
und in welche Schulen sie zu gehen hätten.
Es ging dies alles nach ihrem Willen. Diese
neuen Verfahrensweisen, die ganz an dem vorbeigehen,
was unsere Vorfahren zu tun pflegten und was
bei ihnen üblich war, finden weder unsere
Zustimmung, noch scheinen sie uns richtig. Deshalb
scheint es uns ein Muss, dass diejenigen, die
solche Schulen betreiben, und diejenigen, die
es sich zur Regel gemacht haben, dorthin
zu gehen, unsere Meinung kundgetan wire: Uns
gefällt das nicht." (Üb.: Martinet) |
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- Die Gesetze des Tribunen Marcus
Livius Drusus (Cic.de orat.1,24; Vell.2,13f.;
App.1,35; Aur.Vict.vir.ill.66)
- LEX AGRARIA: Acker- und Getreideverteilung,
- LEX IUDICIARIA: Übertragung der Gerichte
an den Senat;
dieses Gesetz war ihm das wichtigste; die anderen
brachte er nur ein, um die Stimmung des Volkes
für sich zu gewinnen.
- Verleihung des Bürgerrechts
an die Bundesgenossen.
| Liv.perioch.71:
M. Livius Drusus trib. pleb., quo maioribus
viribus senatus causam susceptam tueretur,
socios et Italicos populos spe civitatis
Romanae sollicitavit, iisque adiuvantibus
per vim legibus agrariis frumentariisque
latis iudiciariam quoque pertulit, ut aequa
parte iudicia penes senatum et equestrem
ordinem essent. cum deinde promissa sociis
civitas praestari non posset, irati Italici
defectionem agitare coeperunt. eorum coetus
coniurationesque et orationes in consiliis
principum referuntur. propter quae Livius
Drusus invisus etiam senatui factus velut
socialis belli auctor, incertum a quo domi
occisus est. |
Um
die Sache des Senats,
deren er sich angenommen hatte, mit mehr
Nachdruck zu verfechten, reizte der Volkstribun
Marcus Livius Drusus die Bundesgenossen
und die Völker Italiens
mit der Hoffnung auf das römische Bürgerrecht.
Nachdem er mit ihrer Hilfe gewaltsam Gesetze
über Landzuweisungen und über
den Getreidepreis zustande gebracht hatte,
setzte er auch das Richtergesetz durch,
dass die Rechtsprechung zu gleichen teilen
beim Senat
und beim Ritterstand
sein solle. Als dann aber den Bundesgenossen
das versprochene Bürgerrecht
nicht gewährt werden konnte, begannen
die Italiker erzürnt, an Abfall zu
denken. Es wird von ihren Zusammenkünften
und Verschwörungen und den Reden der
führenden Männer auf den Versammlungen
berichtet. Deswegen wurde Livius Drusus
auch dem Senat
verhasst, als wenn er der Anstifter des
Bundesgenossenkrieges wäre, und in
seinem Haus, ungewiss von wem, getötet.
(Üb.: Hillen) |
- Der Tribun Marcus Livius Drusus wird ermordet (Cic.de
orat.3,1-12; Cic.nat.3,81). Seine Gesetze werden außer
Kraft gesetzt (Cic.leg.2,14; Cic.leg.2,31; Cic.dom.50).
Aur.Vict. gibt den Grund für das Scheitern der
Gesetze damit an, dass mit Volk, Senat
und Rittern
alle Beteiligten zwar über die für sie vorteilhaften
Elemente der Gesetze begeistert waren, von dem Rest
aber enttäuscht.
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- 91-88:
Bundesgenossenkrieg (Bellum sociale, Marsischer Krieg,
Italischer Krieg) (App.civ.1,38-53; Diod.37; Liv.72-76;
Vell.2,16; Flor.3,18; Oros.5,18; Eutr.5,3;
Plut.Mar.33; Plut.Sull.6; Strab.5,4,2; Cic.div.1,72)
- Die Ursache ist die Unzufriedenheit der sabellischen
Völker (Marser,
Marruciner, Vestiner, Paeligner, Samniten,
Lucaner) darüber, dass ihnen das römische
Bürgerrecht
vorenthalten will. Sie gründen einen eigenen
Staat mit Corfinium (auch Italica oder Vitellia genannt)
als Hauptstadt. Sie setzen einen Senat
von 500 Mitgliedern ein und ernennen zwei Konsuln,
nämlich den Marser
Quintus Pompaedius Silo und den Samniten
Gaius Papius Mutilus. Als weitere Feldherrn werden
genannt: Titus Afranius, Marius Egnatius, Gaius Iudacilius,
Herius Asinius und Vettius Scato (App.civ.1,40).
