|
v.Chr. |
|
Kultur |
|
|
|
|
|
|
|
- Konsulat des
- cos. suff.
- Publius Cornelius Dolabella (für
Caesar)
- dictator:
- magister equitum:
|
- Die Ereignisse unmittelbar nach der Ermordung Caesars
sind durch ein vorsichtiges Abwarten gekennzeichnet:
App.civ.2,118-148; Cass.Dio 44,20-50; Plut.Cic.42;
Plut.Ant.14f.; Plut.Brut.18-20; Cic.Phil.
- Die Verschwörer verschanzen sich
aus Mangel an öffentlicher Zustimmung
für einige Tage abwartend unter dem
Schutz von Gladiatoren auf dem Kapitol.
- Marcus
Antonius brachte gleich nach der Ermordung
Caesars
die Staatskasse und Caesars
Nachlass an Geld und Dokumenten an sich
(Cic.Phil.1,17; Cic.Phil.2,93; Cic.Phil.5,10;
Cic.Phil.5,15; App.civ.2,125; App.civ.3,52;
Cass.Dio 45,24; Plut.Cic.43; Plut.Ant.15f.).
- Einige Senatoren (darunter Cicero) unterreden
sich mit den Verschwörern auf dem Kapitol.
Man einigt sich darauf, Antonius
solle den Senat
berufen.
- Antonius
beruft den Senat
für den 17. März in den Tempel
der Tellus. Dieser erteilt den Verschwörern
Amnestie und setzt die Verfügungen
Caesars
("Acta Caesaris") in Kraft
- Marcus
Brutus und Gaius
Cassius reisen zwischen dem 12. und
19. April in verschiedene Städte Italiens
ab (Cic.Att.14,5-7). Decimus
Brutus trifft am 19. April in der noch
von Caesar
zugewiesenen Provinz Gallia cisalpina ein
(Cic.Att.14,13,2).
|
- Gaius Octavius
(ein Enkel von Caesars
Schwester Julia) kommt Ende April aus Apollonia, wo
er studierte und von wo aus er Caesar
gegen die Parther
begleiten wollte, nach Rom, um als Adoptivsohn Caesars
sein Erbe einzufordern (Cic.Att.14,5,3; Cic.Att.14,10,3;
Cic.Att.15,2,3;). Er bringt das Volk hinter sich,
in dem er das Vermächtnis von 300 Sestertien,
mit dem Caesar
jeden Bürger in seinem Testament bedacht hatte,
und öffentliche Spiele aus eigenem Vermögen
finanziert. (App.civ.3,9-23; Cass.Dio 45,1-9;
Plut.Ant.16; Suet.Oct.10).
- Antonius
lässt sich von der Volksversammlung die Gallia
cisalpina als Provinz übertragen und bringt Caesars
beide in Makedonien stationierten Legionen hinter
sich.
- Auch den Senat
versucht, Antonius
durch mehrere ihm gelegene Beschlüsse zu gewinnen
- Abschaffung der Diktatur
für alle Zeit, die Beantragung einer
neuen Diktatur
wird unter Strafe gestellt
- Bestrafung des
Pseudo-Marius
- Versprechen, die Acta Caesaris nur zurückhaltend
umzusetzen.
|
- Antonius'
Umgang mit den Acta Caesaris: Cic.Phil.1,3-5; Cic.Phil.1,18-32;
Cic.Phil.2,89-100; Cic.Phil.2,105-110; Cic.Phil.5,7;
Cic.Phil.5,10; Cic.Phil.5,12; Cic.Att.10; Cic.Att.12;
Cic.Att.13; App.civ.3,2-5; App.civ.3,25; App.civ.3,51;
Cass.Dio 44,53; Cass.Dio 45,9;
- Caesars
Veteranen verpflichtet Antonius
auf die Acta Caesaris, indem er Ende April
bis Anfang Mai zu ihnen nach Campanien reist:
"ut acta Caesaris sancirent idque se
facturos esse iurarent" (Cic.Att.14,21,2).
- Die Abwesenheit des Antonius
nutzte Dolabella dazu, die göttliche
Verehrung Caesars
gewaltsam zu unterbinden (Cic.Phil.1,5;
Cic.Phil.1,30; Cic.Phil.2,107; Cic.Att.15;
Cic.Att.16; Cic.Att.18; Cic.Att.19; Cic.fam.9,14).
Nach seiner Rückkehr kann ihn Antonius
wieder in die Disziplin einbinden.
- Neuverteilung der Provinzen:
- Antonius
erreicht, dass Dolabella, nachdem es
der Senat
abgelehnt hatte, vom Volk Syrien
als Provinz erhält, die Caesar
ursprünglich Cassius
zugedacht hatte.
- Er selbst lässt sich zuerst Makedonien
mit den dortigen Legionen zuweisen.
