Die Tatsache, dass de re publica teilweise
nur noch fragmentarisch überliefert ist, erschwert es, die
Ganzheit des Werkes und dessen Aufbaues zu erfassen. Dennoch,
gewisse Themen tauchen immer wieder in den einzelnen Büchern
und Kapiteln auf und bilden so einen "roten Faden".
Im Folgenden nun der Aufbau aller sechs Bücher, orientiert
an der Gliederung in der Textausgabe M.Tullius Cicero: de re
publica, Reihe Lateinischer Klassiker, Schöningh Verlag
1971 und der Übersetzung von Walther Sontheimer, erschienen
1956 im Verlag Philipp Reclam.
Buch I
- Vorrede Ciceros: Die Beteiligung am politischen Leben.
§§ 1-13
- virtus romana und Philosophie: §§ 1-3
Cicero führt den Begriff der virtus Romana aus,
nennt Beispiele von tugendhaften Männer und ihre Bedeutung
in der Geschichte bzw. der Gesellschaft. Über die Philosophen
sagt er, sie stellten nie ohne Grund ihre Thesen auf, gesteht
ihnen somit einen gedanklichen Vorsprung vor anderen Menschen
zu; er stellt weise Menschen, die an politischer Spitze
stehen, über politisch Uninteressierte.
- Widerlegung von Einwänden gegen die Teilnahme
am politischen Leben: §§ 4-11
Zunächst führt Cicero einiger solcher Einwände
auf (zum Beispiel: es wäre sinnvoller, sich mit dem
eigenen Leben zu beschäftigen, denn mit diesen harten
undankbaren Geschäften). Dem hält er aber entgegen,
dass die, die solcher Meinung seien, dennoch viele Strapazen
auf ihren Reisen auf sich nähmen und dann die der Gesellschaft
/ Politik mieden. Er stellt außerdem die Frage, wie
man in einer Notlage etwas tun könne, wozu man erstens
nicht ausgebildet und zudem in ruhiger Zeit nicht fähig
zu tun sei ( Beispiel: Steuermann – Sturm).
- Zusammenfassung der einführenden Gedanken. Thema
und schriftstellerische Absicht des Dialogs: §§ 12-13
Abschließend und damit den Dialog einleitend
fasst Cicero noch einmal vorher Gesagtes zusammen und betont,
wie wichtig es sei, solche (die Politik betreffenden) Erörterungen
nur dann zu wagen, wenn man über ausreichende praktische
Erfahrung ( so wie er) verfüge.
- Der Dialog. Erstes Thema: Die Verfassung §§ 14 – 71
- Einleitungsgespräch §§ 14 - 71
- Die Gesprächsteilnehmer. Die Doppelsonne.
§§ 14-18
Scipio
und Tubero
diskutieren über das Phänomen der Doppelsonne,
wobei letzterer Zeugen Glauben schenkte, dennoch eine
wissenschaftliche Erklärung sucht. Bis Lucius
Furius und P.
Rutilius zu den beiden stoßen ( und später
noch weitere Gäste), unterhalten sich die beiden
über Sokrates,
Pythagoras
und Platon
und deren Hang zu wissenschaftlichen Untersuchungen
– das Thema wird trotz Eintreffen der anderen Gesprächsteilnehmer
beibehalten.
- Praktische Bedeutung und ethischer Wert der Wissenschaft.
§§ 19-30
Philus
betont, wie wichtig es sei, sich nicht nur auf die Wissenschaft
"in den eigenen vier Wänden" zu beschränken,
sondern auch den Rest der Welt zu erforschen. Nach Scipios
Meinung sei alles zu kennen doch nicht zufriedenstellend;
außerdem schätzt er denjenigen, der mehr
Wert auf geistigen als auf materiellen Besitz legt,
höher.
- Vorrang der Politik vor der Wissenschaft: §§
31-32
Laelius
fordert, eher augenscheinliche Dinge zu erforschen,
als solch ferne wie jene Doppelsonne.
- Das Thema des Dialogs: §§ 33
Außerdem, so führt er fort, sei es wichtiger,
die nicht bestehende Einheit im Staate herzustellen,
als sich der Untersuchung von Dingen hinzugeben und
dennoch nachher nicht glücklicher oder besser zu
sein. Zur Herstellung der staatlichen Einheit müsse
man „Kenntnisse, die einen in den Stand setzen, dem
Staat nützlich zu sein", erlernen.