- Ausbruch des Krieges in Asculum
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- LEX VARIA DE MAIESTATE des Tribunen Quintus Varius
Hybrida stellt Bürger unter Strafe, die äußere
Feinde zum Krieg gegen Rom verleitet haben (App.civ.1,37;
Val.Max.8,6,4; Cic.Scaur.3). Gegen die Anhänger
des Marcus Livius Drusus wird nach dieser Lex Varia
oder unter einem anderen Vorwand ermittelt (Cic.dom.41):
Opfer der Untersuchung wurden Lucius Calpurnius Bestia,
Aurelius Cotta und Mummius Achaicus: sie gingen in
die Verbannung. Quintus Varius Hybrida wurde später
Opfer seines eigenen Gesetzes (Cic.Brut.305).
- Beide Konsuln sind mit der Führung des Krieges
betraut, Viele bewährte Feldherrn werden ihnen
als Stabsoffiziere zugeteilt. Lucius Iulius Caesar
kämpft im Süden, Publius Rutilius Lupus
im Norden, beide mit wechselndem Erfolg:
- Lucius Iulius Caesar verliert zunächst
bei Aesernia gegen Vettius Scato. Als er
sich nach Campanien zurückzieht, kann
er das Blatt wenden und Vettius Scato Verluste
beibringen.
- Im Norden werden zunächst der Legat
Gaius
Perperna, dann der Konsul
Publius
Rutilius Lupus und schließlich
noch einmal der Legat Quintus
Caepio geschlagen. Erfolge verzeichnen
die Legate Gaius Marius und Servius Sulpicius.
Auch Gnaeus Pompeius bezieht zuerst eine
Niederlage, später erringt er zusammen
mit Publius Sulpicius einen Sieg (App.civ.1,43-47;
Liv.73)
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- Als gegen Jahresende die Meldung kommt, auch die
Etrusker
und Umbrer wollten abfallen, beordert man auch den
Konsul Lucius
Iulius Caesar nach Norden.
- LEX
IULIA DE CIVITATE LATINIS DANDA. Das Gesetz des Konsuls
Lucius Iulius Caesar gesteht allen Bundesgenossen,
die im Krieg treu geblieben waren das Bürgerrecht
zu (Cic.Balb.21; Gell.4,4,3).
| App.civ.1,49:
Καὶ τάδε
μὲν ἀμφὶ
τὴν Ἰταλίαν
ἦν τὴν περὶ
τὸν Ἰόνιον·
αἰσθόμενοι
δ' αὐτῶν οἱ
ἐπὶ θάτερα
τῆς Ῥώμης
Τυρρηνοὶ
καὶ Ὀμβρικοὶ
καὶ ἄλλα
τινὰ αὐτοῖς
ἔθνη γειτονεύοντα,
πάντες ἐς
ἀπόστασιν
ἠρεθίζοντο.
δείσασα
οὖν ἡ βουλή,
μὴ ἐν κύκλῳ
γενόμενος
αὐτοῖς ὁ
πόλεμος
ἀφύλακτος
ᾖ, τὴν μὲν
θάλασσαν
ἐφρούρει
τὴν ἀπὸ Κύμης
ἐπὶ τὸ ἄστυ
δι' ἀπελευθέρων,
τότε πρῶτον
ἐς στρατείαν
δι' ἀπορίαν
ἀνδρῶν καταλεγέντων,
Ἰταλιωτῶν
δὲ τοὺς ἔτι
ἐν τῇ συμμαχίᾳ
παραμένοντας
ἐψηφίσατο
εἶναι πολίτας,
οὗ δὴ μάλιστα
μόνον οὐ
πάντες ἐπεθύμουν.
καὶ τάδε
ἐς Τυρρηνοὺς
περιέπεμπεν,
οἱ δὲ ἄσμενοι
τῆς πολιτείας
μετελάμβανον.
καὶ τῇδε
τῇ χάριτι
ἡ βουλὴ τοὺς
μὲν εὔνους
εὐνουστέρους
ἐποίησε,
τοὺς δὲ ἐνδοιάζοντας
ἐβεβαιώσατο,
τοὺς δὲ πολεμοῦντας
ἐλπίδι τινὶ
τῶν ὁμοίων
πραοτέρους
ἐποίησεν.
Ῥωμαῖοι
μὲν δὴ τούσδε
τοὺς νεοπολίτας
οὐκ ἐς τὰς
πέντε καὶ
τριάκοντα
φυλάς, αἳ
τότε ἦσαν
αὐτοῖς, κατέλεξαν,
ἵνα μὴ τῶν
ἀρχαίων
πλέονες
ὄντες ἐν
ταῖς χειροτονίαις
ἐπικρατοῖεν,
ἀλλὰ δεκατεύοντες
ἀπέφηναν
ἑτέρας, ἐν
αἷς ἐχειροτόνουν
ἔσχατοι.
καὶ πολλάκις
αὐτῶν ἡ ψῆφος
ἀχρεῖος
ἦν, ἅτε τῶν
πέντε καὶ
τριάκοντα
προτέρων
τε καλουμένων
καὶ οὐσῶν
ὑπὲρ ἥμισυ.