Danach lässt er sich statt dessen
vom Volk sofort die Gallia cisalpina
geben. Damit wird er direkter Gegner
von Decimus
Brutus (App.civ.3,7f.; App.civ.3,16;
App.civ.3,25; App.civ.3,27; App.civ.3,30;
App.civ.3,63; Cass.Dio 45,9; Cass.Dio
45,20; Cass.Dio 46,23; Vell.2,60)
- Er erreicht beim Volk eine Verlängerung
der prokonsularischen Provinzverwaltung
auf sechs Jahre (Cic.Phil.1,19; Cic.Phil.1,24;
Cic.Phil.2,109; Cic.Phil.5,8; Cic.Phil.8,28).
|
- Am 9.Okt. sucht Antonius
in Brundisium
die vier Legionen auf, die er aus Makedonien hatte
einschiffen lassen. Wegen seiner kargen und schroffen
Haltung gehen zwei Legionen zu Gaius
Iulius Caesar Octavianus über. Trotzdem bleiben
ihm insgesamt sechs Legionen (App.civ.3,40; App.civ.3,43-45;
App.civ.3,46; Cass.Dio 45,12f.; Plut.Ant.16; Cic.Phil.3,4f.;
Cic.Phil.8,27). Mit seinem Heer begibt sich Antonius
gegen Decimus
Brutus nach Norditalien. Unterwegs leitet er am
28. Nov. in Rom eine Senatssitzung.
- Zu dem Heer, das Caesar
Octavianus in Campanien aus den Veteranen Caesars
sammelt, stoßen als willkommene Verstärkung
die beiden von Antonius
abgefallenen Legionen.
- Mutinensischer
Krieg (44-43):Antonius
belagert Decimus
Brutus in Mutina (Modena) (Cic.Phil.3,19-26).
Caesar Octavianus
folgt ihm dorthin, vorgeblich, um die Interessen des
Senats wahrzunehmen
(App.civ.3,40-42; App.civ.3,45; App.civ.3,47f.; App.civ.3,51;
Cass.Dio 45,11-15; Cass.Dio 46,29; Cic.Att.16,8; Cic.fam.10,28;
Cic.fam.12,25; Cic.Phil.3,3-8; Cic.Phil.3,38f.; Cic.Phil.4,4-6;
Cic.Phil.5,43-51; Cic.Phil.11,28) .
- Zu den gegenseitigen Aktionen bis zum
Mutinensischen Krieg: App.civ.3,28-39; Cass.Dio
45,8f.; Plut.Ant.16; Suet.Oct.10)
|
- Cicero handelt in Rom im Interesse des Caesar
Octavianus
Nach
der Senatssitzung am 17. März verlässt
Cicero Rom (Cic.Att.14,5-7)
- Im Juli plant Cicero eine Griechenlandreise
(Cic.Att.14,7; Cic.Att.13,4; Cic.Att.16,3
).
- Am 28. Juli hält sich Cicero
in Rhegium auf, am 1. August in
Syrakus.
Er wird auf der weiteren Fahrt nach
Leukopetra (6. August) verschlagen.
Dort erfährt er von einer scharfen
Rede des Piso am 1. August vor
dem Senat
und entscheidet sich, nach Rom zurückzukehren,
wo er am 31. August ankommt (Cic.fam.7,19;
Cic.fam.12,25; Cic.Att.16,7; Cic.Phil.1,1-10).
- Am 2. Sept. hält Cicero in Abwesenheit
des Antonius
im Tempel der Concordia die
1. Philippische Rede.
- Am 19.Sept. hält Antonius
im Senat
eine scharfe Rede gegen Cicero. Als
Erwiderung schreibt Cicero die
2. Philippica (Cic.Phil.5,19; Cic.fam.12,2;
Cic.fam.12,25).
- Im Oktober verlässt Cicero Rom
wieder (Cic.Att.12,23; Cic.Att.15,13)
bis zu seiner Rückkehr am 9.Dez.
(Cic.fam.11,5).
- Am 20. Dez.
3.
Philippica vor dem Senat
und 4.
Philippica vor dem Volk (Cic.fam.11,6;
Cic.fam.12,22; Cic.fam.12,25).
|
Cic.fam.12,24,1-2:
(Romae Ian. 43)
CICERO CORNIFICIO S.
[1] Ego nullum locum praetermitto
(nec enim debeo) non modo laudandi
tui sed ne ornandi quidem; sed
mea studia erga te et officia
malo tibi ex tuorum litteris
quam ex meis esse nota. te tamen
hortor ut omni cura in rem publicam
incumbas. hoc est animi, hoc
est ingeni tui, hoc eius spei
quam habere debes amplificandae
dignitatis tuae. [2] Sed hac
de re alias ad te pluribus.
cum enim haec scribebam in exspectatione
erant omnia. nondum legati redierant,
quos senatus non ad pacem deprecandam
sed ad denuntiandum bellum miserat
nisi legatorum nuntio paruisset.
ego tamen, ut primum occasio
data est, meo pristino more
rem publicam defendendi, me
principem senatui populoque
Romano professus sum, nec, postea
quam suscepi causam libertatis,
minimum tempus amisi tuendae
salutis libertatisque communis.
sed haec quoque te ex aliis
malo. |
(Rom,
Jan.43)
CICERO GRÜSST CORNIFICIUS
(1) Ich lasse keine Gelegenheit
ungenutzt - und darf es ja auch
gar nicht -, Dich zu rühmen
und auszuzeichnen. Aber es ist
mir lieber, Du erfährst
von meinen Bemühungen und
Freundschaftsdiensten für
Dich aus den Briefen der Deinigen
als aus den meinigen. Doch ermahne
ich Dich, unbeirrt Dich dem
Staat zu widmen. So entspricht
es Deiner Gesinnung, so Deinem
Charakter, so auch Deiner berechtigten
Hoffnung, Deine Würde zu
erhöhen. (2) Doch davon
ein andermal mehr! Augenblicklich
steht nämlich allerhand
zu erwarten. Die Gesandten [an
Antonius]
sind noch nicht zurückgekehrt,
die der Senat
abgeschickt hat; nicht um Frieden
zu erbetteln, sondern Krieg
anzusagen, falls ER sich den
von den Gesandten überbrachten
Forderungen nicht fügt.