- Auftrag an Scipio:
§§ 34-37
Laelius
bittet Scipio,
dessen bevorzugte Verfassung zu beschreiben.
- Scipios
Vortrag: Die beste Verfassung. §§ 38-71
- Erklärung seiner Absicht und Methode. §§
38
Scipio
erläutert, wie er vorzugehen gedenkt bei der Erörterung:
zuerst Definition des Begriffes, Beschränken auf
die Ausführung wesentlicher Begriffe, die mit dem
Thema verbunden sind.
- Definition des Staates. Seine Entstehung. §§
39-41
Gemeinwesen = Sache des Volkes. Definition von
„Volk". Entsteht durch Sesshaftwerden einer solchen
Vereinigung und deren Weiterentwicklung.
- Die Verfassungsformen. §§ 42-68
- Allgemeines über Vorzüge, Mängel
und Entartungen der drei Grundformen. §§ 42-46
Grundformen: Monarchie, Aristokratie, Demokratie.
Scipio
beschreibt diese Staatsformen und sagt abschließend,
eine Mischform aus allen dreien bevorzuge er.
- Die einzelnen Verfassungsformen. §§ 47-64
Jetzt geht Scipio
auf die Formen genauer ein. Zuletzt sagt er, dass
er von diesen dreien immer noch die Monarchie bevorzuge,
von allen aber im Ganzen eine Mischform.
- Entartung und Kreislauf der Verfassungsformen.
§§ 65-68
Nun beschreibt Africanus, welchen Veränderungen
im einzelnen die Verfassungsarten ausgesetzt sind.
- Zusammenfassung
- Wert der gemischten Verfassung. §§ 69
Dann erklärt er, welche Voraussetzungen für
jene Mischform gegeben sein müssen und die
Vorteile, die sie den anderen Formen gegenüber
habe.
- Rom als Vorbild. §§ 70-71
Dabei sehe er die Staatsform, die schon ihre
Vorfahren hatten, als mit die beste – denn wie sie
selbst sehen könnten, war diese lange Zeit
erfolgreich.
Buch II:
- Überleitung. Motto: Catos Bemerkung über die organische
Entwicklung der römischen Verfassung: §§ 1-3
Africanus beschreibt seine Bewunderung die er Cato gegenüber
hegt und die zwischen beiden bestehende Verbindung. Für
den folgenden Vortrag will er sich außerdem dessen Weise
bedienen.
- Die Geschichte der römischen Verfassung. §§ 4-63
- Die Frühgeschichte Roms bis zur Gründung
der Republik. §§ 4-51
- Die Königszeit. §§ 4-46
enthält: Romulus. Stadtgründung. - Numa
Pompilius. - Tullus Hostilius. – Ancus Marcius. –
Tarquinius Priscus. – Servius Tullius. – Tarquinius
Superbus.
- Übergang: Monarchie und Tyrannis.
§§ 47-52
Scipio
erläutert, wie aus einem Monarchen ein tyrannischer
Herrscher wird.
- Die Republik. §§ 53-63
- Die Anfänge der Republik. §§ 52-55
Nach der Vertreibung des Tarquinius und der Verbannung
der Tarquinier (und einiger anderer), wollte das römische
Volk keine weitere Königsherrschaft mehr. Publicola
und Sp. Lucretius wurden zu bedeutenden Staatsmännern.
Das Gemeinwesen war jetzt Sache des Senates.
- Die Entwicklung der republikanischen Verfassung.
§§ 56-60
Die Macht des Adels wurde aufrechterhalten und Konsuln
– für ein Jahr gewählt – erschienen beinahe
wie Diktatoren. Das Volk forderte mehr Recht, was
es unter dem Konsulat von Postumus Cominius und Sp.Cassius
durchsetzte. Unruhen wurden aber durch die Last der
Schulden hervorgerufen. allmählich erhob sich
das Volk und versuchte, die macht Senates zu schwächen.
Zudem strebte Cassius die Königsherrschaft an,
wurde dann aber zum Tode verurteilt.
- Rückschläge und endgültige Konstitution.
§§ 61-31
Konsuln und Volkstribunen wurden durch Zehnmänner
abgelöst, die die höchste Exekutivgewalt
innehatten und Gesetzte abfassen konnten ( Zehntafelgesetze).
doch diese Zehnmänner entstammten alle der Adelsschicht
und Volkstribunen konnten kein Gegengewicht bilden.