ὅπερ ἢ λαθὸν
αὐτίκα ἢ
καὶ ὣς αὐτὸ
ἀγαπησάντων
τῶν Ἰταλιωτῶν
ὕστερον
ἐπιγνωσθὲν
ἑτέρας στάσεως
ἦρξεν. |
Dies
spielte sich in Italien
beim Ionischen Meer ab. Als es die Völker
beiderseits von Rom, die Etrusker
und die Umbrer und noch weitere ihnen benachbarte
Völker bemerkten, ließen sie sich
alle zum Abfall verleiten. Weil der Senat
nun fürchtete, ringsum könne Krieg
ohne entsprechende Gegenmaßnahmen entstehen,
stellte er an der Küste zwischen Cumae
und der Stadt Wachposten auf; und zwar aus Freigelassenen,
die man damals aus Mangel an Leuten zum ersten
Mal zum Militärdienst zuließ. Er
beschloss aber, alle bündnistreuen Italiker
sollten Bürger sein, was ja der sehnlichste
Wunsch fast aller war. Dies ließ er bei
allen Etruskern
bekannt machen, und diese nahmen gern das Bürgerrecht
an. Durch diese Gunst machte der Senat
die Ergebenen ergebener, die Zweifler sicherer
und die Feinde durch eine vergleichbare Hoffnung
gemäßigter. Die Römer gliederten
diese Neubürger nicht in ihre fünfunddreißig
damaligen Tribus
ein, damit sie nicht, den Altbürgern an
Zahl überlegen, bei den Abstimmungen obsiegen
könnten, sondern sie bildeten zehn neue,
in denen sie als letzte abstimmten. So blieb
ihre Stimme oft wertlos, weil die fünfunddreißig
früher aufgerufen wurden und die Mehrheit
erzielten. Dies blieb den Italikern im Moment
entweder verborgen oder sie fanden sich damit
ab. Später fiel es auf und löste einen
weiteren Aufstand aus. (Üb.: E.G.) |
- Gaius Scribonius Curio Volkstribun
(Cic.Brut.305)
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- LEX PLAUTIA IUDICIARIA. Das Gesetz des Tribunen
Marcus Plautius Silvanus regelt die Auswahl der Richter:
aus jeder Tribus
werden ohne Ansehen des Standes 15 Richter ausgewählt
(Gell.12,5,3).
- LEX PLAUTIA PAPIRIA. Nach diesem Gesetz des Tribunen
Marcus Plautius Silvanus und des Gaius Papirius Carbo,
das die LEX IULIA erweitert, erhalten alle Bundesgenossen,
die sich innerhalb von 60 Tagen melden das Bürgerrecht
(Cic.Arch.7; Vell.2,17,1)
- LEX PLAUTIA DE VI. Nach diesem Gesetz wurden Anstifter
bewaffneter Unruhen mit Verbannung bestraft. Die Datierung
ist nicht sicher: auch das Jahr 78 kommt in Betracht
(Sall.Cat.31,4).
| Cic.Arch.7f.
(7) Data est civitas Silvani lege et Carbonis:
Si qui foederatis civitatibus ascripti fuissent,
si tum, cum lex ferebatur, in Italia domicilium
habuissent et si sexaginta diebus apud praetorem
essent professi. Cum hic domicilium Romae multos
iam annos haberet, professus est apud praetorem
Q. Metellum, familiarissimum suum. (8)
Si nihil aliud nisi de civitate ac lege dicimus,
nihil dico amplius; causa dicta est. |
Das
Bürgerrecht
wurde (Archias) nach dem Gesetz des Silvanus
und des Carbo erteilt: 'Allen die in einem verbündeten
Staat eingetragen waren, die damals, als das
Gesetz eingebracht wurde, in Italien
ihren Wohnsitz hatten und sich innerhalb von
60 Tagen beim Praetor gemeldet hatten. Da dieser
schon viele Jahre in Rom seinen Wohnsitz hatte,
meldete er sich bei dem Praetor Quintus Metellus,
einem sehr engen Vertrauten von ihm. Wenn
es mir nur um das Bürgerrecht
und das Gesetz geht, bin ich am Ende meiner
Rede; das Plädoyer ist gehalten. (Üb.:
E.G.) |
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- Die Marser,
Vestiner, Paeligner,
Marruciner und Picenter
werden zur Annahme des Bürgerrechts
gezwungen.
- Die Marser
werden von Gnaeus Pompeius und Lucius Porcius
Cato mehrfach geschlagen. Cato fällt
dabei. Schließlich bitten sie um Frieden
(App.civ.1,50; Liv.74).
- Die Vestiner, Paeligner und Picenter werden
ebenfalls von Gnaeus Pompeius besiegt; die
Marruciner von Servius Sulpicius (App.1,52;
Liv.76)
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- Nach einem weiteren römischen Sieg in Apulien,
bei dem der Marser
Quintus Pompaedius Silo fällt, ist Italien
wieder vollständig unterworfen (App.civ.1,53;
Liv.76).
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