Ich bin jedoch bei der ersten
sich bietenden Gelegenheit,
wie ich es immer getan habe,
für den Staat eingetreten,
habe mich vor Senat
und Volk von Rom als Führer
bekannt, und, seit ich in der
Erhaltung der Freiheit meine
Aufgabe sehe, keinen Augenblick
verloren gehen lassen, ohne
unser aller Leben und Freiheit
zu schützen. Aber auch
davon magst Du lieber von anderen
hören. (Üb. Kasten)
|
|
- Marcus
Brutus geht im September nach Makedonien, Gaius
Cassius geht nach Syrien
(Cic.Att.16,7,5; Cic.Phil.10,8; Cic.fam.12,2-3)
|
|
- Ciceros Philippische Reden gegen Marcus
Antonius
- Hirtius
ergänzt Caesars
Kommentare über den Gallischen Krieg um das 8.
Buch.
- Caesar:
- de bello civili
- bellum Alexandrinum
- bellum Africanum
- bellum Hispanense
|
|
|
|
- Konsulat des
- cos. suff.
- tresviri rei publicae constituendae (seit 17. Nov.)
|
- Aulus
Hirtius und Gaius
Vibius Pansa entsetzen den in Mutina
eingeschlossenen Decimus
Brutus, indem sie Marcus
Antonius (am 14. Apr.) schlagen (App.civ.3,50-72;
Cass.Dio 45,18-46,38).
- Am 1. Jan. (
Ciceros
5. Philippica) bestätigt der Senat
die Ehrungen, die er am 20. Dez. für
Caesar
Octavianus und Decimus
Brutus beschlossen hatte.
- Am 4. Jan. (
Ciceros
6. Philippica) geht eine Gesandtschaft an
Marcus
Antonius (Cic.Phil.5-6; App.civ.3,50-61;
Cass.Dio 45,18-46,29). Die Bedingungen dieser
Gesandtschaft: Marcus
Antonius solle die Belagerung von Mutina
beenden und mindestens 200 km von Rom entfernt
lagern; andernfalls werde er zum Staatsfeind
("hostis" erklärt. (Cic.Phil.6,4f.;
App.civ.3,61)
- Noch im Februar erklärte der Senat
zwar nicht (wie es Ciceros Wunsch war) den
Krieg, aber doch den Tumult (Cic.Phil.8;
App.civ.3,63; Cass.Dio 46,29; Cass.Dio 46,31;
Cic.Phil.14,6)
- Der Konsul Aulus
Hirtius rückt sofort mit seinen
Truppen aus. Sein Mitkonsul Vibius
Pansa folgt am 20. März (Cic.fam.12,25;
Cic.fam.10,6; Cic.Phil.13,16)
- Der Plan, Ende März noch eine zweite
Gesandtschaft an Antonius
zu schicken, wird vereitelt (Cic.Phil.12;
Cass.Dio 46,32).
- Aulus
Hirtius und Vibius
Pansa lagern gemeinsam an der Scultenna
bei Forum Gallorum. Dort kommt es zur militärischen
Auseinandersetzung: Antonius
kann aus einem Hinterhalt Pansa
überfallen und ihm Verluste zufügen.
Hirtius
bringt Pansa
mit zwei Veteranenlegionen Hilfe und schlägt
Antonius.
Gleichzeitig wehrt Caesar
Octavianus einen Angriff des Antonius
auf das Lager ab (Cic.fam.10,30; App.civ.3,66-70;
Cass.Dio 46,37; Cic.Phil.14,27).
- Beide Konsuln kommen ums Leben (Ov.trist.4,10,6:
cum cecidit fato consul uterque pari):
Hirtius
fällt noch in der Schlacht,
Pansa
stirbt bald danach an seinen Verwundungen.
Die Belagerung von Mutina ist beendet.
|
- Marcus Antonius
vereinigt sich mit Marcus
Aemilius Lepidus, Gaius
Asinius Pollio und Lucius
Munatius Plancus.
- Antonius
flieht mit seinen restlichen Truppen (App.civ.3,71-76;
Cass.Dio 46,38f.; Cic.fam.11,9-15; Cic.fam.11,18-25;). Mit
ihm verbindet sich der Legat Ventidius
mit drei Legionen (Cic.fam.11,10; Cic.fam.11,13,2;
Cic.fam.10,24,6) und am 29. Mai vereinigen
sich
Marcus Antonius und Marcus
Aemilius Lepidus am Fluss Argens bei
Forum Voconii. (Cic.fam.10,23,2; App.civ.82f.;
Cass.Dio 46,42; Cass.Dio 46,51-52) und werden
am nächsten Tag vom Senat
zu Feinden erklärt (Cic.fam.12,10,1).
- Decimus
Brutus übernimmt die Legionen des
Pansa
und leitet die Verfolgung des Marcus
Antonius (App.civ.3,80; Cass.Dio 46,40;
Cic.fam.11,19f.).
- Anfang Juni (4. Juni ?) vereinigen
sich Decimus
Brutus und Lucius
Munatius Plancus. Zusammen haben sie
jetzt 13 Legionen (Cic.fam.10,23,3; Cic.fam.11,25;
Cass.Dio 46,53).
- Im Juli erhält Caesar
Octavianus, der sich in eigener
Initiative (privato consilio) ein Heer aufstellt,
vom Senat
die Machtbefugnis eines Propraetors gegen
Antonius.