So folgten erneute Unruhen.
- Abschluss der Rede Scipios.
§§ 64-70
- Zusammenfassung. §§ 64-66
Tubero
vermisst in Scipios
Ausführung, dass er zwar den eigenen Staat, nicht
aber den Staat im allgemeinen beschrieb. Dieser meint
aber Laelius'
Frage gerecht geworden zu sein und den eigenen Staat nur
als Beispiel für seine Erörterung, nicht aber
für den Vorbildstaat verwendet zu haben.
- Der Staatsmann: Wesen und Aufgaben. §§ 67-68
Scipio
vermisst, dass der Verstand des Menschen letztlich ( am
Beispiel des Menschen mit dem Tier) nicht in der Lage
ist, zu zügeln und zu bändigen.
- Das neue Problem: Die Gerechtigkeit. §§ 69-70
Am Beispiel der Musik und der dortigen Harmonie kommt
Scipio
auf die Eintracht ( der Entsprechung der Harmonie im Gemeinwesen),
die den Bestand des Gemeinwesens verbürgt; diese
wiederum hätte Gerechtigkeit zur Grundlage. Damit
schließt die Erörterung für diesen Tag.
Buch III
- Vorrede Ciceros: Staatsmann und Philosoph. §§ 1-7
Cicero lässt sich darüber aus, wie sich der Mensch
im Allgemeinen von den „stummen Wesen" unterscheidet und
im Laufe der Zeit Sprache, Schrift und Geist entwickelte, wo
er doch zu Beginn so „nackt und hilflos" auf die Erde kam.
Er lobt die Menschen, die ihre geistigen Fähigkeiten voll
ausschöpfen und sich den Fragen der Politik, Philosophie
und schließlich noch der Wissenschaft widmen.
- Fortsetzung des Dialogs. Zweites Thema: Streitgespräch
über die Gerechtigkeit.
Vorbemerkung: Aufgrund einiger Lücken im III. Buch
erscheint in der Schöningh Textausgabe hier eine Inhaltsangabe
von Augustinus (de civ. die II 21).
- Das Einleitungsgespräch: Verteilung der Rollen.
§ 8
Philus
übernimmt die „Anwaltschaft der Ungerechtigkeit".
Laelius
äußert dabei, dass diesem eine solche Rolle zuteil
werden zu lassen eigentlich gegen dessen Auffassung geht,
denn Philus
selbst sei ein rechtschaffener Mann.
- Die Rede des Philus:
Die Ungerechtigkeit §§ 9-31
- Die These des Karneades. §§ 9-11
Carneades, ein bedeutender Philosoph, wurde von
Athen
nach Rom gesandt. Dort sprach er vor den damals bedeutendsten
Rednern – Galba und Cato Censorius – zunächst über
die Vorzüge der Gerechtigkeit. Am nächsten
Tag widerlegte er das, was er zuvor gesagt hatte. Er
wägte das Für und Wider sorgfältig ab.
Philus
erläutert nun, weshalb Carneades dies getan hatte:
den Worten, die die ‚Lobredner’ der Gerechtigkeit geäußert
hatten, fehle „jede Sicherheit und Festigkeit".
- Relativität des Rechts. §§ 12-19
- These. §§ 12-13
Philus
spricht von Menschen, die, voller Enthusiasmus und
Intelligenz, Bücher über die Gerechtigkeit
schrieben, die Sache selbst aber schließlich
ihre Willenskraft überstieg. Wäre das
Recht ( über das sie hier redeten) ein Naturrecht
( und kein vom Staate geschaffenes), so gäbe
es eine einheitliche Auffassung – so seine These.
- Relativität von Religion und Moral. §§ 14-16
Er führt jetzt aus, welche religiösen
Bräuche Völker wie die Ägypter (
Tiere als Götter) und Griechen haben und die
daraus entstandenen Folgen ( Perser brennen griechische
Tempel nieder, Griechen nehmen Rache als Vorwand
für Krieg ® Alexander der Große). Philus
kritisiert, wie sich Griechen und Gallier Besitz
aneignen und stellt in Frage, ob sie selbst, die
„gerechtesten Menschen", nicht genauso sind,
wenn sie – ein Beispiel – nur auf ihre Olivenpflanzungen
bedacht seine und daher anderen (Völkern) deren
Pflanzungen für ihre zerstören.