- Im September fallen
Gaius Asinius Pollio und Lucius
Munatius Plancus zu Antonius
und Lepidus
ab, was in der Summe 15 (od. 17) Legionen
ergibt (App.civ.3,96f.; Cass.Dio 46,53;
Vell.2,63; Plut.Ant.18).
|
- Nach Mutina wollte man sich in Rom des Caesar
Octavianus entledigen (App.civ.3,80f.;
Cass.Dio 46,40f.; Vell.2,62; Liv.119; Cic.fam.11,20,1;
Cic.fam.11,21,2). Doch dieser marschiert mit seinem
Heer nach Rom.
- Nach Verhandlungen mit Antonius
und Lepidus
zieht Caesar
Octavianus mit seinen 8 Legionen
nach Rom und lässt sich zusammen mit
Quintus Pedius zum Konsul
ernennen. Sein Konsulat beginnt am 19. Aug.
Er schlüpft in die Rolle des entschiedenen
Rächers von Caesar: Durch die LEX PEDIA
werden Sondergerichte zur Bestrafung der
Caesarmörder eingerichtet. (Suet.Aug.25;
App.civ.3,86-95; Cass.Dio 46,42-49; Vell.2,65;
Vell.2,69; Liv.120).
|
- Decimus
Brutus will, nachdem ihn Plancus verraten hat,
nach Makedonien fliehen. Doch wird er unterwegs von
seinen Truppen verlassen und kommt ums Leben (App.civ.3,97f.;
Cass.Dio 46,53; Vell.2,64; Liv.120).
- Das
zweite Triumvirat (27. Nov.) zwischen Caesar
Octavianus, Marcus
Antonius und Marcus
Aemilius Lepidus als "tresviri rei publicae
constituendae" auf fünf Jahre geschlossen
(App.civ.4,2-7; Cass.Dio 46,54-56; Suet.Aug.27; Plut.Ant.19).
- Octavianus
zieht Antonius
nach Norditalien entgegen, doch kommt es
durch Vermittlung des Lepidus
zu einer Einigung mit Antonius
auf fünf Jahre. Die Verhandlungen fanden
auf einer Insel im Rhenus bei Bononia statt
(oder auf einer Insel im Lavinius):
- Octavianus
gibt sein Konsulat ab, Pedius stirbt, so
dass an ihre Stelle Gaius Carrinas und Publius
Ventidius treten (App.civ.4,6; Cass.Dio
47,15; Vell.2,65).
|
- Noch bevor sie das Proskriptionsedikt in Rom erlassen
hatten, ließen die Triumvirn 17 unliebsame Personen
töten. Das anschließende Edikt setzte auf
jeden Proskribierten eine Kopfprämie von 25 Tausend
Denare (App.civ.4,6-11). Die Zahl der Opfer wird zwischen
150 und 300 Senatoren und mit 2000 Rittern
angegeben (Liv.120; Oros.6,18; Flor.4,6; App.civ.4,5).
- Marcus
Aemilius Lepidus ließ seinen eigenen
Bruder Aemilius Lepidus Paullus proskribieren.
Dieser konnte nach Asien entkommen, kehrte
aber trotz seiner Begnadigung nicht mehr
nach Rom zurück.
- Auch Lucius Caesar, der Onkel des Marcus
Antonius, und andere Verwandte von ihm
wurden proskribiert.
- Auch Marcus Tullius Cicero, sein Bruder
Quintus und beider Söhne fanden sich
in den Listen. Marcus Tullius Cicero wollte
zunächst von Caieta
aus zu Brutus fliehen. Doch hielten ihn
ungünstige dort Winde fest. Er gab
seinen Fluchtplan auf und wurde von den
Häschern des Antonius
ergriffen und von dem Centurio Herennius
getötet. Sein Kopf und seine rechte
Hand wurden abgehackt und auf den Rostra
in Rom zur Schau gestellt (Plut.Cic.46-49;
App.civ.4,19f.; Liv.120; Vell.2,66).
|
|
|
- Grabmal des Aulus Hirtius (Marsfeld) (t.p.q.).
|
- 20.März 43 Publius Ovidius Naso in Sulmo, im
Pälignerland, geboren.
|
|
|
|
- Konsulat des
- tresviri rei publicae constituendae
|
- Philippinensischer
Krieg: Marcus
Brutus und Gaius
Cassius werden in der Doppelschlacht von Philippi
geschlagen (App.civ.4,86-138; Cass.Dio 47,35-49; Plut.Brut.34-53;
Plut.Ant.22; Vell.2,69-72).
- Marcus
Brutus und Gaius
Cassius hatten sich 44 zunächst
nach Athen begeben. Finanziell wird Brutus
von Marcus Appuleius, dem Proquaestor des
Trebonius in Asien, unterstützt, materiell
von Quintus
Hortensius, der ihm seine Provinz Makedonien
mit einer Legion abtrat. Dazu gewann er
eine Legion, die von Makedonien zu Dolabella
hätte abgehen sollen und drei Legionen,
die eigentlich in Illyrien
unter dem Kommando des Publius Vatinius
standen.
- Brutus schließt Gaius Antonius,
dem auf Einwirkung des Marcus
Antonius die Provinz Makedonien zugesprochen
worden war in Apollonia ein und nimmt ihn
gefangen. Anschließend begibt sich
Brutus mit sechs Legionen nach Asien (App.civ.3,79;
App.civ.4,57; Cass.Dio 47,20-25; Plut.Brut.24-28).
- Der Senat
überträgt Ende März 43 Brutus
offiziell die Statthalterschaft von Makedonien
und Illyrien
(Cic.Phi.10; Cass.Dio 22; Plut.Brut.27;
App.civ.4,58).
- Cassius
hatte sich von Athen über Asien nach
Syrien
begeben, wo er acht Legionen vorfindet.
Dolabella folgt ihm im Januar 43 nach Syrien
(Cic.fam.12,4-5). Unterwegs sorgt er in
Asien für die Ermordung des Gaius Trebonius,
weswegen er vom Senat
zum Staatsfeind erklärt wird (Cic.fam.11,4-9;
App.civ.3,26; Cass.Dio 47,29). In Syrien
wird er in Laodicea von Cassius
eingeschlossen; er tötet sich selbst,
als sich seine Lage als hoffnungslos erweist
(App.civ.3,77f.; (App.civ.4,57-64; Cass.Dio
47,26-31; Cic.fam.12,11-14). Erst nach der
Schlacht von Mutina überträgt
der Senat
Cassius
die Statthalterschaft über Syrien.
- Brutus lässt Cassius
nach Smyrna kommen (App.civ.4,63-65; Plut.Brut.18-30;
Cass.Dio 47,32). Dann handeln sie wieder
getrennt, indem Cassius
Rhodus erobert und Brutus Lykien (App.civ.4,65-82;
Cass.Dio 47,32-34; Plut.Brut.30-33).
- Anschließend trafen sich beide in
Sardeis wieder (wo sich Brutus angeblich
ein Dämon mit den Worten "bei
Philippi sehn wir uns wieder" zeigte)
und zogen gemeinsam nach Philippi und lagerten
dort den Feinden gegenüber.
- In einer ersten Schlacht siegte Brutus
über das Heer des Octavianus
(der persönlich nicht anwesend war:
App.civ.4,110; Cass.Dio 47,37; Cass.Dio
47,45; Plut.Brut.41; Plut.Ant.22; Vell.2,70),
aber Cassius
verliert gegenAntonius
und bringt sich um.
- Brutus lässt sich von seinem Heer
zu einer zweiten Schlacht drängen.
Er verliert und auch er tötet sich
selbst.
|
- Der Rest des Heeres löste sich auf. Ein Teil
lief zu Antonius
über, ein anderer ging zu Sextus
Pompeius nach Sizilien.
- Sextus
Pompeius war nach der Schlacht von
Munda
in die Berge geflohen, wo er viel Zulauf
erhielt. Inzwischen hatte er mit Lepidus
einen Vertrag geschlossen, der ihm die Rückkehr
nach Rom und einen Ausgleich seiner Vermögensverluste
garantierte (Cass.Dio 45,9f.; App.civ.4,83f.;
App.civ.3,4; App.civ.3,57; Cic.Att.14,13,2;
Cic.Att.14,22,2; Cic.Att.15,20,3; Cic.Att.16,13,4;
Cic.fam.11,1,3; Cic.Phil.5,39; Cic.Phil.5,41;
Cic.Phil.13,9f.).
- Der Senat
hatte Pompeius den Befehl über die
Flotte gegen Antonius
übertragen.
- Pompeius kehrte nicht nach Rom zurück,
sondern wartete in Massilia den Ausgang
des Kampfes gegen Antonius
ab. Dann griff er auf Sizilien
zu und verjagte den Statthalter Bithynicus
(Cass.Dio 47,12; Cass.Dio 48,17; App.civ.4,84).
Hier stieß Lucius Statius Murcus,
der Legat der Verschworenen, mit 80 Schiffen
zu ihm; noch weiteren Zulauf hatte er (Cass.Dio
48,19; App.civ.5,2; App.civ.5,25; Vell.2,72).
|
- Am 16. Nov.42 v.Chr. wird der spätere Kaiser
Tiberius in Rom als Sohn des Tiberius Claudius Nero
und der Livia Drusilla geboren.
|
|
- Tempel des Neptunus (Marsfeld) (t.a.q.).
|
|
|
|
- Konsulat des
- tresviri rei publicae constituendae
|
- Marcus
Antonius geht in den Osten, um ihn wieder zu unterwerfen.
Caesar Octavianus
kehrt nach Italien
zurück Cass.Dio 48,1-3; App.civ.5,1-12; Plut.Ant.23-29).
- Marcus
Antonius trifft sich in Tarsos in Kilikien
mit Cleopatra
(Plut.Ant.25-29; Cass.Dio 48,8-11).
- Octavianus
wird in Rom durch die Intrigen der Fulvia, der Gattin
des Marcus
Antonius, und des Lucius
Antonius in den Perusinischen Krieg (41-40)
hineingezogen. Er musste 28 Legionen mit
Landzuweisungen zufrieden stellen (App.civ.5,5,6).
Marcus
Antonius wollte die Soldaten seines Bruders Lucius
zuerst durch persönliche Landzuweisungen für
sich einnehmen, dann änderte er seine Strategie
und gab vor, die von ihren Äckern vertriebenen
früheren Grundstücksbesitzer zu schützen
(App.civ.5,12-23; Cass.Dio 48,3-12; Vell.2,74).
- Octavianus
schließt, von Marcus
Vipsanius Agrippa unterstützt, Lucius Antonius
in Perusia
ein. Antonius muss sich im Folgejahr ergeben.
|
|
|
|
|
- Konsulat des
- cos. suff.