- Relativität der rechtlichen Stellung der
Frau. §§ 17
Die Regelung der Besitze, die Frauen haben dürfen,
empfindet er als ungerecht.
- Folgerung: Recht und Gerechtigkeitsgefühl
sind nicht von Natur gegeben. §§ 18-19
Da die Rechtssatzungen nicht von Natur aus gegeben
sind, benutzen eben auch nicht alle Menschen zu
jeder Zeit dieselben. Die Gesetzte seien nur durch
die Strafen, nicht aber den Gerechtigkeitssinn der
Menschen gerechtfertigt.
- Selbstsucht und Eigennutz bestimmen sowohl die
Innen- und Außenpolitik als auch das Privatleben.
§§ 20-31
Am Beispiel von den unterschiedlichen Arte von
Satzungen macht Philus
deutlich, dass diese Gesetze doch nur für den eigenen
Nutzen, nicht aber der Gerechtigkeit wegen geschaffen
werden. Dies wiederum bekräftigt er mit den Worten
Carneades’. [ Es fehlen einige Passagen. Der Text wird
sehr lückenhaft und ein Verständnis erschwert.
] Ein bedeutender Satz des Philus:
„ Kein Staat ist so töricht, dass er nicht lieber
mit Ungerechtigkeit Herr als mit Gerechtigkeit Knecht
sein wollte."
Wieder zieht er Carneades heran, der die Frage aufwirft,
ob jemand, der etwas verkaufen will, nicht auch die
Wahrheit unterschlägt, aus Eigennutz, um erfolgreich
zu verkaufen, und damit schlecht ist, oder lieber wahrheitsgemäß
handelt und somit den Wert des zu verkaufenden Objektes
verringert.
- Überleitung. § 32
Er bittet Laelius
zu Wort.
- Die Rede des Laelius:
Die Gerechtigkeit. §§ 33-41
- Gerechtigkeit als ewiges Weltgesetz. § 33
Die Menschen sollen nicht das Recht haben, das
Gesetz, das von Gott kommt, so Laelius,
auch nicht durch den Senat oder ähnliche Institutionen,
zu ändern oder sich nicht daran binden zu müssen.
- Der gerechte Krieg. §§ 34-35
Unter dem gerechten Krieg versteht er den Krieg,
der, vorher angekündigt, aus Gründen der Rache
oder Abwehr von Feinden geführt würde. Zuvor
erklärt er, weshalb der Tod zwar für eine
Einzelperson eine Erlösung und etwas ganz Natürliches
ist, aber für einen Staat die eigentliche Strafe.
- Der gerechte Imperialismus. §§ 36-37
Die Knechtschaft im gerechten Imperialismus sollte
so sein, dass sie den Geknechteten nützt – im ungerechten
sind die, die ihr Leben in eigener Hand verbringen können,
in der eines anderen.
- Es gibt angeborene sittliche Normen. Beweise
aus der römischen Geschichte. §§ 38-39
Gäbe es zum Beispiel nicht die Liebe zwischen
Eltern und Kind, so könne es auch keine Verbindung
zwischen Mensch und Mensch geben, könne letztlich
keine Lebensgemeinschaft existieren.
- Belohnung des gerechten Staatsmannes. §§ 40-41
Wie kann ein gerechter Staatsmann belohnt werden
? Jedenfalls nicht mit menschlichen Gütern, also
Reichtümern.
- Überleitung. § 42
Die Anwesenden - und besonders Scipio
– sprechen sich lobend über Laelius'
Rede aus und Africanus hebt dessen Rhetorik hervor.
- Zusammenfassung durch Scipio:
Die Gerechtigkeit in den Verfassungsformen. §§ 43-48
- Die Entartungsformen. §§ 43-45
- Tyrannis.
§ 43
In der Tyrannis
herrscht – nach der Überlegung – kein Gemeinwesen.
( Beispiel: Dionysios ® Syrakus)
- Oligarchie. § 44
Scipio
und Laelius
zeigen sich darin einig, dass auch unter der Herrschaft
Weniger kein Gemeinwesen existiere. ( ® Athen
nach Peloponnesischem Krieg, Regierung der Decemvirn
in Rom)
- Ochlokratie. § 45
Auch kann die Herrschaft der großen Masse
eine Tyrannis
sein, wenn geplündert wird, kein Recht vorherrscht
und somit könne man auch hier nicht von einem
Gemeinwesen sprechen.