- tresviri rei publicae constituendae
|
- Lucius Antonius muss sich ergeben, die Gefangenen
werden getötet (App.civ.5,24-51; Cass.Dio 48,12-15;
Vell.2,74).
- Marcus
Antonius kommt nach Italien.
Vertrag von Brundisium
(foedus Brundsinum) (App.civ.5,52-65; Cass.Dio 48,27f.;
Plut.Ant.30f.; Vell.2,76; Vell.2,78).
- Marcus
Antonius geht bei seiner Rückkehr
nach Italien
davon aus, dass sein Bündnis mit Octavianus
durch den Perusinischen Krieg gelöst
sei. Er sucht deswegen den Anschluss an
Sextus
Pompeius (App.civ.5,52; Cass.Dio 48,15;
Cass.Dio 48,27), nimmt Domitius Ahenobarbus
bei sich auf (App.civ.5,55; Cass.Dio 48,16;
Vell.2,76) und belagert Brundisium. Sextus
Pompeius erscheint mit 500 Schiffen
vor Thurii.
- Dorthin zieht ihm Octavianus
entgegen (App.civ.5,53), doch vermittelt
Marcus
Cocceius Nerva zwischen beiden eine
Versöhnung. Diese wird (nachdem Fulvia,
die Gattin des Marcus
Antonius, gestorben war, App.civ.5,59;
Cass.Dio 48,28) durch seine Heirat
mit Octavia, der Schwester des Octavianus
gefestigt (App.civ.5,64).
- Im Brundisischen
Frieden einigte man sich auf eine
gegenseitige Amnestie und auf eine Neueinteilung
der Interessenssphären (Reichsteilung)
(App.civ.5,64f.; Cass.Dio 48,28; Plut.Ant.31):
|
|
|
- Fresken zur Odyssee in einem Haus auf dem Esquilinus.
- Wandbilder zur Aeneas-Sage im Grabmal der Statilier
am Esquilinus.
- Der Konsul Gaius
Asinius Pollio richtet im Tempel der Libertas
die erste öffentliche Bibliothek in Rom ein.
(Augustus
folgt 33 mit der Bibliotheca Octavia
und 28
mit der Palatina)
- Marcus
Vipsanius Agrippa finanziert die Wiederherstellung
des
- Zeustempels in Olympia.
- Gärten des Sallustius
- Zw. 40-35: Auditorium des Maecenas
auf dem Esquilinus
- Zw. 40-30: Haus des Augustus
(Palatinus)
|
| |
|
|
|
- Konsulat des
- Lucius Marcius Censorinus
- Gaius Calvisius Sabinus
- cos. suff.
- tresviri rei publicae constituendae
|
| |
- Vertrag von Misenum
zwischen den Triumvirn und Sextus
Pompeius (App.civ.5,66-73; Cass.Dio 48,30-38;
Plut.Ant.322; Vell.2,77).
- Als Pompeius damit begann, Sardinien
durch Menodorus zu erobern, hatte das römische
Volk unter der Einschließung Italiens
schwer zu leiden. Es drängte deswegen
auf eine Aussöhnung (App.civ.5,67-68;
Cass.Dio 48,31-34; Vell.2,78).
- Die Vereinbarungen:
- Pompeius erhält Sardinien,
Sizilien,
Korsika, weitere Inseln und die Peloponnes.
- Im Gegenzug sorgt Pompeius für
die Sicherheit auf den Meeren und für
die Getreidelieferungen nach Rom.
- Alle Verbannten außer den Caesarmördern
sollten nach Rom zurückkehren (App.civ.5,72;
Cass.Dio 48,36).
- Die Konsuln wurden damals auf acht (nach
Appian auf vier) Jahre vorausbestimmt.
|
|
| |
- Nach der Unterwerfung der Aquitanier überquert
Agrippa
38 den Rhein (Cass.Dio 48,49; App.civ.5,92) und siedelt
die von den suebischen Chatten aus ihren Wohnsitzen
nördlich des Mains vertriebenen Ubier linksrheinisch
in der Gegend des späteren Köln an, wodurch
sie natürlich von den Römern abhängig
werden.
|
|
|
|
|
|
- Konsulat des
- Appius Claudius Pulcher
- Gaius Norbanus Flaccus
- cos. suff.
- Lucius Cornelius Lentulus
- Lucius Marcius Philippus
- tresviri rei publicae constituendae
|
- Publius
Ventidius erringt am 9. Juni einen deutlichen
Sieg über die Parther.
Als erster römischer Feldherr feiert er einen
Triumph
über die Parther
(Cass.Dio 48,39-41; Cass.Dio 49,19-22; Plut.Ant.34).
|
- Sizilischer Krieg (38-36):
Von Octavianus
ohne größeren Erfolg gegen Sextus
Pompeius geführt. Eine Seeschlacht bei Cumae
endet unentschieden (App.civ.5,77-92; Cass.Dio 48,45-49;
Vell.2,79).
- Octavianus
heiratet (in dritter Ehe) Livia Drusilla, die bisherige
Gattin des Tiberius Claudius Nero, seit 42 Mutter
des späteren Kaisers Tiberius.
|
|
|
|
|
Konsulat
des
- cos. suff.
- Titus Statilius Taurus (für Caninius)
- tresviri rei publicae constituendae
|
- Erneuerung des Triumvirats auf weitere fünf
Jahre durch das Tarentinische
Bündnis (Cass.Dio 48; App.civ.5,95; Plut.Ant.35).
- Marcus
Vipsanius Agrippa übernimmt den Oberbefehl
im Sizilischen Krieg und rüstet sich im Lucrinersee
(App.civ.5,92; App.civ.5,96; Cass.Dio 48,49-51)
|
|
|
|
|
- Konsulat des
- cos. suff.
- Lucius Nonius Asprenas
- Marcius
- tresviri rei publicae constituendae
|
- Der Seesieg des Marcus
Vipsanius Agrippa bei Naulochus
(3.Sept. 36) entscheidet den Sizilischen Krieg. Octavian
fand dabei die Unterstützung des Antonius
und des Lepidus
(App.civ.5,96-122; Cass.Dio 49,1-10; Vell.2,79).
- Agrippa
erringt einen ersten Sieg zur See bei Mylae
(App.civ.5,105-108; Cass.Dio 49,3f.)
- Zu einem Rückschlag führt eine
gescheiterte Landung Octavians mit erheblichen
Verlusten.
- Schließlich erringt Agrippa
seinen Seesieg bei Naulochus (App.civ.5,117-121;
Cass.Dio 49,8-10); nur 17 feindliche Schiffe
können sich retten. Mit ihnen entkam
auch Pompeius in den Osten, doch fand er
im folgenden Jahr in Asien den Tod. (App.civ.5,121;
App.civ.5,133-145; Cass.Dio 49,17f.). Agrippa
erhielt für diesen Sieg am 3. Sept.
36 die "corona navalis rostrata"
verliehen (Verg.Aen.8,684).
|
- Lepidus
verliert Heer und Provinzen (App.civ.5,122-126; Cass.Dio
49,8; Cass.Dio 49,11f.; Vell.2,80)
- Bereits vor der Niederlage des Pompeius
hatte Lepidus
mit ihm verhandelt (Cass.Dio 49,8; App.civ.5,123).
Danach kommt es zu einem offenen Zerwürfnis
zwischen Lepidus
und Octavianus.
Die 22 Legionen des Lepidus gehen zu Octavianus
über. Lepidus
kann nur das Amt des Pontifex
Maximus für sich behaupten (bis
zu seinem Tod im Jahre 13) (App.civ.5,131;
Cass.Dio 49,15; Cass.Dio 54,15; Suet.Oct.31).
- Eine Meuterei unter den Soldaten seiner
46 Legionen kann Octavianus
beruhigen (App.civ.5,126-129; Cass.Dio 49,13-14).
|
- Caesar Octavianus
kehrt nach Rom zurück und beginnt damit, wieder
Ruhe und Ordnung herzustellen. Seine Maßnahmen:
- Neuordnung des Schuldenwesens und Erlassen
von Abgaben (App.civ.5,130; Cass.Dio 49,15)
- Rückgabe der in den Heeren befindlichen
Sklaven an ihre Besitzer (App.civ.5,131)
- Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit
der Magistratur (Cass.Dio 48,43; Cass.Dio
49,15)
- Einführung einer Schutzpolizei für
die Stadt (App.civ.5,132)
|
|
| |
- Im Spätjahr scheitert Marcus
Antonius mit einem Feldzug gegen die Parther.
Von seinen 100 Tausend Mann verliert er 24 Tausend
(Plut.Ant.37-51; Cass.Dio 48,24-31; Flor.4,10; Liv.130;
Vell.2,82)
- Antonius
begann den Zug von Armenien aus, mit dessen
König Artavasdes er ein Bündnis
geschlossen hatte. Er belagerte Phraata,
musste aber die Belagerung aus Mangel abbrechen,
weil sein Legat Oppius Statianus, der die
Kriegsmaschinen nachbringen sollte, unterwegs
überfallen und mitsamt seinem Heer
vernichtet worden war.
|
|
|
|
|
|
|
|
- Konsulat des
- cos. suff.
- Publius Cornelius Scipio (?)
- Titus Pedicaeus
- tresviri rei publicae constituendae
|
| |
- Balkanfeldzug
(35-33):
Caesar Octavianus
und Agrippa
unterwerfen in Illyrien
einige Völker (Iapuder, Pannonier, Dalmater),
nehmen den pannonischen Hauptort Siscia ein und machen
Pannonien zur römischen Provinz (App.Ill.25-24;
Cass.Dio 49,35-37; Flor.4,12; Liv.131; Vell.2,78).
|
|
|
|
|
- Konsulat des
- cos. suff.
- tresviri rei publicae constituendae (der junge Caesar
hatte Lepidus
aus dem Triumvirat ausgeschlossen)
|
- Caesar Octavianus
unterwirft Dalmatien (App.Ill.25-27; Cass.Dio 49,38;
Flor.4,12; Liv.132; Suet.Aug.20).
|
| |
- Seinen Triumph
feiert Marcus
Antonius in Alexandria. Durch Schenkungen an Cleopatra
stellt er die ptolemäische Vorherrschaft im Osten
wieder her. Caesarion, Caesars Sohn mit Cleopatra,
wird als Mitregent eingesetzt.
|
|
- Zw. 34-32: Neubau des Apollontempels (Marsfeld)
|
|
|
|
- Konsulat des
- cos. suff.
- Lucius Antonius Paetus (für Caesar
bis 1. Mai)
- Lucius Flavius (ab 1. Mai)
- Gaius Fonteius Capito (1. Juli bis 1.
Okt.)
- Marcus Acilius Glabrio (ab 1. Nov.)
- Lucius Vinicius (ab 1. Sept.)