- Die gesunden Systeme. §§ 46-48
- Monarchie: Die betreffenden Seiten fehlen.
- Aristokratie. § 46
Unter der Herrschaft einiger weniger Guten – so
Mummius
– müsse einfach ein Gemeinwesen sein. Dennoch
zieht dieser eine Monarchie vor.
- Demokratie. § 47-48
Als Beispiel zieht Scipio
die Rhodier heran, bei denen alle, ob Senatoren
oder Leute aus dem Volk, gleich waren. Hier herrscht
ein Gemeinwesen vor.
Buch IV
- Überleitung: Die Größe des menschlichen
Geistes. § 1
Es sei jämmerlicher, wenn ein vertierter Geist in menschlicher
Gestalt sei, als wenn jemand anstatt zu sterben lieber in
eine Tiergestalt verwandelt werden will.
- Die Struktur des römischen Staates und der römische
Volkscharakter als Voraussetzung der auf Gerechtigkeit gegründeten
Verfassung. §§ 2-14
- Die ständische Gliederung Roms. § 2
Scipio
lobt die Ständeordnung Roms.
- Jugenderziehung in Rom und in Griechenland.
§§ 3-4
Er tadelt die ( teils unzüchtigen) Erziehungsgrundsätze
Griechenlands.
- Kritik an Platons
politeia ( Güter- und Weibergemeinschaft). § 5
Die Kritik besteht darin, dass Platon,
der Gott nicht kannte, nur in die Irre ging, da er wollte,
dass alles allen gemeinsam sei. Denn hier befürchtet
Africanus, dass alles eine breite Masse würde, Menschen
ohne Selbstbeherrschung, ohne Unterschiede, ohne Keuschheit
bei den Frauen.
- Die Zensur. § 6
Das Urteil des Censors sei lediglich auf den Namen
beschränkt ( ignominia).
- Die sittliche Haltung der Frauen. § 6
Der Censor lehrt den Männern, wie diese Einfluss
auf die Frauen nehmen können so dass diese Sittsamkeit
erlangen.
- Einzelforderungen an den Charakter. §§ 7-8
Sparsamkeit, Zuverlässigkeit, Charakterstärke.
- Schauspiel ( insbesondere Komödie ). §§ 9-13
Scipio
kritisiert die Frechheit, mit der Dichter immer wieder
über angesehene Menschen herziehen und diese beleidigen.
Er fordert, man solle auch kontern dürfen.
Dennoch waren berühmte Männer (Aeschines, Aristodemus
) im Schauspiel und der Tragödie tätig und doch
politisch sehr engagiert gewesen.
- Musik. § 14
Ein Bericht des Musiktheoretikers Aristides Quintilianus:
Er bezweifelt dass der Tadel, den Cicero über die
Musik hatte kommen lassen, auch wirklich von Cicero stammt,
da es gegen dessen Meinung sei, denn er hatte einmal einen
Schauspieler (Roscius) hoch gelobt ( Roscius hatte sich
nur in rhythmischen Bewegungen gezeigt, was auch die Musik
kennzeichnet). (..)
Buch V
- Vorrede Ciceros: Die Ursachen für den Verfall der
politischen Kraft Roms. §§ 1-2
Zunächst betont Cicero, ein so großes Gemeinwesen
wie das Römertum sei nicht durch Männer allein, sondern
fähige Männer an der Spitze und Sitten entstanden,
doch letztere seien im Laufe der Zeit zugrunde gegangen.
- Fortsetzung des Dialogs. Drittes Thema: Wesen, Aufgaben
und Schicksal des führenden Staatmannes
- Die Gestalt des Staatenlenkers. §§ 3-11
- Das königliche Amt des Richters. § 3
Manilius
zeigt seine Bewunderung und Hochschätzung für
das Amt des Richters, der es dem König abnimmt,
sich um Angelegenheiten der Privatleute zu kümmern
( außer den Urteilsspruch). Er lobt dabei Numa
Pompilius, der zweite König der Römer, der
als Stifter religiöser Einrichtungen der Römer
gilt.