- Quintus Laronius (ab 1. Okt.)
- tresviri rei publicae constituendae (der junge Caesar
hatte Lepidus
aus dem Triumvirat ausgeschlossen)
|
|
- Bau der Aqua Iulia (Wasserleitung)
- Augustus richtet mit der Bibliotheca Octavia die
zweite öffentliche Bibliothek in Rom ein (Vgl.
40 und 28)
|
|
|
|
- Konsulat des
- cos. suff.
- tresviri rei publicae constituendae
|
- Ptolemäischer Krieg (32-30):
Der Senat
beschließt den Krieg gegen Cleopatra.
- Anlass war besonders ihre Beziehung zu
Marcus
Antonius, der ihr und ihren Kindern
freigiebig römisches Gebiet verschenkte
(Cass.Dio 49,32; Cass.Dio 49,41; Cass.Dio
50,1-3. Plut.Ant.54).
- Um Antonius
bloßzustellen, hatte Octavianus
sein bei den Vestalinnen
verwahrtes Testament öffnen lassen.
- Marcus
Antonius zieht Caesar
Octavianus ent gegen. Von Corcyra
aus will er nach Italien
übersetzen, doch wegen der fortgeschrittenen
Jahreszeit überwintert er in Patrai
(Cass.Dio 50,1-9; Plut.Ant.55-60; Suet.Aug.17).
|
|
|
|
|
|
- Konsulat des
- Marcus
Antonius (III) (nur im Osten)
- Imperator Gaius Iulius Caesar Divi filius
- cos. suff.
|
- Caesar Octavianus
siegt am 2. Sept. bei Actium
am Golf von Ambracia über Marcus
Antonius und Cleopatra
und wird so zum Alleinherrscher in Rom (Cass.Dio 50,10-51,5;
Plut.Ant.61-68; Vell.2,84-86; Flor.4,11; Oros.6,19;
Liv.132f.).
- Die beiden Heere lagerten am Eingang zum
Ambrakischen Meerbusen gegenüber, Octavianus
weiter nördlich, wo zur Erinnerung
an den Sieg später Nikopolis gegründet
wurde, Antonius
südlich bei Actium.
- Die Flotten befanden sich bei den Heeren.
- Im Vorfeld der Hauptschlacht konnte Octavianus
einige Vorteile erzielen. Domitius Ahenobarbus
ging zu ihm über (Cass.Dio 50,13f.;
Plut.Ant.63; Vell.3,84).
- Antonius
entschied sich auf Wunsch der Cleopatra
für eine Seeschlacht. Durch die Wendigkeit
seiner kleineren Schiffe war Agrippa
im Vorteil. Die Schlacht kippte, als Cleopatra
ohne Not ihren Schiffen das Zeichen zur
Flucht gab (Cass.Dio 50,15; Cass.Dio 50,32-35;
Plut.Ant.64-68; Vell,2,85).
- Antonius
folgte Cleopatra.
Sein Landheer wartete sieben Tage auf ihn;
dann ging es zu Octavianus
über (Cass.Dio 51,1; Plut.Ant.68).
- Antonius
begab sich zuerst zu Lucius Pinarius Carpus
nach Paraetonium. Als er abgewiesen wurde,
wendete er sich nach Ägypten zu Cleopatra
(Cass.Dio 51,4; Plut.Ant.69-73).
- Octavianus
folgte ihm zunächst nach Asien, überwinterte
dann aber in Samos
(Cass.Dio 51,4; Plut.Ant.72f.).
- 30 v.Chr. liefert Octavianus
vor Alexandria Antonius
eine Seeschlacht. Die Flotte des Antonius
ging zu Octavianus
über, sein Landheer wurde besiegt (Cass.Dio
51,10; Plut.Ant.76).
- Antonius
wird die Fehlmeldung überbracht, Cleopatra
sei tot. Darauf bringt er sich eine Verwundung
bei, an der er später stirbt. Cleopatra
hofft zunächst, auch Octavianus
für ihre Zwecke einspannen zu können.
Als sie sich in dieser Hoffnung getäuscht
sah, suchte sie den Freitod durch einen
Schlangenbiss (Plut.Ant.78-85; Cass.Dio
51,11-15).
|
- Marcus
Aemilius Lepidus, der Sohn des Triumvirn, plant
einen Anschlag gegen Octavianus,
wird aber von Maecenas
entdeckt und hingerichtet.
- Weitere Verschwörungen gegen Octavianus
bzw. Augustus,
die allerdings als Einzelfälle gelten
müssen und die allgemeine Akzeptanz
des späteren Augustus
nicht verdunkeln können.
- 23:
Aulus Terentius Varro Murena und Fannius
Capio
- 19:
Marcus Egnatius
- 2 v.Chr.:
Iulus Antonius, der die Herrschaft dadurch
erringen wollte, dass er mit Iulia ein
Verhältnis einging.
|
|
|
|
|
|
|
- 3.
Aug. 30: Endgültige Niederlage des Antonius
vor Alexandria, das Octavianus
am 3. Aug. einnimmt. Antonius
und Cleopatra
nehmen sich das Leben. Caesarion wird auf seiner Flucht
nach Indien getötet.
- Ägypten wird römische Provinz (Cass.Dio
51,17; Vell.2,39; Suet.Oct.18; Tac.ann.2,59).
- Damit haben die Bürgerkriege ein Ende gefunden,
aber auch, wie sich später zeigen wird, die "libera
res publica Romana".
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|