- Die Ausbildung des Staatsmannes. §§ 4-5
Der Staatsmann muss Recht und Gesetz kennen lernen,
sich zugleich aber auf wesentliche Aufgaben konzentrieren.
- Ehre und Ehrfurcht als politische Kräfte. §
6
Der Staatsmann ( Scipio:
„Lenker") hat ein geschärftes Gewissen; Ehrgefühl
und Gewissen hindert den Menschen an vielen Taten.
- Die Familie. § 7
Durch Rechtssatzungen für die Eheschließung
ist der Grundsatz festgelegt, dass es nichts glücklicheres
geben kann, als einen gut aufgebauten Staat.
- Gestalt und Aufgabe des Staatsmannes. § 8
Die Aufgabe des Staatsmannes ist, das Leben der Bürger
lebenswert zu machen, es zu sichern, nach außen
hin ein gutes Bild abzugeben und durch Tugend sittlich
zu festigen. Er soll mehr für den Nutzen des Volkes
und seines Landes sorgen als für sich selbst.
- Einzelzüge des Staatenlenkers. §§ 9-10
Man muss diesem Ehre und Ruhm zuteil werden lassen.
- Die Rhetorik. § 11
Scipio
verachtet den Lenker, der vermag einen Richter durch
sein Reden zu bestechen, mehr als den, der dies mit
Geld tut.
Buch VI
- Überleitung: Bewährung des Staatsmannes. §§ 1-2
Der Staatsmann muss allen Kräften, die sich gegen das
Gemeinwesen richten gewappnet sein.
- Der Lohn des Staatsmannes: Somnium Scipionis. §§ 3-29
- Der Anlass zu Erzählung Scipios.
§ 8
Nasica, der für den Tyrannenmord
verantwortlich gewesen war, sollte keine Statue aufgestellt
werden. Scipio
erklärt, dass die Art der Belohnung und Ehrung besser
sei, die sich dem Aufstellen solcher vergänglicher
Symbole enthält.
- Auseinandersetzung mit Platons
Mythos vom Pamphylier
Er. §§ 3-7
Der Mythos: Der Pamphylier
Er war ein Soldat, der nach einer Schlacht als tot galt,
aber doch irgendwie überlebt hatte und schließlich
– nachdem man ihn gefunden hatte – den Menschen
seine Erlebnisse in diesem „Zwischenleben" mitteilte.
(..)
- Scipios
Bericht. §§ 9-29
- Einleitung: Africanus maior über Scipios
Zukunft. §§ 9-12
Scipio
besuchte auf seiner Reise nach Afrika den König
Masinissa, einen Freund Africanus’. Er wurde von diesem
freundlich empfangen und während eines langen
Gespräches erfuhr er sehr viel über Africanus.
Im Schlaf dann erschien dieser ihm und zeigte ihm
seine Zukunft: Zerstörung Karthagos
und Numantias,
Wahl zum Konsul und schließlich wie er einst
Diktator sein wird.
- Hauptteil: Lohn des Staatsmannes im Jenseits. §§
13-28
- Der Ort der Seligen. §§ 13-16
Er beschreibt ihm den Himmel, wo die Seelen derer,
die ihren Beitrag für das Vaterland geleistet
haben, vollkommen frei sind, fast so, als wäre
das Leben nach dem Tode, das wahre Leben.
- Planetenzonen und Sphärenharmonie. §§
17-19
Es werden die Planeten beschrieben ( Aussehen
und Herkunft ihrer Bezeichnung), ihre Bahnen anhand
von hohen und tiefen Tönen.
- Begrenzung des irdischen Ruhmes durch Raum
und Zeit. §§ 20-25
Dem Scipio
zeigt Africanus maior die Grenzen, die die Menschen
umgeben und zugleich voneinander trennen ( Pole,
Meere).
- Unsterblichkeit der Seele ( nach Platons
„Phaidros"). §§ 26-28
„Was immer sich bewegt ( Gott und die menschliche
Seele), ist ewig." Africanus maior sagt
zu Scipio,
nur sein Leib, nicht seine Seele, sei sterblich.
Die Seele bewegt sich selbst.
- Schluss: Das Schicksal der Seelen. § 29
Die Seele soll bemüht sein um das Wohl des Vaterlandes,
sie soll schon früh losgelöst vom Körper
sein, damit sich später schneller an diesen Ort
( „Himmel" ) fliegen kann.
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